Bienenpatenschaft 2019/2021 Stefan Schneider

Bienenpate Stefan Schneider 2018Bienenpate Stefan Schneider beim Ernten in den Buger WiesenSeit Dezember 2017 bereits und nun in zweiter Runde ist Stefan Schneider unser Bienenpate. Inzwischen hat er bereits mehrmals Einblick in die Bienenwelt gewonnen. Eingefädelt hatte die Patenschaft seine Freundin Wiebke. Da sich Stefan, dessen Wohnsitz in Bamberg ist, für Bienenpatenschaften interessierte, recherchierte sie für ein Weihnachtsgeschenk und stieß auf uns. Das Weihnachtsgeschenk war gerettet – und Stefan wohl mittlerweile hoffnungslos an die Bienen verloren. 😉

Verbindung nach Franken

Etikett aufklebenStefan ist zwar aus der Vulkaneifel, doch seine familiären Wurzeln nach Franken reichen in die Zeit des Großonkels zurück. Prälat Jupp Schneider war Kaplan in Weismain, Seßlach und Fürth und Bamberger Diözesanjugendseelsorger in St. Martin. Außerdem baute er den Jugendbereich der Burg Feuerstein auf. In Wikipedia lesen wir: „Zum Kriegsende von amerikanischen Soldaten beschlagnahmt, wurde die Burg 1946 vom Erzbistum Bamberg unter der Leitung von Jupp Schneider gepachtet und 1949 erworben. Seitdem dienen die Burg und das gesamte Areal als katholische Jugend- und Begegnungsstätte.“

Bienenpate Stefan zur WeiselzellenkontrolleNachdem Stefans Schwester in Erlangen studiert hatten, ergab es sich, dass er 2005 ein Praktikum bei Bosch in Bamberg absolvierte. „Ich war begeistert von der Größe und Reichweite des Standortes und konnte mir vorstellen, dort auch zu arbeiten“. Nachdem er 2007 im Anschluss seines Koblenzer Studiums sofort von Bosch übernommen wurde, beschloss Stefan, endgültig seinen Wohnort vom Rheinland ins Frankenland zu verlegen.Bienenpate Stefan Schneider mit Wiebke zu BesuchImkern lernen mit Familienanschluss

Mir schwebt beim Schreiben dieser Zeilen gerade ein kleiner Familienausflug vor – mitsamt den beiden Schwestern und der Freundin nach Burg Feuerstein in die Fränkische Schweiz, wo es – neben dem Grab des Großonkels – seit 2014 auch Bienenvölker und eine Blühwiese zu begutachten gibt. Wer weiß, vielleicht stecken wir allesamt mit dem Bienenvirus an? Das geht ja bekanntlich recht schnell. So meinte auch Stefan spitzbübisch, er würde seine Freundin schon noch an den Honiggenuss heranführen, da sie im Gegensatz zu ihm eher nicht so der Honigfan ist. Um so mehr spricht für Wiebke, dass sie die imkerlichen Ambitionen ihres Freundes so tatkräftig aufgegriffen hat.

Die frisch gezeichnete Königin ist während der Milchsäurebehandlung in Wiebkes Sonnenhut gut geborgen.Theorie zu VarroabehandlungNun, es gibt andere Themen, bei denen sich die beiden absolut einig sind. So hatten sich die jüngst Verheirateten vor zweieinhalb Jahren während einer Kunst- und Kulturreise nach Italien kennengelernt. Das Reisen müssen sie im Falle einer Bienenpflege auch nicht aufgeben, lediglich vorausschauend terminieren, wie wir versichern. Zwar können Weiselkontrollen, Varroabehandlungen sowie die Einfütterung oft nur wenige Tage hin oder her verschoben werden. Doch hier in Bamberg hilft man sich untereinander, und unsere Bienenpaten lassen wir garantiert nicht im Stich.

