Die Biene zur Grünen Woche Berlin

Insgesamt bewertet der Deutsche Imkerbund seine Teilnahme an der Messe positiv. „Das Interesse an der Biene und ihrer Lebenssituation ist hoch und wächst in der Bevölkerung. Das unterstützt unsere Arbeit sehr“, so Petra Friedrich, Pressesprecherin des Verbandes.

Unter dem Titel „Breite Bühne für die Biene“ berichtet Finanznachrichten.de (!) über die Internationale Grüne Woche in Berlin 2012. Podiumsdiskussionen gab es zum Thema „Bienen und Agrarpolitik“ mit dem Schwerpunkt des Pflanzenschutzmitteleinsatzes und zu den so genannten „Eh-da-Flächen“, also den Flächen, die ohnehin da sind, wie „Straßenbegleitgrün“ oder entlang Entwässerungsgräben, mithin Potential für bienengeeignete Pflanzen.

Insgesamt sind über 11.400 Heim- und Haustiere zu sehen, vom Regenwurm über drei Bienenvölker bis zum Elch – so die Presseinformation vom 26.01.2013. Schön, dass von all den vielen Tieren explizit unser Lieblingstier aufgezählt wurde! Und weiter ist zu lesen:

Bienen auf dem ErlebnisBauernhof live beobachten, Honig zum Probieren!

Bei vielen Nutzpflanzen – dazu gehören vor allem Raps, Obst oder Gemüse – trägt die Biene zur Steigerung von Ertrag und Qualität bei. Die Landwirtschaft ist aber nicht nur Nutznießer der Bestäubung, sondern gleichzeitig auch wichtiger Nahrungslieferant für die Bienen. Eine tolle Symbiose also, die heute auf dem ErlebnisBauernhof im Mittelpunkt steht. Dazu gibt es ein Bienenvolk in einem echten Bienenstock zu bewundern. Die Initiative „Innovation & Naturhaushalt“ zeigt auf dem ErlebnisBauernhof, mit welchen Errungenschaften in Landtechnik, Forschung und Agrarökologie es gelingt, die empfindliche Balance zwischen Nutzen und Erhalt der natürlichen Ressourcen auszutarieren.

Der Totenfall

TotenfallUps. Was für ein Titel. Doch keine Panik. Der Totenfall ist – sofern er nicht überhand nimmt – ein natürliches Phänomen der Winterzeit. Wichtig ist, das Flugloch nicht zu klein zu halten. Was bei uns Menschen logisch ist, nämlich die Türen dicht zu schließen, um im Winter nicht zu frieren, ist in der Bienenhaltung grundverkehrt. Bei zu kleinen Fluglöchern verstopfen die toten Bienen den Ausgang, so dass es für die lebenden Bienen problematisch wird, ins Freie zum Abkoten zu gelangen. Panik im Stock mit tödlichem Ausgang wäre schlimmstenfalls die Folge.

Warum kommt es zum Totenfall?

Winterbienen leben zwischen 2 und 6 Monaten. Die durch Altersschwäche oder wegen Krankheit sterbenden Bienen verlassen normalerweise den Stock und kehren aus hygienischen Gründen nicht zurück. So leisten sie bis zum letzten Atemzug ihren Beitrag zur Gesunderhaltung des Volkes. Gerhard Liebig spricht in seinem Standardwerk „Einfach imkern“ von einer Abnahme des Wintervolkes zwischen Mitte Oktober und Mitte März von etwa einem Viertel bis zu einem Drittel. Normalerweise sollten 7.000 Bienen bis zum Frühjahr überleben.

Wie viel Totenfall ist normal?

Wer also ein normal starkes Volk (also mindestens vier Wabengassen voll bzw. etwa 10.000 Bienen) in den Winter gebracht hat, kann an der Menge des Totenfalls ablesen, wie es um die Volksgesundheit steht. Wobei natürlich diejenigen Bienen nicht mitgerechnet sind, die den Abflug ins ewige Himmelsblau geschafft haben. Ein 500g-Honigglas voll entspricht etwa 1000 Bienen, hat Liebig für uns mal ausgezählt. Mehr als drei Gläser voll sollten es demnach nicht sein, ansonsten deutet viel auf eine Varroose hin, also einen hohen Milbenbefall. Eine Oxalsäurebehandlung bei Temperaturen um die Null Grad wäre möglich, sofern sie nicht, wie gemeinhin empfohlen, bereits im Dezember erfolgt ist.

