Bewerbt euch um kostenlose Schulbienenbesuche für 2014!

Anlass

Klaus Rubach überreicht der Bamberger Schulbiene den Spendenumschlag

Geschäftsführer Klaus Rubach überreicht der Bamberger Schulbiene den Spendenumschlag

Die Stadtwerke Bamberg spendete 200 Euro aus ihrer Spendenfibel (wir berichteten). Viermal Bienenunterricht ist somit bezahlt.

Doch welche Schule soll nun davon profitieren? Verlosen wollten wir’s nicht, also …

Wer kann sich um einen kostenlosen, 45-90-minütigen Unterricht der Bamberger Schulbiene bewerben?

Schulimker Reinhold zeigt den Schülern die Lernbienenbeute

Schulimker Reinhold zeigt den Schülern die Lernbienenbeute

Bewerben können sich einzelne Klassen der Jahrgangsstufen 1 bis hin zur Berufsschulklasse aus Bamberg. Bewerbungsschreiben nehmen wir von allen Personen der Schulgemeinschaft an, also von Lehrkräften, Schüler/innen, Eltern, Hausmeister/in, …

Voraussetzung für die Annahme der Bewerbung ist, dass wir während des Unterrichts  Situationsfotos machen dürfen. Denn die Berichte an die Öffentlichkeit dienen als anregende Beispiele, etwas für den Erhalt der Bienenwelt zu tun.

Wie stellen wir uns die Bewerbung vor?

  1. Kontaktdaten der Schule, Angaben zur Klasse und Klassenstärke sowie gewünschte Unterrichtsdauer (45 oder 90 Min. – mehr Stunden gegen Aufpreis, bitte nachfragen)
  2. Welches Unterrichtsfach soll mit dem Themenbereich Biene, Honig und/oder Imkerei bereichert werden? (Alle Fächer außer Fremdsprachen und Sport sind möglich)
  3. Unsere Frage zur Nachhaltigkeit: Was soll im Anschluss an den Schulbienenunterricht mit dem Erfahrenen und Gelernten passieren? Welches weiterführende Projekt plant ihr? (Beispiele siehe im Anschluss)
  4. Ist die Bewerbung außerdem nett gestaltet, erhöht es die Chance, angenommen zu werden
  5. Bitte schreibt folgenden Satz zu Ende: „Wir brauchen die Bienen, weil …“

Beispiele zu Punkt 3: Eine gemeinsame Collage erstellen, eine Fotosammlung anlegen, ein Buch rezensieren (also lesen und eine Kurzbeschreibung dazu anfertigen), ein Wabenmobile basteln, Bienenwachskerzen herstellen, ein Bienenlied einstudieren, kurze Bienenvideos drehen und ins Internet stellen, einen Imker interviewen, einen Zeitungs- oder Weblogartikel schreiben, … usw.

Natürlich geben wir euch Tipps, wie ihr es verwirklichen könntet. Die Ergebnisse werden hier im Weblog präsentiert.

Einsendeschluss und Form der Bewerbung

Die Ausschreibung läuft ab sofort und endet mit Beginn der Herbstferien, also Sonntag, den 27. Oktober 2013.

Sie ist per E-Mail, Fax und per Post möglich (siehe Impressum).

Was passiert mit der Bewerbung?

Eine Jury wählt aus den Einsendungen aus. Sie besteht aus

  • Reinhold Burger und Ilona Munique von Bienen-leben-in-Bamberg.de
  • Bienenpatinnen und -paten, sofern in Bamberg wohnhaft
  • Christiane Hartleitner (Kunsthistorikerin, Bamberger Online-Zeitung)

Alle Einsendungen werden Anfang Dezember 2013 informiert, ob sie ausgewählt wurden oder nicht.

1. Bamberger Schulbienen-Benefiz-Radtour 2013

Rähmchen mit ansitzenden BienenHerzliche Einladung zur 1. Bamberger Schulbienen-Benefiz-Radtour 2013, unter 20 Kilometer und für Familien (Kinder ab ca. 10 Jahren) und 8-Gang-Räder tauglich!
Wann?
Sa., 14. September 2013 | 9.00 – 14.00 Uhr ca. 11.30 Uhr (verkürzt wegen Wetterlage)
Anlass? “Inoffizieller” Internationaler Tag zum Schutz der Bienen

Was genau? Die vier Drei Bienenstandorte unseres Bamberger Lagenhonigs und zugleich Lehrbienenstände per Rad erleben. Mit kurzen Vorträgen und kleinen Überraschungen an den Standorten, Einkehrmöglichkeit in Wildensorg sowie regionalem Einkaufen.

Tourdaten:
Gesamt ca. 15 km 19,5 km [Etappe 1 eben, Etappe 2 eben mit zwei Anstiegen, Etappe 3 ein Anstieg, überwiegend bergab] Zur Touren-Karte (abzüglich Paradiesweg, Rössleinsweg, Wildensorg)

Sa-Bine auf Fahrradhelm auf dem Rößleinsweg in Richtung AltenburgStationen: 9.00 Uhr Garten Villa Dessauer (Treffpunkt) – Buger Wiesen via Hainpark – gegen 11.30 Uhr Wildensorg via Paradiesweg und Rößleinsweg (Einkehr im Heerlein) – Rinnersteig – gegen 11.00 Uhr Gärtnerstadt via Wildensorger Straße (Hofstadt-Gärtnerei).

Kosten? Freiwillige Startgebühr vor Ort. Die Spenden fließen in die Arbeit der Bamberger Schulbiene.
€ 15,- € 12,- als Familienpauschale bis 3 Kinder | 10,-7,- pro Erwachsenen | € 5,- € 4,- pro zusätzliches Kind bis 16 Jahre.

