Die Lilien-Arche in Erlangen – Kurzfassung BlattGrün-Artikel 2024-4

Lilien-Arche Erlangen; Foto: Stefan StrasserDie Lilien-Arche in Erlangen eine private Gartenanlage im Stadtteil Kriegenbrunn und beherbergt über 800 Sorten und 20.000 Einzelpflanzen. Im Nachhaltigkeitsmagazin BlattGrün (Ausg. 4-2024) berichtete ich über Stefan Strasser, der sich ganz dem Schutz und Erhalt seltener Lilienarten verschrieben hat (Online-Abdruck | Heft-PDF). So entwickelte sich die Lilien-Arche zu einer überregionalen Attraktion für Pflanzenliebhaber, Medien und Bildungseinrichtungen. Zum Artikel hier eine Zusammenfassung.

Stefan Strasser von der Lilien-Arche Erlangen

Zusammenfassung zur Lilien-Arche

Tiger-Lilie aus der Lilien-Arche Erlangen; Foto: Stefan Strasser

Tiger-Lilie aus der Lilien-Arche Erlangen; Foto: Stefan Strasser

Stefan Strassers Vater entwickelte in den 1960er Jahren eine Leidenschaft für Lilien, insbesondere für die Madonnenlilie, die ihn so faszinierte, dass er an jedem Flughafen, an dem er als Jagdflieger stationiert war, Liliengärten anlegte. Diese Leidenschaft übertrug sich auf seinen Sohn, der den Garten in den 1970er Jahren ausbaute und bis zu 80.000 Lilien pflegte. Heute ist Stefan Strasser als Experte bekannt und präsentiert seine Arbeit auf Gartenschauen und in den Medien.

Schwertlilie 'Alstersegel' in der Lilien-Arche ErlangenDie Lilien-Arche ist nicht nur ein Ort der Zucht, sondern auch ein Bildungsraum. Rund 500 bis 2.000 Besucher kommen jährlich, darunter Schulklassen, Kindergärten und VHS-Kurse. Strasser bietet Workshops an und engagiert sich ehrenamtlich für Schulgartenprojekte.

Terra Preta in der Lilien-Arche ErlangenNeben der Zucht von Lilien widmet sich Strasser der nachhaltigen Gartengestaltung. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist das Konzept der Terra Preta, einer besonders fruchtbaren Pflanzenerde, deren Name aus dem Portugiesischen stammt und „schwarze Erde“ bedeutet. Terra Preta wird aus Pflanzenkohle, die durch Verkohlung von holzigen Gartenabfällen in einem speziellen Grillgerät, dem Kon-Tiki, entsteht, sowie Pflanzenjauche, Kompost und Tiermist hergestellt. Die Mischung reift einige Wochen, bevor sie als Dünger verwendet wird. Diese Erde verbessert die Bodenfruchtbarkeit erheblich und hilft gegen Bodenmüdigkeit. Auch die Lilien in der Arche profitieren von dieser nährstoffreichen Erde, da sie als sogenannte Starkzehrer eine besonders gute Nährstoffversorgung benötigen.

Darüber hinaus hat Strasser das Konzept der „Schwammstadt“ entwickelt, das zur Bewältigung von Starkregen und Trockenperioden beiträgt und europaweit Anwendung findet.

Bienenfreundlicher Balkonkasten 'Beedabei' mit Lilien im Bamberger BienengartenAsiatische Lilie 'Bright-Diamand' im Balkonkasten der Aktion "Beedabei" der Lilien-ArcheZudem setzt er sich für den Schutz von Bienen ein, indem er Jungimker unterstützt und Wildbienen Nistmöglichkeiten bietet. Für Wildbienen bietet Strasser Saatgutmischungen und bepflanzte Balkonkästen an. (Die Aktion „Beedabei“ unterstützten wir ebenfalls mit dem Kauf eines gelben Balkonkastens für unseren Bienengarten.)

Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Verwendung von Pflanzen als Nahrungs-und Heilmittel. So sind die Zwiebeln vieler Lilienarten essbar, und ihre Blütenblätter werden zur Herstellung von Cremes und Salben verwendet.

