Rezension zu Carolin Hensler: „Naturforscher Unsere Umwelt“

Wenn „Naturforscher Unsere Umwelt“ beschreiben sollen, dann ist das ganz schön ambitioniert, weil sehr komplex. Dem gleichnamigen, kleinformatigen Büchlein, doch mit immerhin 112 Seiten, ist es streckenweise sehr gut gelungen. Wem in Corona-Zeiten so langsam die Ideen, Kinder sinnvoll zu beschäftigen ausgehen – wie wäre es mal mit etwas stärkeren Tobak?

Cover Naturforscher Unsere Umwelt, arsEditionInformieren, Rätseln und Ideen

Viele echt grundlegende Informationen in Ergänzung mit super interessanten Details wechseln sich ab mit Staun-Facts, Rätselfragen und praktischen Anregungen. Zugegeben jedoch nicht immer mit den erwarteten oder erhofften Lösungen, doch zumindest mit Lösungsansätzen. Davon hätte das Kind, der Jugendliche und sogar der Erwachsene sicherlich gerne mehr. Denn manche Sachverhalte, beispielsweise, dass Vulkane „ganz schöne Dreckschleudern“ sind und „mancher Atommüll […] erst nach vielen Millionen Jahren Lagerung nicht mehr gefährlich [ist], lassen einen eiskalt ratlos zurück.

Da gerät man als Erwachsener erst mal mächtig ins Stottern – um im leicht bemühten Jugend-Jargon zu bleiben. Peinlich berührt und nervös geworden – denn so manches haben wir schließlich direkt oder indirekt durch unserem Lebensstil oder durchs Wegsehen mit verursacht – werden wir rasch vorschlagen: „Lass uns doch weiter blättern, vielleicht kommt ja noch eine gute Idee!“ Und das sollte sie dringend auch.

Frust, Fragen und Friday-for-Futur

Denn der Frust ob der Tatsache, dass heute immerhin die Hälfte der benötigten Energie durch Windkraft ersetzt wird, diese jedoch durch die dafür eingesetzten großen Rotorblätter nicht nur, aber besonders dem Rotmilan zum Verhängnis wird, kann sicherlich nicht mit dem spielerischen Nachbasteln von bunten Papierrädern weggepustet werden. Da müssen deutlichere Verbesserungen her. Und die werden einige Seiten weiter auch ganz klar genannt: Energie einsparen und Wasser als weiteren Energiegewinner verwenden. Braun- und Schwarzkohle, die Hauptlieferanten, sind definitiv out.

Dass dem allgemeinem Ziel des Energiesparens eine Energievision 2050 beiseite steht, in der auch die Kinder als Mit-Verantwortliche, Mit-Sparer und Mit-Mahner in die Pflicht genommen werden, ist gut lesbar als Interview verpackt. Diesem folgen Fragen nach dem Warum und Wie des Energieverbrauchs (z. B. Fortbewegung, Fleisch essen, Wegwerfen, Neukäufe), gut umsetzbare Tipps für den Alltag (Küche, Wäsche, Wärmeeinsatz), gepaart mit weiteren Hintergrundinformationen, die außerdem mit Irrtümern aufräumen. Natürlich darf auch die Idee der Friday-for-Future-Demos nicht fehlen.

Ernst nehmen, Umdenken, Beitrag leisten

Apropos Fehlen … mein Eindruck ist, es fehlt kaum ein Ansatz, der (nicht nur) den Kindern hilft, ihre-unsere Umwelt zu verstehen und das Dilemma des Klimawandels durch verschiedene Faktoren zu erkennen. Es rührt sich der dringende Wunsch, die vielen negativen Symptome und Begleiterscheinungen ernst zu nehmen und ihnen etwas entgegenzusetzen. Mancher Tipp ist dabei zwar etwas zu kurz gesprungen, wirkt banal oder ist auch einfach nur falsch – siehe Roteiche als (eher sekundär geeigneter) Klimabaum, Wildbienenhotel aus dem Baumarkt, das garantiert keinen Sinn macht, oder die Mär von der Glasscherbe als Brennspiegel im Wald.

