Nachgedacht und mitgemacht – World Café Grünes Bamberg

Ideen und Bitten zum World Café Grünes BambergEin World Café am Gabelmoo vor unserer Haustüre, veranstaltet vom Arbeitskreis demografischer Wandel der Bamberger Grünen am Sa., 05.10. 19 konnte ich mir nicht entgehen lassen. Wenn Bürgermeinung und –mitdenken gefragt ist, bin ich unabhängig von Parteifarben gerne dabei. Dazu musste ich lediglich auf einem Tischtuch mit Hintergrund „Stadtkarte“ meine Ideen notieren.

Meine Bitten an Grünes Bamberg:

  • Ideen und Bitten zum World Café Grünes BambergIn der Innenstadt abschließbare Garagen für Pedelecs und (Fahrrad)Anhänger
  • Häufigere und längere Busanbindungen auch am Wochenende in das Umland, z. B. Fränkische Schweiz
  • Wieder häufigere Anbindung nach Wildensorg (nicht Rufbusse!)
  • Im Bahnhofsgebäude Anzeige der Busabfahrtszeiten
  • Mehr Präsenz von Sicherheitskräften, z. B. gegen Wildpinkler
  • Immer zugängliche Toiletten für Bereich Bienen-InfoWabe, Interkultureller Garten, Kleingarten-Verein am Weidenufer, Sportanlage Landesgartenschauweg,
  • Verringerung der Lichtverschmutzung (= Insektenschutz)
  • Innenstadt-Plantanen brauchen mehr Baumscheiben [Regenwasser]Versickerung ist nicht gewährleistet]
  • Schiffstaxis
  • Don’t forget the flowers and the trees, the birds and the BEES!

Andere schrieben dieses:

  • Ent-Ökonomisierung im sozialen BereichPeter Gack, Grünes Bamberg, World Café
  • Ehrenamtliche finanziell honorieren
  • Stadtplaner macht nicht die alten Fehler: Was wird aus St. Getreu-Klinik?
  • Bedürftige gibt es in allen Altersgruppen
  • Altersgemischte Quartiere
  • Gute Quartierslösungen für alle Altersgruppen
  • Mehr Pflegeeinrichtungen
  • Mehr Nachbarschaftshilfe
  • Generationenübergreifendes Wohnen
  • Gute, der Leistung entsprechende Bezahlung der Pflegekräfte
  • Bäume und Blumen Hochbeete
  • Gesund und respektiert
  • CO2
  • Artensterben
  • Fluchtursachen
  • Danke!

Letzterem Punkt, dem „Danke“, schließe ich mich hiermit an, für den Kaffee, dem offenen Ohr von Peter Gack & Co. und für die Aktion, die hoffentlich nicht unerhört bleiben wird.

15.09.19 – Saison-Abschlussfeier Bienen-InfoWabe und Vergabe Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2019

Logo BBU – Bienenstadt-Bamberg-UmweltpreisKennzeichnung "Spezialthema" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Programm

  • 14.00  |  Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur
  • 15.30 Uhr  |  Sektempfang mit Kaffee & Gebäck
  • 16.00 Uhr  |  „Summasummarum – der Summa is‘ ′rum!“ (Jugendbläserensemble der Stadtkapelle Bamberg, Klarinettenquintett, Leitung Birgit Lang)
  • 16.30 Uhr  |  Verleihung „Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2019“
    1. Preis („Honiggold“), 2. Preis („Silberlinde“), Anerkennungspreis(e)
  • 17.30 Uhr | Ausklang

Für wen ist der BBU-Preis gedacht? Für alle, die sich in besonderer Weise für die Bamberger Bienenwelt einsetzen, in den Kategorien Bienen, Honig, Imkerei und Trachtpflanzen.
Weitere Informationen zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis
Kosten?
Keine, über Spenden freuen wir uns
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

Andreas Schwarz und der Klimaschutz in der Stadt Bamberg – eine Diskussionsveranstaltung

Der Einladung zur Veranstaltung „Klimaschutz in der Stadt“ [Bericht FT] am 22. Juli auf der Böhmerwiese, um „ein paar Aspekte in Sachen Bienen und Insekten zur Diskussion beizusteuern“ – so die Bitte aus dem Büro von MdB Andreas Schwarz via Susanne Böhmer – folgten wir gerne. Wobei wir uns vor Ort in Geduld übten und dabei viel von den anderen lernten.