Die Lilien-Arche ist somit ein einzigartiges Projekt, das Pflanzenliebhaber, Forscher und Gartenfreunde gleichermaßen begeistert und einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leistet. Eine Besichtigung der Lilien-Arche in der Gustav-Adolf-Straße ist nach telefonischer Anmeldung möglich. Weitere Infos unter www.lilienarche.de und unter https://www.facebook.com/people/Lilien-Arche/100063623557611

Quelle: Ilona Munique: Stefan Strass ers Hortus Lilium. „Lilien sind zwar schön, machen aber süchtig“. In: BlattGrün, Ausgabe Juli/August 2024 (H. 4), S. 10-11. (Download-Vorschau | PDF).

Rezension Jürgen Tautz: „Auch Bienen haben Schweißfüße“

Cover Tautz: Auch Bienen haben Schweißfüße © Ulmer Verl.„Können Hummeln pupsen“ ist mit einer der am häufigsten aufgerufenen Blogbeitrag, was sicherlich am Titel liegt. Ob dies meine Rezension zum Titel „Auch Bienen haben Schweißfüße“ des Ulmer-Verlags übertreffen wird, wird sich noch herausstellen. Anyway, lasst uns ernst werden. Jedenfalls: Tautz durchdringt in seinem jüngsten Werk erneut die Welt der Bienen aus verschiedenen Blickwinkel heraus, bringt Licht ins Dunkel des Bienenstocks und verneigt sich vor der Klugheit, der Kompetenz und der Komplexität des Bienenlebens, indem er uns immer wieder aufs Neue daran teilhaben lässt. Unverkennbar: Tautz liebt die Bienen! Und er hebt sie auf die Bühne auch unseres Alltags. Jedoch …

„Verblüffendes aus der Welt der Honigbienen“

„Wenn man aber dazu neigt, die Bienen zu überhöhen …“, so seine Mahnung im Vorwort, die sicher nicht von ungefähr kommt, braucht es einen soliden methodischen Zugang zu den nur allzu menschlichen Fragen, wie der, ob Bienen Schweißfüße haben. Spoiler: Ja, haben sie, und dies wurde bereits 1906 festgestellt, doch sicher nicht so herrlich populärwissenschaftlich verpackt, wie es die unnachahmliche Formulierungsweise Tautzens vermag.

Weitere Fragen, die uns naturgemäß beschäftigen, sind in die (Unter-)Kapitel verpackt: „Wie können wir wissen, was Bienen ‚denken‘? Können sich Honigbienen betrinken? Fühlen Bienen Schmerzen? Können Honigbienen ihren Tagesablauf planen? Wie finden Honigbienen zum Sex? Wieso benutzen Imker Rauch?“

Wie ist das mit dem Rauch?

Letztere Frage wird uns Imkern beinahe jedes Mal gestellt, wenn wir während des Schulbienenunterrichts oder beim Jungimkerkurs damit hantieren. Bereits in Tautzens großem Bildband „Das Genie der Honigbienen“ machte er uns auf einen weitverbreiteten Irrtum aufmerksam, der besagt, Bienen würden als Vorsorge vor dem zu erwartenden Feuer Honig als Proviant für eine mögliche Flucht aufnehmen, um danach gleich wieder loslegen zu können. Wir konnten das ohnehin nie so recht glauben, denn irgendwann hätte es ja einmal so einen Moment geben müssen, an dem wir die Bienen nach zu viel Rauch hätten schwärmen sehen müssen.

Tautz stellt klar, dass die Königin jedoch vor einer Flucht Diät halten müsse, da sie zu schwer zum Sofort-Davon-Fliegen sei. Und welches Volk lässt schon seine Königin zurück! Es wäre dem Untergang geweiht, denn wer würde für den Nachwuchs sorgen?
Sein Erklärungsmodell des körperlichen Schutzes vor Hitze durch vermehrte Flüssigkeitsaufnahme erscheint um einiges logischer.

Forschung für bessere Antworten auf kluge Fragen

Mit Logik und auf der Grundlage wissenschaftlich fundierter Forschung kommen wir den Antworten viel näher. Tautz mahnt das immer wieder in seinen Büchern an. Er stellt die weiterführenden Fragen, sucht nach geeigneten Forschungsergebnissen, zieht sein von jahrelanger Erfahrung geprägtes Fazit, doch vor allem kleidet er die Antworten für den durchschnittlich gebildeten Menschen in eine verständliche, nachvollziehbare Sprache. Und was offen bleiben muss, also derzeit noch nicht beantwortet werden kann, wird umstandslos zugegeben.

Das unterscheidet ihn von anderen „Schlaumeiern“, die meinen, mit ein bisschen Zurechtbiegen und Hindrehen von aus dem Kontext gerissenen Informationen ließen sich „Erkenntnisse“ schaffen, die jedoch vor allem dem Nutzen eigensinniger Thesen dienen.