Apropos Stich … davor hat Stefan übrigens keine Angst. Schon als Kind fand er beispielsweise Hornissen interessant und hat sich ihnen – respektvoll und so weit sie es vor ihrem Nest zuließen – genähert. „Nachdem die Hornissen einen unserer stillgelegten Schornsteine bezogen hatten, gab es im ganzen Umkreis unserer großen alten Villa keine Schnaken mehr“, erinnerte sich Stefan.

Und lernt man uns erstmal näher kennen, dann stellt man fest: Bienen-leben-in-Bamberg.de ist immer wieder einen Besuch wert, es gibt noch viele Bienengeheimnisse zu lüften. Wir freuen uns auf weitere Begegnungen mit dir, lieber Stefan, gerne auch mit Wibke natürlich!

Blumenstrauß von Bienenpate Stefan Schneider mit Wiebke

Neuer Stiftsladen am Hauptwacheck eröffnet

Reinhold öffnet Tür zum neuen Stiftsladen am Hauptwacheck[Unbezahlte Werbung]

Reinhold am Schaufenster des neuen Stiftsladens am HauptwacheckNach dem Stiftsladen am Michaelsberg und im Welterbezentrum eröffnete zum Adventswochenende die neue Zweigstelle am Hauptwachstraße 9. Somit hat auch unser Bamberger Lagenhonig einen neuen Verkaufsstandort gefunden. Außer bei uns und in der Bienen-InfoWabe ist er nur dort erhältlich, aber auch in Kürze in der Judenstraße – doch dazu später mehr.

Inge Pendl, Mitarbeiterin im Bamberger StiftsladenWir stimmen bei unserem Antrittsbesuch mit Inge Pendl, Mitarbeiterin des Stiftsladens, vollstens darin überein, das dies ein überaus attraktiver Verkaufsraum für die Spitalstiftung sei. Praktischerweise befindet er sich im Besitz der Stadt Bamberg.

Ilona vor dem neuen Stiftsladen am HauptwacheckDen Bamberger/innen im kollektiven Gedächtnis gebliebenen ist er als ehemalige Wachswarenhandlung der Geschwister Poppenberger und wurde zwischendrin auch mal als Bekleidungsgeschäft geführt. Erkennungsstarkes Zeichen sind die wunderbaren barocken Holzdrechselarbeiten an den Schaufenstern, die einen Wachsstock zeigen*.

Warenauslage mit dem Bamberger Lagenhonig

Schaufensterauslage inklusive Bamberger LagenhonigWir wünschen viel Erfolg! – was eintreffen sollte, zumal am Einkaufsverkehrsstrom von der Kettenbrücke hin zum Grünen Markt gelegen.

Wachsstock am Schaufenster ehem. Wachshandel Poppenberger, Hauptwacheck Bamberg*Der hölzerne Wachsstock am Schaufensterrahmen hat mich bereits 2013 fasziniert, so dass ich ihn  Mitte Dezember in die Fb-Gruppe „Guesswherebamberg“ gestellt und dabei den bevorstehenden Pachtwechsel erwähnt hatte. Ja, das Netz vergisst nichts … 😉Alte Inschrift der ehemaligen Wachswaren Geschw. Poppenberger

 

Verleihung Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2019 zur Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe

Highlight des letzten BIWa-Öffnungstages der Saison 2019 war die Verleihung des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises innerhalb eines heiteren Rahmenprogramms mit Klarinettenmusik, eingeleitet von einem Sektempfang und ausklingend mit einem entspannten Come-together an diesem sonnig-warmen Spätsommersonntages des 15. Septembers 2019.

Ja, in diesem Satz ist so ziemlich alles drin und steht damit symptomatisch für eine bienenfleißige Saison der Bamberger Schulbiene unter dem Dach der Bienen-InfoWabe. Die galt es, würdig zum Abschluss zu bringen, was unter dem Motto: „Summa-summarum, der Summa is‘ ’rum!“ auch klanglich geschah.

