Geschützt: Nachruf Lennart Held, Sohn unseres Bienenpaten Hartmut Held

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Nachruf Karl Fischer, Agenda30-Büro Stadt Bamberg

Ein wunderbarer Mensch ist ganz plötzlich von uns gegangen. Karl Fischer († 17.11.2021) ist nicht mehr unter uns. Gerade noch im Vorruhestand und voller Pläne, … es hat nicht sein sollen.

Karl bleibt sicher allen, die mit ihm gelebt, gearbeitet und gesportelt haben, unvergessen. Den Angehörigen, deren Herz dieser Tage ungemein schwer sein wird, und allen, die ihn gekannt hatten und traurig sind, sprechen wir unser tiefes Mitgefühl aus.

Mit einem dicken Kloß im Hals sitze ich an diesen Zeilen und es drängt mich einfach, zurückzuschauen und dankbar mich zu erinnern an einen bescheidenen, doch unverwechselbaren Menschen.

Die erste Begegnung

Unsere erste Begegnung mit Karl Fischer, Leiter des damaligen noch als Agenda-21 benannten Büros im (heutigen) Klima- und Umweltamt, war am 07.02.2013. Er lud uns zum Treffen der Umweltbeauftragen an Bamberger Schulen in die Mußstraße ein, damit wir uns, die erst vor einem knappen halben Jahr gegründete Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de, vorstellen konnten.

 Karl Fischer und Marianne Gebert vom Agenda 21-BüroKarl Fischer erkannte wohl sehr schnell das Potenzial der „Bamberger Schulbiene“, die in diesen Tagen quasi erstmals das Fliegen lernte. Der zurückhaltend wirkende, aber freundliche Mann machte nicht viel Worte. Doch um so besser nahm er seine Umgebung wahr, setzte instinktiv auf Menschen, denen er etwas zutraute. Wir fühlten uns sofort wohl unter ihm und seiner damaligen, auch heute noch im Amt tätigen Mitarbeiterin, Marianne Gebert, und dem Referatsleiter a. D., Ralf Haupt.

Es war unsere erste tiefere bzw. nachhaltigere und sogleich positive Begegnung mit einem Amt der Stadt Bamberg, und es war der Beginn einer ganzen Reihe von früchtetragenden Ereignissen, die in all den Jahren nie abriss. Magst DU, Karl, es auch nie so groß gesehen haben. Doch für uns war es damals eine unerwartete Bestätigung, dass wir das Richtige tun. Du hast uns damit den Rücken gestärkt. Dafür wollen wir Dir noch ein letztes Mal danken, lieber Karl! 

Jahre der Begegnungen

Eine weiteres Berührungsfeld war die Etablierung des Regionalsiegels „Region Bamberg – weil’s mich überzeugt!“ Ein Punkt in unserer Blogmeldung vom 12.12.2012 lautete: „Was bedeutet das Siegel? Unsere Verbundenheit mit der Region Bamberg“. Und genau das schaffte Karl Fischer, Behörde hin oder her: Ein Gefühl der Verbundenheit!

Im Rahmen der Zertifizierung des Regionalsiegels durften wir am 24.03.2015 mit unserer Expertise als Imker die Möglichkeiten ausloten, auf welche Punkte die Lizenznehmer/innen in Sachen Honigvermarktung eingeschworen werden könnten. Obwohl wir keine „Großimker“ waren, hat man unserem Sachverstand vertraut. Niemand auf beiden Seiten hatte es zu bereuen. Karl Fischer und sein Team hatten ein breites, gut funktionierendes Netzwerk aufgebaut, und so etwas schafft man nur mit persönlichem Einsatz. Karls Einsatz (und das seines Teams!) war IMMER verbunden mit seiner wohlwollenden und wohltuenden Persönlichkeit.

Christine Michel und Karl FischerWeitere Begegnungen und Zusammenarbeiten mit Karl Fischer und seinem Team waren beispielsweise:

  • Tag der offenen Gärtnereien
  • Tag der Umwelt am Maxplatz
  • Apfelmärkte
  • Tag der Regionen
  • Bamberger Weihnachtsmarkt
  • Bergfest auf dem Michelsberg
  • Stadtradeln Bamberg
  • Spezialitätenwettbewerb

Karl Fischer, Agenda 21-Büro Stadt BambergRegelmäßig waren es die Lizenznehmertreffen, die vor Corona alljährlich Anfang des Jahres stattfanden. Meist saß er am Rande des Geschehen, doch aufmerksam zuhörend, nachdenklich eine Hand am Kinn.