Keine Scheu, aber etwas dünn

Keine Scheu aber auch vor komplexeren Zusammenhängen, wie im Kapitel „Mensch und Biene. Ein nachhaltiges Miteinander.“ Hier gefällt mir die eingangs dargestellte Historie, wie der Mensch schon seit Langem versuchte, das verborgene Leben der Bienen optisch sichtbar zu machen. Mangels Glasscheiben hatte Aristoteles offenbar dünn geschliffene Muschelschalen verwendet und dabei – wie später auch Karl von Frisch, der für seine Beobachtungen den Nobelpreis erhielt – die Bienentänze entdeckt.

Indem Tautz die Geschichte bemüht, zeigt er auf, dass der Mensch sich für seine Mitlebewesen sehr wohl näher interessiert und sich nicht nur tumb an ihnen bereichert. Dass durch Selektionsverfahren, also Zuchtbemühungen, die für Bienen negativen Rahmenbedingungen, ob Umweltfaktoren wie moderne Landwirtschaft oder Parasitenplagen wie die Varroamilbe, wieder wettgemacht werden sollen, offenbart die enge Wechselbeziehung, die zwischen Mensch und Biene seit Urzeiten besteht. Soweit, so gut.

Dann jedoch wird es ein wenig dünn in diesem Kapitel. Es endet mit zwei Seiten und dem Appell „Wir alle haben es in der Hand!“ und meint doch im Grunde „nur“ die Umstellung der Landwirtschaft mit weniger Pestizideinsatz sowie dem Ernährungsverhalten des Konsumenten. War’s das schon?! Der Bildtext über hübsche Wiesenblumen, der von einer Symbiose von Mensch und Honigbiene spricht, von der ein ganzes Netzwerk aus Pflanzen und Tieren profitiert, ist sicher nicht falsch. Manche Antworten sind dann aber doch etwas zu einfach. Nun gut, jedes Buch hat sein natürliches Ende.

Serviceteil – für alle was dabei

Dessen ungeachtet erfreut das 143-seitige Sachbuch mit einem Literaturverzeichnis, welches nach den vorherigen Kapiteln aufgebaut ist. (Fast) jedes Unterkapitel enthält bis zu höchstens vier deutsch- wie englischsprachige, überwiegend wissenschaftliche Quellen, mit denen jeder Nerd für sich tiefer einsteigen kann. Nachmaulen: Zum oben beklagten Kapitel wird uns allerdings keine weitere Lektüre empfohlen.
Und auch an der weiterführenden Literatur können sich die Geister scheiden. Doch Ritter und Seeley finden meine uneingeschränkte Zustimmung, und natürlich darf Tautz auch Tautz auflisten. Übrigens – unsere Imker-Bibliothek enthält acht Titel aus seiner Feder!

Der emeritierte Zoologe, Soziobiologe und Verhaltensforscher Prof. Dr. Tautz stellt (sein) Wissen für uns neu zusammen beziehungsweise in einen neuen Zusammenhang und überrascht doch auch mit „erweiterten Blickrichtungen“, so wie dem Brauseflug, der als Teil der Bienensprache nach seinem Geschmack noch lange nicht ausreichend erforscht wurde. Doch auch das Wissen seiner Forscherkollegen findet Eingang in sein kurzweiliges Werk, so von Prof. Lars Chittka, der sich der Sinneswelt der Hummeln und Bienen annahm. Ein bisschen erfährt der geneigte Leser in diesem Kapitel „Haben Bienen ein Bewusstsein und Emotionen?“ außerdem über Methoden und Kriterien in der Forschung. Was nicht schadet, sondern klar macht, wie fragil manche „Weisheiten“ doch sein können und sich oft eher nur als Annahmen entpuppen.

All das macht Tautz dem gemeinen Volk auf seine typisch nahbare Art klar. Doch vor allem macht er die Biene allen gleichermaßen zugänglich. Ob leidlich an Natur Interessierte, ob neugierige Jugend oder abgeklärte Bienenhalter – sie alle dürften das jüngste, gut strukturierte und mit ansprechenden Bildern und übersichtlichen Grafiken illustrierte Sachbuch des Bienenwissenschaftlers aus Würzburg wieder mit Staunen und Faszination durchblättern.


Tautz, Jürgen: Auch Bienen haben Schweißfüße : Verblüffendes aus der Welt der Honigbienen. Stutgart. Verl. Ulmer. 2024. ISBN 978-3-8186-2331-9.