Die drei Schülerinnen Ida Stahlmann, Ellis Wenzel und Johanna Böhm mit ihrer Musiklehrerin Birgit Lang gewannen ob ihrer professionellen und anmutigen Darbietung respektvollen Applaus und überaus begeisterte Veranstalter. So viel sei verraten – wir laden sie auch fürs nächste Jahr ein, denn dieses Highlight verlangt geradezu nach einer Fortsetzung!

Sponsoren und Video

Logo "Vom Fass" BambergLogo Lecker-Bäcker Thomas LoskarnNachfolgend das Video dazu, gedreht von unserem Bienenfreund Arno Schimmelpfennig, der durch einen Nachlass zu unseren Sponsoren zählt – wie auch das Team VOM FASS Bamberg, Cathrin Beyer und Silvia Müller für den Sekt vom Empfang und Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, der wie immer das Gebäck dazu beisteuerte – vielen DANK, ihr Lieben!

Video zum Rahmenprogramm des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2019

Klarinettenquartett unter der Leitung von Birgit Lang.
Kamera und Schnitt: Arno Sebastian Schimmelpfennig (ASS)

Saison‐Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe from Arno Schimmelpfennig on Vimeo.

Fotogalerie Klarinettenquartett zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2019

Wir danken den zahlreich erschienenen Gästen, …

… die außer guter Laune auch 85 Euro an Spenden hinterließen. Damit ist zwar die angemietete Toilette noch nicht bezahlt, und auch nicht der Blumenschmuck, die Preisgeschenke, Softgetränke und ein Salär an den Filmemacher und die Musikantinnen, doch die Restsumme begleichen unsere Bienenpatinnen und -paten mit ihren Beiträgen. Sie sind Garant dafür, dass wir handlungsfähig bleiben – wofür wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken! Zum Fest freuten wir uns, dies persönlich bei Manfred Alt und Wiebke Burkhart tun zu können.

[Permalink zum BBU-2019|

Fotogalerie Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2019

„Die Welt braucht Vorbilder … und fleißige Bienen!“

Verleihung des „Bienenstadt Bamberg‐Umweltpreis 2019“ (BBU) from Arno Schimmelpfennig on Vimeo.

Wir gratulieren! Gewinner des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises 2019

Wir gratulieren den Gewinnern des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises 2019!

1. Preis „Honiggold“: Martin Bloeß, Bamberg-Bughof

1. Preis BBU 2019 Martin BloeßPreisträger Martin Bloeß (li.) erhält Preis durch Jurymitglied Christian RindchenPreisträger Martin Bloeß, Bamberger Schulbiene, Jurymitglied Christian Rindchen.

1. Preis „Honiggold“ (punktgleich): Martin Bücker und Erich Spranger für BUND Naturschutz, Kreisgruppe Bamberg (Überreicht i. V. an Christine Hertrich)

1. Preis BBU 2019 an Martin Bücker und Erich Spranger

Christine Hertrich nimmt für Martin Bücker und Erich Spranger durch Jurymitglied Elisabeth Dörfler-Christa 1. Preis entgegen
Christine Hertrich als Vertreterin der beiden Preisträger, umrahmt von Bamberger Schulbiene und Jurymitglied Elisabeth Dörfler-Christa.

2. Preis „Silberlinde“: Dr. Yelva Larsen für das Institut für Erforschung und Entwicklung fachbezogenen Unterrichts (EE-feU) der Universität Bamberg

2. Preis BBU 2019 an Dr. Yelva Larsen

Erstes selbstmanufaktiertes Honigglas für Yelva Larsen[Platzhalterfoto von Dr. Yelva Larsen, da Preisträgerin verhindert]

Anerkennungspreis: Jeannette Frank (Altendorf-Seußling)

Anerkennungspreis, BBU 2019 an Jeannette FrankAnerkennungspreisträgerin Jeannette Frank mit Jurymitglied Franz SpindlerAnerkennungspreis für Jeannette Frank, hier zusammen mit Jurymitglied Franz Spindler.

Im nächsten Bericht mehr zu den Preisträgern und der Jury im Rahmen der Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe.