Doch abgesehen von diesen Schwächen lassen sich viele Anregungen zur Beobachtung, zum Experimentieren oder zum Umdenken leicht verstehen und durchführen. Auch von den Erwachsenen, die dieses bunte Kaleidoskop des Schreckens und seiner möglichen Abwehr sicherlich nur dann kaufen, wenn sie sich für die garantiert nachfolgenden Diskussionen gewappnet fühlen. Denn trotz aller Sympathie für das kindgerechte Umweltbuch und trotz Kaufempfehlung kann ich dem Satz: „… lässt keine Fragen offen“ nicht zustimmen. Und das ist auch gut so.

Denn nur, wer Fragen hat, bemüht sich um Antworten. Das können wir durchaus und auf gleicher Augenhöhe gemeinsam tun. Kind wie Erwachsene sind in Anbetracht der Breite und Tiefe von Umweltthemen gleichermaßen gefordert. Seinen Beitrag dazu, damit (endlich) anzufangen, kann das Buch garantiert leisten.


[Hensler, Carolin]: Naturforscher Unsere Umwelt. Zum Mitmachen und Ausfüllen. München : arsEdition. 2. Aufl. 2020. 112 S. ISBN 9783845834948.

Rezensionsexemplar, diesmal weitergereicht an den Präsenzbestand des Büros vom BUND Kreisgruppe Bamberg

Vortrag „Lichtverschmutzung“ zeigt Gefahren und Perspektiven auf

Einfache Rezepte für die Vermeidung gesundheitsschädlicher Lichtimmissionen für Mensch und Tier sind möglich! Es kostet oft nicht viel, ist schnell geändert und vor allem – es gibt kein Gesetz, welches einen Mindestbeleuchtungswert für Straßenbeleuchtung vorsieht! Das sind doch gute Nachtrichten aus dem Vortrag von Sabine Frank zu „Licht und Immissionen, Artenschutz und Bürgerbelange“¹ – allein, es fehlt zuweilen am Umsetzungswillen.

So waren wir sehr erfreut, den Bamberger Umweltreferenten Ralf Haupt in vorderster Reihe unter geschätzt 70 Interessierten zu entdecken. Mit dabei auch der Gundelsheimer Bürgermeister Jonas Merzbacher und weitere Landkreispolitiker/innen, die möglicherweise gemeinsam an dem postulierten Ziel eines ersten „Sternenlandkreis Deutschlands“ arbeiten und denen ein gesunder, weil melatoninbegleiteter Nachtschlaf seiner/ihrer Bewohner/innen eben nicht egal ist.

Natürlicher Tag-Nacht-Rhythmus bei Mensch wie Tier

Melatonin ist ein Hormon, welches den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers steuert und aus dem morgendlich ausgeschütteten Seratonin entwickelt – vorausgesetzt, man hat sein Gesicht nicht nur auf den Rechner, sondern auch zum Himmel gewandt, und vorausgesetzt, es ist wirklich dunkel in der Nacht. Woran es bei uns definitiv krankt!

Auch Pflanzen und Tiere leiden unter dem künstlichen Tageshell der Nächte. Bäume werfen ihr Laub nicht ab, Vögel verlieren die Lust zum Brüten, Insekten werden nach wie vor magisch von Laternenlampen angezogen und verenden durch Rastlosigkeit oder Verbrennungen. Wir denken beim Umwelt- und Artenschutz meist nur an die Tagaktiven. Doch was passiert mit der anderen Hälfte des 24-Stunden-Zyklus unserer Erde?

Gesundheit und Sternenhimmel erhalten – wie?

Sabine Frank: Den Sternenhimmel in der HandWir haben es in der Hand, uns selbst und allen Mitbewohnern dieser Erde Gesundheit und einen wunderschönen Sternenhimmel zu schenken. Wie das geht?

Die Kommunikation zu den Verursachern suchen. Viele erfolgreiche Beispiele aus dem In- wie Ausland hat die Referentin, Sabine Frank vom Sternenpark im Biosphärenreservat Rhön, mitgebracht. Das Fazit und Crede der eigens zu diesem Thema beim Landkreis Fulda angestellten Sozial- und Kulturwissenschaftlerin und Hobby-Astronomin empfiehlt, miteinander zu reden. Das kostet nichts und kann ein Umdenken, ja, oft auch schon eine schnelle Umsetzung bewirken.