Rezensionsexemplar für unsere Imker-Bibliothek.

Honigernte 2024 an der Weide mit vielen kleinen Helfern

Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Inselstadt / Weide am 13.07.2024 / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Fünf Kinder – außer dem wenige Wochen alten Baby natürlich – unterstützten uns vier Erwachsene – Gabi, Johanna, Ilona und Reinhold – bei der Ernte des Bamberger Lagenhonigs an der Weide. Mit dabei ein paar Plüschis, die uns beaufsichtigten, ob wir auch nett zu den Bienen sind.Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Inselstadt / Weide am 13.07.2024 / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Unsere Bienenpatin Gabi, mittlerweile auch Imkerin, zeigte ihrer Enkelin Luna und den vier Geschwisterkindern von Johanna, wie die Ernte funktioniert.

Sodann durften alle jeweils zwei Waben aus der Bienenwohnung ernten. Die Kleinsten wurden dabei auch kurz mal von Reinhold in die Höhe gehoben, damit sie heran reichten.

Während Gabi die Honigwabe vor das Flugloch hielt, fegten die Kinder sehr geschickt die ansitzenden Bienen weg.

Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Inselstadt / Weide am 13.07.2024 / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Inselstadt / Weide am 13.07.2024 / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Schnell und möglichst, ohne eine Biene mitzunehmen, hinein in die bereitgestellte Box.

Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Inselstadt / Weide am 13.07.2024 / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Die nächste Station ist bei Reinhold und Ilona zuhause, wo die Honigwaben entdeckelt, geschleudert und die goldene Gabe in Gläsern abgefüllt wird. Wie das geht, erfahrt ihr im nächsten Blogbeitrag! Bis bald!

20.05. – Bienen schwärmen am „Welttag der Bienen“

Zum „Welttag der Bienen“ am 20.05.2024 mache ich auf einen Artikel aus meiner Feder über das Schwärmen von Bienen aufmerksam. Nachzulesen im Magazin BlattGrün,das derzeit einem neuen Webseitenauftritt entgegenfiebet. Daher kann ich noch nicht auf die Ausgabe verlinken, aber hier der Text als Foto.

Habt einen schönen Pfingstmontag!

 

Jahresprogramm 2024 der Initiative BLIB und des FKBB

Logo FKBB e. V.Logo Bienen-leben-in-Bamberg.de (BLIB)Die Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de (BLIB) plant zusammen mit dem Förderkreis Bienenleben e. V. (FKBB) für die kommende Saison wieder einige Veranstaltungen. Diese und weitere zahlreiche feste Einzeltermine, z. B. zum Stadtradeln oder Teilnahmen bei anderen Veranstaltern, erfahrt ihr unter Aktivitäten und Termine.

Biene auf Osterei (Osterbrunnen Hollfeld)Start ist am Ostersonntag von 14 bis 17 Uhr mit einem Tag der offenen Tür. Im Informationszentrum am Bienenweg 1 im Erba-Park lässt sich alles rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur erkunden. Spezielle Führungen können auch zu anderen Terminen vereinbart werden.

Bienen-InfoWabe am Bienenweg 1, seit 2023 mit PV-AnlageGeöffnet ist die Bienen-InfoWabe für die Bevölkerung von April bis September an jedem dritten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.deEin Highlight stellt die öffentliche Honigernte am 21. Juli ab 15 Uhr dar. Mutige dürfen selbst Hand anlegen und unter der Anleitung von Imkermeister Reinhold Burger und Imkerin Ilona Munique eine Wabe ernten. Kinder, die nur zusehen wollen, dürfen trotzdem in einen Imkeranzug schlüpfen.

Philippe Eulig (Presseprecher) mit Anja Konzelmann (Gruppenleiterin) der Naturschutzgruppe der Offenen Behindertenarbeit (OBA) der Lebenshilfe Bamberg, Preisträger Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023 (BBU23)Zum Saisonende am 15. September wird der jährliche Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis (BBU) im feierlichen Rahmen überreicht. Ausgezeichnet werden Institutionen und Personen, die sich um die Themen Bienen und ihren Lebensraum, um Honig und Imkerei verdient machten. Eine Bewerbung oder ein Vorschlag kann jederzeit eingereicht werden.