15.09.19 – Saison-Abschlussfeier Bienen-InfoWabe und Vergabe Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2019

Logo BBU – Bienenstadt-Bamberg-UmweltpreisKennzeichnung "Spezialthema" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Programm

  • 14.00  |  Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur
  • 15.30 Uhr  |  Sektempfang mit Kaffee & Gebäck
  • 16.00 Uhr  |  „Summasummarum – der Summa is‘ ′rum!“ (Jugendbläserensemble der Stadtkapelle Bamberg, Klarinettenquintett, Leitung Birgit Lang)
  • 16.30 Uhr  |  Verleihung „Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2019“
    1. Preis („Honiggold“), 2. Preis („Silberlinde“), Anerkennungspreis(e)
  • 17.30 Uhr | Ausklang

Für wen ist der BBU-Preis gedacht? Für alle, die sich in besonderer Weise für die Bamberger Bienenwelt einsetzen, in den Kategorien Bienen, Honig, Imkerei und Trachtpflanzen.
Weitere Informationen zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis
Kosten?
Keine, über Spenden freuen wir uns
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

Bienenpatenschaft 2019/2020 Marco Rust

Bienenpatengaben für Marco Rust„Ich habe heute ihr Paket für die Bienenpatenschaft meines Freundes erhalten. Er wird sich riesig darüber freuen!“ Dieser Freund – also Marco Rust– erhielt die Bienenpatenschaft heuer als Geburtstagsgeschenk von Nicole Adami, die auch den geplanten Wohnortwechsel nach Bischberg gleich mit ankündigte.

Bienenpate Marco Rust mit Freundin Nicole Adami.Beide stammen aus Suhl und waren im Lietz Internatsdorf Haubinda tätig. Der Sozialpädagoge und Fachlehrer für Werken an der Hermann-Lietz-Schule war außerdem noch Internatsleiter und zuständig für 150 Schüler/innen. Die Lehrkräfte mussten außerdem noch jeweils eine Gilde führen, in der die Schüler verschiedenen Interessen nachgehen können.

Besichtigung des Patenvolkes durch Marco Rust und Nicole AdamiSo gab es beispielsweise eine Imkergilde, für die sich auch Marco sehr hätte erwärmen können. Doch unterschiedliche Arbeitszeiten machten es schwer, sich das Handwerk vom bisherigen Gildenmeister beibringen lassen zu können. Überhaupt war es für Marco und Nicole keine leichte Zeit. So war es üblich, 24 Stunden lang – und das über 14 Tage am Stück – für die Internatsschüler ansprechbar zu sein, bevor ein freies Wochenende in Sicht war.

Bienenpate Marco Rust

Bienenpate Marco Rust mit Reinhold am PatenvolkDaher entschloss sich Marco zu einem neuen Schritt und nahm das Studium der Bildungs- und Erziehungswissenschaften in Bamberg auf. Er fand einen neuen Arbeitsplatz in Lisberg, wo er Hortkinder von der 1. bis 4. Klasse betreut. Auf Nicole wartete in Hirschaid ebenfalls eine neue Hortstelle, und so machte der Umzug nach Bischberg zwar noch keine sprachlich sattelfesten Oberfranken aus den beiden Thüringern, aber doch bald einen guten Imker aus Marco, so jedenfalls der Plan. Nächstes Jahr möchte er unseren Imkeranfängerkurs besuchen, was uns natürlich sehr freut.

Bienenpate Marco Rust mit Reinholdbeim Anbringen des PatenschildesGefreut dürfte sich auch Kali haben. Denn schließlich kehrte sie wieder in die Nähe ihrer ursprünglichen Heimat zurück. Die Vierzehenschildkröte, auch Steppenschildkröte oder Russische Landschildkröte genannt, wurde nämlich vor vier Jahren in Hallstadt gekauft, nichtsahnend, dass man eines Tages hierher in die Nähe ziehen würde.