Dr. Franz Ullrich zur Diskussionsveranstaltung "Klimaschutz in der Stadt?" Nach der Begrüßung folgten  Impulsbeiträge von BU-Sprecher MdB Carsten Träger (Umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion), Dipl.-Ing. Franz Ullrich (Regierungsbaumeister a. D., Architekt und Stadtplaner) sowie Sebastian Martins Niedermaier (Bioland-Gärtner und SPD-Stadtrat aus Bamberg).

MdB Carsten Träger und Sebastian Martens Niedermaier zur Diskussionsveranstaltung "Klimaschutz in der Stadt?" Deren Stichworte waren: Rolle Deutschlands als Vorbild für erneuerbare Energie, Klimaschutzgesetz, Masterplan Stadtgrün, grüne und blaue Infrastrukturen, Kaltluftschneise, Fleischkonsum, regionaler Einkauf beim Gärtner in der Stadt, „ungesunde“ Subventionen, die zu Abhängigkeiten führen. Die großen Themen wie Kohleausstieg, Energiesammelgesetz, Schweröl, Stromunabhängigkeit, Tempolimit, Tiefgaragen, Photovoltaik, Elektromobilität und Schwarze Null – alles Fragen und Anregungen aus dem Publikum – waren sodann Schwergewichte.

Ganz klein, leicht und wenigstens regional praktisch fassbar hingegen unser Thema „Bienen“ … oder auch nicht.

Diskussionsveranstaltung "Klimaschutz in der Stadt?" Wir jedenfalls baten erst einmal um einen Applaus für Andreas Schwarz, dass er jüngst 1,1 Mio. Euro nach Bamberg für ein Klima- und Umweltschutzpilotprojekt nach Bamberg gebracht hatte und baten um nähere Informationen dazu. Von seinem letzten Besuch bei uns wussten wir, dass hier etwas von langer Hand geplant war und Bienen bzw. Insekten dabei eine Rolle spielen sollen.

Unser Appell an Andreas lautete, keinen Aktionismus loszutreten, um etwa die 100-te Bienenbeute und das 1.000-te, meist schlecht gemachte Wildbienenhotel in den Boden zu stampfen.

Denn … apropos … BODEN ist genau das, was seltenere und bedrohte Wildbienenarten benötigen. Keine sinnlosen Ziegelsteine oder schwachsinnige Kiefernzapfen, die niemals von Bienen oder anderen Insekten groß bewohnt werden. Stattdessen einfach sich selbst überlassene Ecken mit Lehm-Sandböden, wie es ihn hierzulande sogar gäbe, wenn er nur nicht permanent gemäht, überbaut oder komplett versiegelt wäre. So entwickeln sich Wildblumen, die sich dort von selbst ansiedeln und in ihrer Folge die passenden Wildbienen und andere Insekten, die ruhige Brutstätten im Erdreich benötigen, da der Flugradius eben nicht mit dem einer Honigbiene – bis zu 3 km – vergleichbar ist.

Unsere Empfehlung

Geht’s um die Honigbiene als Kultur-Bestäuberin, so empfehlen wir stattdessen, in die Imkerfortbildung zu investieren. (Nicht nur) den beiden Bamberger Imkervereinen fehlt es an Nachwuchskräften z. B. in Form von Imkerpaten, um eine angemessene Fortbildung anbieten zu können, hier auch in Räumen, in denen kostenfrei Unterricht angeboten werden könnte. Und das auch im Winter, denn beispielsweise ist die Bienen-InfoWabe ein reines Sommerdomizil. Imker/innen jedoch haben fast nur im Winter Zeit für den Knowhow-Erwerb, der ständiges Mitlernen in sich verändernden (Klima-)Zeiten erfordert.

