W-Seminararbeit zum Bienenthema

Der Gymnasiast Julian Igel, Dientzenhofer-Gymnasium Bamberg, schreibt seine W-Seminararbeit* über Bienen. Was uns 151257-julian-biwanatürlich sehr freute, als er uns anrief und um Unterstützung bat. Wir trafen uns am 28.10. in der Bienen-InfoWabe, um seine Fragen zu beantworten. Zum Beispiel, welche natürlichen Feinde die Honigbienen haben (Wespen, Hornissen und hungrige Vögel), welche Krankheiten Bienen am schlimmsten treffen (z. B. Varroose, Faulbrut und Paralyse-Virus) und wie sich die Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de gegründet hat und die Bienen-InfoWabe finanziert wurde.

Die bereits sehr weit gediehene Hausarbeit beeindruckte mit ihrem Detailwissen zur Honigbiene und ihre hohe Bedeutung für die Ökologie und Ökonomie in Deutschland und der Welt. Es gab nur wenige Kleinigkeiten anzumerken und wir hoffen, er stellt uns die Arbeit nach ihrer Bewertung hier für den Weblog zur Verfügung.

Blick in die BienenbeuteGanz klar, dass wir nach den anregenden Stunden mit Julian noch zu den Bienen gingen. Allerdings gab’s nur einen kurzen Blick in die obere Etage hinein, um bei dieser Kühle keine Brut zu schädigen. Und klar trennten wir uns gerne von einem Glas Honig, um die reife Leistung schon jetzt ein wenig zu belohnen. Der beste Lohn wird ohnehin eine gute Note sein, da sind wir uns sicher. Im Gegenzug freuten wir uns über das schokoladensüße Dankeschön des Schülers, dem wir hiermit noch einmal alles Gute für seine Arbeit und den weiteren schulischen wie beruflichen Lebensweg wünschen.

* Wissenschaftspropädeutisches Seminar

Rechtzeitig anmelden für Bamberger Schulbiene

Logo der Bamberger SchulbieneSie möchten 2017 (wieder) eine Klasse bei uns in der Bienen-InfoWabe in Sachen „Biene und ihr Lebensraum, Honig und/oder Imkerei unterrichten lassen? Dann bitte bald anmelden! Möglich für Grundschulen (ab 2. Jg.) bis Berufsschulen oder Sondergruppen.

Da wir für das nächste Jahr etliche Klassenbesuche bereits vorgeblockt haben, die wir unserem Sponsoringpartner REWE als Gegenleistung für Ihre großzügige Unterstützung versprachen, wird es ein wenig eng im Terminkalender. Wir weisen dabei auf den Umstand hin, dass wir selbst berufstätig sind und uns die Wochentage planvoll frei nehmen „müssen“.

Bitte rufen Sie uns einfach an, dann können wir die Modalitäten in Ruhe miteinander besprechen.

Vortrag Andreas Schierling (2) zum Wachsmanagement

Dr. Andreas Schierling, Vortrag in der Bienen-InfoWabe BambergDem Teil 1 zur Rückstandsproblematik folgt Teil 2, wie wir damit umgehen und generell ein optimales Wachsmanagement entwickeln könnten. Dr. Andreas Schierling stellte in seinem Vortrag „Bis in alle Ewigkeit? Das Wabengedächtnis“ zur BIWa-Sonntagsöffnung am 07.08.2016 klar, dass im Jahr 2015 55,4% aller untersuchten Bienenwachswaben rückstandsfrei waren, bzw. im Falle von Thymol der Wert kleiner 10 mg gewesen ist. Interessant: Den Wert hatte man nach oben „korrigiert“, denn Spuren des gesundheitlich nicht bedenklichen ätherischen Öles zur Behandlung der Varroatose fänden sich schließlich in fast in allen Wachsen.

Wachsmanagement nach Thymolanwendung

Wundersamer WabenbauWer Thymol anwenden möchte, sollte im Sinne eines rückstandsfreien Honigs ein gutes Wachsmanagement betreiben. Das heißt, vor dem Einsatz des Wachses ist der Honigraum auf den Thymolgehalt hin zu kontrollieren. Dr. Schierling empfiehlt zudem folgende Wachswabenlagerungen in der Rangfolge des Reduktionserfolges:

Eingelötet in Rähmchen und …

  1. … von Bienen besetzt und ausgebaut. In wenigen Wochen ist das Thymol   vollständig verflogen.
  2. … locker aufgestapelt. Ein Jahr lang braucht’s bis zur vollständigen Verflüchtigung.
  3. … Lagerung in Beute ohne Bienen. 60% pro Jahr.
  4. … gestapelt im Karton. Dann dauert’s über 3 Jahre!