Bienenpate Marco Rust beim Anbringen des PatenschildesNun, trotz erkennbarer Tierliebe wollte Marco immer schon auch Jäger werden. Als Treiber hat er auf Drückjagden bereits Erfahrungen gesammelt. Interessanterweise kennen wir auffällig viele Männer wie auch Frauen, die sowohl Jäger als auch Imker sind. Die Zeidlerei des Mittelalters, bei der die im Wald recht abgelegen hausenden Zeidler für sich selber sorgen mussten und außerdem den hohen Adel sicher durch den Wald zu geleiten hatten – daher war ihnen das Tragen von Waffen erlaubt –, hat wohl seine genetischen Spuren hinterlassen.

Bienen von Marcos PatenvolkBei unserem Treffen am 23.08. konnte Marco jedenfalls schon mal Kontakt mit seinem Patenvolk schließen, welches in Bienenpatin Gabi Loskarns Garten steht. Es war zwar etwas früh, gegenüber einem Noch-Nicht-Imker über Ameisensäurebehandlung zu reden, doch das ist die Tätigkeit, die nun mal von der Jahreszeit her akut anfällt, also warum nicht gleich ein wenig mit dem Unterricht beginnen. Da jedoch noch Einkäufe für die bevorstehende Geburtstagsfeier von Nicole zu erledigen waren, verabschiedeten wir uns schließlich voneinander und freuten uns auf ein baldiges Wiedersehen zur Exkursion zum Bihäusl nach Schlammersdorf am 28.09.2019.

Bis dann, und vielen Dank für die Patenschaft!

Bienenpatentreffen mit Marco und Nicole

Wabenhygiene und Varroabehandlung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger, 8. Modul)

Theorie der Varroabehandlung, hier zur OxalsäurebehandlungAm 13.08.2019 bei unvorteilhaftem, da windig und wechselhaftem Wetter, widmeten wir uns im Anfängerimkerkurs AK19 der so elementar wichtigen Varroabehandlung und nicht minder wichtigen Wabenhygiene.

Oxalsäurebehandlung

Im Vorgriff auf den Winter, weil wir die Theorie dann nicht zitternd vor den Völkern halten möchten, erläuterte Reinhold Burger die Oxalsäurebehandlung. Entscheidend für das Gelingen ist der optimale Zeitpunkt: Erstens, die die Bienen sollen aus der Brut gegangen sein und zweitens, während der Behandlung sollte es richtig kalt sein, möglichst 0 °C und kälter, damit die Bienen in einer kompakten Wintertraube sitzen. Auch müssen die Gerätschaften hierzu parat stehen, denn vor Ort sollte angesichts des dann engen Zeitfensters alles reibungslos verlaufen.

Ameisensäurebehandlung

Wiederholt begegnete uns im Kursverlauf das Thema des Bienenschädlings, der Varroa destructor, beispielsweise im Modul 2 zur Bienenkrankheiten und  Modul 5 zur Varroakunde und -kontrolle. Heute nun die praktische Anwendung, beginnend mit den Erläuterungen zur Handhabung des Liebig-Dispensers, den wir favorisiert einsetzen. Genaues Befolgen der Dosierung ist Voraussetzung für das Gelingen der Behandlung. Auf den viereckigen Papierdochten ist – mit ein bisschen Nachdenken – herauszulesen, wie groß der Docht sein muss und wieviel Säure verwendet werden soll bei gegebenem Beutensystem und prognostizierter Wetterlage sowie Säurewert (65 oder 85%).

Jetzt trockengeübt, wie man den Dispenser unfallfrei an der Plastikplatte mit Dochtauflage anbringt und in die Beute einsetzt. Die gelbe Platte auf das aufrechte Fläschchen setzen – und nicht umgekehrt. So kann die Ameisensäure nicht vorzeitig herausfließen, vor allem dann nicht, falls man mal vergessen haben sollte, nach dem Befüllen den Tropfaufsatz wieder anzubringen. Und nicht vergessen: Handschuhe anziehen! Im besten Falle auch eine Schutzbrille aufsetzen, so die Empfehlung.

