Aufgenommen in den Michelsberger Terassen in der Bienenstadt Bamberg. Ohne (Honig)Bienen gäbe es auch hier keine ausreichende Bestäubung dieser uralten Kulturlandschaft.
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Wunderburgschule löst Stadtwerke-Spende ein
Einen kostenlosen Schulbienen-Unterricht in der 2a und 2b am 04.04.2014 erlebte die Wunderburgschule, die mit ihrer überzeugenden Bewerbung bei uns eine Zuwendung aus der Spendenfibel der Stadtwerke vom vergangenen Jahr erhielt.
„Meine Schüler freuen sich schon sehr auf die Bamberger Schulbiene und haben bereits viele Fragen für sie gesammelt“, berichtete Klassenleiterin Inge Grimm, die sich vorab des Unterrichts den Medienrucksack bei uns abholte. Und mit ihrer Klasse 2b und einem „Fragen-Warming-up“ begann dann auch gleich der 80-minütige Schulbienenspaß, nachdem uns der Konrektor, Bernd Riemke, begrüßte.
Unterrichtsplan aus dem Spiralcurriculum
Erstmals nutzen wir Sequenzen aus dem FWU-Lehrfilm „Das Leben der Honigbiene“, den wir aus der Medienzentrale Bamberg [wir berichteten] ausgeliehen hatten. Dafür schrieben wir sogar unseren Unterrichtsplan-Schulbiene-GS-2 etwas um, welches in unserem Spiralcurriculum für die zweite Schulklasse an sich den Schwerpunkt „Ernährung“, „(Bienen)Entwicklung“ und „Haustierhaltung“ vorsah, getreu dem Lehrplan an bayerischen Grundschulen folgend.
Medieneinsatz: Lehrfilm, Arbeitsblatt, Sachbuch
Im ersten Filmabschnitt¹ erfuhren die Schüler, wie eine Biene aussieht. Bäuchlings – der gemeinsame Medienraum der Wunderburgschule ist tischlos – schrieben sie sorgfältig die Namen der Körperteile auf ein Arbeitsblatt. Wer schnell damit fertig war, hatte Muse, die abgebildete Biene auszumalen.
Nach dem zweiten Filmabschnitt², in welchem die Kinder erfuhren, welche Bienenarten es in einem Volk gibt, was ihre unterschiedlichen Aufgaben sind und wie Bienenbabys heranwachsen, las die Schulbiene aus dem Büchlein von Ralf Butschkow „Ich habe einen Freund, der ist Imker“ vor. Und zwar Satz für Satz abwechselnd mit den Kindern, die jeweils ein eigenes Exemplar in Händen hielten. Denn die bunten Bilder braucht es schließlich, um sich den Vorgang des Imkerns genauer vorstellen zu können.
Medieneinsatz: Lernbeute, Bienenkorb, Postkarte
Der dritte Filmabschnitt³ ergänzte diese Lerneinheit, denn die Funktion einer Honigschleuder lässt sich nunmal in bewegten Bildern besser nachvollziehen. Im Film wurde auch auf die Geschichte des uralten, wertvollen Handwerks „Imkerei“ eingangen, das bis heute noch unersetzlich ist. Zur Anschauung brachten wir eine Lernbeute (Patin dafür ist Sabine Saam) mit, die u. a. Fotorähmchen enthält.
Außerdem durften alle einen historischen Bienenkorb anfassen und dabei raten, aus welchem Material er hergestellt wurde – nämlich aus Stroh, dem „Arme-Leute“-Material.
Mit nach Hause nahmen die Kinder eine Postkarte, die die älteste Darstellung einer Imkerei zeigt und auf 8.000 bis 12.000 Jahre v. C. datiert ist. Die russisch- und türkischstämmigen Kinder freuten sich besonders, dass das Wort „Danke“ in ihren Landessprachen aufgedruckt war.
So ganz nebenbei lösten sie die Frage, wie oft ein Hunderter in die Zahl 8.000 hinein passt. „Meine Oma ist schon 105 Jahre alt“, berichtete daraufhin stolz ein Mädchen. Dass die Oma 80-mal leben müsste, um die Urheberin so einer alten Felszeichnung zu sein, das erfüllt zumindest uns Erwachsene mit Staunen. Sicherlich etwas besser vorstellen konnten sich die Kinder die Menge an Bienen, die in einem Volk leben. Es sind fast so viele, wie Bamberg Einwohner hat. Na ja, es reicht ja schon zu wissen, dass es sooooo viele sind, dass man sie als Zweitklässler und generell kaum zählen kann.