Denkbar wären auch Zuschüsse für Bildungsprogramme, die noch ausgearbeitet werden müssten, oder aber auch Reisekostenübernahmen für Bildungsfahrten z. B. nach Veitshöchheim ins Institut für Bienenkunde, oder die angemessene Vortragsvergütung von Referent(inn)en zu wichtigen Bienengesundheitsfragen, oder die Anschaffung von Lastenfahrrädern oder / und Pedelecs, um die Imker/innen durch die Bienensachverständigen direkt vor Ort, jedoch CO2-schonend zu unterstützen, und, und, und …Uns fiele da einiges ein für die in Aussicht gestellten rund 68.000 Euro (wenn wir uns richtig an die Zahl erinnern).

An sich hätte ja Patricia Alberth, die Leiterin des Zentrum Welterbe Bamberg und mithin die Koordinatorin der Millionenausgabe, ebenfalls zur Veranstaltung kommen sollen. Nun gut, Stadtbedienstete und politisch motivierte Aktivitäten vertragen sich offiziell nicht, ihr war es leider nicht ermöglicht worden. Doch wir hoffen, dass die an diesem Abend gegebenen Impulse an sie herangetragen wurden und möchten mit unserem Beitrag hier, bzw. mit unserer perspektivischen Anregung ein Stück weit dazu beitragen.

Andreas Schwarz jedenfalls versicherte uns, erneut auf einen Schulterschluss mit unserer Initiative hinzuwirken, die durch ihre Fachkompetenz, welche auch unsere Imkerkolleg(inn)en aus den Vereinen mit einschließt, gerne Informationen und zur Konzeptberatung beitragen möchte. Sollten SIE, verehrte Blogleser/innen, ebenfalls Anregungen haben, wie das Geld sinnvoll und nachhaltig ausgegeben werden kann, lassen Sie es uns wissen!

Bewerbungsaufruf zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2019

Logo BBU – Bienenstadt-Bamberg-UmweltpreisAm 1. August ist Bewerbungsschluss für den Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis, der jährlich von der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de vergeben wird. Der Preis soll Ansporn sein, sich in besonderer Weise für die Natur in Bamberg und Umgebung zu engagieren. Dabei sollten die Themen Bienen – und im weiteren Sinne Insekten – und deren Lebensraum, aber auch Verdienste um den regionalen Honig oder in der Imkerei eine Rolle spielen.

Wer kann sich bewerben oder vorgeschlagen werden?

Einzelpersonen und Institutionen aller Art können sich unter hallo [at] bienen-leben-in-bamberg [dot] de formlos bewerben.

Was gibt’s zu gewinnen?

Zu gewinnen sind zwei Hauptpreise (Honiggold und Silberlinde) sowie Anerkennungsurkunden.

1Honiggold. Preis („Honiggold“)

2. Preis („Silberlinde“)

Die Nominierten werden bis spätestens zweite Augustwoche eingeladen. Die Bekanntgabe der endgültigen Sieger erfolgt bei der Preisverleihung im Rahmen der Saison-Abschlussfeier am 15. September zwischen 16.30 und 17.30 Uhr in der Bienen-InfoWabe im Erba-Park.