Viele Folien und Flyer sowie Literaturempfehlungen ergänzen den sehr ausführlichen Vortrag, der u. a. auf die Initiative von Regina Hoffmann und Franz Proksch zurückgeht, aufs Trefflichste. Wir haben Sie für unsere Imker-Bibliothek eingesammelt und ihr könnt sie zu den Betriebszeiten der Bienen-InfoWabe durchsehen. Oder auch herunterladen:

P. S.: Unsere Empfehlung an die Zuhörenden zum Ende der Veranstaltung lautete, bei den anstehenden Wahlen den Punkt Luftverschmutzung anzuführen, z. B. in Wahlprüfsteinen.


¹ Veranstalter waren: Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Bamberg e. V. – Volkshochschule Bamberg-Land – Initiative Naturschutz zum Mitmachen (Franz Proksch) – Bund Naturschutz Kreisgruppe Bamberg

Vortragsabend „Imker im Dialog“ in Scheßlitz

Logo Imkerverein ScheßlitzWas? „Imker im Dialog“, Vortragsabend mit anschließender Diskussion.
Wann? Am Mittwoch, 5.02.2020 um 18.30 Uhr
Wo? Scheßlitz, Pfarrheim, Oberend 2,

Was genau …?
Umwelteinflüsse, Klimawandel und der Umgang mit Ressourcen beeinflussen die Funktionsfähigkeit unseres Ökosystems! Die sinnvolle Gestaltung des Ökosystems in unserer Kulturlandschaft und ein funktionsfähiger Naturhaushalt sind Voraussetzung für Artenvielfalt und gute landwirtschaftliche Erträge.
Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten. Der Erhalt unserer Lebensgrundlage geht uns alle an. Nur so können wir unsere Natur in ihrer Vielfalt erhalten und schützen!
Interessierte sind herzlich eingeladen.

… und wer?

  • Bienen im Spannungsfeld der Landwirtschaft und deren Zukunft.
    Leonhard Seitz (Beirat für Fragen der Landwirtschaft im LVBI)
  • Was verbindet sauberes Trinkwasser und gesunde (Honig‐)Bienen?
    Prof. Dr. Kai-Uwe Totsche (Hydrogeologe Universität Jena, Imker)
  • Möglichkeiten der Winterbegrünung im Rahmen der Insektenbiologie.
    Waltraud Dümmler (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten)

Es lädt ein der Imkerverein Scheßlitz und Umgebung e. V.

Kosten? keine

Nachgedacht und mitgemacht – World Café Grünes Bamberg

Ideen und Bitten zum World Café Grünes BambergEin World Café am Gabelmoo vor unserer Haustüre, veranstaltet vom Arbeitskreis demografischer Wandel der Bamberger Grünen am Sa., 05.10. 19 konnte ich mir nicht entgehen lassen. Wenn Bürgermeinung und –mitdenken gefragt ist, bin ich unabhängig von Parteifarben gerne dabei. Dazu musste ich lediglich auf einem Tischtuch mit Hintergrund „Stadtkarte“ meine Ideen notieren.

Meine Bitten an Grünes Bamberg:

  • Ideen und Bitten zum World Café Grünes BambergIn der Innenstadt abschließbare Garagen für Pedelecs und (Fahrrad)Anhänger
  • Häufigere und längere Busanbindungen auch am Wochenende in das Umland, z. B. Fränkische Schweiz
  • Wieder häufigere Anbindung nach Wildensorg (nicht Rufbusse!)
  • Im Bahnhofsgebäude Anzeige der Busabfahrtszeiten
  • Mehr Präsenz von Sicherheitskräften, z. B. gegen Wildpinkler
  • Immer zugängliche Toiletten für Bereich Bienen-InfoWabe, Interkultureller Garten, Kleingarten-Verein am Weidenufer, Sportanlage Landesgartenschauweg,
  • Verringerung der Lichtverschmutzung (= Insektenschutz)
  • Innenstadt-Plantanen brauchen mehr Baumscheiben [Regenwasser]Versickerung ist nicht gewährleistet]
  • Schiffstaxis
  • Don’t forget the flowers and the trees, the birds and the BEES!