Süßer Abschluss
Klar, am Ende gab’s noch Honig zu verkosten. „Wann kommst du wieder, Schulbiene?“ und „Danke für die tolle Stunde!“ waren die Abschiedssätze, über die wir uns sehr freuten.
Ebenso freuten wir uns sehr über die lustigen Tassen und die Schoki, die uns die Klassenleiterin der 2a, Birgit Diller, im Namen der Wunderburgschule mit ihrem Rektor, Michael Kaukal, überreichte. Vielen DANK!
Und versprochen: für alle uns schriftlich übergebenen Schülerfragen, die wir aus Zeitgründen noch nicht beantwortet hatten, reichen wir die Antworten nach! Wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja in einem neuen Schuljahr wieder, um auf weitere Fragen einzugehen? Unser Spiralcurriculum jedenfalls ist modular aufgebaut, so dass es mit uns beiden nie langweilig wird, egal, wie oft wir kommen!
Tschüss, und … SUMM, SUMM, SUMM, liebe Wunderburger Schüler und Lehrer!
Eure Bamberger Schulbiene Ilona, alias „Maja“
Euer Schulimker Reinhold, alias „Willi“
Die vorgeführten Sequenzen aus dem Video „Das Leben der Honigbiene“ waren:
¹Die Honigbiene – ein typisches Insekt. Sequenz 0:00 – 3:10
²Das Leben einer Honigbiene. Sequenz 1:00 – 3:28
³Die Bienen, der Mensch, die Umwelt. Sequenz 0:30 – 2:00 (nicht in 2a)
Guter Tipp: die Medienzentrale Bamberg
„Das Leben der Honigbiene“ und „More than Honey“ sind zwei Filmtipps, die sich jederzeit erfüllen lassen. Die Medienzentrale Bamberg der Erzdiözese Bamberg verleiht ersteren sogar mit allen Vorführrechten.
Gut geeignet ist der 20-minütige Film als kompakte Einführung (nicht nur) in Schulen für die Jahrgangsstufen
5 – 8.
Mit einer kleinen Gruppe von Interessierten hatten wir uns beide Filme im Obstmarkt 10 angesehen und darüber ausgetauscht. Diesen Filmabend wiederholen wir sicherlich wieder. Doch bis dahin würden sich die Medienzentrale und wir uns freuen, wenn möglichst viele Menschen die DvDs im Heinrichsdamm 32 ausleihen würden. Die Bestellung über den Katalog der Medienzentrale lässt sich online erledigen.
Eine Mitgliedsgebühr muss bei einer einmaligen Ausleihe nicht entrichtet werden. Doch wäre diese von z. B. € 12,- pro Jahr moderat, wer mehr als einmal ausleihen möchte. Denn natürlich gibt es auch noch jede Menge anderer, sehr interessanter Filme im Programm, außerdem passende Geräte (Beamer, Lautsprecher, Blue Ray-Abspielgerät, etc.) gegen Gebühr und Kaution.
Wir danken dem Team herzlich dafür, dass es sich unserem Wunsch nach einem Ankauf von DvD und der Lizenzgebühr angenommen hat! Es hilft der „Bamberger Schulbiene“, ihren Auftrag zu erfüllen, Jungimker heranzuziehen.
Biene der Woche 2
Der Regen schreckt den Paten nicht …
… und so wanderten wir mit unserem Bienenpaten und Freund, Michael Alt aus München, zu seinen Bienen nach Wildensorg hinauf. Die erste Begegnung mit den von ihm als „Deluxepate“ namentlich zugeeigneten Volk verlief feucht, aber fröhlich. „Macht’s gut, seid fleißig, und ich will von euch Klagen hören!“ verabschiedete sich Michael am Ende. Denn es kommt ihm sehr entgegen, dass wir sein Volk als ein recht eigenwilliges, leicht chaotisches Volk charakterisierten, welches sich so gar nicht lehrbuchmäßig verhalten will, durchaus aber ertragreich ist. Gerne bauen sie, trotz angemessener Rähmchenvorgabe, wild durcheinander und ihr Verhalten, auch im Regen auszufliegen, ist mehr als ungewöhnlich. Während in der Nachbarbeute sich zeitgleich alles ruhig verhält und kaum ein Bienlein seine Nase zurm Flugloch hinaus reckt.