Wir hatten am 20.01.2013 an einem Volk (siehe Foto) eine gute Handvoll toter Bienen mit Hilfe eines Stöckchens aus dem Flugloch herausgekehrt, also soweit alles okay. Da wir ein Mäusegitter anbrachten, mussten wir die Arbeit für die Bienen übernehmen.

Ohne Mäusegitter werfen die Bienen ihre Toten selbst aus der Beute. Allerdings bleiben viele tote Bienen am Gitterboden hängen. Daher an einem milden Frühjahrstag die Beute anheben und von unten gegen das Gitter klopfen, damit der Totenfall vorne aus dem Flugloch herausfällt. Den Rest erledigen die Putzbienen dann selbst.

Treffen der Umweltbeauftragten der Bamberger Schulen

Zu einem Informations- und Erfahrungsaustausch lädt uns das Umwelt-, Brand- und Katastrophenamt der Stadt Bamberg am 07.02.2013 ein, zusammen mit weiteren Projektvorstellenden und Lehrer(inne)n der Bamberger Schulen.

Letzterer Namensbestandteil der genannten behördlichen Abteilung passt (Achtung: schwarzer Humor!) perfekt zu unserem Anliegen. Bienen stehen vor katastrophalen Verhältnissen ihrer Naturräume, die fatalerweise gleichzeitig auch die unseren sind. Und darum geht es in unserer Zielsetzung denn auch: Aufmerksamkeit erreichen für das fragile Wunderwerk Natur – im Großen (Landschaft, Ackerbau, Klima, …) wie im Kleinen (Frühstückskind, Biene, Honigbestandteile, …)

Wir werden also unter dem Tagesordnungspunkt „Umweltbildung“ unser Konzept zum Spiralcurriculum „Bienen-Honig-Imkerei“ für die Bamberger Schulen vorstellen. In etwa 15 bis 20 Minuten erklären wir, was wir anbieten können. Nämlich altersgerechte, aufklärende und lebendige Unterrichtseinheiten. Das Angebot des Spiralcurriculum besteht aus Lerneinheiten, die für die Jahrgangsstufen eins bis vier (später bis zehn) aufeinander aufbauen sollen. Und dies so ziemlich in allen Fächern. In jedem Fach gibt es nämlich Berührungspunkte.

So stelle ich mir die Elemente vor, die wir im jeweiligen Fach zur Anwendung bringen, mit ihrer Methodik und Didaktik:

Elemente je Unterrichtseinheit

Methodik und Didaktik

  • Fachspezifische sowie fächerübergreifende Einheiten
  • Alle Sinne berühren (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Haptik und Körperempfindung, Temperatursinn)
  • Informationskompetenz und Lesekompetenz fördern
  • Vorschläge für Hausaufgaben
  • Literaturvorschläge
  • Einbeziehen der Erziehungsberechtigten
  • Vernetzung mit anderen Einrichtungen und Personen in Bamberg und Region
  • Informieren, z. B. via Story-Telling und Anschauungsmaterial (Werkzeug etc.)
  • Aktivierungseinheiten (Selbermachen)
  • Workshop im großen oder kleinen Gruppen, Dauer altersabhängig (5 – 15 min.)
  • Projektarbeiten, kurz- und langfristige (Tages- bis Monatsprojekte je nach Alter)
  • Vielfältiger Medieneinsatz (Zeitung, Buch, Internet, Film, Folien, Hörspiel, …)
  • Rätsel und Spiele
  • Exkursionen zu Bamberger Bienen-standorten (in Laufweite)
  • Mentoring, Tutoren, Imkerpatenschaften