Will man alte Waben entsorgen, so könnte man die Arbeit eigentlich auch den Wachsmotten übergeben. Nun gut, welcher Imker mag das schon, wenn ihm die Mottengespinste und emsigen Würmchen aus dem Keller entgegenkommen. Was also tun?

Wabenmanagement, so geht’s!

Wabenwachs aus DrohenbrutwabenWichtigste Regel: Keine Altwaben zu Mittelwänden umarbeiten! Machen Sie Kerzen daraus, aber das war’s auch schon.

Zu Mittelwandwaben umgebaut werden ausschließlich  Baurahmenwachs, Deckelwachs und Naturbauwachs.

Wir von Bienen-leben-in-Bamberg.de geben beispielsweise die ausgeschleuderten Waben zum Ausschlecken zurück und setzen sie auf den zweiten Brutraum auf. Die Bienen ziehen im Laufe des August/Septembers vom unteren in den oberen Brutraum um, so dass wir dann den verlassenen untersten und somit älteren Raum von seinen Altwaben befreien können. Diese Altwaben werden zu Kerzen umgearbeitet – falls wir einmal dazu kommen.

Danksagung Dr. Andreas Schierling für Vortrag in der Bienen-InfoWabe BambergWie Dr. Schierling ganz richtig bemerkte: Würden Sie Lebensmittel auf einen dreckigen Teller geben? Die Waben sind praktisch das erste Geschirr des Honigs, insofern hat das  sauber zu sein.

Vielen Dank, Herr Dr. Schierling, für Ihren interessanten, kenntnisreichen und einleuchtenden Vortrag!

Vortrag Andreas Schierling (1) zur Rückstandsproblematik im Wachs

Dr. Andreas Schierling, Vortrag in der Bienen-InfoWabe Bamberg„Die Verarbeitung von Altwachs zu Mittelwänden ist riskant!“ Das stellt Dr. K. Wallner, LAB Hohenheim fest, und mit diesem Fazit entlässt uns Dr. Andreas Schierling nach einer Stunde seines Vortrags „Bis in alle Ewigkeit? Das Wabengedächtnis“ zur BIWa-Sonntagsöffnung am 07.08.2016 in Bamberg.

Dr. Andreas Schierling, Vortrag in der Bienen-InfoWabe BambergWegen unseres Urlaubs gleich im Anschluss gibt’s ein wenig Blogberichtsstau, doch auch jetzt noch ist das Wabenmanagement ein wichtiges, zeitloses Thema, dem sich der Leiter des Bienengesundheitsdienstes (im Tiergesundheitsdienst Bayern, TGD) knapp, fachlich jedoch intensiv widmete. Hier ein Auszug des Vortrags nebst ein paar kleineren Ergänzungen aus unserer Redaktion.

Rückstände, was und wie?

Folie Schierling: "Was ist ein Rückstand?"Grundlegend und eingängig erläutert wurden die Fragen: Was ist ein Rückstand, welche anerkannten Methoden der Messung gibt es und wie steht’s um die erreichbaren Nachweisgrenzen in den Bereichen Gramm bis Nanogramm, also ein Milliardstel Gramm = 10−9 g, welches in 2,7 Mrd. Liter und damit im Inhalt z. B. eines Stausees noch nachzuweisen wäre? Ist diese geringe Konzentration denn noch relevant?

Darüber ließe sich streiten, doch ganz sicher relevant ist die Frage, wie sich diverse Wirkstoffe, z. B. Thymol* oder Flumethrin+, in Bienenwachs verhält. Entscheidend ist dabei die Einteilung zwischen flüchtigen und nicht flüchtigen Verbindungen, so Schierling. Was verschwindet im Laufe der Zeit, was bleibt im Gedächtnis einer Wachswabe zurück?

Rückstände – welche und wie?

Folie Andreas Schierling: Rückstände im BienenwachsSowohl in Bienenarznei als auch in Pflanzenschutzmittel sind Wirkstoffe enthalten, die aufgrund der Anreicherung in Wachs messbar auch den Honig kontaminieren.