Außerhalb der Bienen-InfoWabe

Aromagarten ErlangenDie kostenlose Bildungs-Exkursion des FKBB führt am 25. Mai von 13 bis 17 Uhr in die Gärten von Erlangen. Erkundet werden der Botanische Garten und der Aromagarten. Treffpunkt ist am Eingang zum Schlossgarten am Café Mengin in Erlangen.

Logo Tierschutzverein-BerganzaUm sich mit themenverwandten Institutionen auszutauschen, finden heuer wieder zwei Netzwerk-Exkursionen statt. Am 8. Juni von 15 bis 17 Uhr besuchen wir das Tierheim Berganza.

Jurymitglied Franz Spindler mit Reinhold BurgerAm 5. Oktober ab 17 Uhr geht es zum Imkerverein „Bienenfreunde Zapfendorf“. Anmeldungen erleichtern die Organisation, beispielsweise zu Fahrgemeinschaften.

MonatsBeeTrachtungen mit Imker-Stammtisch von BLIB, Bienen-leben-in-Bamberg.deAn jedem zweiten Mittwoch im Monat um 19 Uhr treffen sich am Bienenthema Interessierte zu den „MonatsBeeTrachtungen“. Nach einem Kurzvortrag zu Schwerpunkthemen folgt das gesellige Beisammensein in der Sportgaststätte „Vereinshain“ an der Galgenfuhr.

Wir freuen uns, euch bei der einen oder anderen Veranstaltung (wieder) zu sehen!

Sa., 09.03.24  – Geräteüberblick und Fördermöglichkeiten für Jungimker*innen und Schul-Imkereien (Vertiefungsseminar)


Honig verarbeiten mit der Bamberger SchulbieneLogo BLIB Vertiefungsseminar für ImkerSa., 09.03.24  – Geräteüberblick und Fördermöglichkeiten für Jungimker*innen und Schul-Imkereien (Vertiefungsseminar)

Wann? Sa., 09.03.24 | 16.00 – 18.00 Uhr
Wo? Online; Link nach Anmeldung
Für wen? Interessierte Imker/innen und Schul-Imkereien
Was? Welche Großgeräte zur Imkerei sind notwendig und welche Anforderungen sollen sie erfüllen? Auf was kann ausgewichen oder gar verzichtet werden? Welche Fördermöglichkeiten für Jungimker/innen und Schul-Imkereien kommen (in Bayern) in Betracht? Welche Formulare werden benötigt, wie werden sie richtig ausgefüllt und welche Fristen sind zu beachten? Welche Käufe werden gefördert, welche nicht? Zeit für spezifische und vertiefende Fragen ist eingeplant.
Referenten? Ilona Munique, Imkerin und Reinhold Burger, Bienenwirtschaftsmeister
Kosten und Anmeldung?


Frühbucherrabatt für Imkeranfängerkurs 2024 (Bamberg, Bayern, Oberfranken) bis 31.12.

Logo BLIB Imkerkurs für Anfänger (m) Schnellentschlossene profitieren von 5% Frühbucherrabatt für den Imkeranfängerkurs 2024 bei der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de. Bedeutet. Bei einer Überweisung bis bzw. am 31.12.23 beträgt der Kurs statt € 440 nur € 396. Der Zahlungseingang darf also ruhig erst in der Neujahrswoche erfolgen.

Alles Nähere zu den Zahlungsmodalitäten findet ihr im Programm BLIB-Imkerkurs-Anfaenger-AK24.

BLIB-Team zur Honigernte Bughof (AK23, Modul 7, Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.de)

Rezensionsliste des Adventskalenders der Bamberger Schulbiene 2023

Jahreskalender "Bamberg 2024" von Saskia SchwarzenbergerHinter dem ersten Türchen im Adventskalender der Bamberger Schulbiene 2023 befand sich die Rezension zum wunderschönen Jahreskalender „Bamberg 2024“, fotografiert und gestaltet von Saskia Schwarzenberger, den ihr im „Allerliebst“, Hinterer Graben 10 in Bamberg erstehen könnt.

Alle weiteren Rezensionstitel, die uns übrigens dankenswerterweise von den Verlagen oder Autor*innen kostenlos zur Verfügung gestellt (und daher aus rechtlichen Gründen mit [Werbung] gekennzeichnet wurden), sind zumeist Bücher und über unsere Imker-Bibliothek unter bestimmten Voraussetzungen ausleihbar.