Weitere Infos? Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Wegen absehbar am Mittag wieder stärker einsetzenden Regens sowie durchweichter Wiese in Wildensorg kürzen wir die Tour ab.

Letzter Info-Stand: 13.09.2013 | 21.30 Uhr

Bienenpatin Sabine Saam 2013/15

Bienenpatin Sabine Saam (re.) bei der Urkundenübergabe durch Ilona Munique

Überreichung der Bienenpatenurkunde an Sabine Saam (rechts) durch Ilona Munique von Bienen-leben-in-Bamberg.de am 19.08.2013

„Zum 40.ten Geburtstag wollte ich mir etwas besonderes schenken“, begründete Sabine Saam ihre Entscheidung, etwas für die Bienenwelt Bambergs zu tun. Wir freuen uns daher über unsere zwölfte Bienenpatin, die unsere Privatinitiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ bereichern und mittragen wird! Dass Sabine genau der richtige Name dafür ist, müssen wir wohl nicht extra betonen.

Am 19. August 2013 trafen wir uns – Reinhold Burger und Ilona Munique – für die offizielle Urkundenübergabe an Sabine Saam in der Austraße im „Vitamin X“. (Diese Schleichwerbung muss sein, denn immerhin ist der Betreiberins Gatte ebenfalls Imker. Lothar besuchte zusammen mit uns den Lehrgang beim Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. mit Sitz in Burgebrach.)

Die Idee, Bienenpatin zu werden

„Zwar hatte ich damals die Crowdfunding-Aktion interessiert mitverfolgt, doch erst über die AVAAZ-Petition zum Verbot der Neonicotinoide als mögliche Ursache für das mysteriöse Bienensterben, und dann euer Weblog, der mir gut gefallen hat, bin ich letztendlich auf die Idee gekommen, mich als Patin zu bewerben“, berichtete Sabine Saam. Da sie selbst für diverse Seiten bzw. Weblogs Webmasterin ist, hat sie sicherlich den liebevollen und gepflegten Aufwand dahinter erkannt und für seriös empfunden – behaupte ich jetzt einfach mal …

Da wir in diesem Jahr kein neues Volk und in Folge dessen auch keine neue Bienenbeute mehr anschaffen, wird Sabine Patin einer Lehrbienenbeute. Von der Übergabe derselben werden wir zur gegebenen Zeit berichten.

Viele Fragen … gemeinsam lösen

Reinhold BurgerWas es mit dem Schwärmen auf sich hat, wie die Varroamilbe behandelt wird und wie lange ein Volk leben kann, … viele Fragen hatte die Diplomverwaltungswirtin, die als Arbeitsvermittlerin in der Arbeitsagentur Bamberg tätig ist. Reinhold Burger beantwortet sie alle gerne und leicht verständlich.

Doch auch wir wollten einiges über die Lebensumstände wissen, denn Sabine Saam ist seit einigen Jahren keine „Läuferin“ (O-Ton Sabine) mehr, sondern auf vier Rädern mobil. „Ach, da könnte ich Bücher füllen …“, lacht sie ganz ohne Zynismus, als ich mich über Reaktionen ärgere, von denen sie im Bezug auf ihren Antrag auf ein spezielles Auto erhielt.

Der Optimismus, den das aktive Mitglied in mehreren Funktionen von FU und CSU in Baunach, Bamberg-Land und Oberfanken ausstrahlt, wird sich hoffentlich wohltuend auf unsere Bienen auswirken. Denn auch sie erleben ja so manches Handicap, das es zu überwinden gilt. Haben sie endlich ausreichend und bienengemäße Tracht erspäht – was bei all der Monokultur nicht so einfach ist – muss diese auch noch möglichst pestizidfrei sein. Und ist für die Nahrung gesorgt, so müssen diverse Krankheiten, an denen der Mensch nicht immer ganz unbeteiligt ist, überstanden werden. Kein leichtes Leben also.

Nur gemeinsam schaffen wir es, allen Lebensformen und -umständen von Mensch und Tier gerecht zu werden. Insofern finden wir diese Patenschaft von Sabine Saam besonders aufbauend und wegweisend.

Viele Antworten – gemeinsam handeln

Doch entgegen aller Heiterkeit, die die Urkundenübergabe begleitet, wird zum Schluss unserer ersten Begegnung ein besorgter Ton hörbar, als Sabine erzählt: „Trotz unseres nachbarlichem Imkers – und ich kenne mindestens noch drei weitere – sehe ich seit einiger Zeit weniger Bienen als noch in meiner Kindheit. Da bin ich doch recht häufig auf eine Biene gestiegen, wenn ich barfuß über die Wiese lief“.

Ja, die Bienen werden weniger, in Bamberg und Umgebung. Davon wird uns immer wieder berichtet. Ein weltweites Sterben ist da im Gange. Wer diese Zeichen missachtet oder gering schätzt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Wer jedoch helfen will, dass wir wieder mehr Bienen bekommen, der mache es wie Sabine Saam: Handeln, nicht nur betroffen in die stillen Obstbäume schauen. Es gibt viele kleine und große Möglichkeiten – hier sind sie aufgelistet.