Während Thymol* (in den Produkten Thymovar®*, Apiguard®*, Api life var®*) als ein Monoterpen gegen die Varroamilbe sowie PDCB+ (aus der Welt der Clo-Steine und Pflanzenschutzmittel und in Form von Mottenkugeln gerne von Alt-Imkern verwendet) als flüchtige Verbindungen kaum für Anreicherungen sorgt, sofern man die Wachsrähmchen gut auslüften lässt, können andere Wirkstoffe dauerhaft das Wachs belasten. Und damit auch den Honig.

Dazu gehören in der Rangfolge der Verteilung nachweisbarer Wirkstoffe…

… zwischen 20 und 30%:

  • Coumaphos* (Wirkstoff im Perizin®** als Varroamittel und Asuntol®+, das als Zeckenabwehrmittel für Hunde gedacht ist) – Tendenz 2015 auf 2016 steigend
  • Fluvalinat+ (in Apistan®+ bzw. Klartan®+ vorkommend) – Tendenz fallend

… unter 5% der untersuchten Bienenwaben enthielten:

  • Brompropylat+ (aus den Räucherstreifen von Folbez VA Neu+) – Tendenz steigend
  • Paradichlorbenzol+ (Imker-Globol+, Styx+) – Tendenz gleichbleibend

Zu Flumethrin* (in Bayvarol®* Strips) wurden keine Angaben gemacht.

Wachsrückstandskontrolle

Unsere Wabenprobe für Untersuchung beim BienengesundheitsdienstEin besonderer Service ist die kostenlos angebotene Untersuchung des Bienengesundheitsdienstes, seine Waben (und anderes) untersuchen zu lassen. Wir nutzten dies sogleich und gaben Dr. Schierling ein paar Proben mit. Wie wichtig das ist, konnte man einige Wochen später erfahren, als die Meldung über Paraffin-Waben die Imkerschaft aufstörte.

Wir haben uns allerdings bereits zu einem früheren Zeitpunkt entschlossen, einen eigenen Wachskreislauf aufzubauen. Wie das geht? Nun, im nächsten Blogbeitrag erfahrt ihr, wie laut Dr. Schierling & Co. ein modernes Wachsmanagemet aussehen kann und sollte. Bleibt also dran!

 

* Wirkstoff bzw. Produkt in Deutschland derzeit zur Behandlung von und in Bienenvölkern zugelassen.
** Produkt in Deutschland derzeit zur Behandlung von und in Bienenvölkern zugelassen. Produktion wurde eingestellt. Im Handel nur noch Restbestände erhältlich.
+ Wirkstoff bzw. Produkt in Deutschland derzeit zur Behandlung von und in Bienenvölkern nicht zugelassen

Literaturtipps:

Bildnachweis zu den Folien:

Folie Bildnachweis Schierling

 

 

 

 

[Aktualisiert am 23.9.2016]

Weidenhonig, sozusagen …

Honigernte am Standort Weide, BambergWenn wir, also die Initiatoren von Bienen-leben-in-Bamberg.de, von „Weidenhonig“ sprechen, meinen wir nicht den Nektarertrag aus Weidenbäumen, sondern unseren Bamberger Lagenhonig der Lage „Inselstadt-Weide“. „Weide“also ist eine Straßenbezeichnung, wo in alten Zeiten ein Flüßchen floss und wohl auch Weidenbäume an seinen Ufern stehen hatte. Heute sind es viele Lindenbäume, und tatsächlich schmeckt dieser Honig auch sehr danach.

Honigernte am Standort Weide, BambergWeide, Patenvolk Jakob JanßenGeerntet hatten wir aus dem Patenvolk von Jakob Janßen / Familie Contag am 31.07.2016. Wegen unseres Urlaubs berichten wir erst jetzt darüber. Geholfen hat uns Bienenpatin Gabriele Loskarn, in deren Garten das Bienenvolk steht. Zu uns gesellte sich der „potentielle Imkernachwuchs“ in Gestalt von Gabis Enkelin Lola (ihr kennt sie bereits!) und ihrem Paten“kind“.

Entdeckeln der HonigwabenAnschließend radelten wir zu uns nach Hause an den Obstmarkt, wo die reiche Gabe vereint entdeckelt und geschleudert wurde.