Er zeigte Verständnis für die Belange Einzelner, gestand Allen und Allem einen adäquaten Raum, beruhigte, wenn es Not tat, die Gemüter, vermittelte, versachlichte, … und das völlig unaufgeregt und niemals mit erhobener Stimme. Er sprach mit ruhiger Aufmerksamkeit, alle für sich einnehmend, … und man vertraute ihm.

Spatenstich und Einweihungsfeier der Bienen-InfoWabe

Natürlich war Karl auch beim Spatenstich unserer Bienen-InfoWabe im Juni 2015 mit dabei. Als stiller Gast, bescheiden in der zweiten Reihe stehend, hätten wir ihn beinahe übersehen. Wir bedauerten es und wunderten uns nur, dass er offenbar nicht erschienen war. Ja, wir vermissten ihn, denn er hatte sich mit uns über das geplante grüne Klassenzimmer gefreut. Doch Karl Fischer hatte sich nie vorgedrängt. Auf den Fotos entdeckten wir ihn schließlich und freuten uns nachträglich sehr über sein Kommen.

Zum darauffolgenden Festakt mit nachfolgender Einweihungsfeier im September schrieb ich:

… herzlichen Dank, dass Sie zu unserer Feier erscheinen werden, und sei es auch nur für eine Stunde. Das ist wirklich sehr nett von Ihnen, Ihren Urlaub entsprechend zu unterbrechen. Da habe ich schon fast ein schlechtes Gewissen … 

So war er. Einen Urlaub unterbrechend, um sein Scherflein zu einem glücklichen Gelingen beizutragen und die Anstrengungen der Bürger/innen zu ehren.

Damals waren wir noch per Sie, doch das „Du“ lag uns immer auf der Zunge. Lange dazu hin war es nicht mehr. Aus einem Sachgebietsleiter wurde ein guter Bekannter und ein vertrautes Gesicht im Stadtgefüge.

Konnten wir zu Lebzeiten „Danke“ sagen?

Ja. Das konnten und taten wir. Mündlich wie schriftlich. Und mit einer Anerkennungsurkunde im Rahmen des „Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises“ 2016.

Anerkennungsurkunde an Agenda-21-BüroKarl Fischer schrieb uns daraufhin am 20.09.2016 folgendes:

… vielen, vielen Dank für die netten Worte und die schöne Urkunde als Anerkennung für das Agenda 21 – Büro. Wir haben uns darüber wirklich sehr gefreut. Meistens erntet man ja nur Kritik für seine Aktivitäten oder Unterlassungen. Im Fall der Bienen und Bienen-Info-Wabe werden wir Sie auf jeden Fall weiter unterstützen, wo es uns möglich ist.

Und so war es denn auch. Unterstützend, wo immer es ihm möglich war. So dankten wir ihm am 27.10.2016 im Zusammenhang mit dem Zertifizierungsverfahren des Regionalsiegels: „Schön, dass Sie sich für uns alle [Anm.: hier waren die Lizenznehmer gemeint] stark machen!“

Und wir ließen auch andere davon wissen, wie sehr wir die Arbeit des Agenda-21- bzw. -30-Büros schätzten.

„Wir freuen uns auf eine weiterhin fruchtbare Zusammenarbeit mit Ihrem Amt, deren sympathische Mitarbeitende wirklich klasse Arbeit leisten. Das gilt (in unserem Falle) besonders fürs Agenda 21-Büro, …“ schrieben wir im September 2015 an seinen Vorgesetzten, Ralf Haupt.

Heute sind wir froh darüber, unseren Dank bei allen möglichen Gelegenheiten noch zu Karls Lebzeiten einen Ausdruck verliehen zu haben. Dank, wie er auch in den Traueranzeigen den Ton bestimmt, neben der tiefen Betroffenheit und des Vermissens und der Freundschaft.

„Für die geleistete Arbeit gebührt ihm größter Dank und Anerkennung“, schreibt die Stadt Bamberg.

„Wir können uns nur bei Dir bedanken. Danke, dass wir Dich kennenlernen und so viele schöne Momente mit Dir erleben durften!“ schrieb seine Sportgruppe.