Bewusst schaue ich mir bei der Vorbereitung dazu vorerst keine anderen Modelle an, obschon es diese zur Genüge gäbe. Ich möchte zunächst ganz aus mir heraus schöpfen. Aus meiner Erinnerung an die Schulzeit und was ich damals wohl in welcher Form gerne aufgenommen hätte. Aus meinem bisherigen Sachverstand, der täglich neu hinzuzulernen hat. Mit der mir eigenen Kreativität, die ich nicht vorschnell kanalisieren will. Unnachahmlich, da nichts nachahmend. Denn es soll Spaß machen, mir genau so wie den Schüler/innen. Und selber denken macht enorm viel Spaß!

Erst dann, wenn ich mich so zusagen „erschöpft“ habe, werde ich Reinhold konsultieren, und DANN aus den Programmen anderer schöpfen. Sie alle werde ich bei Gelegenheit einmal auflisten – zusammen mit unserem!

Treffen der Lizenznehmer der Regionalkampagne

Logo "Region Bamberg – weil's ich überzeugt!"Die Lizenznehmer des Regionalsiegels „Region Bamberg – weil’s mich überzeugt“ sind Anbieter regionaler Produkte und Anbieter aus Stadt und  Landkreis Bamberg. Hier können Sie sicher sein, dass die Produkte „fränkisch sprechen“. So wie unser Honig. Achten Sie einfach auf das nebenstehende Logo (© Landkreis Bamberg Nachhaltige Entwicklung)

Am 29.01.2013 findet ein Treffen der Lizenznehmer dieser Regionalkampagne in Bamberg statt. Wir sind natürlich dabei und werden berichten. [Nachtrag 23.02.13: Hier geht’s zum Protokoll]

Eingeladen hat der Fachbereich „Nachhaltige Regionalentwicklung“ des Landratsamts Bamberg. Nach einem Rückblick werden die für 2013 geplanten Aktivitäten vorgestellt und diskutiert, zum Beispiel:

  • Tag der offenen Gärtnereien (in Bamberg ist das der 28.04., im restlichen Bayern der Samstag davor),
  • Tag der Umwelt am Maxplatz (27.07.13),
  • Apfelmarkt in Bischberg (13.10.13),
  • Tag der Regionen (Sept./Okt.)
  • das nächste Treffen der Lizenznehmer (am 28.01.2014).

 

Was machen Imker im Winter?

Oxalsäurebehandlung

Hörprobe im Winter

Sage einer, den Imkern wäre es im Winter langweilig!

Oxalsäurebehandlung im Winter

Oxalsäurebehandlung im WinterOxalsäure ist eine organische Säure, wie sie auch im Rhabarber, in Schwarzem und Grünem Tee und sogar in Schokolade zu finden ist. Sie schadet den Bienen nicht, wohl aber der gefürchteten Varroamilbe.

Da die Oxalsäure nur auf den Bienen selbst, nicht jedoch – im Gegensatz zur Ameisensäure – in die von der Varroa begehrten Brutwabe hineinwirkt, wird sie im Winter aufgebracht, also in der brutfreien Zeit bis etwa vor Weihnachten. Bereits Ende des Jahres nämlich fangen Bienen oftmals wieder zum Brüten an, somit ist der Erfolg einer späteren Behandlung geringer.

Dieses Jahr hatten wir in Bamberg sehr lange auf Kälte gewartet. Wenige Tage vor Weihnachten hat es dann aber doch noch für wenige Stunden geklappt, bevor uns die nächste Warmfront an das nahe Osterfest erinnern wollte.

Nur eine Beute ließen wir aus, da wir beim zuletzt behandelten Volk den ungeordneten Rückzug antreten mussten. Den lieben Kleinen war es wohl doch etwas zu warm. Sie blieben nicht brav in der von uns erwünschten Traubenform beieinander, sondern sausten uns wütend ob der Störung ihrer winterlichen Ruhe um die Ohren, bzw. auf die Lippen. Ich sag‘ nur: sofort Apis mellifica C 30 alle 15 Minuten, später stündlich, und alles wird gut!  