Andere schrieben dieses:

  • Ent-Ökonomisierung im sozialen BereichPeter Gack, Grünes Bamberg, World Café
  • Ehrenamtliche finanziell honorieren
  • Stadtplaner macht nicht die alten Fehler: Was wird aus St. Getreu-Klinik?
  • Bedürftige gibt es in allen Altersgruppen
  • Altersgemischte Quartiere
  • Gute Quartierslösungen für alle Altersgruppen
  • Mehr Pflegeeinrichtungen
  • Mehr Nachbarschaftshilfe
  • Generationenübergreifendes Wohnen
  • Gute, der Leistung entsprechende Bezahlung der Pflegekräfte
  • Bäume und Blumen Hochbeete
  • Gesund und respektiert
  • CO2
  • Artensterben
  • Fluchtursachen
  • Danke!

Letzterem Punkt, dem „Danke“, schließe ich mich hiermit an, für den Kaffee, dem offenen Ohr von Peter Gack & Co. und für die Aktion, die hoffentlich nicht unerhört bleiben wird.

15.09.19 – Saison-Abschlussfeier Bienen-InfoWabe und Vergabe Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2019

Logo BBU – Bienenstadt-Bamberg-UmweltpreisKennzeichnung "Spezialthema" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Programm

  • 14.00  |  Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur
  • 15.30 Uhr  |  Sektempfang mit Kaffee & Gebäck
  • 16.00 Uhr  |  „Summasummarum – der Summa is‘ ′rum!“ (Jugendbläserensemble der Stadtkapelle Bamberg, Klarinettenquintett, Leitung Birgit Lang)
  • 16.30 Uhr  |  Verleihung „Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2019“
    1. Preis („Honiggold“), 2. Preis („Silberlinde“), Anerkennungspreis(e)
  • 17.30 Uhr | Ausklang

Für wen ist der BBU-Preis gedacht? Für alle, die sich in besonderer Weise für die Bamberger Bienenwelt einsetzen, in den Kategorien Bienen, Honig, Imkerei und Trachtpflanzen.
Weitere Informationen zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis
Kosten?
Keine, über Spenden freuen wir uns
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

Andreas Schwarz und der Klimaschutz in der Stadt Bamberg – eine Diskussionsveranstaltung

Der Einladung zur Veranstaltung „Klimaschutz in der Stadt“ [Bericht FT] am 22. Juli auf der Böhmerwiese, um „ein paar Aspekte in Sachen Bienen und Insekten zur Diskussion beizusteuern“ – so die Bitte aus dem Büro von MdB Andreas Schwarz via Susanne Böhmer – folgten wir gerne. Wobei wir uns vor Ort in Geduld übten und dabei viel von den anderen lernten.

Dr. Franz Ullrich zur Diskussionsveranstaltung "Klimaschutz in der Stadt?" Nach der Begrüßung folgten  Impulsbeiträge von BU-Sprecher MdB Carsten Träger (Umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion), Dipl.-Ing. Franz Ullrich (Regierungsbaumeister a. D., Architekt und Stadtplaner) sowie Sebastian Martins Niedermaier (Bioland-Gärtner und SPD-Stadtrat aus Bamberg).

MdB Carsten Träger und Sebastian Martens Niedermaier zur Diskussionsveranstaltung "Klimaschutz in der Stadt?" Deren Stichworte waren: Rolle Deutschlands als Vorbild für erneuerbare Energie, Klimaschutzgesetz, Masterplan Stadtgrün, grüne und blaue Infrastrukturen, Kaltluftschneise, Fleischkonsum, regionaler Einkauf beim Gärtner in der Stadt, „ungesunde“ Subventionen, die zu Abhängigkeiten führen. Die großen Themen wie Kohleausstieg, Energiesammelgesetz, Schweröl, Stromunabhängigkeit, Tempolimit, Tiefgaragen, Photovoltaik, Elektromobilität und Schwarze Null – alles Fragen und Anregungen aus dem Publikum – waren sodann Schwergewichte.

Ganz klein, leicht und wenigstens regional praktisch fassbar hingegen unser Thema „Bienen“ … oder auch nicht.