Letzte Begegnungen

Immer, wenn ein Mensch von uns gegangen ist, stehen einem vor allem die letzten Begegnungen vor Augen.

Die vorletzte längere und gesprächsintensivere Begegnung mit Karl war bei der Abholung des Regionalsiegel-Rollups, oben auf dem Michelsberg, nicht lange vor seinem Antritt in den Vorruhestand. Wir folgten ihm in die „Asservatenkammer“. Dort stöberten wir in den vielen Broschüren, die das Amt initiiert hatte und Karl erinnerte sich an so manches Förderprogramm und die dazu entstandenen Schriften und Umstände.

Irgendwie kamen wir dann auf den erst kürzlich verstorbenen Wolfgang Wurch zu sprechen, der ebenfalls unvergessene Leiter des Evangelischen Bildungswerks. „Wieso nur sterben die Besten immer so früh?“, fragte sich Karl nachdenklich-lakonisch, glücklicherweise nichtsahnend, dass er sich ebenfalls bald unter ihnen einreihen würde.

Unsere letzte Begegung fand an der Bienen-InfoWabe statt, an einem der BIWa-Sonntagsöffnungen. Er hielt sein Versprechen, welches er uns in seiner letzten „amtlichen“ E-Mail am 11.03.21 gab:

Guten Morgen Ilona und Reinhold, vielen Dank für eure lieben Worte. Es wird Zeit für neue Energie und Frische…ich werde so um den 20.04.[21] meine Tätigkeit hier im Agenda 2030-Büro beenden und mich dann erstmal auf’s Rad schwingen und ein bisschen die Gegend erkunden. Aber sicher werde ich auch bei euch an der Bienenwabe vorbeischauen, ich hab’s ja nicht weit.

Ich habe eure Energie und euren Einsatz für das Projekt Bienen-leben-in-Bamberg immer bewundert  und bin euch wirklich dankbar für die tollen letzten Jahre unserer Zusammenarbeit. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg und hoffe, dass ihr auch weiterhin guten Kontakt ins Agenda 2030-Büro haltet. Meine Nachfolgerin oder mein Nachfolger wird, so denke ich, bald in den Startlöchern stehen.

Seine Zeilen waren die Antwort auf eine Mail des selben Tages, in welcher ich mit diesem Satz endete:

„Bis dahin, gute Restzeit noch, und wir werden dich sicherlich vermissen!“

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, lieber Karl. Ruhe in Frieden!

Termine stehen! BLIB-Imkerkurse 2022 in Bamberg (Oberfranken, Bayern)

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerDie neuen Imkerkurs-Termine in Bamberg aus dem Hause „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ für 2022 stehen bereits. Schon jetzt erreichen uns Anfragen fürs nächste Jahr.

Nicht nur pandemiebedingt suchen viele ein Hobby, welches sie auch zuhause oder in der Region ausüben können. Frische Luft, ein umfassendes Naturerleben sowie ein leckeres, unverfälschtes Ur-Produkt Honig sind garantiert. Wer Spaß am Handwerk hat, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Nicht alles muss man einkaufen, einiges lässt sich super auch selbermachen, ob Böcke, Mittelwandrähmchen oder gar ganze Bienenstöcke. Letztendlich das gute Gefühl, etwas für sich selbst UND seine Umwelt erreicht zu haben.

Entgegen vieler Vereine zogen wir, Reinhold Burger und Ilona Munique, in den letzten beiden Coronajahren tatsächlich alle Kurstermine durch, ob in Kleinstgruppen auf mehrere Praxisermine verteilt oder, wo es sich anbot, auch als Online-Seminare. Gerade Interessierte, die aus der Region stammten, waren erfreut und dankbar für diese praktische Möglichkeit, theoretische Grundlagen zu erhalten.

Ein kostenloser Infoabend mit Kursberatung findet am Mo., 07.03.2022 zwischen 19.00 und 20.30 Uhr statt, und zwar ohne Anmeldung online unter https://meet.jit.si/kursinformationen. Empfehlung: Für den PC den Browser Chrome oder Edge bzw. für Mobilgeräte die App Jitsi Meet installieren.

Die Kursgebühr für den Imkerkurs für Anfänger beträgt € 420,- für 12 Module. Die Module decken innerhalb eines Jahres das gesamte Spektrum der Bienenhaltung analog des Jahresverlaufs ab. Es wird online, aber auch am Lehrbienenstand gelernt, betreut von zwei Referenten , die sich auf ihre neuen Kolleg(inn)en freuen!