Bamberger Lagenhonig, Weide, abgefüllt am 06.08.2016Abgefüllt jedoch wurden nur ein paar wenige Gläschen als Arbeitsbelohnung, denn frisch verfüllter Honig muss drei Tage ruhen, damit sich Wachsschwebeteilchen absetzen und entfernt werden können. Dies geschah übrigens am 06.08.2016, und wir dokumentieren das jetzt auch nur, damit ihr wieder einmal einen Beweis unserer absoluten Transparenz gegenüber diesem hochgradig edlen und garantiert regionalen Bamberger Lagenhonigs habt, jawohl!

175301-Honigverarbeitung-Weide.2016Weide, Patenvolk Jakob JanßenDanke, Ihr Lieben, dass ihr wieder dabei wart an einem der schönsten Tage, die ein Imker und eine Imkerin erleben darf – wenn Mutter Natur ihr Zauberwerk vollendet hat und und uns alle so reich beschenkt.

Danke, Bienen! Ihr seid die Besten!

Bildergalerie

Genussvolles Familienereignis: Honigverarbeitung der Lage „Villa Dessauer“

Die geernteten Honigwaben, hier aus dem Bamberger Lagenhonig-Standort „Villa Dessauer“, wurden nach einem Mittagsimbiss gemeinsam verarbeitet, sprich: gewogen, der Honig auf den Wassergehalt hin überprüft, entdeckelt, geschleudert, gesiebt, abgefüllt und die Etiketten angebracht.

Ein genussreicher und erlebnisintensiver Tag für uns als Gastgeber wie für die Familie von Bienenpate Bernd Pillipp mit Gattin Anja aus Bamberg. Ihre beiden Kinder waren 5 Stunden lang am Sonntag, den 31.07.2016 ab 10 Uhr eifrig bei der Sache. Und nachdem das Mädchen endlich auch ein paar Bienen streicheln durfte, ist es so gut wie beschlossen: Einer aus der Pillipps-Familie wird eines Tages selbst Imker/in! Mindestens eine/r!

Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich bei unseren Gästen fürs Dabeigewesensein. Und auch für die Erlaubnis zur Veröffentlichung von Fotos und Videos! Was in Anbetracht ihrer Eigenschaft als Lehrkräfte nicht so selbstverständlich ist. Doch betonten beide, dass sie unser Anliegen, Vorbilder als öffentlich inspirierende Maßnahme zu präsentieren, sehr gut verstehen können und unterstützen möchten. Imkerei soll kein Geheimnis bleiben, sondern wieder seinen natürlichen Stellenwert in unserer Gesellschaft und in den Familien erhalten. Die „Landwirtschaft“ ohne Grund und Boden lässt eingängig erleben, wie man verantwortungsbewusst mit Tieren und mit Lebensmittel umgeht.

Wer mehr wissen will, hat nächstes Jahr zu unseren Honigschleudertagen ab Mitte Juli bis Anfang August (angezeigt unter Aktivitäten und Termine) im nächsten Jahr wieder Gelegenheit, dabei zu sein.

Vorbereitung, Messung und Geschmacksprobe

Kind misst den Wassergehalt des Honigs mit einem RefraktometerWie wird das Entdeckelungsgeschirr zusammengesetzt? Wie wird das Refraktometer zur Bestimmung des Wassergehalts des Honigs eingesetzt? Die Familie zeigt sich allen technischen Anforderungen gewachsen und hilft sich gegenseitig. Das Ergebnis unserer ersten Geschmacksprobe ist hier nachzulesen: Bamberger Lagenhonig, Lage „Inselstadt / Villa Dessauer“.

Entdeckeln der Honigwaben

Honigwabenentdeckeln, jetzt darf auch Anja ranVorsicht ist bei den spitzen Zinken der Entdeckelungsgabel geboten. Doch sehr schnell hat Familie Pillipp den Bogen raus. Tja, manches lässt sich nur durch „Selbermachen“ erlernen. Für den Rest halten wir natürlich auch Imkerliteratur für Groß und Klein parat!