Oxalsäurebehandlung Schritt für Schritt:

1. Bei einer Temperatur von 0 Grad, erfahrungsgemäß besser sogar noch ein wenig darunter, kann die Behandlung erfolgen. Am besten wäre es, es bliebe auch ein paar Tage später noch kalt. So kuscheln die Bienen zusammen und geben damit die Säure untereinander gut weiter.

2. Die Oxalsäure muss handwarm sein. Also entweder gut verpacken oder in einer ausrangierten Thermoskanne transportieren, dem vorsorglich ein Totenkopfzeichen aufgeklebt werden sollte … oder so.

3. An die Spritze einen Plastikschlauch befestigen, säurefeste Einmalhandschuhe überziehen und Schutzbrille aufziehen, … ein Atemschutzgerät ist nicht Pflicht, aber auch nicht dumm.

4. Die nach Vorschrift in der Apotheke oder an einer sonstigen dafür zuständigen Stelle erstandene, mit Zuckerwasser versetzte Oxalsäurelösung (Mengenformel: Anzahl besetzte Wabengassen, Minus 2, Null dranhängen = x ml) aufziehen und gleichmäßig je zweimal in jede Wabengasse träufeln. Die pulverförmige, kristalline Oxalsäure ließe sich auch selbst anmischen, was wir natürlich NIE tun würden … bestimmt viel gefährlicher als die ein paar Tage später von betrunkenen Zeitgenossen in der „Langen Straße“ verschossenen Feuerwerkskörper …

5. Am Stand nicht lange herum diskutieren, warum es in Deutschland noch immer nicht erlaubt ist, die bienenschonendere Behandlungsmethode des Verdampfens anzuwenden. [Aktualisierung am 11.12.2017: Seit Anfang 2017 ist Versprühen zulässig; Aktualisierung am 23.12.2018: Seit 01.10.2018 ist die Oxalsäure ad. us. vet. nicht mehr apothekenpflichtig, sondern freiverkäuflich. Also, geht doch!] Die Bienen frieren sonst und sie finden das eine wie das andere nicht wirklich lustig. Doch das finden Kinder auch nicht, wenn sie Zähneputzen sollen …

6. Nach einigen Tagen die Windelkontrolle durchführen. Allerdings kann man ohnehin nicht mehr viel ausrichten, egal, welches Ergebnis man vorfindet. So die vorherigen Ameisensäurebehandlungen erfolgreich waren und keine Reinvasion durch varroabestückte „Verflugbienen“ den mühsam errungenen Erfolg zunichte machten, dürften sich nur wenige Milben zwischen den Wachsstückchen abzeichnen.

Jungimkers Frage: Was bedeuten die vielen Wachsstückchen auf der Windel?

Ganz simpel – die Bienen fressen auch im Winter, und zwar an ihren Honigvorräten. Dazu muss, wie auch bei unseren Einmachgläsern, der Deckel aufgemacht werden. Die Wachsteilchen landen als Abfall auf der Windel. Also nicht erschrecken, sondern erst mit einer Lupe die „Bescherung“ betrachten.

[Ergänzt: 17.08.2019]

Sinnvolles Weihnachtsgeschenk, original aus Bamberg

Eine exklusive Spende in Form einer Bienenpatenschaft unter dem Christbaum dürfte nicht nur Bamberger glücklich machen, sondern generell jeden Menschen, der Natur, Genuss und vor allem die kleine, fleissige Honigbiene liebt. Eine namentlich ausgestellte Patenurkunde wird bis 24.12.2012 um 12 Uhr innerhalb Bambergs und bis 10 km Umgebung zugestellt. Bei Selbstabholung bis 14 Uhr vom Obstmarkt 10, 3. Stock.

Die Bienenpatenschaft beträgt 160 Euro und ist zwei Jahre lang aktiv. Das heißt: die Beute, also die Wohnung der Bienen, wird namentlich gekennzeichnet und “gehört” der Patin oder dem Paten für zwei Jahre – inklusive dem guten Gefühl, etwas für Natur und Mensch getan zu haben. Bei verschiedenen Mitmach-Tagen lernen die Paten auch ein wenig das uralte Handwerk Imkerei kennen, wie Honig verarbeitet wird, wie Bienen ticken und warum die Uhr der Natur bereits „1 vor 12“ tickt!