Wer nicht zu allen Termine kommen kann, darf diese im darauffolgenden Jahr wahrnehmen, wegen Corona sogar noch im dritten Jahr. Es sind also alle Chancen gegeben, die Bienenhaltung von Grund auf und mit vielen Praxisschritten so gründlich zu erlernen, dass der Start für Mensch und Biene ein gelungener und nachhaltiger sein wird.

Desweiteren bieten wir für Wiedereinsteiger/innen einen einwöchigen Imker-Kompaktkurs vom 14.-22.03.2022 an 6 Abenden an. Ergänzt werden die Anfängerkurse durch einzeln buchbare Vertiefungsseminare.

Karte nachhaltiger Unternehmen und Initiativen für Bamberg

Mit der Nachhaltigkeitskarte „Bamberg im Wandel – Karte von morgen“ ist es wirklich easy, nachhaltige Unternehmen und Initiativen in Bamberg zu entdecken. Auch Events wären normalerweise verzeichnet, doch ihr wisst schon … das hat die Pandemie ausgeknockt.

Auch unsere Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de ist natürlich mit auf der Bamberger Nachhaltigkeitskarte verzeichnet¹. Wir ordneten uns ein in die Kategorie „Bildung und Beratung“, hätten aber genau so gut in „Gesellschaftliches Engagment“ (der Bienenpatenschaften und der Bamberger Schulbiene wegen), auch in „Ernährung & Gärtnereien“ (Bamberger Lagenhonig & Bamberger Bienengarten) sowie in „Kultur & Freizeit“ gepasst (BIWa-Sonntagsöffnungen der Bienen-InfoWabe).

Die Karte kann auch heruntergeladen werden. Digital ist sie durchsuchbar nach den Kategorien Initiative (grüne Markierung), Event (lila) und Unternehmen (blau) und natürlich einer freien Sucheingabemaske.

Die Stadtkarte (auf Basis von OpenStreetMap) darf vervielfältigt, verändert, neu zusammengestellt, in neue Werke integriert und weiter verbreitet werden, solange OpenStreetMap und die Mitwirkenden genannt und verlinkt werden und der Zweck nicht-kommerziell ist, hier auch den Lizenzierungsvermerk angegeben. Bitte informiere dich näher unter OpenStreetMap.

Die Karten „… von morgen“, die es für bzw. in mehreren Städten online und als Printversion gibt, sind ein bundesweites Projekt des Vereins Ideen3.org. Die Inhalte der Karte können nach dem Wiki-Prinzip von allen eingetragen und überarbeitet werden. Zusätzlich sichern Regionalpiloten vor Ort die Qualität der Karteneinträge. In Bamberg hat das Change – Chancen.Nachhaltig.Gestalten e. V. übernommen.


¹ In der Karte als Nr. 6 unter „Bildung und Beratung“ mit dem Obstmarkt 10 als Postadresse; die Bildungsstätte ist die Bienen-InfoWabe am Bienenweg 1 im Erba-Park

07.12. BAmbrosiustag mit Kinofilm „Tagebuch einer Biene“ und Filmgespräch

Kinofilm "Tagebuch einer Biene"Unseren traditionellen BAmbrosiustag am 07.12. begehen wir heuer mit etwas ganz Besonderem. Herzerwärmende Makroaufnahmen aus dem Kinofilm „Tagebuch einer Biene“ sollen uns die Adventszeit verschönern helfen.

Der Heilige Ambrosius, Schutzpatron der Imker, Bienen und des Lernens sowie aller Haustiere hätte sicherlich seine Freude daran. Ihr natürlich auch! Ab sofort kann reserviert werden. Und da es ja coronabedingt nicht so viele Plätze gibt, … schnell sein!

Di., 7.12.2021 – Kinofilm „Tagebuch einer Biene“ mit Filmgespräch im Anschluss

Wann? Einlass: 18:45 Uhr, Ende gegen 20:30 Uhr (Filmdauer 90 Min., anschließende Filmfragen 15-30 Minuten)
Was? Kinofilm „Tagebuch einer Biene“ (von Dennis Wells und Heike Sperling). Zum Filmgespräch im Anschluss stehen Imkermeister Reinhold Burger und Imkerin Ilona Munique von der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de zur Verfügung.
Wo? Lichtspiel – Kino & Café, Untere Königstraße 34, 96052 Bamberg
Für wen? Alle Natur- und Bienenbegeisterte, geeignet für Familien
Kosten und Reservierung? Eintritt Erwachsene € 7,50 €, Kinder bis 12 J. € 6,50. Online-Reservierung hier.
Und sonst? Es gelten die tagesaktuellen Infektionsschutz-Regeln der Kinobetreibenden.