Diskussionsveranstaltung "Klimaschutz in der Stadt?" Wir jedenfalls baten erst einmal um einen Applaus für Andreas Schwarz, dass er jüngst 1,1 Mio. Euro nach Bamberg für ein Klima- und Umweltschutzpilotprojekt nach Bamberg gebracht hatte und baten um nähere Informationen dazu. Von seinem letzten Besuch bei uns wussten wir, dass hier etwas von langer Hand geplant war und Bienen bzw. Insekten dabei eine Rolle spielen sollen.

Unser Appell an Andreas lautete, keinen Aktionismus loszutreten, um etwa die 100-te Bienenbeute und das 1.000-te, meist schlecht gemachte Wildbienenhotel in den Boden zu stampfen.

Denn … apropos … BODEN ist genau das, was seltenere und bedrohte Wildbienenarten benötigen. Keine sinnlosen Ziegelsteine oder schwachsinnige Kiefernzapfen, die niemals von Bienen oder anderen Insekten groß bewohnt werden. Stattdessen einfach sich selbst überlassene Ecken mit Lehm-Sandböden, wie es ihn hierzulande sogar gäbe, wenn er nur nicht permanent gemäht, überbaut oder komplett versiegelt wäre. So entwickeln sich Wildblumen, die sich dort von selbst ansiedeln und in ihrer Folge die passenden Wildbienen und andere Insekten, die ruhige Brutstätten im Erdreich benötigen, da der Flugradius eben nicht mit dem einer Honigbiene – bis zu 3 km – vergleichbar ist.

Unsere Empfehlung

Geht’s um die Honigbiene als Kultur-Bestäuberin, so empfehlen wir stattdessen, in die Imkerfortbildung zu investieren. (Nicht nur) den beiden Bamberger Imkervereinen fehlt es an Nachwuchskräften z. B. in Form von Imkerpaten, um eine angemessene Fortbildung anbieten zu können, hier auch in Räumen, in denen kostenfrei Unterricht angeboten werden könnte. Und das auch im Winter, denn beispielsweise ist die Bienen-InfoWabe ein reines Sommerdomizil. Imker/innen jedoch haben fast nur im Winter Zeit für den Knowhow-Erwerb, der ständiges Mitlernen in sich verändernden (Klima-)Zeiten erfordert.

Denkbar wären auch Zuschüsse für Bildungsprogramme, die noch ausgearbeitet werden müssten, oder aber auch Reisekostenübernahmen für Bildungsfahrten z. B. nach Veitshöchheim ins Institut für Bienenkunde, oder die angemessene Vortragsvergütung von Referent(inn)en zu wichtigen Bienengesundheitsfragen, oder die Anschaffung von Lastenfahrrädern oder / und Pedelecs, um die Imker/innen durch die Bienensachverständigen direkt vor Ort, jedoch CO2-schonend zu unterstützen, und, und, und …Uns fiele da einiges ein für die in Aussicht gestellten rund 68.000 Euro (wenn wir uns richtig an die Zahl erinnern).

An sich hätte ja Patricia Alberth, die Leiterin des Zentrum Welterbe Bamberg und mithin die Koordinatorin der Millionenausgabe, ebenfalls zur Veranstaltung kommen sollen. Nun gut, Stadtbedienstete und politisch motivierte Aktivitäten vertragen sich offiziell nicht, ihr war es leider nicht ermöglicht worden. Doch wir hoffen, dass die an diesem Abend gegebenen Impulse an sie herangetragen wurden und möchten mit unserem Beitrag hier, bzw. mit unserer perspektivischen Anregung ein Stück weit dazu beitragen.

Andreas Schwarz jedenfalls versicherte uns, erneut auf einen Schulterschluss mit unserer Initiative hinzuwirken, die durch ihre Fachkompetenz, welche auch unsere Imkerkolleg(inn)en aus den Vereinen mit einschließt, gerne Informationen und zur Konzeptberatung beitragen möchte. Sollten SIE, verehrte Blogleser/innen, ebenfalls Anregungen haben, wie das Geld sinnvoll und nachhaltig ausgegeben werden kann, lassen Sie es uns wissen!