Rezensionsliste 2023 von Ilona Munique und Reinhold Burger

Kinderbücher zu Bienen, Honig, Imkerei und Natur

  • Der große Schwarm : Ein neues Zuhause für die Bienen / Kirsten Trayoner (Text); Carim Nahaboo (Ill.): 1. Aufl. Gerstenberg. 2023. 40 S. ISBN 978-3-8369-6190-5
  • Die Biene – Ein Sachbuch für Kinder / [Carola von Kessel]. [Köln] : Schwager & Steinlein 2020. 160 S.
  • Aufklappen und Entdecken – Die Bienen : mit 50 Klappen / Illustrationen von Jean Claude ; Text: Emily Bone ; Übersetzung aus dem Englischen: Andrea Reinacher. London : Usborne. 2021. 14 S. ISBN  978-1-78941-556-8
  • Honig für dich / Antje Teinzer; Ill. Antje van Hamann; in Koop. mit Sabrina Lamm. Würzburg : Darum Verl. 2022. ISBN 978-3-947692-05-7
  • Ich bin die kleine Biene / Christine Henkel; Sandra Grimm. Ravensburg : Ravensburger Verlag GmbH. 2021. 16 S. (Mein Naturstart). ISBN 9783473439805.
  • Ein König für die Bienen / Laminack, Lester; Jim LaMarche. Glarus : Baeschlin Verlag. 2022. 40 S. ISBN 978-3038930440
  • Bienen, Wespen, Hummeln : spannendes Entdeckerwissen rund um Bienen, Wespen und Hummeln! / Illustrationen: Stefan Lohr ; Text: Angelika Rusche-Göllnit. Nürnberg : Tessloff, 2020]. 21 S. WAS IST WAS / Junior ; Bd. 34. ISBN 978-3-7886-2231-2
  • Meine Gartenfreunde – Die kleine Biene / Carla Häfner (Text), Sandy Lohß (Ill.). Hamburg : Oetinger. 2022. 14 S. (Oetinger natur). ISBN  978-3-7512-0173-5

Sachbücher und -artikel Imkerei

Sachbücher Natur

Sachbücher Honig und Nebenprodukte

Sonstiges, Übergreifendes

  • Von Bienen und Beuten : das Deutsche Bienenmuseum Weimar ; [Jubiläumsschrift zum 100jährigen Bestehen des Deutschen Bienenmuseums Weimar] / [hrsg. vom Stadtmuseum Weimar in Verbindung mit dem Landesverband Thüringer Imker e. V. Red.: Alf Rößner …]. Weimar : Stadtmuseum. 2007. 79 S. ISBN 978-3-910053-41-0
  • Magazin Blattgrün. Theilheim : BlattGrün-Atelier. Liste aller Artikel 2023 von Ilona Munique

*24* Adventskalender der Bamberger Schulbiene 2023

Cover Schroeder Bienenpower Ulmer[Werbung]  Wer mag heute am Weihnachtsabend lange Rezensionen lesen? Sicher habt ihr heute wenig Zeit. Doch gerade deshalb lohnt sich der schnelle Blick in Bienenpower – Honig, Pollen, Propolis, weil da nämlich „80 raffinierte Ideen für Kosmetik, Heilmittel und Genuss“ von Annette Schroeder die Frage nach einem unkomplizierten Weihnachts-Ersatzrezept beantworten, beispielsweise, weil der Karpfen aus der Badewanne gesprungen, die Ente zu klein geraten oder das Tofu fürs Gulasch sauer geworden ist. Für ganz Eilige: Gleich schon mal FROHES FEST euch allen von uns!

Vorschläge zu Honigmenüs

Als erstes schnell mal blättern. Und schon lachen einen zahlreiche hübsche, doch auch nicht zu viele Fotos zu Gerichten an, klein- wie großformatig, Letzteres beispielsweise auf der allerletzten Seite, ein goldgelbes Kuchenstück. Nur schade, dass da nicht gleich auch noch die Seitenzahl zum Rezept dabei steht. Was allerdings verschmerzbar ist, denn schon fällt der Blick auf die aufklappbare Innenseite mit einer Aufteilung bzw. Empfehlung von Honigmenüs, und die geht so:

  • Romantisches Dinner – 5 Gänge mit vorangestellter Seitenzahl, wobei ich sofort die Seite 100 entdecke: „Käsekuchen mit Honig-Ingwer-Birne“ – ah, das könnte also der Nachtisch werden, und ich sehe schon: Garnelen und Kabeljau ist auch mein Ding! Die Tagliatelle mit Honig-Basilikum-Soße werde ich sicherlich glutenfrei verwandeln können.
  • Gut vorzubereiten – eine Menüfolge, die sich schön am Abend vorher erledigen lässt. Also zum Beispiel sogar heute für den 1. Weihnachtsfeiertag, rechtzeitiger Einkauf von Exoten wie Auberginen, Curryblätter und Mangos vorausgesetzt. Auch die Lammkoteletts sind nicht immer und überall ohne Vorbestellung zu bekommen, und für die süß-saure Fischsuppe empfiehlt sich das wohl ebenso.
  • Edles aus der Honigküche – da schwappt mir sogleich die Lavendel-Honig-Limonade entgegen, und lecker auch die Entenbrust mit Honigmelone. Na gut, die Honigmelone lässt sich im Winter ersetzen, und natürlich haben wir nicht immer nur Weihnachten. Sommerküche für Geburtstage oder …
  • Für den Kindergeburtstag – Chicken Wings mit süß-saurer Marinade (wobei es sich hier „nur“ um das Marinadenrezept handelt) oder der karamelisierte Kaiserschmarrn mit Apfekompott, natürlich alles honiggesüßt.
  • Ansonsten noch: Das kalt-warme Bufett – Schnell und mit Fleischund das Pendant dazu: Schnell und vegetarisch.

Grundsätzliche Aufteilung der Inhalte

Die Menüabfolgen also konnten wir uns bereits schön übersichtlich zu Gemüte führen. Grundsätzlich ist das Buch aber nicht danach aufgebaut, sondern behandelt in getrennten Kapiteln die Schöhnheit und Pflege, Haus- und Heilmittel und Kulinarisches, Letzteres grob unterteilt nach Herzhaften Speisen, Süßen Verführungen und Raffinierten Getränken. Vorangestellt ist hier die Geschmackliche Vielfalt, die auf einer Seite auf die etwas andere Wirkungs- und Einsatzweise von Honig gegenüber Zucker eingeht.

Diese drei Hauptteile sind eingebettet in die Kapitel „Alles aus dem Bienenstock“ und einem „Serviceteil“.

Alles aus dem Bienenkorb hätte auch lapidar mit „Bienennebenprodukte“ bezeichnet werden können, klänge dann aber natürlich nicht so romantisch. Tatsächlich handelt es sich um die üblichen Verdächtigen wie Honig, Gelé Royale, Pollen, Bienenwachs, Propolis und Bienengift.

Die jeweilige Ausführlichkeit variiert stark, von mehreren Seiten wie beim Honig bis zu zwei beim Gelée Royale und nur jeweils einer Seite für die restlichen Bienenstockprodukte, was dann doch ein wenig verknappend ist. So fehlte mir ein Hinweis beim Pollen auf die möglicherweise hohen Konzentrationen von Pestizidrückständen, so dass der Rat zu einem bedachtsamen Kauf von Pollen aus nicht oder weniger belasteten Regionen – und wo gibt es die denn noch? – durchaus angebracht wäre. Oder zumindest einen Warnhinweis, es beim Verzehr nicht zu übertreiben. Insgesamt aber sind die Informationen zu allen Produkten fein recherchiert und „laienverdaulich“ gut beschrieben.

Der Serviceteil besticht vor allem durch mehrere Seiten alphabetisch geordneter „Kosmetischen Zutaten von A bis Z“, aufgeteilt in Fette und Öle, Mazerate und Pflanzenölauszüge, Tenside und Zusätze. Sehr hilfreich vor allem für Anfänger*innen in diesem Bereich, die sich einem Heer an Begriffen gegenüber sehen, die stark an den (von mir als sehr frustriert erlebten) Chemieunterricht erinnern. Natürlich darf auch ein Bienenglossar und ein Register („Schnell nachgeschlagen“ nennt sich das heute) nicht fehlen.

Dass es sich bei der Buchauswahl im Serviceteil Quellen und Adressen“ ausnahmslos im Werke aus dem Ulmer Verlag handelt, ist verschmerzbar, da schließlich grundsätzlich empfehlenswerte Titel darunter sind. Ein paar (erwartbare) Internetseiten sind genannt, doch ansonsten ist der Serviceteil eher weniger ergiebig. Es wird lapidar auf eine eigene Suchrecherche im Internet verwiesen. Gut ausgestattet mit Hintergrundwissen durch Schroeders Werk selbst lässt sich die Suche aber sicher gut eingrenzen.