Unser Tipp für Schulen:

Schulvorstellungen lassen sich von November bis Januar auch für Morgenveranstaltungen buchen. (T. 0951 26785; E-Mail: post [at] lichtspielkino [dot] de ).Der Eintritt hierfür ist günstiger:

für Schüler/innen ab 25 Pers.

  • bis 12 J. € 4,50
  • ab 13 J.

ab 50 Pers.: € 5,50
ab 100 Pers.: € 5,00

Zur Website des Verleihers, von der man auch Schulmaterial entnehmen kann: http://www.tagebucheinerbiene-derfilm.de/

So wir es terminmäßig einrichten können, würden wir angemeldeten Schulklassen ebenfalls für ein Filmgespräch zur Verfügung stehen. Bitte baldmöglichst kontaktieren!

Impressionen zu Herbst-Winter-Arbeiten der Bienen-Initiative

Längst ist die üppige Schaufensterdekoration entfernt, sind die rund 140 Pflanzschilder aus den Schaubeeten entnommen und geputzt und zum Wochenende entfernen wir auch noch die über 20 Infotafel, die den Bamberger Bienengarten im Erba-Park „sprechen“ lassen. Die Sitzbänke sind eingeholt und warten in der Bienen-InfoWabe auf den Saisonbeginn am 3. Sonntag im April 2022, und somit ein Ostersonntag. Natürlich ist wie jedes Jahr immer eine andere Bank dran, geschliffen und gestrichen zu werden.

Auch schafften wir es heuer noch, die zweite Hälfte der Außenwände der Bienen-InfoWabe zu streichen. Die mittlerweile doch recht üppig gewachsenen Ramblerrosen machten es uns glücklicherweise nicht allzu schwer. Sie ließen sich bereitwillig wegbiegen und piksten durch die Handschuhe nur hin und wieder hindurch.

Nun gehen wir verstärkt unseren „Brotberufen“ nach. Ich gehe als Trainerin in die Bibliothekslandschaft, Reinhold hingegen geht das Land vermessen. Dennoch lassen wir das Bienenthema auch jetzt nicht völlig außen vor. Zu erledigen sind noch die Winterarbeiten an den Bienen und bald möchten die Rosen ihre warmen Erdfüsschen geschaufelt bekommen. Die Wildbienenniströhrchen und -löcher werden mit Stift gekennzeichnet, um im nächsten Jahr die „blindbelegten“ Gänge gezielt ausputzen zu können. Eine Fortbildungen zum Thema „Amerikanische Faulbrut“ im Rahmen von Reinholds Einsatz als Bienensachverständiger ist ebenfalls geplant.

Und ihr?! Für euch haben wir eine Vorankündigung: An unserem traditionellen BAmbrosiustag, den 07.12., findet um 18.45 Uhr im Lichtspiel in der Königstraße die Kinovorführung „Tagebuch einer Biene“ mit anschließendem Filmgespräch durch uns statt. Karten bitte über das Kino ordern!

Macht’s euch bis dahin gemütlich mit heißem Tee und Honig, natürlich! Den bekommt ihr weiterhin bei uns am Obstmarkt 10 – bitte vorher anrufen!

Monatsbetrachtungen November 2021 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Restentmilbung

Varroamilbe (Varroa destructor), von untenMit der Hauptentmilbung der Altvölker im August und der Jungvölker im September wurde der Varroabefall in den Bienenstöcken möglichst stark reduziert und so die Aufzucht gesunder Winterbienen ermöglicht. Die Restentmilbung bildet den Abschluss der Varroabehandlung im Spätherbst beziehungsweise Frühwinter. Ziel ist es, im Wintervolk die Anzahl der Varroamilben auf ein minimales Niveau zu bringen. Je geringer der Varroabefall nämlich beim Start der Völker im Frühjahr sein wird, umso später wird im Laufe des nächsten Jahres eine kritische Belastung mit Varroamilben erreicht. Irrglaube ist die Auffassung, dass stark mit Milben befallene Völker sich mit der Restentmilbung noch „retten“ lassen. Hier haben die Varroamilben und die mit ihnen einhergehende Vireninfektionen bereits einen Schaden angerichtet. Solche Völker haben es schwierig, über den Winter zu kommen und vital bei ausreichender Volksstärke in den Frühling zu starten.