[Hier zum Interview „Zweite Runde für die Bienenpatin Sabine Saam 2015/2017]

Von Kröten, Bienen, Engeln und Bären … (2)

Boxenstopp in der Wunderburg

Die Bamberger Bienen-Stadtmusikanten: Reinhold Burger vor drei BienenplüschiesNachdem uns die Aktiv-Fitness-Radtour mit Ursula Sowa zu den beiden Bamberger Lagenhonig-Standorten „Inselstadt-Villa Dessauer“ und „Gartenstadt-Heiliggrab“ führte (siehe Teil 1), legten wir in der Wunderburger Eisdiele einen Boxenstopp ein. Eddy Weiss und Kinder mit Engel vor Wunderburger Eisdiele

Eddy Weiss, ein Stadtratskollege von Ursula Sowa und außerdem Schulbienen-Unterstützer, freute sich über den Besuch so vieler be- und geflügelter Wesen. Wir nutzten die Pause außerdem zum Abfragen unserer Wahlprüfsteine „Sag, wie hältst du’s mit der Bienen, Ursula Sowa?“.

3. Station: Bamberger Lagenhonig Buger Wiesen

Während die ersten von uns besuchten Standorte ab 2014 auch als Lehrbienenstände ihren Betrieb aufnehmen, ist die Lage „Buger Wiese“ doch etwas zu weit draußen aus Bamberg. Hier entsteht jedoch allerfeinster Blatt- und Blütenhonig, gesammelt aus dem Wasserschutzgebiet, dem östlich gelegenen Bannwald „Hauptsmoorwald“ und dem südlichen Bruderwald mit seinem Naturwaldreservat „Wolfsruh“.

Ursula Sowa und Ilona Munique am Bienenstandort "Buger Wiese"Bei der Gelegenheit nahmen wir eine Varroa-Überprüfung an der Windel vor. Noch ist kein Befall erkennbar, doch ändert sich das Bild sicher nach der ersten Ameisensäurebehandlung in Kürze, also Mitte August bzw. bei den Ablegervölkern Anfang September.

Ursula verfolgt unsere Ausführungen hierzu mit großem Interesse. Nicht immer sind die Bienenthemen ja romantischer Natur. So beobachteten wir beispielsweise den (meist erfolgreichen) Kampf unserer Kleinen mit Wespen. Mein zufälliger Video-Mitschnitt mit einer einfachen Kamera nimmt sich harmlos aus gegenüber diesen Bienen-Kampf-Film aus Japan geben eine Riesenhornisse – sehr sehenswert! Diese Taktik, das Opfer mittels Überhitzung auszuschalten, findet sich übrigens genau so bei unserer Westlichen Honigbiene wieder.

Auf paradiesischen Wegen – jetzt kommt der Bär ins Spiel!

Weg zur AltenburgUnsere Radltour zu den letzten beiden Stationen führte uns über den Paradiesweg. Hier erzählte uns Ursula Sowa die Geschichte, warum der Paradiesweg weiterhin das ist, was sein Name aussagt. Ein Stück friedliche und artenreiche Natur am Rande Bambergs, die seinesgleichen sucht. Nur wenige bebaute Grundstücke für Gärtner sowie ein paar „Reichens“, die sich an der Natur mit viel zu großen Häusern bereichern. Von Bug aus kommt man praktisch nur über eine Fahrstraße und über eben diesen wunderschönen Spazierweg zum Stephansberg hinauf. Das ist ja nicht zu viel verlangt, diesen für die natürliche Art der Fortbewegung eines Menschen, nämlich das Gehen, zu bewahren.

Ebenfalls sehr schön die Anfahrt in Richtung Altenburg über die Viktor-von-Scheffel-Straße, Rößleins- und Weinbergweg (siehe Foto). Steil bergauf und bergab, doch immer lohnend. Für unsere geplante Schulbienen-Benefiz-Radtour jedoch werden wir einen bequemeren Weg wählen müssen, zumal er nur bei trockener Wetterlage angenehm, weil ohne Schlamm ist. Und wer jetzt denkt: „Ah, gleich wird sie vom Bären, dem Poldi, sprechen!“ … ne, ne, unser Bär ist ausnahmsweise die Ursula! Bärenstarke Radlerin, die ihrem Vornamen voll und ganz gerecht wird!

Geheime 4. und stark besuchte 5. Station: Altenburg und Wildensorg

Ursula Sowa und Reinhold Burger am RinnersteigEine geheime Station ist bzw. wird ab 2014 unser Standort „Altenburg“. In einem privaten, sehr großen Grundstück mit herrlichem Ausblick gelegen, fuhren wir folglich nur vorbei. Eigentlich hätte längst ein Ablegervolk hier seine Arbeit verrichten sollen, doch witterungsbedingt war dieses Ansinnen leider nicht von Erfolg gekrönt und musste aufgelöst werden.

Am Standort "Wildensorg-Rinnersteig"Unser Wildensorger Standort „Rinnersteig“ jedoch erfreut uns mit zwei fleißigen Völkern. Er war unser erster Bamberger Lagenstandort und dient außerdem der Bamberger Schulbiene als Lehrbienenstand. In diesem Jahr wurde er sehr oft aufgesucht, eigentlich zu oft. Doch wird sich das im neuen Jahr ändern, sobald wir auf die innerstädtischen Lagen zurückgreifen können. Übrigens: falls uns jemand im Umgriff des Rinnersteigs einen neuen Standort anbieten möchte, wären wir sehr interessiert daran. Bitte einfach melden.

Dank und Vorschau

Bleibt zum Schluss „Herzlichen Dank“ zu sagen für einen superschönen Ausflug, der das Prädikat „Wiederholenswert“ erhalten hat. Stadträtin und Landtags-Kandidatin Ursula Sowa hat genau so wie wir äußerst kurzweilig und aktionsreich viel hinzu gelernt.