Den feierlichen Rahmen bildet ab 16.00 Uhr die Jugendklarinettengruppe der Stadt Bamberg. Weitere Details zum Programm unter https://bienen-leben-in-bamberg.de/bienenstadt-bamberg-umweltpreis/

„Grüner Becher des Monats“ für Bienen-leben-in-Bamberg.de

Grün-Alternative Liste (GAL) verleiht "Grünen Becher des Monats" im Mai 2019 an Bienen-leben-in-Bamberg.de

Christian Hader (GAL) verleiht „Grünen Becher des Monats Mai“ an Bienen-leben-in-Bamberg.de (Ilona Munique und Reinhold Burger)

Die Grün-Alternative Liste, GAL, verlieh den „Grünen Becher des Monats“ im Mai 2019 an unsere Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de. In der Begründung hob Christian Hader gegenüber uns, also Ilona und Reinhold, die besonderen Verdienste im Zusammenhang mit dem erfolgreichen bayerischen Volksbegehren „Rettet die Biene. Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern“ hervor.

Grün-Alternative Liste (GAL) verleiht "Grünen Becher des Monats" im Mai 2019 an Bienen-leben-in-Bamberg.deFür die Ehrung bedanken wir uns sehr herzlich und versprechen, uns weiterhin für die Natur mit dem Schwerpunkt Biene ins Zeug zu legen. Den Mitgliedern zur Versammlung der GAL, in dessen Rahmen am 23.05. die Ehrung stattfand, legten wir ans Herz, niemals die Honig- gegen die Wildbiene auszuspielen, denn BEIDE Arten werden für eine ausreichende Bestäubungsleistung unserer Kultur- und Wildpflanzen benötigt. Wir boten der GAL, wie wir es auch gegenüber anderen politischen Gremien tun, sehr gerne unsere informellen Dienste an, beispielsweise, wenn für weitreichende Entscheidungen oder Anschaffungen nennenswerte Ressourcen zum Einsatz kommen sollen.

Denn es wäre kontraproduktiv, beispielsweise das hundertste Wildbienenhotel aufzustellen oder den zweihundertsten Honigbienenkasten oder die falsche Blühwiesenmischung auszubringen. Bei alledem ist Augenmaß zu halten und auf die Qualität zu achten. So zöge man bei großflächigen Wildbienenhotelanlagen nur zu viele Bienenparasiten mit groß, und Wildbienen sind schließlich nicht ohne Grund eher Einzelgängerinnen. Ohnehin sind die gefährdeten Arten meist Bodenbrüter. Auch müssen bei deren Flugradius mit ca. 50 bis 300 Metern (hier wird noch geforscht) spezielle Nahrungsbedürfnisse berücksichtigt werden. So kann also unreflektiertes Nachahmen falsch kolportierter Maßnahmen wirkungslos bleiben und sogar negative Effekte zeitigen.

Gerne (und schamlos) haben wir also die Gelegenheit genutzt, einen kurzen Einblick in unser Anliegen zu geben – nämlich einen überlegten Umgang mit gut recherchierten Informationen über die Bienen und deren Lebensraum zu forcieren und damit in die breite Öffentlichkeit zu gehen. Was zu beweisen war 😉

Noch einmal DANKESCHÖN, und das auch im Namen all unserer Mitstreiter/innen!

Vortrag zur Lichtverschmutzung in Stegaurach

Bild zum Vortrag Lichtverschmutzung © Gemeinde Stegaurach

Bild zum Vortrag Lichtverschmutzung © Gemeinde Stegaurach

Eines der für uns wichtigsten Punkte im Volksbegehren Artenvielfalt war für uns persönlich die Lichtverschmutzung. Daher kommt es uns sehr gelegen, hier auf einen Vortrag zu diesem Thema am 07.05.2019 um 19.30 Uhr in der Bücherei Stegaurach ankündigen zu dürfen.

„Die Nacht – also immerhin die Hälfte des Tages – kommt im Naturschutz oft zu kurz. Die Bienen sind gerade in aller Munde, aber dass z. B. der Großteil der Insekten nachts bestäuben, wissen die wenigsten“, so der Veranstalter (Gemeinde Stegaurach und Agenda 21), der „die Auswirkungen auf Mensch, Tier und Ökosysteme aufzeigt und konkrete Handlungsmöglichkeiten vorstellt“.