Die Restentmilbung erfolgt durch eine Oxalsäuredihydratlösung 3,5% mittels Träufelbehandlung. Deren Wirksamkeit ist wesentlich an zwei Voraussetzungen geknüpft: Erstens, das Bienenvolk soll brutfrei sein und zweitens, das Bienenvolk soll eng sitzen.

Brutfreiheit

Völker Buger WiesenDie Oxalsäure wirkt nur in direkten Kontakt auf die Varroamilbe. Sie dringt nicht in verdeckelte Brutzellen ein. Milben in den Zellen werden daher nicht erreicht, sondern nur diejenigen Milben, welche auf den Bienen sitzen. Folglich nutzt man zur Behandlung die brutfreie Zeit im Winter.

Heuer gingen übrigens auffällig viele Völker bereits im Laufe des Oktobers aus der Brut. Der Grund: Sie haben bereits eine ausreichende Volkstärke für die Überwinterung erreicht. Hingegen sind kleinere Völker und jene mit etwas höheren Varroabefall weiterhin am Brüten.

Die Regel ist, dass Königinnen während Kaltwetterperioden mit Nachtfrösten die Eilage einstellen. Die ersten Frostphasen bekommen wir in Bamberg (ca. 250 – 400 m ü. NHN) meist im November. Spätestens nach drei Wochen ist sodann jedes Bienlein geschlüpft – die Völker sind brutfrei. Für uns Imker ist das der Zeitpunkt, um nun genau das Thermometer beziehungsweise die Wetterprognosen zu beobachten.

Enger Bienensitz

Je kälter es ist, desto enger sitzen die Bienen in der Wintertraube und desto besser verteilen sie die geträufelte Oxalsäure untereinander. Deshalb warten wir zur Behandlung – Brutfreiheit vorausgesetzt (siehe oben) –  einen Tag mit Temperaturen unter 0 °C ab. Meist ist dies im Dezember. Entsprechend werden wir in den nächsten Monatsbetrachtungen näher auf die Behandlung eingehen.

Mäusegitter

MäusegitterSofern noch nicht Ende Oktober geschehen, ist spätestens jetzt der Zeitpunkt, die Mäusegitter an den Völkern anzubringen. Falls das Flugloch zum Schutz vor Räuberei oder Wespen eingeengt ist, wird es zuerst ganz geöffnet.

Mäusegitter

Bewährt haben sich Gitter mit einer Maschenweite von 8 mm. Im Handel werden auch Gitter mit einer Maschenweite von 6,3 mm angeboten. Damit geht man auf Nummer sicher, dass keine Spitzmäuse in die Bienenstöcke eindringen können. Die Bienen haben allerdings einige Mühe, durch diese engen Maschen hindurch zu krabbeln. Außerdem bleiben die Pollenbröselchen dran hängen. Darum bevorzugen wir die größere Abstandsbreite.

Termine

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerNovember/Dezember 2021 (auf Zuruf)
12. Modul: Oxalsäurebehandlung

Wann? 3 Wochen nach Kälteeinbruch (=Brutfreiheit) bei ca. 0 °C. Wir benachrichtigen entsprechend.
Wo? Treffpunkt an den Völkern nach Absprache.

Vorschau: Kinofilm im Lichtspiel Bamberg: „Tagebuch einer Biene“  mit anschließender Diskussion.

„Genussla“ statt „Bamberg – weil’s mich überzeugt!“

Logo Regionalsiegel "Region Bamberg – weil's ich überzeugt!"Der Relaunch der Regionalanbieterseiten brachte Namens- und Logoveränderungen mit sich. Statt „Region Bamberg – weil’s mich überzeugt!“ und dem sehr sympathischen alten Logo mit dem lächelnden Gesicht soll es nun kürzer und wohl weniger auf die Stadt begrenzt lauten, also fortan „Genussla„ und mit einer schlichten Gabel in der Wortmarke.