Wir freuen uns schon sehr auf unsere „1. Bamberger Schulbienen-Benefiz-Radltour“ am Samstag, 14. September 2013, exklusiv im Rahmen des Kultürlas, Gestalterkreis Bienen-Honig-Imkerei 2013. Treffpunkt 9 Uhr an der Villa Dessauer.

Von Kröten, Bienen, Engeln und Bären … (1)

Was hat es mit all diesen Wesen auf sich? Nun, sie waren alle irgendwie an der Aktiv-Fitness- und Bienen-Rundtour durch Bamberg beteiligt, die alle Standorte des „Bamberger Lagenhonigs“ einschloss. Doch der Reihe nach …

Es begann mit Kröten

Ursula Sowa in Begleitung geflügelter Wesen (Engel und Biene)Die berühmt-berüchtigte Krötenparty der GAL/Bündnis 90/Die Grünen im Mai 2013 war der Auslöser für unsere Radltour am 8. August. Gewonnen hat die Aktiv-Fitness-Tour die Bamberger Schulbiene, und einzulösen war sie unter Begleitung der fahrradfitten Grünen-Stadträtin Ursula Sowa.

An einem angenehm temperierten Freitag zogen wir mit unseren Rädern los, Uschi, Reinhold und ich, die Ilona. Und zwar nicht nach Schlappenreuth, wie ursprünglich geplant, allldieweil wir von Bienen-leben-in-Bamberg.de die Tour ein wenig umwidmen durften. Und zwar zur Probefahrt für unsere baldige 1. Schulbienen-Benefiz-Radltour 2013 am 14. September. Das wird außerdem unsere erste Veranstaltung, die unter dem Label „Kultürla-Gestalterkreis Bienen-Honig-Imkerei“ stehen wird. Schon mal vormerken!

 -> Zur Fotogalerie: Start zur Aktiv-Fitness und Bienen-Rundtour

Geflügelte Wesen in der Inselstadt – 1. Station „Villa Dessauer“

Reinhold, Ilona, Ursula am Bienen-Stand Villa DessauerMitreisen durften außerdem – und das war völlig unabgesprochen! – drei geflügelte Wesen. Ein Engel, eine Schulbiene und die SaBiene. Der leicht sperrige Schutzengel von Ursula Sowa, den sie auf all ihren Wahlkampf-Touren mitnimmt, fand seine wesentlich platzsparenderen und plüschigen Begleiterinnen äußerst kuschelig. Das kleinere Bienchen ist übrigens das Originalmodell, nach dem ich unser Bamberger Schulbienen-Logo kreiert hatte. SaBiene, das größere Plüschtier, bekamen wir von Ehrenbienenpatin Jeannette geschenkt.

Sozusagen beflügelt radelten wir um 9 Uhr zur ersten Station war der Bamberger Lagenhonig-Standort „Inselstadt-Villa Dessauer“, das Volk von Bienenpatin Dr. Regina Hanemann. Hier fütterten wir das Ablegervolk ein wenig auf und freuten uns, eine sehr aktive rote Königin vorzufinden.

-> Zur Fotogalerie: 1. Station: Inselstadt-Villa Dessauer

2. Station: Die blumenreiche Lage „Gärtnerstadt-Heiliggrab“

Ursula Sowa und Reinhold Burger vor dem Tor der Hofstadt-Gärtnerei DechantAuch dieses Ablegervolk in der Gärtnerstadt wurde mit etwas Zuckerwasser aufgefüttert. Wir versprachen, nächstes Mal GIE-Wasser zu verwenden, auf dessen Superkräfte die Hofstadt-Gärtnerei Dechant schwört. Kräftige Pflanzen scheinen seine Wirkung zu bestätigen. Auf dem reichlichen Blütenflor des 4.444 Quadratmeter großen, uralten Gärtnerland in der Nähe der Heiliggrabkapelle fühlen sich nicht nur unsere Honigbiene, sondern auch zahlreiche Hummeln und die Holzbiene wie im Schlaraffenland. Nur schade, dass wir die Bienenpatin Carmen Dechant heue nicht antrafen. Ihr Mann Michael hat sie würdig vertreten.

-> Zur Fotogalerie: 2. Station: Gärtnerstadt-Heiliggrab

Zwischenstation: Wunderburger Wahlprüfstein

Ursula Sowa und Ilona Munique im EiscafeBevor es hinaus in die Buger Wiesen ging, unserem dritten Lagenhonig-Standort, pausierten wir bei Eddy Weiss’ens Eisdiele – im Übrigen ebenfalls ein Schulbienen-Unterstützer. Das gab mir die Gelegenheit, Ursula Sowa unsere Wahlprüfsteine vorzulegen.

Frau Sowas Antworten erfahrt ihr im nächsten Blogbeitrag, also noch vor dem Teil 2 „Von Kröten, Bienen, Engeln und Bären …“! Apropos „Bären“ – dieses Rätsel lösen wir auch dort auf.

Schulbienenbesuch des Dientzenhofer Gymnasiums (1)

Crashkurs für die Dientzenhofer Gymnasiasten!

Klasse 10 des Dientzenhofer Gymnasiums Bamberg mit Lehrerin Lana Löser im Tempelchen Die Klasse 10c des Dientzenhofer Gymnasiums aus Bamberg mit ihrer Lehrerin Lana Löser unternahm am 15. Juli 2013 einen Ausflug zu unserem Lehrbienenstand am Rinnersteig in Bamberg-Wildensorg. In drei Stunden absolvierten die Jugendlichen fast schon so etwas wie einen Crashkurs in Bienen-, Imkerei- und Honigkunde, dem sie sehr konzentriert folgten.