Bewerbungsaufruf zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2019

Logo BBU – Bienenstadt-Bamberg-UmweltpreisAm 1. August ist Bewerbungsschluss für den Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis, der jährlich von der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de vergeben wird. Der Preis soll Ansporn sein, sich in besonderer Weise für die Natur in Bamberg und Umgebung zu engagieren. Dabei sollten die Themen Bienen – und im weiteren Sinne Insekten – und deren Lebensraum, aber auch Verdienste um den regionalen Honig oder in der Imkerei eine Rolle spielen.

Wer kann sich bewerben oder vorgeschlagen werden?

Einzelpersonen und Institutionen aller Art können sich unter hallo [at] bienen-leben-in-bamberg [dot] de formlos bewerben.

Was gibt’s zu gewinnen?

Zu gewinnen sind zwei Hauptpreise (Honiggold und Silberlinde) sowie Anerkennungsurkunden.

1Honiggold. Preis („Honiggold“)

2. Preis („Silberlinde“)

Die Nominierten werden bis spätestens zweite Augustwoche eingeladen. Die Bekanntgabe der endgültigen Sieger erfolgt bei der Preisverleihung im Rahmen der Saison-Abschlussfeier am 15. September zwischen 16.30 und 17.30 Uhr in der Bienen-InfoWabe im Erba-Park.

Den feierlichen Rahmen bildet ab 16.00 Uhr die Jugendklarinettengruppe der Stadt Bamberg. Weitere Details zum Programm unter https://bienen-leben-in-bamberg.de/bienenstadt-bamberg-umweltpreis/

„Grüner Becher des Monats“ für Bienen-leben-in-Bamberg.de

Grün-Alternative Liste (GAL) verleiht "Grünen Becher des Monats" im Mai 2019 an Bienen-leben-in-Bamberg.de

Christian Hader (GAL) verleiht „Grünen Becher des Monats Mai“ an Bienen-leben-in-Bamberg.de (Ilona Munique und Reinhold Burger)

Die Grün-Alternative Liste, GAL, verlieh den „Grünen Becher des Monats“ im Mai 2019 an unsere Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de. In der Begründung hob Christian Hader gegenüber uns, also Ilona und Reinhold, die besonderen Verdienste im Zusammenhang mit dem erfolgreichen bayerischen Volksbegehren „Rettet die Biene. Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern“ hervor.

Grün-Alternative Liste (GAL) verleiht "Grünen Becher des Monats" im Mai 2019 an Bienen-leben-in-Bamberg.deFür die Ehrung bedanken wir uns sehr herzlich und versprechen, uns weiterhin für die Natur mit dem Schwerpunkt Biene ins Zeug zu legen. Den Mitgliedern zur Versammlung der GAL, in dessen Rahmen am 23.05. die Ehrung stattfand, legten wir ans Herz, niemals die Honig- gegen die Wildbiene auszuspielen, denn BEIDE Arten werden für eine ausreichende Bestäubungsleistung unserer Kultur- und Wildpflanzen benötigt. Wir boten der GAL, wie wir es auch gegenüber anderen politischen Gremien tun, sehr gerne unsere informellen Dienste an, beispielsweise, wenn für weitreichende Entscheidungen oder Anschaffungen nennenswerte Ressourcen zum Einsatz kommen sollen.

Denn es wäre kontraproduktiv, beispielsweise das hundertste Wildbienenhotel aufzustellen oder den zweihundertsten Honigbienenkasten oder die falsche Blühwiesenmischung auszubringen. Bei alledem ist Augenmaß zu halten und auf die Qualität zu achten. So zöge man bei großflächigen Wildbienenhotelanlagen nur zu viele Bienenparasiten mit groß, und Wildbienen sind schließlich nicht ohne Grund eher Einzelgängerinnen. Ohnehin sind die gefährdeten Arten meist Bodenbrüter. Auch müssen bei deren Flugradius mit ca. 50 bis 300 Metern (hier wird noch geforscht) spezielle Nahrungsbedürfnisse berücksichtigt werden. So kann also unreflektiertes Nachahmen falsch kolportierter Maßnahmen wirkungslos bleiben und sogar negative Effekte zeitigen.