Ach ja … und die Windel zur Kontrolle der Wirksamkeit der Varroabehandlung reinschieben! Nach drei Tagen sollten Varroen gefallen sein. Andernfalls muss davon ausgegangen werden, dass die AS nicht gewirkt hat, bspw. wegen zu hoher Luftfeuchtigkeit und Nachtkälte. Doch erst nach 14 Tagen kann der natürliche Milbenbefall festgestellt werden.

Wabenhygiene

Die Bruttätigkeit und Größe von Wirtschaftsvölkern nimmt im Spätsommer ab. So ist Mitte August bei Völkern, die auf zwei Bruträumen geführt werden, die unterste Zarge in der Regel bereits brutfrei. Die Bruttätigkeit konzentriert sich außerdem auf den zweiten Brutraum. Unterstützt wird dies durch das Aufsetzen einer Zarge leergeschleuderter Waben, die nach der Honigernte im Juli anfallen.

Diese ehemaligen Waben des Honigraums sind unbebrütet (bei Verwendung eines Absperrgitters) und aus frischem, unbelastetem Wachs. Das Hochziehen des Volkes in den obereren Brutraum wird weiterhin durch den Verzicht einer Fütterung unmittelbar nach der Hongernte begünstigt.

Folgendes Vorgehen: Die unterste Zarge wird entnommen (und zum Schluss wieder oben  aufgesetzt). Die Folie und alle alten Waben der jetzt obersten Zarge werden entnommen und die Bienen IN die Zarge abgeschüttelt. Die Bienen nicht vor das Volk kehren, da auf den Waben möglicherweise die Königin sitzen kann! Diese alten Waben werden dann z. B. in Boxen gestellt, in Zargen gehängt oder in einen Plastiksack gesteckt, später ausgeschmolzen und das (Alt-)Wachs zur Kerzenherstellung verwendet.

Wer sich bei diesem Vorgang einen Hut oder Schleier aufsetzt, ist gut beraten. Um die späte Jahreszeit sind die Bienen meist etwas grantiger als sonst!

P. S.: Kursteilnehmer/innen erhalten in der internen Kursorganisation hinterlegt eine Checkliste zur Varroabehandlung.

Bienenpatenschaft Lis Bischof 2018/2020

Lis und Eva Bischof mit WernerLis Bischof bekam ihre Bienenpatenschaft von ihren Kindern zu Weihnachten geschenkt. Bevor ihr erstes Patenjahr herum ist, wollen wir doch ein wenig mehr von der Kulmbacherin erfahren, die erst kürzlich mit ihrem Partner Werner und Tochter Eva zum Honigernten am Fünferlessteg und am Honigschleuder-Erlebnistag bei uns war. Zwei gute Gelegenheiten, mit der Familie zusammenzukommen, denn …“nachdem wir inzwischen in verschiedenen Städten leben, freue ich mich besonders über Treffen mit meinen Kindern und ihren Partnern“, meint Lis im Interview.
Patenbienen Lis Bischof, Sternwarte BambergIhr Patenvolk steht an der Sternwarte, und sie hat es schon einige Male besucht. Honig mag sie in fast allen Variationen, eine bestimmte Sorte favorisiert sie dabei nicht. Ihr bestes Honigrezept sind Rote Bete-Scheiben, im Wechsel mit gekrümeltem Feta, Honig und Kräutern geschichtet, mit Olivenöl beträufelt und überbacken. Klingt sehr verlockend und schnell gezaubert!
Gefragt nach einer „besonderen Begegnung mit einem Tier“ erzählt uns Lis:
Bienenpatin und Katzenfreundin Lis Bischof„[Die Begegnung,] an die ich gerne zurückdenke, war die Rettung einer wunderschönen silbergrauen Katze, die laut den Anwohnern ein ganzes Wochenende über einem Fluß an einen Brückenpfeiler geklammert hing, laut schrie und sich nicht selbst aus dieser misslichen Situation befreien konnte. Nach ihrer Bergung, Versorgung mit Flüssigkeit und einer Spritze beim Tierarzt ist sie spurlos verschwunden. Einige Tage später kam mir diese Katze auf meinem Nachhauseweg entgegen – dicht gefolgt von einem noch ganz kleinen Jungen. Das Muttertier ist mir ein paar Mal um die Beine gestrichen und dann mit ihrem Kleinen in einem Garten verschwunden.“
Honigwabe in die Schleuder einbringenWas sie im Leben inzwischen als besonders wichtig findet, sind Entschleunigung und Entrümpelung, und vermutet, dass das wohl am fortgeschrittenen Alter läge.
(Merkwürdig … wir sind derzeit auch Aussortieren, und das Ergebnis findet ihr an der Bienen-InfoWabe zum Hausflohmarkt am 25.08. und 08.09. von 14 bis 17 Uhr.)
Ja, wir finden – neben dem Bienen- oder Honigthema – oft weitere Gemeinsamkeiten, die wir mit unseren Bienenpaten teilen. Wir finden das spannend und freuen uns über das nächste Wiedersehen, vielleicht dann mal zum Imkern an der Sternwarte mit anschließendem Kellerbesuch – zum Entschleunigen wie geschaffen!