Luftiges Klassenzimmer „Rübezahlwiese“

Luftiges Klassenzimmer "Rübezahlwiese"Nach der Begrüßung im Tempelchen erfolgte der Einstieg auf der Rübezahl-Wiese, die wir als luftigen Klassenraum nutzten. Dazu brauchten wir nur eine Lehrtafel über „Das Leben der Honigbiene“, die uns der hölzerne „Rübezahl“ halten durfte. Außerdem einen Tisch mit darauf angebrachten weiteren Lehrtafeln und später als Standort für das Bienenschaufenster sowie ein paar weiteren parat gehaltenen Imkerutensilien.

Schulimker Reinhold Burger vor Lehrtafel mit stehenden SchülernUngewohnt für die Jugendlichen war vielleicht der Unterricht im Stehen. Doch schläft dabei garantiert niemand ein. Ohnehin war für kurzweilige Abwechslung gesorgt, denn als der Theorie Genüge getan war, konnte das große Krabbeln der Bienen gefahrlos durch die Plexiglasscheiben verfolgt werden. Dazu hat Schulimker Reinhold vorab aus unserem Bienenvolk ein mit Arbeitsbienen und Drohnen besetztes Rahmen entnommen und auf die Wiese mitgebracht.

Die Bienenzukunft liegt in euren Händen

Schulklasse steht um das Bienenschaufenster herumNoch ist kein echter Weg erkennbar, wie gegen die unsere westliche Honigbiene schädigende asiatische Varroa destructor, gegen Monokulturen und damit Futterverknappung und gegen Pestizide, allen voran die Neonicotinoide, nachhaltig und wirksam vorgegangen werden kann. Wir hoffen, dass durch den Blick in die Wunderwelt der Bienen ein paar der Zehntklässler ihren Weg zur Imkerei finden. Denn wir brauchen dringend Jungimker, um dem Bienensterben zu begegnen. Wir helfen gerne dabei mit, zum Beispiel durch Vermittlung von Bienenpateneltern, Vereinsempfehlungen oder durch den Einstieg einer Bienenpatenschaft bei Bienen-leben-in-Bamberg.de.

Umgang mit Imkereigeräten

Reinhold zeigt den Schülern einen SmokerAn den Bruckertswiesen angekommen erläutert Reinhold zunächst den Gebrauch des Smokers und welche Ingredenzien wir dazu verwenden. Auch, wie ein Schwarm mittels eines Bienenschwarmkastens eingefangen werden kann, wurde kurz erläutert. Dabei gab Reinhold die Warnung aus: „Nicht auf Bäume klettern, lieber auf den Schwarm verzichten!“ Auch uns sind schon einige Unfälle bekannt geworden, die nicht immer glimpflich abliefen!

Bevor es dann endgültig zu unseren beiden Lehrbienenvölkern geht, sprühten wir uns mit Nelkenwasser ein, auf das Bienen nicht unbedingt stehen. Einen Imkerhut wollte keiner von den 23 Jugendlichen aufsetzen und verließ sich stattdessen darauf, ein paar Vorsichtsmaßregeln zu befolgen: 1. Keine hastigen Bewegungen 2. Nicht zu laut sein 3. Helle Kleidung, die vorsorglich bereits angezogen wurde.

Einer der Highlights des Ausflugs ist sicherlich der erste Blick in die geöffnete Bienenbeute. Dazu mehr im nächsten Teil des Blogberichts, hier in Kürze. See you!

Besuch beim Villa Dessauer-Ableger

Ablegerbeute an der Villa DessauerBlumenbeet Villa Dessauer

Der Standort im Stadtzentrum erschien zunächst nicht wirklich ideal. Eher zurückhaltend gestaltet sich die unmittelbare Vegetation im Skulpturengarten um die Stadtgalerie herum mit dem angrenzenden, in die Jahre gekommenen Harmoniegarten. Die Stadtgärtnerei hat im Auftrag des Gartenamts jedoch unlängst ein kleines, nettes Blumenbeet angelegt (Danke, Herr Gerencser!). Und offenbar wärmt und schützt das alte Villengemäuer im Rücken der Ablegerbeute das heranwachsende Volk aufs Beste. Doch auch die nahen Gärten des Haingebietes locken mit allerlei Tracht und die Linden am Schönleinsplatz dürften die Töpfe voll werden lassen.

Entwarnung – dem Ableger geht’s gut!

Rähmchen mit ansitzenden BienenJedenfalls waren wir sehr erfreut, dass wir nach reichlich Aufregung nach zwei Monaten endlich Entwarnung geben können. Am 17. Mai 2013 stellten wir den Ableger auf, doch die nachgeschaffte Königin verpasste wetterbedingt ihren Hochzeitsflug. Doch im zweiten Anlauf hat es die wiederum nachgezogene Königin endlich geschafft.

Klein wie sie ist, so legt sie doch recht fleißig Eier. Euer Majestät sind tatsächlich beinahe durch den Stempel geschlüpft, in den wir sie zur Zeichnung bugsierten.

Königinnentaufe

Die Königin im Stempel wird rot gezeichnetDie „Königinnentaufe“ genau verfolgt hat Amelie Anthonsen, die uns bereits am Vortag zur Hainschule begleitet hatte (wir berichteten). Die Schulamtsanwärterin schreibt ihre Zulassungsarbeit zum Bienenthema und freut sich daher sehr, dass wir ihre Teilnahme sowohl an den Schulbienenaktivitäten als auch auf bei den Arbeiten am Bienenpatenvolk von Dr. Regina Hanemann kurzfristig ermöglichen konnten.