Wobei die Verniedlichung nicht ernst gemeint ist, sondern eher das sprachliche Lokalkolorit darstellt. Das hat die Eigenart, auch große Dinge mit dem -la am Ende zur Bodenständigkeit zu verhelfen, statt wie sonst gern üblich die abgehobenen Übertreibungen bedient. Doch tatsächlich soll „Genussla“ eine Abkürzung von Genusslandschaft sein. Auch gut.

Natürlich sind auch wir als „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ wieder mit dabei, zu finden unter  https://genussla.de/anbieter/imkerei-bienen-leben-in-bamberg-de/.

Unser Angebot des Bamberger Lagenhonigs ist in zwei von drei Rubriken zu finden. Einmal unter „tierische Produkte“ (wobei wir eher finden, dass es ein pflanzliches Produkt ist, also Nektar, der lediglich von Bienen transportiert wird und mit Enzymen angereichert ist) und außerdem unter „Regionale Dienstleistungen“, dort mit der Bamberger Schulbiene.

Danke and das Agenda-30 Büro für all die Arbeit!

Links zur Pressemeldung

Bam­ber­ger Genuss­land­schaft „Genuss­la“: Viel­falt, Regio­na­li­tät, Genuss

Die Regionalkampagne „Genussla“ von Stadt und Landkreis Bamberg präsentiert ihr neues „Design“. In: Wiesenbote. 28.10.2021. https://www.wiesentbote.de/2021/10/28/genussla-entdecke-die-genusslandschaft-bamberg-die-regionalkampagne-von-stadt-und-landkreis-bamberg-praesentiert-ihr-neues-design/
[Aktualisierung am 30.10.2022]
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Bienenpatenschaft Gisela Schlenker 2021/2023

Gisela Schlenker ist Bienenfreundin der ersten Stunde, als wir mit unserer Initiative noch in den Startlöchern standen. Mit sicherem Gespür erkannte sie das Potenzial unserer Begeisterung für Bienen und Natur und unterstützte uns beim Crowdfundung und in den ersten Folgejahren mit Rat und Tat.

Eher aus Zufall ist sie heute unsere Bienenpatin geworden. Eigentlich wollte sie mit der Überweisung für eine Patenschaft jemanden anderen eine Möglichkeit geben, sich in unseren internen Unterstützerkreis „einzukaufen“. Doch weil wir das missverstanden und dachten, sie selbst möchte unsere Bienenpatin werden, und weil wir darüber so begeistert waren, brachte sie es nicht übers Herz, uns ihre eigene zweijährige „Mitgliedschaft“ zu verweigern.

Die Gegengaben nebst Urkunde überbrachten wir jüngst selbst in die Franz-Ludwig-Straße, wohin uns Gisela zum Kaffeetrinken einlud. Feinschmeckerin, die sie ist, kredenzte sie Lebkuchen, noch dazu glutenfreien, eingedenk meiner gesundheitlichen Einschränkung. Aufmerksamkeit nicht nur für große (politische) Belange, sondern auch den kleinen Dingen gegenüber hat sie lange schon mehrfach bewiesen. Wenn sie helfen und zu einem Gelingen von Herzensangelegenheit beitragen kann, tut sie es umstandlos und ohne große Worte. Daher ist meine Einleitung etwas länger als sonst, auch, nachdem sie sich mit ihrer eigenen Darstellung eher dezent zurück hielt. Hier nun das Interview:

1. In meiner Verwandtschaft / meinen Freundeskreis gibt es / gab es bereits Imker, und zwar …

… ein guter Freund, den wir seit 25 Jahren kennen, ist Imker.

2. Meine Lieblings-Honig-Sorte

Dunkler Waldhonig und cremig gerührter Rapshonig. [Anmerkung: Nun haben wir zwei Jahre lang Zeit, dich von der geschmacklichen Variante eines sauber geimkerten Blütenvielerleis-Honigs, unserem Bamberger Lagenhonig, zu überzeugen! ]

3. Mein bestes Honigrezept / meine Lieblings-Honiganwendung ist …

Ein frisches Brot mit Butter und Honig. Bei Erkältungszeichen und Husten heiße Milch mit Honig.

4. Ich habe noch eine andere Leidenschaft, und zwar …

…viele Leidenschaften, die alle gepflegt werden wollen

5. Die restliche Zeit verbringe ich mit … 

Beruflich mit Marketing- und SocialMedia-Strategien, in meiner Freizeit mit vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten, politischen Themen und vor allen Dingen Reisen, Kunst und Kultur, am liebsten mit meinem Mann und auch gerne mit unserer erwachsenen Tochter. Weiterbildung steht bei digitalen Themen eigentlich täglich auf dem Programm.