Wer weiß, ob sich da nicht eine neue Leidenschaft auftut!

Alle Beuten befinden sich übrigens im Stadtgebiet Bambergs und können von den Paten besucht werden. Natürlich erhalten die Paten neben vielen anderen Gaben und Vorzügen grundsätzlich auch Honig aus ihrer Beute. Alles Nähere erfahren Sie unter unseren Seiten zur Bienenpatenschaft und natürlich direkt von uns.

Kleine Vorschau: Im neuen Jahr stellen wir die bereits bestehenden Patenschaften hier vor.

Unsere Imkerphilosophie

Kennen Sie schon unsere Imker-Philosophie?

Sie ist dauerhaft unter unserem Impressum verankert (-> zur aktuellen Fassung). Sechs Grundsätze prägen unsere Einstellung zur Honigbiene, zur Arbeitsweise in unserer Imkerei und zur Behandlung und Vermarktung des Honigs. Und unsere Einstellung zu dem, was uns das alles wert ist.

Regionales Imkern mit Herzblut … für Mensch, Tier & Natur.
Weil das Bienenwerk unseren ganzen Respekt verdient! DANKE, Bienen!  

1. Honig- und Imker-Mitmach-Markt 2012

Nur Einkaufen war gestern … darum dürfen Große wie Kleine an unserem Honig- und Imker-Mitmach-Markt alle ihre Sinne einsetzen.

1. Honig- und Imker-Mitmach-Markt 2012  |  3. Adventswochenende

Wo?

Beim „Alternativen Kunsthandwerker Weihnachtsmarkt“ im St. Josefsheim (Don Bosco – Jugendwerk), Jakobsplatz 15, 96049 BAMBERG

Hinter dem Dom und links von der Jakobskirche aus, im und um den romantischen Lorbeershof, wird einer der schönsten Weihnachtsmärkte, die wir kennen (und das sind viele!) alljährlich am 3. Adventswochenende veranstaltet. Und wir dürfen dabei sein!

Wann?

Sa., 15.12.2012 | 13.30 – 20.00 Uhr
So., 16.12.2012 | 11.00 – 19.00 Uhr

 Was gibt’s?

  • Mit Waben basteln – z. B. Aufhängerla für den Baam und die G’schengla
  • Rätselspaß – in 5 Kategorien (Moggäla, Waggäla, Kinnä, jungä Hubbfä, G’scheidäla)
  • Regionaler Honig  – Wald-, Blüten- und Sommertracht (250 g + 500 g), der probiert werden kann (P. S.: Unser eigener ist leider schon aufgegessen, aber wir bieten feinen Honig von unserem „Imker-Vater“ Klaus Hofmann an, siehe Foto der Pressemeldung)
  • Uraltes Handwerk „Imkerei“ – Informationen zum Lesen, Schauen und Anfassen
  • Warme Honigmilch – garantiert ohne Alkohol und mit hochwertigem Honig
  • Wabenanhänger – für Baum und Geschenke fix und fertig g’machd, weil Weihnachten ja scho voä der Düa steht
  • Geschenkidee: Honiggläser mit Honigbonbon gefüllt – in den Sorten Salbei und Zitrone sowie gnaundschige Bäarla für die Waggäla
  • Echte Bienenwaben zum Basteln für zuhause – zum Kerzlarollen geeignet

Was noch?

Dutzende Stände mit wunderschönem Kunsthandwerk, natürlich Leckereien, Kaffee und hausgemachte Kuchen, feuerbeheizte Stehtische (aus der Jugendwerkstatt) im gemütlichen Hof, überall Kerzenlicht auf dem großzügigen Gelände sowie ein echtes Zirkuszelt zum Mitturnen und -jounglieren erwarten die Besucher, die von überall her kommen.