Bienenpatenschaft Andrea Schöb 2018/2019

Bienenpatin Andrea Schöb zu Besuch an der Bienen-InfoWabeBienenpatin Andrea Schöb mit Familie zu Besuch an der Bienen-InfoWabeBevor im Dezember die Bienenpatenschaft ihre bereits wieder zu Ende geht – (oder auch nicht?!)¹ –, möchten wir es nicht versäumen, Andrea Schöb aus Redwitz a. d. Rodach vorzustellen. Wir konnten sie und ihre Familie anlässlich unserer Honigschleuder-Erlebnistage endlich etwas näher kennenlernen.

Gäste ernten HonigwabenWobei – viel Zeit für ein Interview blieb nicht, wir waren emsig beschäftigt, den Honig zu ernten und zu verarbeiten. Doch die Lektorin, Übersetzerin und textende Agenturinhaberin  beantwortete unsere Fragen im Nachhinein. Vielen Dank, liebe Andrea, und liebe Grüße an deine Familie!

Bienenpatin Andrea Schöb Bienenpaten-Interview Andrea Schöb

1. Zu meiner Bienenpatenschaft kam es, weil …

… ich durch Zufallen auf eure Website gestoßen bin, viel gelesen habe und die Initiative und euer großes Engagement einfach toll fand.

2. In meiner Verwandtschaft / meinen Freundeskreis gibt es / gab es bereits Imker, und zwar …

… meine jüngere Schwester. Sie ist seit vielen Jahren Bienenbegeisterte und Bienenkennerin und hat für einige Jahre auch selbst geimkert. Das war allerdings noch zu Studentinnenzeiten, in der Großststadt und für sie ziemlich aufwendig. Als ihre Völker dann einen Winter nicht überlebt haben, hat sie aufgehört mit dem eigenen Honig. Jetzt, wo sie wieder ortfsfest geworden ist, überlegt sie, wieder damit anzufangen.

3. Meine Lieblings-Honig-Sorte …

Habe ich eigentlich nicht. Ich mag den Honig (allen Honig) aber besonders gerne, wenn er schon halb kristallisiert und körnig geworden ist. Und was ich auch sehr gut finde, ist mit Salbei aromatisierter Honig. Den habe ich einmal als Hustenmedizin selbst angesetzt – nur hat er nicht sehr lange gehalten …

4. Mein bestes Honigrezept / meine Lieblings-Honiganwendung ist …

Ich verwende für meine Salatdressings zusätzlich zu Essig und Öl immer auch Honig. Das macht das Dressing wunderbar dick und sämig und natürlich (mehr oder weniger) süß. Einfach perfekt!