Michael teilt sich die Patenbeute, bis wir – trotz aller Eigensinnigkeit des Stammes – einen Ableger daraus bilden werden, mit der Bienenpatin „der ersten Stunde“, Elisabeth Burger. Ihr wird ein besänftigender Einfluss auf die „Rinnersteiger, links“ nachgesagt. Wie auch immer, sie sind so gut drauf, dass wir sogar schon etwas Honig probieren konnten. Wir würden es allerdings lieber sehen, sie würden nicht so viel eintragen, sondern sich um ihr Brutgschäft kümmern. Bereits im letzten Jahr musste Reinhold einige Waben aus dem Brutraum in den Honigraum hochhängen, damit wieder Platz, und damit ein Anreiz für Nachkommenschaft, geboten war.
Wer ebenfalls einmal einen Blick in das faszinierende Krabbeln werfen möchte, hat am 18. April Gelegenheit dazu. Unter dem Motto „Wie geht es euren Völkern im April?“ verrichten wir gemeinsam Arbeiten an den Patebeuten. Bei diesem Termin geht es um das Aufsetzen des Honigraums.
Für unsere Bienenpaten sind die beiden Touren, die auch kombiniert möglich sind, natürlich wieder kostenlos!
Biene der Woche 1
Eine Bienen-InfoWabe für Bamberg
Nach einem gewissen Vorlauf sind wir nun soweit, unser neues Projekt bekannt zu machen. Noch ist nicht alles in „warmen Tüchern“, doch die Vorzeichen stehen gut. Daher haben wir für das Vorhaben, ein bauliches Zentrum als Anlaufstation für an Bienen, Honig und Imkerei Interessierte in Bamberg zu errichten, eine eigene Seite „Bienen-InfoWabe“ eingerichtet. Alles nähere dort!
Bienenleckerer Kornelkirschengarten am Michelsberg Bamberg
Bienen im zeitigen Frühjahr geht es wie uns Menschen: wir sind hungrig nach frischer Nahrung. Während wir aus fernen Ländern jahrein-, jahraus mit knackigen Nahrungsmittel sicher versorgt werden, müssen unsere Bienen auf das zugreifen, was im Umkreis von 3 Kilometern blühen mag. Sie brauchen, sobald sie bei steigenden Temperaturen in die Brut gehen, eiweiß- und fetthaltigen Pollen und kohlehydratreichen Nektar, und suchen sich zuweilen mühsam ihr „täglich Brot“ in einer leergeräumten, mit nutzlosen Immergrün bestückten Welt zusammen.
Den Bamberger Bienen jedoch bieten die früh blühenden Kornelkirschen auf den Michelsberger Terassen zum Glück reichlich Bienennahrung an. Eine uralte Kulturlandschaft, die ihre Ursprünge in den Zeiten benediktinischer Gartengestaltung hat. Viele Jahre später ließ in weiser Voraussicht der Abteilungsleiter des Gartenwesens, Michael Gerencser, etliche Lücken schließen, die so mancher vom Sturm umgewehter oder einfach alt gewordener Kornelkirschenbaum zwischen den gleichnamigen Heckenverbünden hinterließ.
Heute bietet sich den Bambergern und ihren Bienen mehrere geschlossene Reihen dieses gelben Hartriegelgewächses, deren säuerlich schmeckende, vitamin C-reichen roten Beeren von den betreut Beschäftigten der Lebenshilfe Bamberg eingesammelt und verwertet werden. Die Arbeit ist nicht ganz einfach, sind die länglichen Früchte doch recht klein und die Verholzung in den Hecken macht das Ernten schwer.
Cornus mas soll das härteste Holz aufweisen, welches in Europa wächst. Wer es in seinem Garten anpflanzt, darf sich über einen beständigen Wuchs in honigduftenden, frühblühendem Gelb erfreuen. Eine gute Alternative zur leider nicht-nektartragenden Forsythie, die unseren Insekten so gar nichts anbieten mag. Übrigens: für Bamberg hat uns Herr Gerencser die Anpflanzung weiterer Kornelkirschenbäume in Aussicht gestellt, und zwar im Harmoniegarten am E.T.A.-Hoffmann-Theater. Darüber wird sich besonders das Volk unserer Bienenpatin Dr. Regina Hanemann von der Villa Dessauer freuen!