Amelie und Reinhold betrachten ein Rähmchen voller BienenIhr verdanken wir einige sehr schöne Fotos und konnten uns daher gut auf unsere Verrichtungen konzentrieren. Wer übrigens gerne (und gut!) fotografiert und außerdem etwas zum Imkern erfahren möchte – also da ließe sich doch ein Deal machen! Einfach Kontakt zu uns aufnehmen!

Milchsäurebehandlung

Die Königin verlässt den Stempel wiederWährend des Trocknens der roten Farbe – die die Königin aufgrund ihres sehr lebhaften Gekrabbel leider auf ihre Flügel verschmiert hat – behandelt Reinhold den Ableger mit Milchsäure, denn für die noch sehr junge Königin wäre die Behandlung eher schwächend, und außerdem braucht sie sie nicht. Denn dem emsig putzenden Hofstaat entgeht selbst die fieseste Milbe nicht.

Reinhold sprüht die Bienen mit Milchsäure ein Ein paar wohldosierte Wolken aus der Sprühflasche sollen der Varroamilbe den Garaus machen. Da allerdings überraschend schon einiges an verdeckelter Brut vorhanden war (wir sind wohl einen Tag zu spät gekommen), wird diese Maßnahme alleine natürlich nichts nützen. Milchsäure wirkt nicht in die Brutzellen hinein. Etwa Ende August folgt daher die Ameisensäurebehandlung.

Begrüßungszeremonie

Die rote Königin ist im Gewühl fast nicht mehr zu sehen.Nun endlich darf die Königin zurück zu ihrem Hofstaat. Es ist wie immer ein kritischer Moment, ob sie auch gleich wieder erkannt und von ihren Arbeiterinnen anerkannt wird. In unserem Film lässt sich die Begrüßung gut verfolgen. Kurz darauf verschwindet sie im Gewühl und wäre ohne ihren roten Punkt, der auf dem Chitinrücken angebracht ist, kaum so schnell wieder zu sehen.

Reinhold füllt Zuckerwasser in einen Tetrapack im Bienenstock aufZuletzt wird noch der Tetra-Pack mit Zuckerwasser aufgefüllt. Damit machen wir es dem jungen Volk etwas leichter, falls es doch zu wenig Nektar in der städtischen Umgebung geben sollte. Sie müssen sich schließlich gerade heuer, nach einem extrem kalten und regenreichen Frühjahr, besonders schnell in der noch verbleibenden Sommer-Restlaufzeit entwickeln.

Nun habe ich einen kleinen Teil der schönen Fotos untergebracht … es ist dies die langwierigste Arbeit im Weblog-Bericht, und die Auswahl fällt oft recht schwer. Doch die meisten iPhone / Handyscroller schauen sich ohnehin nur im Schnelldurchlauf die Fotos an – und schon sind sie mittendrin in unserem Geschehen von Bienen-leben-in-Bamberg.de!

Schulbienenbesuch in der Hainschule

Überraschendes Vorwissen

Schulbiene zeigt Schüler auf Plakat den BestäubungsvorgangAm überraschendsten für uns war das breite Vorwissen der Schülerinnen und Schüler der Klasse 1b der Hainschule Bamberg. Sehr viele Kinder erwarben es am Bienenstand zur Landesgartenschau 2012. Da außerdem im bayerischen Lehrplan für die ersten Schulklassen das Thema „Wiese“ anstand, konnten die Kinder bereits klar zwischen Blütenstaub, dem Pollen also, der zur Bestäubung dient, und Nektar als Grundlage für den Honig, unterscheiden.

Berühren, Riechen und Schmecken

Schulimker Reinhold zeigt den Schülern ein Naturwabenbau-RähmchenTrotz allem bereits Bekanntem sind die Mädel und Jungs sehr empfänglich für das Berühren, Riechen und Schmecken der mitgebrachten Materialien wie Naturbauwabe, Mittelbauwand, Blütenkelchen und natürlich Honig.

Die Schüler betasten das Naturwabenbau-RähmchenDenn das ist unser Anliegen: mit ALLEN Sinnen, nicht nur mit dem gewohnten „Hören und Sehen“, sollen die Kinder tief in die Geheimnisse der Bienen, des Honigs und der Imkerei eintauchen. Nur so lässt sich die für unsere Ökologie hoch bedeutsame Honigbiene ganzheitlich erfassen, schätzen und somit lieb gewinnen.

Erstklässlerin mit Honigprobierlöffelchen im MundFür die Honigverkostung konnten wir endlich einen zufriedenstellenden und raschen Ablauf finden. Gibt man den Erstklässlern nämlich erst das Probierlöffelchen und streicht mit einem anderen Löffel den Honig darauf, fliegen die Löffelchen gerne mal eben aus den noch etwas unkoordinierten Händchen. Und gehen wir getrennt durch die Reihen, dann fordern manche Kinder schon mal ein weiteres Portiönchen für sich, ohne dass wir das so recht mitbekommen. Tja, was oft so leicht aussieht, ist meist das Ergebnis überprüfter didaktischer und methodischer Überlegungen und Erfahrungen, wichtig gerade bei großen Klassenstärken und wenig Unterrichtszeit.

Rätseln und Malen

Vier Porträts rätselnder und malender KinderBei unserem Rätselspiel legten wir den Schwerpunkt auf das Erkennen und Unterscheiden der Biene anhand der Umrisszeichung  verschiedener Insekten. Für uns bemerkenswert: Die in „Geheimsprache“, also rückwärts benannten Insekten, enzifferten die Erstklässler fast sofort. Sogar der kleine, eingebaute Fehlerteufel in „fefäknieraM“ wurde flugs entdeckt.