Gerne (und schamlos) haben wir also die Gelegenheit genutzt, einen kurzen Einblick in unser Anliegen zu geben – nämlich einen überlegten Umgang mit gut recherchierten Informationen über die Bienen und deren Lebensraum zu forcieren und damit in die breite Öffentlichkeit zu gehen. Was zu beweisen war 😉

Noch einmal DANKESCHÖN, und das auch im Namen all unserer Mitstreiter/innen!

Vortrag zur Lichtverschmutzung in Stegaurach

Bild zum Vortrag Lichtverschmutzung © Gemeinde Stegaurach

Bild zum Vortrag Lichtverschmutzung © Gemeinde Stegaurach

Eines der für uns wichtigsten Punkte im Volksbegehren Artenvielfalt war für uns persönlich die Lichtverschmutzung. Daher kommt es uns sehr gelegen, hier auf einen Vortrag zu diesem Thema am 07.05.2019 um 19.30 Uhr in der Bücherei Stegaurach ankündigen zu dürfen.

„Die Nacht – also immerhin die Hälfte des Tages – kommt im Naturschutz oft zu kurz. Die Bienen sind gerade in aller Munde, aber dass z. B. der Großteil der Insekten nachts bestäuben, wissen die wenigsten“, so der Veranstalter (Gemeinde Stegaurach und Agenda 21), der „die Auswirkungen auf Mensch, Tier und Ökosysteme aufzeigt und konkrete Handlungsmöglichkeiten vorstellt“.

Referentin ist Sabine Frank vom Sternenpark des Biosphärenreservats Rhön, die aktuell mit der Stadt Fulda eine Lichtschutzverordnung erarbeitet hat. Hier die Ausschreibung Vortrag-Lichtverschmutzung-Stegaurach.pdf

Rückschau zur Demo „Nicht-mit-uns!“ in Bamberg

1500 Demonstranten auf dem Maximiliansplatz, Demonstration "Nicht mit uns!" Bamberg am 16.02.20191.500 überwiegend junge Menschen demonstrierten am 16.02.2019 über zwei Stunden lang für den Klimaschutz und hatten sich als Hauptthema den Kohleausstieg auf die Plakate geschrieben. Vom Bahnhofsvorplatz ging es über die Luitpoldstraße zum Maximiliansplatz. Zwei Redeblöcke mit Protagonisten aus dem Orga-Team, aus Organisationen, Parteien, Vereinigungen, Jugendparteien und Privatpersonen wurden eingeschoben.

Unser Redebeitrag:

Ich danke Tim-Luca Rosenheimer, der uns um eine Rede gebeten hat.

Mein Name ist Ilona Munique von der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de. Bis vor Kurzem war ich außerdem Sprecherin des Aktionskreises zum Volksbegehren Artenvielfalt, und … YES! wir haben überzeugend gewonnen! DANKE an dieser Stelle ganz herzlich allen, die ihre Unterschrift gesetzt haben!

1500 Demonstranten auf dem Maximiliansplatz, Demonstration "Nicht mit uns!" Bamberg am 16.02.2019Ja – Klimaschutz ist auch Artenschutz!

Zwar kann die Honigbiene durch die Imker/innen am Leben erhalten werden kann, doch zahlreiche ihrer Cousinen, die Wildbienen und andere Insekten, sind in großer Gefahr bzw. bereits ausgestorben.

Wir stehen daher Seite an Seite mit den Jugendlichen, die uns Ältere mit ins Boot nehmen wollten. Es geht halt nur gemeinsam!

DANKE, dass ihr und euresgleichen uns NICT vorhaltet, unsere Generation hätte all das Katastrophale verursacht. Na ja, haben wir … doch nicht nur!

Viele von uns kämpfen schon seit den „grünen 80er“ für eine bessere Umwelt und sind darüber fast schon mutlos geworden. IHR holt uns wieder auf die „Spielwiese“ zurück und gebt uns neue HOFFNUNG. Dafür danken wir euch ganz persönlich!

Plakat Demonstration "Nicht mit uns!" Bamberg am 16.02.2019Rückblick, Gegenwart, Zukunft

Globale Katastrophen sind immer auch regionale Katastrophen. Sie passieren nicht irgendwo weit weg, sondern begleiten uns und unsere Familien, Freundinnen und Freunde, Bekannte, Abeitskolleginnen und –kollegen … bis in unsere persönlichen Alltage hinein, ob wir nun den Kopf in den Sand stecken oder nicht.