Bienenpatin Ruth Vollmar 2014/15
Wir freuen uns über unsere neue Bienenpatin, Ruth Vollmar aus Bamberg. Und gleichzeitig auf einen neuen Standort für unseren „Bamberger Lagenhonig“, den es von dieser Stelle allerdings erst 2015 geben wird. Denn die Bienenpatin erhält heuer zunächst einen Ableger von uns, der erst im zweiten Jahr ein Wirtschaftsvolk sein wird.
Auf den Plan einer Patenschaft gerufen hat Ruth Vollmar unser Aufruf nach einem Bienenstandort auf Bambergs Inselgebiet. „Bienen sind enorm wichtig, und unsere Tochter wünschte sich bereits vor vielen Jahren eigene Bienen“, so die Leiterin der Wirtschaftsförderung.
Bereits einmal schon stand kurzfristig eine Bienenbeute im gepachteten Garten am Schiffbauplatz. Doch nun soll es für mindestens zwei Patenjahre bei Bienen-leben-in-Bamberg.de sein, während derer die Betriebswirtschaftlerin das Imkern praktisch ausüben kann. Zusammen mit ihrer Tochter, Klara Bretschneider, hat Ruth Vollmar bereits vor drei Jahren einen Imkerkurs absolviert. „Na ja, das war alles eher theoretisch gehalten, Zwischenfragen waren nicht so erwünscht“, erzählt sie bedauernd. Doch immerhin schaffte es eine Grundlage, auf der nun aufgebaut werden soll. Auch sorgte der seit zwei Jahren imkernde Bruder Frau Vollmars für einen steten Fluss von Bienen-Fachliteratur.
Überhaupt eint die Liebe zur Natur die Familie Vollmar/Bretschneider, die gemeinsam den Garten am Fluss aus seinem trostlosen Dasein erlöst hat und nun eine Bienenweidenwiese erblühen lassen möchte. „Ich genieße es sehr, dass wir ein Stück Natur in die Stadt zurück bringen“, schwärmt die gebürtige Nürnbergerin und aufgewachsene Hersbruckerin, die zusammen mit ihrem Mann seit 1987 in Bamberg lebt. „Schon als kleines Kind buddelte unsere Tochter Klara hingebungsvoll in Beeten und wir waren glücklich, ihr dies mitten in der Stadt ermöglichen zu können“.
Dass die mittlerweile 17-jährige Tochter im Projekt „Interkultureller Garten“, der seit Kurzem ein eingetragener Verein ist, mitmischt, verwundert daher nicht. Aber auch Schwimmen und Reiten erfüllt Klaras wenige außergymnasiale Zeit, und Mutter Ruth bedauert: „Wäre ich nicht so eingebunden, dann säße ich ebenfalls wieder auf einem Pferd wie früher. So reicht es nach der erfüllenden Arbeit leider nur für einen Sprung in in die Becken des Bamberger Schwimmvereins“.
Um so mehr freuen wir uns, dass Ruth Vollmar den Sprung in die Patenschaft getan hat. Innerhalb der sie allerdings zu nichts verpflichtet ist. Wir wünschen uns nur, dass wir an ihrem Beispiel öffentlich, also zum Beispiel über dieses Weblog hier, berichten dürfen, dass ihr die Bienen wichtig sind. Und dazu ist sie nur zu gerne bereit.
Denn Bamberg zu einer Bienenstadt zu machen, das schaffen wir nur gemeinsam mit unseren Freunden, Förderern und Multiplikatoren. Zwei Jahre lang dürfen sie Freud und Leid des Imkerns und der Bienen hautnah und durch einen steten Informationsfluss unsererseits miterleben. Und weitergeben. Zur Belohnung gibt es natürlich auch noch ein paar „Bienenpaten-Goodies“, ganz klar. Und die darf sich die Bienenpatin mit ihrer Tochter gerne teilen!
Standorte für heimatlose Imker
Wir vermitteln mögliche Bienenvölker-Standorte (Stellplätze) an „heimatlose“ Imker.
Falls Sie in Ihrer Stadtwohnung keinen Platz zum Halten von Bienen finden oder Ihre Nachbarn keine Bienen um sich mögen – nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir nehmen Ihre Anfrage auf und hören uns für Sie um.