Referentin ist Sabine Frank vom Sternenpark des Biosphärenreservats Rhön, die aktuell mit der Stadt Fulda eine Lichtschutzverordnung erarbeitet hat. Hier die Ausschreibung Vortrag-Lichtverschmutzung-Stegaurach.pdf

Rückschau zur Demo „Nicht-mit-uns!“ in Bamberg

1500 Demonstranten auf dem Maximiliansplatz, Demonstration "Nicht mit uns!" Bamberg am 16.02.20191.500 überwiegend junge Menschen demonstrierten am 16.02.2019 über zwei Stunden lang für den Klimaschutz und hatten sich als Hauptthema den Kohleausstieg auf die Plakate geschrieben. Vom Bahnhofsvorplatz ging es über die Luitpoldstraße zum Maximiliansplatz. Zwei Redeblöcke mit Protagonisten aus dem Orga-Team, aus Organisationen, Parteien, Vereinigungen, Jugendparteien und Privatpersonen wurden eingeschoben.

Unser Redebeitrag:

Ich danke Tim-Luca Rosenheimer, der uns um eine Rede gebeten hat.

Mein Name ist Ilona Munique von der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de. Bis vor Kurzem war ich außerdem Sprecherin des Aktionskreises zum Volksbegehren Artenvielfalt, und … YES! wir haben überzeugend gewonnen! DANKE an dieser Stelle ganz herzlich allen, die ihre Unterschrift gesetzt haben!

1500 Demonstranten auf dem Maximiliansplatz, Demonstration "Nicht mit uns!" Bamberg am 16.02.2019Ja – Klimaschutz ist auch Artenschutz!

Zwar kann die Honigbiene durch die Imker/innen am Leben erhalten werden kann, doch zahlreiche ihrer Cousinen, die Wildbienen und andere Insekten, sind in großer Gefahr bzw. bereits ausgestorben.

Wir stehen daher Seite an Seite mit den Jugendlichen, die uns Ältere mit ins Boot nehmen wollten. Es geht halt nur gemeinsam!

DANKE, dass ihr und euresgleichen uns NICT vorhaltet, unsere Generation hätte all das Katastrophale verursacht. Na ja, haben wir … doch nicht nur!

Viele von uns kämpfen schon seit den „grünen 80er“ für eine bessere Umwelt und sind darüber fast schon mutlos geworden. IHR holt uns wieder auf die „Spielwiese“ zurück und gebt uns neue HOFFNUNG. Dafür danken wir euch ganz persönlich!

Plakat Demonstration "Nicht mit uns!" Bamberg am 16.02.2019Rückblick, Gegenwart, Zukunft

Globale Katastrophen sind immer auch regionale Katastrophen. Sie passieren nicht irgendwo weit weg, sondern begleiten uns und unsere Familien, Freundinnen und Freunde, Bekannte, Abeitskolleginnen und –kollegen … bis in unsere persönlichen Alltage hinein, ob wir nun den Kopf in den Sand stecken oder nicht.

Sehen wir uns mal ein paar frühere Katastrophen ein wenig näher an, vielleicht können wir daraus ja noch lernen.

Tschernobyl, der nukleare SuperGAU, also der größte anzunehmende Unfall auf einer siebenstufigen Skala. Die Reaktorkatastrophe ereignete sich am 26. April 1986 in der Ukraine. Viele Länder waren durch den nachfolgenden Fallout ebenfalls stark betroffen, In weiten Teilen Bayerns folgten Hamsterkäufe nichtkontaminierter Dosenlebensmittel, wurde Sand auf Spielplätzen ausgetauscht und kursierten Tipps, wie man Türen abdichtet etc.

Was uns bei diesem Schrecken half, waren verlässliche Informationen. Ich lebte damals in Fürstenfeldbruck und schloss mich der sich ad hoc gegründeten Bewegung Mütter gegen Atomkraft an. Denn die Frauen reagierten mit am schnellsten und pragmatischsten. Sie wollten ihre Kinder schützen. Wir luden Wissenschaftler zu Vorträgen ein, um die Gefahren besser einschätzen zu können.