Sehen wir uns mal ein paar frühere Katastrophen ein wenig näher an, vielleicht können wir daraus ja noch lernen.

Tschernobyl, der nukleare SuperGAU, also der größte anzunehmende Unfall auf einer siebenstufigen Skala. Die Reaktorkatastrophe ereignete sich am 26. April 1986 in der Ukraine. Viele Länder waren durch den nachfolgenden Fallout ebenfalls stark betroffen, In weiten Teilen Bayerns folgten Hamsterkäufe nichtkontaminierter Dosenlebensmittel, wurde Sand auf Spielplätzen ausgetauscht und kursierten Tipps, wie man Türen abdichtet etc.

Was uns bei diesem Schrecken half, waren verlässliche Informationen. Ich lebte damals in Fürstenfeldbruck und schloss mich der sich ad hoc gegründeten Bewegung Mütter gegen Atomkraft an. Denn die Frauen reagierten mit am schnellsten und pragmatischsten. Sie wollten ihre Kinder schützen. Wir luden Wissenschaftler zu Vorträgen ein, um die Gefahren besser einschätzen zu können.

 Kohle-Ausstieg-Demonstrant, Demonstration "Nicht mit uns!" Bamberg am 16.02.2019Untrennbar verbunden ist diese global-regionale Katastrophe mit dem Protest gegen die Wiederaufbereitungsanlage atomarer Brennstäbe in Wackersdorf in der Oberpfalz – kurz: WAA.

Was gegen dieses monströse, gefährliche Unterfangen half, waren die Massen.

Denn tatsächlich war es ein bis heute beispielloser Massen- aber auch jahrelanger Marathonprotest. „Beispiellos“ in Anbetracht nicht existenten Internets mit Facebook & Co. oder gar Handys mit WhatApp. Die erste Demo 1981 brachte 3.000 Personen auf die Füße. Und wuchs mit der Zeit auf 100.000 an.

WAS HALF, war also die Einigkeit vieler Gruppen, ABER auch ein EINZELNER Mensch:

Es war ein arbeitsloser Nebenerwerbslandwirt mit demn unspektakulären, leicht zu vergessenen Namen Michael Meier. Er weigerte sich, sein Grundstück an die WAA-Betreiberfirma zu verkaufen, obwohl diese ihm MILLIONEN dafür bot.

MdB Lisa Badum, Ilona Munique, Reinhold Burger zur Demonstration "Nicht mit uns!" Bamberg am 16.02.2019In der Gegenwart beschäftigen uns Werteerhalt, Welt-Erschöpfung, Energieverbrauch, Mikroplastik, Vermüllung, Artensterben, Luft- und Lichtverschmutzung, Ungleichheiten extremer Armut versus extremen Reichtums … und hier stehen wir nun … für „nur“ EINE EINZIGE Sache ein: Dem Klimaschutz.

Zu klein gedacht? Zu viel gewollt? Zu hoffnungslos?

Nein! Ganz und gar nicht.

Denn wir sind VIELE, und das Thema allumspannend.

Wir sind VIELE – und das kann und wird uns helfen!

Abmarsch am Bahnhof Bamberg, Demonstration "Nicht mit uns!" Bamberg am 16.02.2019Denn es stärkt uns gegenseitig den Rücken, es motiviert uns, gemeinsam zu handeln. Es hilft uns, gemeinsam an einer besseren Zukunft zu arbeiten und an uns zu glauben. Wir sind nicht allein!

Nicht heute hier in Bamberg, nicht hier in Bayern, sondern auf der ganzen Welt vernetzt.

Aber jeder und jeder einzelne von uns, ob jung oder alt, ist ebenfalls wertvoll und mächtig. An unserem eigenen Verhalten können wir IMMER ansetzen. JETZT! SOFORT! Und ohne Ausreden.

  • Geht und informiert euch.
  • Schreibe 10 Dinge auf, die DU für den Klimaerhalt (noch) tun willst.
  • Und dann TU ES!
  • So lange, bis sich endlich etwas ändert.
  • Bleibt dran und bleibt mutig.
  • Denn wir sind die Summe aller Teile!

DANKE!