Honig schleudern

Kind darf den Zapfhahn der Honigschleuder öffnenDas Drehen an der Handkurbel macht in jedem Alter Spaß. Ein Grund, auf eine elektrisch betriebene Honigschleuer zu verzichten. Na gut, und soooo viel Ertrag haben wir ja auch wieder nicht. Wenn uns noch dazu unsere Gäste helfen … dennoch, eine neue Schleuder aus Edelstahl steht auf unserer Hitliste der Anschaffungen. Gerade deshalb, weil wir öffentlich wirken, wirkt die gute alte Blechschleuder, die uns netterweise von der Familie meiner Freundin und Ehrenpatin Jutta überlassen wurde und auf die wir sehr stolz waren (und noch sind!), doch etwas historisch. Gesundheitsschädlich ist sie aber nicht.

Die Jüngste darf den Zapfhahn öffnen – und schon fließen goldene Tröpfchen in das Auffangsieb. Mehr tun wir nicht – kein rühren, kein erhitzen, nur zusehen.

Abfüllen und Etikettieren

Normalerweise darf der Honig drei Tage lang in einem Edelstahltopf ruhen. Dann werden die Wabenrestchen, die immer mit anfallen, abgeschäumt und der Honig abgefüllt. Nur am Honigschleudertag dürfen unsere Gäste sofort etwas mitnehmen. Das bisschen Schaum, das sich oben im Glas absetzt, kann man mitessen. Für den Verkauf möchten wir es jedoch nicht ganz so „naturrein“.

Lecker bis zum Schluss!

Als lukullischen Schlussakkord gab’s Joghurteis von der Eisdiele nebenan, mit viel Honig „frisch vom Fass“ drüber, und alle durften sich am Ende ein Glas Honig mitnehmen.

Honigernte an der Villa Dessauer in Bamberg mit Bienenpatenfamilie

Sehr familiär lief heuer die Ernte an der Stadtgalerie „Villa Dessauer“ in Bamberg ab. Wenngleich wir die Honigschleudertage auch für die Allgemeinheit bekannt geben, hatte sich zum 31.07.2016 außer der Familie unseres Bienenpaten Bernd Pillipp niemand Weiteres angemeldet. So hatten er und seine Frau Anja mit Kindern reichlich Übungsgelegenheiten.

Sie durften von Beginn an selbständig die Rähmchen voneinander lösen, die meist schwer mit Honig gefüllten Waben aus den Bienenbeuten entnehmen, die restlich ansitzenden Bienen wegkehren und das Geerntete in die bereitgestellten Boxen zu geben. Wie das alles genau geht, zeigten wir der Familie Pillipp Schritt für Schritt.

Wir danken bei dieser Gelegenheit unserer Bienenpatin Dr. Regina Hanemann, die uns als Hausherrin des Museums den Platz zur Verfügung gestellt hat.

Stolzer Augenblick! Selbst geernteter Honig!

Im nächsten Blogbeitrag zeigen sie euch, wie sie ihren Honig aus der Ernte „Villa Dessauer“ verarbeiten. Bleibt dran!

Heidelsteigschule auf dem Weg zur EU-Schule … unsere Bienen fliegen mit!

Schulbienenunterricht Heidelsteigschule 7. Klasse in der Bienen-InfoWabeSchulbienenunterricht Heidelsteigschule 7. Klasse in der Bienen-InfoWabeAuf dem Weg zur EU-Schule werden in der Heidelsteigschule mehrere Projekte realisiert. Initiiert von Kunsthistorikerin Christiane Hartleitner sollten dabei verschiedene Stadtteile der UNESCO-Weltkulturerbestadt Bamberg genauer unter die Lupe genommen werden. Dass Bamberg nicht nur historische Häuser und Kunstdenkmäler, sondern auch eine uralte und immer noch lebendige Gartenkultur zu bieten hat, zu der nun einmal unbedingt auch Bienen zählen, wurde den Siebtklässler(inne)n der Heidelsteigschule näher gebracht.

Schulbienenunterricht Heidelsteigschule 7. Klasse in der Bienen-InfoWabeHonig verkosten in der Bienen-InfoWabe für die 7. Klasse der Heidelsteigschule BambergSie fanden sich am 18.07.2016 in der Bienen-InfoWabe zu einer theoretischen Einführung ein, gefolgt von einem Lehrbienenstandbesuch mit echten Bienen und einer anschließenden Honigverkostung. Die Schüler/innen waren sich einig: so einen leckeren Honig haben sie bisher nicht gekannt. Die Quetschflasche aus dem Kaufhausregal hat in Zukunft wohl schlechte Karten. Wer einmal den Finger in die frische Wabe tauchen durfte oder unseren Bamberger Lagenhonig genossen hat, der nur einmal im Jahr geerntet wird und somit beinahe alle Frühjahres- UND Sommerblüten in sich vereint, zudem lediglich einfach gesiebt und natürlich nicht erhitzt wird, der kehrt nie mehr zu Billig-Honigen zurück.