 Kohle-Ausstieg-Demonstrant, Demonstration "Nicht mit uns!" Bamberg am 16.02.2019Untrennbar verbunden ist diese global-regionale Katastrophe mit dem Protest gegen die Wiederaufbereitungsanlage atomarer Brennstäbe in Wackersdorf in der Oberpfalz – kurz: WAA.

Was gegen dieses monströse, gefährliche Unterfangen half, waren die Massen.

Denn tatsächlich war es ein bis heute beispielloser Massen- aber auch jahrelanger Marathonprotest. „Beispiellos“ in Anbetracht nicht existenten Internets mit Facebook & Co. oder gar Handys mit WhatApp. Die erste Demo 1981 brachte 3.000 Personen auf die Füße. Und wuchs mit der Zeit auf 100.000 an.

WAS HALF, war also die Einigkeit vieler Gruppen, ABER auch ein EINZELNER Mensch:

Es war ein arbeitsloser Nebenerwerbslandwirt mit demn unspektakulären, leicht zu vergessenen Namen Michael Meier. Er weigerte sich, sein Grundstück an die WAA-Betreiberfirma zu verkaufen, obwohl diese ihm MILLIONEN dafür bot.

MdB Lisa Badum, Ilona Munique, Reinhold Burger zur Demonstration "Nicht mit uns!" Bamberg am 16.02.2019In der Gegenwart beschäftigen uns Werteerhalt, Welt-Erschöpfung, Energieverbrauch, Mikroplastik, Vermüllung, Artensterben, Luft- und Lichtverschmutzung, Ungleichheiten extremer Armut versus extremen Reichtums … und hier stehen wir nun … für „nur“ EINE EINZIGE Sache ein: Dem Klimaschutz.

Zu klein gedacht? Zu viel gewollt? Zu hoffnungslos?

Nein! Ganz und gar nicht.

Denn wir sind VIELE, und das Thema allumspannend.

Wir sind VIELE – und das kann und wird uns helfen!

Abmarsch am Bahnhof Bamberg, Demonstration "Nicht mit uns!" Bamberg am 16.02.2019Denn es stärkt uns gegenseitig den Rücken, es motiviert uns, gemeinsam zu handeln. Es hilft uns, gemeinsam an einer besseren Zukunft zu arbeiten und an uns zu glauben. Wir sind nicht allein!

Nicht heute hier in Bamberg, nicht hier in Bayern, sondern auf der ganzen Welt vernetzt.

Aber jeder und jeder einzelne von uns, ob jung oder alt, ist ebenfalls wertvoll und mächtig. An unserem eigenen Verhalten können wir IMMER ansetzen. JETZT! SOFORT! Und ohne Ausreden.

  • Geht und informiert euch.
  • Schreibe 10 Dinge auf, die DU für den Klimaerhalt (noch) tun willst.
  • Und dann TU ES!
  • So lange, bis sich endlich etwas ändert.
  • Bleibt dran und bleibt mutig.
  • Denn wir sind die Summe aller Teile!

DANKE!

Rückschau zum Volksbegehren Artenvielfalt, Schwerpunkt Bamberg

Danke Volksbegehren Artenvielfalt1.745.383 Millionen Unterschriften – 18,4 Prozent der Wahlberechtigten haben sich eingetragen. In manchen Gemeinden wurden Quoten zwischen 30 und 40% erreicht! Ein deutliches Zeichen, das Artensterben nicht einfach hinzunehmen.

In allen 7 Regierungsbezirken und vor allem auch in allen bayerischen Landkreisen wurde laut vorläufigem Auszählungsergebnis des Landeswahlleiters die gesetzliche Hürde von 10% der Eintragungen deutlich genommen. Am stärksten schnitten die Regierungsbezirke Mittelfranken (20,6%), Oberbayern (20,3%) und Schwaben (18,0%) ab.