Fazit

Mit vielen Fotos und Weißraum versehen sollte das Buch niemanden sonderlich anstrengen in der Handhabung. Es muss also nicht systematisch erobert werden, sondern lädt vielmehr zum Blättern und lustvoll „reingreifen“ ein und sollte auch als Geschenk gut ankommen. Kleinere Irritationen wie das Honig-Hustensaft-Rezept („eine Zitrone 3-4 Minuten in kochendes (!) Wasser legen“, hm, wo bleiben da die Vitamine?) fallen sicher nicht ins Gewicht, zumal der Zugangstitel über die sehr nützliche Klappenübersicht „Bei kleinen Wehwehchen“ bereits aussagt, dass es hier nicht um durchschlagende Therapieerfolge etwa für chronische Krankheiten geht.

Meinem kritischen Blick gerade auch im Eingangskapitel zu Bienenspezifika hält das Buch aber ebenfalls stand. Anerkennend nicken und grinsen musste ich bei der Aussage über das größte Problem der Imker*innen, nämlich dem hohen Platzbedarf. Da kennt sich wer aus eigener Erfahrung aus, sprich: ich lese hier nicht nur angelesenes Halbwissen heraus. Fein, so soll’s sein – ein ansprechendes bis verführerisches Rezeptbuch rund um die „Bienenpower Honiig, Pollen, Propolis“ mit genügend, aber nicht nervigem Sendungsbewusstsein für die Fakten und Tatsachen von Bienen und imker*innen, denen wir die Schätze zu verdanken haben.


Schroeder, Annette: Bienenpower – Honig, Pollen, Propolis : 80 raffinierte Ideen für Kosmetik, Heilmittel und Genuss. 2., aktualisierte Aufl. Stuttgart : Ulmer. 2022. 140 S. ISBN 978-3-8186-1425-6.

Rezensionsexemplar für unsere Imker-Bibliothek.

*23* Adventskalender der Bamberger Schulbiene 2023

Cover Lohß, Häfner : Meine Gartenfreunde – Die kleine Biene. OetingerMeine Gartenfreunde – Die kleine Biene ist ein Öko-Pappbilderbuch für die Kleinsten, in einfachem Grundformen gezeichnet von Sandy Lohß. Zum Draufherumkauen also unbedenklich geeignet, doch vorher bitte erst gemeinsam ansehen. Am besten bei Tageslicht, denn durch den dunklen Kraftkarton erscheinen die Farben ziemlich „sepia“ und wenig kontrastreich. In einfacher Reimform, an der selbst Babys ihre Freude haben sollten, erzählt Carla Häfner aus der Bienenwelt im Jahres- bzw. Lebenslauf.

Die Geschichte

Wo wird die kleine Biene geboren und wo fliegt sie hin? Ihr begegnen zwischen Frühling und Winter nicht nur liebliche Blumen und Apfelbäume aus dem Garten, Himbeersträucher im Wald und süßes Fallobst im Herbst, sondern – oh, Schreck! – auch eine Spinne, die in ihrem Netz auf die kleine Ausflüglerin lauert.

Doch das Bienenhaus ist ein prima Versteck. Und so wie der kleine Bär unter dem Laubhaufen kann sich auch unsere kleine Biene im Winter vom Pollen und Nektar sammeln ausruhen. Nur, um gleich wieder von vorne die Abenteuer ihres Lebens zu bestehen. Vorausgesetzt, die kleinen Mausezähnchen haben von den schadstofffreien Pappseiten etwas zum Erzählen übrig gelassen. Denn dass das Buch auch für unter 18 Monate alte Kleinkinder ist, wie der Oetinger-Verlag empfiehlt, davon ist auszugehen.

Fazit

Wer naturbewusst ist, konsequent ökologisch und klimaneutral leben und (vor)lesen mag, dabei auf in Deutschland hergestellte und aus 100% Recyclingpapier bestehende Bücher setzt, macht mit diesem handlichen Bilderbuch vermutlich alles richtig. Wenngleich es nicht nur beim Reinbeißen eine Frage des Geschmacks ist, sondern auch die stumpfen Farben die Frage aufwerfen, ob das Kleinkind Gefallen an dem Büchlein aus der Oetiner-Natur-Reihe findet, ist die rhytmische Reise mit der sympathisch gezeichneten kleinen Biene allemal einen Versuch wert.


Meine Gartenfreunde – Die kleine Biene / Carla Häfner (Text), Sandy Lohß (Ill.). Hamburg : Oetinger. 2022. 14 S. (Oetinger natur). ISBN  978-3-7512-0173-5

Im Bestand unserer Imker-Bibliothek.