Schulbienenunterricht Heidelsteigschule 7. Klasse in der Bienen-InfoWabeDass das alles auch im Eigenbetrieb möglich ist, sollte der Anschauungsunterricht klar machen. Jede/r kann Imker/in werden, wer ein wenig Geduld, Beobachtungsgabe und Verantwortungsbewusstsein gegenüber den kleinen Tierchen und der Natur mit bringt. Die Liebe zur Biene stellt sich dann automatisch ein. Sie sind unsere Schutzbefohlenen, die wegen etlicher, darunter menschengemachter Probleme nur noch mit entsprechend ausgleichender Pflege ihrer Bestimmung, dem Bestäuben, nachkommen können.

Schulbienenunterricht Heidelsteigschule 7. Klasse in der Bienen-InfoWabeUnsere menschlichen Schutzbefohlenen, die Schulkinder der Volksschule Am Heidelsteig in Bamberg, haben es in diesem Crashkurs hinlänglich begriffen, so jedenfalls unser Eindruck. Und dass Bamberg zur Bienenstadt mutieren wird, davon sind wir in Anbetracht der vielen Unterrichte in diesem Jahr und der vielen Anmeldungen von Jungimkern bei unseren beiden Bamberger Imkervereinen überzeugt. Vielen Dank an Christiane, die diese schöne und sinnfällig Verbindung zwischen Mensch und Biene, zwischen den Bamberger Stadtteilen und zwischen Pädagog(inn)en und Kulturschaffenden im Kontext der Europäischen Gemeinschaft hergestellt hat!

Falls Sie, liebe Erziehungsberechtigte, eines der Fotos in höherer Auflage möchten, wenden Sie sich bitte an uns. Aber auch, falls Sie möchten, dass wir eines der Fotos mit Ihrem Kind herausnehmen sollen, was wir umgehend veranlassen.

Imkereicrashkurs für Berufsschule Bamberg III nebst 17 Flüchtlingen

Schulbienenunterricht in der Bienen-InfoWabe BambergHöchstens eine halbe Stunde Aufmerksamkeitsspanne war die Prognose der Begleiter von 20 jungen Erwachsenen der Staatlichen Berufsschule III Bamberg nebst 17 Flüchtlingen, die nur wenig bis kein Deutsch sprachen und bei uns am 26.07.2016 einen Schulbienenunterricht bzw. eine Führung erleben sollten.

Bienenkönigin inmitten ihres HofstaatesDoch was sollten wir weglassen? Den interessanten Film? Den Besuch bei den Bienen, wo uns sogar das Glück hold war und wir Ihrer Majestät höchspersönlich ansichtig wurden? Oder die leckere Honigprobe?

Schulbienenunterricht in der Bienen-InfoWabe – Vergleich der Bestäubungsleistung anhand ÄpfelKeines von alledem! Denn nach einigen Worten zur elementaren Bedeutung von Honigbienen tauten sie auf und stellten die eine oder andere interessierte Rückfrage. Auch die drei Betreuenden, darunter die ehemalige Vorsitzende des Interkulturellen Gartens Bamberg e. V., Karen Stein, die die Idee des Besuches hatte, waren gedanklich voll dabei. „Für nächstes Jahr müssen wir unbedingt wieder etwas ausmachen“, hieß es nach eineinhalb Stunden abwechslungsreichen Inputs, und wir können dazu nur nicken. Sehr gerne! Doch bitte rechtzeitig anmelden. Denn nächstes Jahr werden 16 Rewe-Kaufleute auf uns zu kommen, die für ihre Unterstützungsleistung nun ihren gerechten Gegenwert in Form von Klassenführungen aus der Schule „ihres“ Ortes von uns erhalten.

105334-Bamberger-LagenhonigEinige unserer Gäste nahmen nun die Gelegenheit wahr, sich mit einem Glas frisch geernteten und abgefüllten Bamberger Lagenhonig zu versorgen. Und auch wir selbst konnten einen kleinen Energieschub gut gebrauchen, denn so ein Crashkurs mit derart vielen und aufgeweckten Jugendlichen bzw. werdenden Erwachsenen benötigt einiges an Konzentration und Aufmerksamkeit. Wie auch der vor uns liegende Nachmittag im Rewe-Group Zentrallager in Buttenheim … dazu in Kürze mehr.