Fensterdeko Volksbegehren ArtenvielfaltUnter den größeren Städten führen Erlangen (24,9%), Bamberg (21%), und Würzburg (20,9%). Die Landeshauptstadt München kam auf 20,5 Prozent. Auch in stark ländlich geprägten Regionen wie Oberfranken (16,7%) oder Niederbayern (13,9%) war der Zuspruch für das Volksbegehren deutlich, berichten die Veranstalter.

Hier die vorläufigen Ergebnisse aus dem Wahlkreis Bamberg im Einzelnen vom 14.02.2019, Stand 12.35 Uhr [die amtlichen Ergebnisse werde ich an dieser Stelle zur gegebenen Zeit einsetzen]:

  • 21% Bamberg (kreisfreie Stadt) = 11 691 Unterschriften von 55 644 Wahlberechtigten
  • 17,2% Bamberg = 19 987 Unterschriften von 116 152 Wahlberechtigten

Spitzenreiter ist die Gemeinde Gundelsheim mit einer Quote von 24,48 Prozent. Die geringste Zustimmung für das Volksbegehren gab es in Stadelhofen, wo sich 7,55 Prozent der Stimmberechtigen in die Listen eintrugen. Weitere, noch nicht gemeldete Ergebnisse: Burgwindheim (11,99 %), Ebrach (15,87 %), Frensdorf (19,98 %), Litzendorf (22,27 %), Memmelsdorf (21,16 %). [Quelle: infranken.de, Veröffentlicht am 14.02.2019].

Schnellmeldung, Stand 14.02.2019, verschiedene Quellen, ausgewertet durch Aktionskreis Bamberg.

Ort, Stimmberechtigte, Eintragungen insges. und in Prozent

1 Altendorf 1662 241 14,50%
2 Baunach 3208 739 23,04%
3 Bischberg 4762 854 17,93%
4 Breitengüßbach 3647 663 18,18%
5 Burgebrach 5366 704 13,12%
6 Burgwindheim 1026 123 11,99%
7 Buttenheim 2790 513 18,39%
8 Ebrach 1336 212 15,87%
9 Frensdorf 4020 803 19,98%
10 Gerach 765 101 13,20%
11 Gundelsheim 2778 680 24,48%
12 Hallstadt 6597 1016 15,40%
13 Heiligenstadt i. OFr. 2835 378 13,33%
14 Hirschaid 9825 1724 17,55%
15 Kemmern 2109 420 19,91%
16 Königsfeld 1041 89 8,55%
17 Lauter 932 135 14,48%
18 Lisberg 1422 222 15,61%
19 Litzendorf 4993 1112 22,27%
20 Memmelsdorf 7080 1498 21,16%
21 Oberhaid 3610 589 16,32%
22 Pettstadt 1574 266 16,90%
23 Pommersfelden 2318 442 19,07%
24 Priesendorf 1169 94 8,04%
25 Rattelsdorf 3694 698 18,90%
26 Reckendorf 1589 338 21,27%
27 Scheßlitz 5725 906 15,83%
28 Schlüsselfeld 4389 435 9,91%
29 Schönbrunn i. Stgw. 1497 213 14,23%
30 Stadelhofen 1020 77 7,55%
31 Stegaurach 5653 1130 19,99%
32 Strullendorf 6277 1021 16,27%
33 Viereth-Trunstadt 2852 319 11,19%
34 Walsdorf 2039 363 17,80%
35 Wattendorf 536 47 8,77%
36 Zapfendorf 4016 822 20,47%
Landkreis gesamt 116152 19987 17,21%

Danke Volksbegehren Artenvielfalt

16.2.19 – „Nicht-mit-uns-Demo“ zum Klimaschutz in Bamberg

"Nicht-mit-uns!"-Demo-PlakatAm Sa., 16.02.2019 ab 13.00 Uhr findet eine Kundgebung unter dem  Motto „Nicht mit uns!“ mit anschließendem Demonstrationszug vom Bahnhof über die Luitpoldstraße, Willy-Lessing-Straße, Lange Straße, Grüner Markt zum Maximiliansplatz statt. Sie schlägt in eine thematisch ähnliche, jedoch weitaus breitere Kerbe wie dem kürzlich erfolgreichen Volksbegehren Artenvielfalt,  denn es geht um den weltweiten Klimaschutz.