5. Ich habe noch eine andere Leidenschaft, und zwar …

… für meinen Garten! Ich habe viel Gemüse im Garten, teste jedes Jahr neue Sorten und finde, es gibt fast nichts Schöneres, dem allem beim Wachsen und Werden zuzusehen – und dann natürlich zu ernten und zu genießen.

6. Die restliche Zeit verbringe ich mit …

… meiner Familie, arbeitend, lesend, Podcast hörend, schwimmend, und, im Winter wenn ich nicht im Garten bin, häkelnd (und hoffentlich bald auch strickend).

7. Was ich im Leben besonders wichtig finde, ist / sind …

(Wenn möglich), nur Dinge zu tun, die man auch selbst gerne tun möchte. Nein sagen können und lernen, auf die eigene, innere Stimme zu hören.

8. Worüber ich mich besonders freuen kann, ist / sind …

… naturnahe, artenreiche und inspirierende Gärten.

Na, dann ist doch unser Bamberger Bienengarten ein schöner Anlaufpunkt, so wie im Sommer, als wir dich zum ersten Mal sahen! Komm(t) wieder!

¹[Nachtrag 19.04.22: Andrea Schöb ist mittlerweile in der 3. Bienenpatenrunde angelangt und hat uns mit ihrer Familie einige Male besucht!]

Honig der Lage „Villa Dessauer“ 2019 bildet den Ernteabschluss

Honigertrag des Lagenstandorts "Villa Dessauer" von Bienenpatin Regina HanemannAm 26.07.2019 erfolgte die letzte Ernte in diesem Jahr für unseren Bamberger Lagenhonig. Das Schlusslicht bildete wie immer die Lage „Villa Dessauer“. Hinter der Stadtgalerie an der Hainstraße, und damit mitten in der Stadt, doch etwas versteckt im kleinen Skulpturengarten, steht eines unserer Völker und bringt zwar meist nicht üppig, doch immer sehr leckeren Honig hervor.

Letzte Abfüllung der Honigernte von 2019 / Bienen-leben-in-Bamberg.deSeine Attribute heuer: hell- bis mittelocker, leicht fließend, milde Säure, zart-schmelzend, betonte Süße, blumig, kräftig am Gaumen, ausgewogen. Wassergehalt 17,2%.

Wir haben das allerletzte abgefüllte Glas fotografiert, und es hat das Gewicht von 250 Gramm noch ein wenig überschritten. Bienenpatin Dr. Regina Hanemann wird in Kürze mit „ihrem“ Honig beliefert und wir hoffen, dass er ihr wie jedes Jahr wieder munden wird.

Übrigens: Unsere Honigschleuder-Erlebnistage finden auch nächstes Jahr wieder statt. Die Termine für 2020 sind:

Termin 1: So., 12.07.2020  |  10.00 – 15.00 Uhr
Standort Buger Wiese (Ernte). Treffpunkt Parkplatz gegenüber Buger Hof, Am Regnitzufer 1. Im Anschluss fahren wir zum Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen). Mit Mittagsimbiss. Nur nach Anmeldung, näheres dazu unter Aktivitäten und Termine.

Termin 2: So., 19.07.2020   |  14.15 – 15.30 Uhr und 15.45 – 17.00 Uhr
Standort Erba-Insel (nur Ernte). Treffpunkt an der Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1. Anmeldung wäre für diesen Termin nett, ist jedoch nicht zwingend. Diese Veranstaltung ist kostenlos.

Termin 3: Mo., 20.07.2020   |  17.00 – 19.00 Uhr
Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen der Ernte vom Vortag aus dem Standort Erba-Insel). Nur nach Anmeldung, näheres dazu unter Aktivitäten und Termine.

Termin 4: Fr., 24.07.2019  |  15.30 – ca. 19.00 Uhr
Standort Weide (Ernte). Treffpunkt Weide 15a im Garten. Im Anschluss Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen). Nur nach Anmeldung, näheres dazu unter Aktivitäten und Termine.

Bis zum nächsten Jahr – und genießt unseren Bamberger Lagenhonig!, solange der Vorrat reicht!