Zum Ende gaben wir den Rat, sich als Flüchtling einem Imker(verein) anzuschließen, denn über dieses wundervolle, völkerverbindende Hobby erfährt man schnell eine Anbindung zu Einheimischen. Und sooo viel Deutsch braucht man dazu auch nicht, denn vieles erklärt sich einfach durchs Tun und Mitmachen.

Fotogalerie

P. S.: Sollten Sie Fotos in höherer Auflösung benötigen, melden Sie sich bitte. Ebenso, falls wir ein Foto herausnehmen sollen, was wir umgehend veranlassen.

Honigduft lag in der Luft … im Erba-Park wurde geerntet!

Reinhold Burger am Lehrbienenstand "Erba-Insel"Warum einen Vortrag halten, wenn die Sonne scheint und wir das geplante Thema gleich ganz handfest vor Ort erläutern können? Unsere braven Bienen des Lehrbienenstands im Erba-Park hatten uns auch diesmal die Gunst erwiesen, tief in ihr Wohn- und Arbeitsgemach Einblick nehmen zu lassen, wie schon die vielen Male bei  Klassenführungen.

Honigerntehelferin lernt den Umgang mit dem StockmeiselUm 15 und 16 Uhr am 24.07.2016 durfte, wer wollte, eine Bienenwabe ziehen und dabei den Einsatz eines Stockmeisels üben. Wer es sich zutraute, kehrte die noch ansitzenden Bienen selbst ab.

Junger Honigerntehelfer zieht HonigwabeIm Anschluss wurde die etwa zwei bis zweieinhalb Kilo schwere Wabe in einen bereitgestellten Behälter gegeben. Was einen kleinen Wettlauf bedeutete, denn die Bienchen folgten natürlich der duftenen Spur.

Junge Honigerntehelferin zieht HonigwabeDas angekündigte Selbst-Abzapfen bekamen wir zeitlich und organisatorisch zwar leider nicht hin. Doch zum Ausgleich gab’s im Anschluss des Erlebten ein Honigpröbchen. Wem’s schmeckte, konnte den in der gleichen Woche abgefüllten Bamberger Lagenhonig aus dem Standort „Buger Wiese“ erwerben.

Lola lockert mit dem Stockmeisel eine HonigwabeWir freuten uns, unter den Gästen einige bekannte Gesichter zu entdecken. Christian von der Sternwarte (wir berichteten), Lola (die kennt ihr ebenfalls schon!) mit Mama Lena, die heuer das erste Mal mit dabei war. Nachdem Lola bereits als Fünfjährige Erfahrung in Sachen Imkerei gesammelt hatte, kuckte sie natürlich kritisch, wie sich die Mama dabei anstellt. Sehr geschickt, wie wir schnell feststellten.

Lena lockert mit dem Stockmeisel eine HonigwabeSo kann man sagen, dass inklusive Gabriele Loskarn (Mama von Lena und somit Oma von Lola), die als Bienenpatin 2014 den Anfang mit dem Thema machte, die ganze Familie in den Bann der Bienen geriet.

Aber auch „Alt-Imker“ waren vor Ort. Möglich, dass sie von uns das eine oder andere Neue erfuhren. Zumindest schien ihnen nicht langweilig bei zu sein. Ohnehin lernt ein Imker in Sachen Bienen und Imkern nie aus. Dr. Andreas Schierling vom Bienengesundheitsdienst im TGD Bayern e. V.Bei dieser Gelegenheit – kommen Sie doch kommenden Sonntag, den 07.08.16 von 16-17 Uhr zum Vortrag von Dr. Andreas Schierling über Wabenhygiene und -management in die Bienen-InfoWabe. Da gibt es garantiert Neuigkeiten! Denn der Bienengesundheitsdienst ist eine innovative Einrichtung, die es u. a. ermöglicht, kostenlos Rückstandsuntersuchungen vornehmen zu lassen und somit Kenntnis zum aktuellen Status Quo zu erlangen.

Doch nun – die Fotogalerie ist eröffnet! Viel Vergnügen!