Nach der überwältigend großen (Anteil-)Teilnahme der Demo „Friday vor Future“ (am 01.02.) in Bamberg entschlossen sich die jungen Initiatoren, sich mit der älteren Generation zu verbünden, so dass ein neues Motto und ein anderer Wochentag ausgerufen wurde.

Tim-Luca Rosenheimer, Grüne Jugend und Friday-for-Future-Aktivist

Tim-Luca Rosenheimer, Grüne Jugend und Friday-for-Future-Aktivist

Zahlreiche Rednerinnen und Redner – so auch unsere Bienen-Initiative – machen sich dabei für den Klimaschutz stark. Mit im Boot sind zum Beispiel der BUND Naturschutz und BUND Jugend, die Grüne Jugend, Jusos Bamberg-Stadt und weitere Parteien und Verbände, so informierte uns einer der Initiatoren, Tim-Luca Rosenheimer, Student der Politikwissenschaft.

Am wichtigsten sind aber ALLE, die mit auf die Straße gehen und vor allem in ihrem eigenem Umfeld aktiv etwas für den Klimaschutz tun, bspw. Energie sparen, bzw. etwas auch sein lassen, bspw. ihren artenreichen Wildwuchs in einen Steingarten verwandelt, der das Klima in den Städten noch mehr aufheizt.

Schließt euch uns an! Wir freuen uns auf zahlreiche Begegnungen mit unseren Bienenfreundinnen und -freunden! Denn Klimaschutz ist auch Artenschutz!

Die letzten beiden Unterschriften in Bamberg zum Volksbegehren

Marion und Norbert Krines, die letzten zwei Unterschriften zum Volksbegehren Artenvielfalt in Bamberg am 13.02.2019Es war spannend, wenngleich auch eiskalt: Wer leistete die letzte Unterschrift zum Volksbegehren Artenvielfalt in Bamberg? Um 19.35 Uhr machten wir vorsichtshalber ein schönes „vorletztes“ Foto. Bei der Kälte zieht es vermutlich niemanden ins Rathaus mehr, argwöhnten wir. Aber dann … jippieeeeh!  … doppelter Volltreffer! Die letzten beiden Unterschriften leisteten Marion Munz-Krines und Norbert Krines – und weil die beiden selber sehr aktive Blogger sind, haben sie auch nichts gegen Foto und Namensnennung! Ihnen schenkten wir ein Glas Bamberger Lagenhonig und kamen sofort ins Gespräch über unsere Leidenschaften – hier der Honig und dort das Bier.

„Auf ein Bier mit Norbert Krines“ steht auf der Visitenkarte geschrieben, und damit die Spezialitäten im bayerischen Lande nicht weniger werden, sprich: die Artenvielfalt auch kuliniarisch erhalten bleibt, wollten er und seine Frau Marion doch unbedingt noch ihren „Servus“ auf die Liste setzen. Nicht ahnend, dass dieser „Auf-dem-letzten-Drücker-Gang“ eine leckere Belohnung nach sich ziehen wird.

DANKE euch beiden, und ganz sicher werden wir auf ein Bier-mit-Honig-Seminar am Gleisdreieck zusammenkommen, das ist so sicher, wie es jetzt das gewonnene Volkbegehren ist! Danke auch allen anderen vor ihnen – Ihr seid großartig!!!

Unterzeichnerin der letzten halben Stunde zum Volksbegehren Artenvielfalt in Bamberg am 13.02.2019, zusammen mit der Bamberger Schulbiene (Sprecherin des Aktionskreises)