Endlich einmal ein Weihnachtsmarkt tatsächlich für die ganze Familie – und für Kunstfreunde gleichermaßen.

Mit der Eventmanagerin Bettina Kröner aus Stegaurach (creativforum) hat das rührige Team des Salesianer Don Bosco Jugendwerk einen guten Griff getan. Sie wacht darüber, dass tatsächlich echtes Kunsthandwerk und Selbstgemachtes an den vielen Ständen vorherrschen. Daher dürfen wir leider, doch verständlicherweise, auch keine anderen Produkte verkaufen, wie beispielsweise Honigseife, Honigduschgel, Honiglippenbalsam, Honighandcreme, etc. Falls ihr dann doch noch so etwas für Weihnachten braucht … unsere Adresse kennt ihr ja!

Beutenphilosophie oder: 400 Rähmchen als Worstcase!

Da schrieb mir ein junger Imkerkollege:

Das Feld der Magazinbeuten ist für mich zu unübersichtlich. Würde ja mal eine Magazinbeute ausprobieren. Aber bei den vielen Varianten ist mir das irgendwie zu komplex. Das ist bei der Bienenkiste einfacher. Auch wenn die immer wieder ein bisschen weiterentwickelt wurde. Vielleicht gibt es ja mal Gelegenheit, das bei dir praktisch anzuschauen.

Die gab es mittlerweile, wir werden den Besuch gerne erwiedern, denn die Bienenkistenimkerei hat auch uns durchaus interessiert. Und ganz grundsätzlich: wer mag, darf jederzeit kommen, Adresse hier.

Meine Antwort auf diese Mail war übrigens insofern entlarvend, als ich diese Komplexität ebenfalls nicht in die Reihe bekam. So schrieb ich spontan:

Wir haben modifizierte Hoffmann-Beuten. Sind sehr praktisch und bewähren sich. die Komplexität kannst du getrost vergessen. Wie auch bei der einfachen Bienenkiste haben unsere Beuten vier Wände 😉 und wurden manchmal nur im Detail weiterentwickelt. Wir sind sehr zufrieden mit der Handhabung, da ist alles ganz einfach und praktisch, und doch auch durchdacht.

Natürlich sind es keine modifizierten Hoffmann-Beuten! Die gibt’s nämlich gar nicht. Was es stattdessen gibt, ist die „Liebigbeute“, auch „Hohenheimer Beute“ genannt, alldieweil der berühmte Bienenpapst in Hohenheim die Professur innehatte und in dieser Zeit dieses Beutensystem entwickelte.

Rähmchen mit Hoffmann Seitenteilen

Seitenteile eines Rähmchens. Quelle: Christof Hahn

Was bei mir stattdessen wohl hängen blieb, war die Bezeichnung der Rähmchen. Also die Teile, an denen die Bienen Honig und Pollen einlagern und sich die Brut befindet, … Und auch diese Bezeichnung war nicht ganz genau getroffen. Exakt beschrieben musste es heißen: „Modifizierte Zanderrähmchen mit Hoffmann-Seitenteilen“. (Danke, Reinhold!)

Modifiziert deshalb, weil der Oberträger dicker, besser gesagt, höher ist. Ein überflüssiger Wabenoberbau wird dadurch vermieden. Der Deckel schließt bzw. öffnet sich besser, weil er nicht durch überschüssige Waben hochsteht. Und immer dann, wenn eine zweizargige Beute für die Weiselkontrolle getrennt, also angehoben werden muss, pappen die beiden Zargen nicht zusammen und müssen mühsam voneinander getrennt werden. Was die Bienen gar nicht begeistert.

Bei all den Begriffen kann ich es schon verstehen, warum Jungimker irritiert sind und sich gerne auf die Bienenkiste stürzen. Um nicht missinterpretiert zu werden: wir haben ganz und gar nichts für oder gegen dieses wesens- (nicht imker!)gerechte Beutensystem. Wir haben uns schlicht nur anders entschieden.

Jungimkers Frage: „Welche Beutensysteme gibt es denn um Himmels willen noch?!“ Weiterlesen