Die Rätselbilder durften dann ausgemalt und mit einer frei gezeichneten Blume ergänzt werden. Da 45 Minuten doch etwas knapp für die begonnenen Kunstwerke waren, gab es das Fertigzeichnen als Hausaufgabe auf.

Sprach- und Leseförderung

Singen dient der Sprach- und Leseförderung genau so wie das Lesen und Schreiben lernen. Nachdem den Kindern auf die Schnelle kein Lied zum Thema Biene einfiel, schlugen wir „Summ, summ, summ“ vor. Zumindest die erste Strophe war doch allen bekannt.

Die Schulbiene hängt Silbenwörter an die SchultafelUngewohnte Wörter (Im-ker, Pol-len, Fa-cet-ten-au-gen) schrieb die Schulbiene an der Tafel auf gelben Zetteln (für die Begriffe rund um die Biene) und grünen (für Wiesenbegriffe) in Form von Silbentrennkärtchen auf. Zum Ende hin wurden die Begriffe auseinander genommen und – zur übenden Wiederholung – von den Kindern wieder zusammenfügt.

Medienrucksack und Medienbox – zwei, die sich ergänzen

Die Schulbiene blättert in einem BuchDie Frage der Kinder, wie zum Beispiel eine Honigschleuder aussieht, ist mittels Bücher aus dem Medienrucksack der Bamberger Schulbiene schnell und anschaulich beantwortet. Außerdem erhält jedes Schulkind daraus ein eigenes Buch nach Hause ausgeliehen, um die von der Schulbiene kurz angerissene Geschichte fertig lesen zu können.

Schulimker Reinhold zeigt in einem Buch eine Blume, die von einer Biene besucht wird.Unser Ansinnen der Sprach- und Leseförderung konnten wir diesmal durch die Medienbox der Bamberger Stadtbücherei, die wir an diesem 12. Juli 2013 zur Anschauung mitbrachten, hervorragend ergänzen. Einen Abend zuvor konnten wir sie uns noch rechtzeitig ausleihen, Dank des flotten Teams um Leiterin Christiane Weiß.

Die Medienbox enthält über 30 Exemplare zum Thema „Wiese und Hecke“, darin auch ein paar Bücher, die die Hautflügler wie Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen darstellen. Wir fertigten eine eigene Biene-Wiese_GS-MS dazu an, die künftig in der Medienbox mit eingelegt werden soll. Noch nicht enthalten sind die AV-Medien, da wir hierfür noch keine Zeit hatten. Wir holen’s nach!

Alle Fotos von Amelie Anthonsen, die sie uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank! Von ihr berichten wir in Kürze mehr!

Besuch beim Heiliggrab-Ableger

Volles Rähmchen mit roter KöniginDie rote Königin ist putzmunter! Unser Ablegervolk hat sich bei seiner Bienenpatin Carmen Dechant und ihrem Gatten Michael in der Heiliggrabstraße sehr gut entwickelt. Kein Wunder, blüht es in der Hofstadt-Gärtnerei doch ununterbrochen. Und die Bienenwohnung (Beute) steht zudem an einer Sandsteinmauer, die die Wärme speichert, was sicherlich in den bitterkalten Frühsommerwochen ein großer Vorteil war.

Imkerphilosophien Österreich/Deutschland

Besuch beim Ableger in Heiliggrab

Besuch bei unserem Ableger in Heiliggrab (Hofstadtgärtnerei)

Wir besuchten unser Jungvolk zusammen mit unserem Freund Sieghard Tschofen (genau, der das tolle Bienenschaufenster gezimmert hat!). Er ist Tischler und Imker und stammt aus der österreichischen Bergwelt, dem Montafon. Sieghard und Reinhold fachsimpelten über die Verfahrensweisen bei der Ablegerpflege.

Während Sieghard die Erweiterung mit Wabenrähmchen zu beiden Seiten der Brut bevorzugt, erweitert Reinhold linear durch Ansetzen an das zuletzt eingehängte Rähmchen.

Auch die optimale Fluglochweite wurde diskutiert. Sieghard plädiert dafür, dieses jetzt in der (Noch-)Hochtrachtzeit zu erweitern und erst im Herbst wieder zu verengen. So könnten sie schneller ein- und ausfliegen und würden etwas mehr eintragen. Reinhold hingegen fürchtet Räuberei und lässt es aus Gründen einer leichteren Verteidigung eines noch recht kleinen Volkes lieber eng wie bisher.

Carmen Dechant betrachtet ihr Bienenpatenvolk

Carmen Dechant und ihr Bienenpatenvolk

Carmen Dechant hörte diesen Imkerphilosophien aufmerksam zu. Selbst ein Nebensatz wie „die Bienen tragen gerade sehr wenig Pollen ein“ blieb bei ihr nicht unbemerkt. Sie wollte es schon genau wissen, ob ihr Volk ein echtes Probem hätte. So teilen wir mit unserer Bienenpatin Freud und Leid, und mich würde es nicht erstaunen, wenn sie in ein paar Jahren selbst mit dem Imkern anfangen würde.

Imkertipp: Wasser und Nelkenöl

Wasser sprühen auf Bienenbeute statt Rauch verwendenEin guter Tipp unseres Freundes war das Besprühen unserer nackten Hautflächen mit Nelkenöl, dessen Duft die Bienen wohl nicht mögen. Auch verwendet er Wasser statt Rauch, um den Bienen zu suggerieren: „Es regnet, ab in die Wabengassen!“ Hat auch gut funktioniert. Zumindest bei diesem Völkchen.