6. Meine schönste … skurrilste … lustigste … merkwürdigste …nachhaltigste etc. ​Begegnung mit Bienen (oder anderen Tieren) war …

Meine nachhaltigste Begegnung in Sachen Bienen war sicher die mit Der Bamberger Schulbiene, mit Ilona und Reinhold, die mich beide für das Thema Biene sensibilisiert haben, meine Begeisterung vor allen Dingen für ihr eigenes Engagement geweckt haben. Hier wollte ich unbedingt unterstützen.

7. Was ich im Leben besonders wichtig finde, ist / sind …

In erster Linie meine Familie, Bildung kommt direkt danach, deshalb freue ich mich auch sehr über die Bieneninfo-Wabe auf der ERBA, da hier viel praktisches Wissen an unsere Kinder und Kindeskinder weitergegeben wird!

8. Worüber ich mich besonders freuen kann, ist / sind …

… Zeit für Familie und Freunde und über kleine Gesten und Überraschungen, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

9. … und was Du sonst noch gerne noch von Dir erzählen willst:

Ich freue mich, nach über 30 Jahren immer wieder über neue Kontakte in Bamberg knüpfen zu dürfen und freue mich über viele spannende und überraschende Begegnungen und viele schöne Momente – jeden Tag. Ansonsten erzähle ich gerne von mir und über mich – am liebsten in einer persönlichen Begegnung

Vielen Dank, liebe Gisie, für deine Bienenpatenschaft – und bis hoffentlich bald mal wieder bei einem absichtlichen wie zufälligen Treffen in der Inselstadt!

Imkerkurs 2022 (KK22) – 1 Woche Online plus Praxis (Imker-Kompaktkurs)

Reinhold und Ilona im Bamberger Bienengarten (Bienenweg 2, Erba-Park)Ab sofort nehmen wir Anmeldungen für den Imker-Kompaktkurs 2022 entgegen. Die Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de mit dem Referenten Reinhold Burger (Bienenwirtschaftsmeiser) und der Referentin Ilona Munique (Imkerin, Erwachsenenbildnerin) bieten mit diesem einwöchigen Online-Kurs vor allem Wiedereinsteiger(inne)n die Möglichkeit, sich auf den neuesten Stand des Imkerns zu bringen.

Gedacht ist der Imker-Kompaktkurs auch speziell für jene, die sich nicht so häufig auf den Weg nach Bamberg machen können bzw. wollen, wie das beim ebenfalls angebotenen BLIB-Imkerkurs für Anfänger nötig wäre. Für jene, die bereits bei jemanden mitgeimkert hatten und nun mehr zum neuesten Stand der Bienenhaltung erfahren möchten, ist der Kompaktkurs ebenfalls ideal. Manchmal erbt man auch Völker und steht urplötzlich in der Pflicht, sich sofort um sie zu kümmern.

Logo Imker-KompaktkursAblauf

Der Imker-Kompaktkurs (KK22) (PDF) findet online als Wochenkurs an sechs Abenden statt.

Termin ist Mo., 14.03. bis Mo., 21.03.2022, jeweils ab 17 Uhr (2,5 bis 3 Std.) – Mi. u. So. frei.

Der verdichtete Theorieteil von insges. 16,5 Stunden wird ergänzt durch zwei Praxistermine im April und Juli mit insgesamt 7,5 Stunden.

Drohnenrahmen zum Schneiden reifDie Inhalte werden analog denen des BLIB-Imkerkurs für Anfänger angeboten. Bei Besuch der Praxiseinheiten und nach erfolgreicher Absolvierung der Tests ist eine Teilnahmebescheinigung möglich. Diese ist beispielsweise für Fördermittelanträge beim Kauf von Großgeräten der Imkerei notwendig, oder für alle, die eine berufliche Laufbahn zur Imkerei einschlagen möchten.

Imker-Kompaktkurs (KK22) 

Die Kurskosten betragen € 590,- für 12 Module (24 Stunden, davon 16,5 Online plus 7,5 Praxis) inkl. Kursunterlagen. Zusätzliche Anmeldegebühren entstehen nicht. Eine Anmeldung ist bis Di., 01.03.2022 möglich, Kontakt siehe Impressum.