Eine Woche später, beim Aufsetzen eines zweiten Honigraumes in Wildensorg, reichte das Nelkenöl nicht mehr. Vier Stiche waren die Quittung, denn wir hatten leider nicht rechtzeitig Wasser versprüht, weil wir Mühe beim Ablösen der fest verkitteten Folie hatten. Dieses Verkitten erfolgt in diesem Jahr ungewöhnlich früh. Aber merkwürdig ist ohnehin einiges, beispielsweise die sehr zeitig begonnene Drohnenschlacht.

Mutige Bienenpatin

Mutprobe BienenstreichelnCarmen Dechant ist mittlerweile schon sehr mutig. Sie streichelte ihre Bienen, ohne mit der Wimper zu zucken, sanft über ihre geringelten Rücken. Mit Argusaugen kontrolliert sie, ob ihren Kleinen auch niemand zu laut daher kommt. Auch bienenschädliche Spritzmittel sind durch hochwertige Alternativen ersetzt.

Wir freuen uns sehr, dass sich wenigstens dieser Ableger so toll gemacht hat. Denn leider hatten es zwei weitere Ableger, die aus den Buger Wiesen gezogen wurden, nicht geschafft. Deren Königinnen flogen wohl witterungsbedingt nicht auf ihre Jungfernreise. Die Völker mussten aufgelöst werden. Um so mehr gönnen wir unserer hoch engagierten Gärtnerin dieses gute Entwicklung!

Bienenpatin Felicitas Sauer 2013/2016

Wir freuen uns über die Bienenpatin Felicitas Sauer aus Bamberg, durch deren Unterstützung die Privatinitiative Bienen-leben-in-Bamberg.de eine neue Bienenwohnung nebst imkerlicher Assesoires anschaffen kann. Die Bienenpatenschaft „Deluxe“ entstand im Rahmen der Crowdfunding-Aktion zur „Bamberger Schulbiene“ und beträgt daher nicht zwei, sondern sogar gleich drei Jahre.

Überreichung der Bienenpatenurkunde

Bienenpatin Felicitas Sauer und Ilona Munique bei der Urkundenübergabe

Überreichung der Bienenpatenurkunde an Felicitas Sauer aus Bamberg (links) durch Ilona Munique von Bienen-leben-in-Bamberg.de am 02.07.2013

„Ich finde, das ist eine gute und vernünftige Sache, die uns definitiv allen dient und die einfach ganz wichtig ist“, betont die frischgebackene Patin, die sich für die Übergabe der Urkunde von ihrem Geschäft, der traditionsreichen Bamberger Speditionsfirma Allpack-Süd, losgeeist hat. In den Buger Wiesen schließt Felicitas Bekanntschaft mit ihren neuen summenden Freundinnen und Freunden, deren Wiege bei unserem Imkervater Nikolaus Hofmann in Burgebrach stand.

Dieses Ablegervolk, welches nunmehr unweit des Wasserschutzgebietes beheimatet ist, war in den letzten Wochen sehr fleißig. Es hat den harten Frühlingsstart offensichtlich gut weggesteckt, was in diesem Jahr eher eine Ausnahme darstellt. Die Kippkontrolle zeigt ein gut entwickeltes Ablegervolk

Vielleicht erhält Felicitas heuer tatsächlich schon ein paar Gläser Honig aus der eigenen Bienenpatenbeute. Die stehen ihr nämlich als Gegengabe für ihre Spende zu, und zwar jährlich 5 Gläser. Doch auch kostenlose Einladungen zu besonderen Anlässen innerhalb unseres Programms und eine Fotodokumentation über das Bienenjahr ihrer Beute u. v. m. erhält sie im Rahmen ihrer Bienenpatenschaft.

Übergabe der Bienenpatenbeute

Bienenpatin Felicitas Sauer und Reinhold Burger beim Anbringen des PatenschildesDamit Felicitas Sauer ihr Volk sofort erkennt, vielmehr jedoch als Akt der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit, bringt sie mit Reinholds freudiger Hilfe das Bienenpatenschild an die Beute an.

„Euer Engagement unterstütze ich doch gerne“, lauten ihre  Schlussworte, nachzuhören und zu -sehen in einem Videoclip. Sie selbst ist ebenfalls ehrenamtlich engagiert, doch auf eine ausführlichere Beschreibung der gebürtigen Nürnbergerin müssen wir noch ein paar Tage warten. Denn dann gibt es hier ein „Spezialporträt“ von ihr, das durch eine weitere Spende zur Crowdfunding-Aktion redlich verdient ist. [Ergänzung Spezialporträt am 12.07.13]

Multiplikatoren für das Bienenleben

Bienenpatin Felicitas Sauer hält ein Honigrähmchen mit Bienen hochDoch beileibe nicht ums Geld alleine geht es bei dieser Initiative, sondern vielmehr um den Kontakt zu Multiplikatoren, um unser aller Bienensterbe-Problem gemeinsam in den Griff zu bekommen. Jede Patin, jeder Pate, wird eingebunden in das Bienenerleben und trägt es ein Stück weit nach Bamberg und Umgebung hinein. Dieses Wissen möchte weitergereicht werden, so, wie auch die Arbeitsbienen den aus Nektar gewonnenen Honig von Mund zu Mund, bzw. zu Rüssel, weiterreichen, damit er uns Menschen am Ende optimal verarbeitet zur Verfügung stehen kann. Und auch hier gilt: es ist nicht alleine der Honig, um den es geht, sondern vielmehr um die Bestäubungsleistung der fleißigen Sammlerinnen, damit eben auch unser Obst und Gemüse uns zum Genuss werden kann.

So freuen wir uns über die „gute Fee“, wie Felicitas Sauer gerne genannt wird, die uns drei Jahre lang auf allen unseren Bienenwegen begleiten möge!