Aufgrund der Absage des Hauptreferenten Prof. Dr. Randolf Menzel wurde der Oberfränkische Imkertag in Lichtenfels am 15.03.20 abgesagt. Zudem ist der Ausgang einer Risikobewertung unklar (Empfehlung des LRA LIF für Veranstaltungen unter 500 Personen). Die Vertreterversammlung wird stattfinden, so der Veranstalter. Noch ist unklar, ob es eine Verschiebung geben wird. Wir halten euch auf dem Laufenden.
Kategoriearchiv: Aus den Vereinen
Lisa Badum, der Honig und die „Klimastadt Bamberg“ – ein Plenarbesuch

Endlich wurden wir ihrer habhaft! Unsere Bienenpatin Lisa Badum erhält für ihre Unterstützung als jährliches Dankeschön u. a. vier Gläser unseres Bamberger Lagenhonigs. Da wir die Postwege nicht unnötig strapazieren wollen, sie als Bundestagsabgeordnete und klimapolitische Sprecherin jedoch terminlich schwer in Bamberg greifbar ist, passten wir die Grünen-Politikerin am 27.02.2020 zum Plenum „Klimastadt Bamberg“ im Bootshaus ab, zumal uns auch das Thema an sich doch sehr beschäftigt.
Die imkerliche Fürsorge (Stichwort: Oxalsäurebehandlung im Winter) wird durch den Klimawandel erschwert, und weil wir auch als Bürger/innen für noch mehr Grün bzw. Bunt in den Städten sind, kam uns die Diskussion darüber zupass. Schwerpunkte der von Leonie Pfadenhauer und Andreas Eichenseher moderierten Diskussion waren dabei …
- Grün in die Stadt (Andreas Eichenseher und Leonie Pfadenhauer)
- Erneuerbare Strom- und Wärmeversorgung (dito)
- Obst und Gemüse aus der Region (Albert Fresz, Transition-Initiative, und Christian Burger, Gärtnerland Bamberg GmbH)
Es gab dankenswerterweise reichlich Gelegenheit, sich mit Wortmeldungen einzubringen. Beispielsweise sehen wir als Initiative gar keinen so großen Mangel an Bürgerwissen-, willen oder -engagement, doch rechtliche und behördliche Rahmenbedingungen machen es einem nicht unbedingt leicht.
So wäre – laut einer Wortmeldung – die Idee, regional bei unseren Bamberger Gärtnerbetrieben eingekaufte Lebensmittel für den Großbetrieb „Klinikum“ ein richtiger wie wichtiger Schritt. Doch vereitelt dies – so unser Beitrag – die Ausschreibungspolitik, die ab bestimmten Größenordnungen sogar EU-weit zu tätigen ist. Mit „Verstecken hinter Rahmebedingungen“ (Lucas Rosenheimer) hat das unserer Ansicht bzw. Einstellung nach nicht unbedingt etwas zu tun. Wir sehen es stattdessen als notwendig an, Gesetzeslagen an die heutigen Bedarfe anzupassen, beispielsweise die Gewichtung Global/Regional neu zu überdenken – und das möchten wir Lisa Badum mit nach Berlin geben, aber auch den Bürger(inne)n, die ihre Volksvertreter/innen entsprechend auf den Zahn fühlen sollten. Und natürlich ihre Kreuzchen entsprechend der passenden inhaltlichen Übereinstimmung von Lebenseinstellungen und Politikversprechen zu setzen.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem der Becher des Monats für besonderes ehrenamtliches Engagement verliehen. Dies bescherte uns eine erneute Begegnung mit der letzten Unterschriftengeberin des Volksbegehrens „Rettet die Biene“ von 2019, Marion Munz-Krines. Sie erhielt den „Grünen Becher des Monats März“ stellvertretend für die Initiative „Parents/People for Future“ (Ortsgruppe Bamberg), die die Kinder von „Fridays for Future“ unterstützen.
Transition Bamberg mit Plenum zum Thema „Kooperationen“
Von uns lange ins Auge gefasst, nun endlich geschafft: Die Teilnahme an einer von Transition Bamberg initiierten Plenumszusammenkunft, diesmal zum Thema „Kooperationen“. Sie fand am 27.02.2020 im Saal des Stephanshofs statt.
Die filmische Einführung in die „wundersame“ Reisvermehrung der Protagonisten „Bill“ und „Ann“ zeigte einmal nicht das häufig zitierte Schachbrettmodell, sondern exponentielles Wachstum durch kooperierende Zusammenlegung der Ernte und gleichmäßige Aufteilung des Überschusses zur Wiederaussaat statt Einzelschicksal.
Nach diesem Ausflug in ein für unsere Breiten eher unüblichen Gedankenmodells teilten wir uns in Kleingruppen auf, um eigene Erfahrungen und Überlegungen zu Kooperationen zu besprechen und anschließend in die große Runde rückzuspiegeln. Inspiriert wurden wir durch den Input aus einer vorab sorgfältig angefertigten Tafel (siehe Foto), moderiert von Evelyn, Werner und Matthias Schöring.
Mag es mathematisch auch nachvollziehbar sein, dass die Rechnung bei gleichen Rahmenbedingungen aufgehen muss, so hat doch der Faktor Mensch einen entscheidenden Anteil am Ge- bzw. Misslingen jeglicher Kooperationsmodelle. Es fielen die Stichworte:
- Vertrauen
- Trittbrettfahrer
- Offenheit ist eher projektbezogen möglich
- loslassen können
- Netzwerke zur Verfügung stellen
- Essentiell, dass Informationen fließen
- auf gleicher Augenhöhe sein
- gleiche Power fraglich
- Kooperationen nach außen wichtig, wird positiv gesehen, sofern die Images stimmen
- Kooperationen unter langjährigen, verfestigten Gruppen schwieriger
Wir interessierten uns für das Thema auch deshalb, weil wir uns – also die Initiative BLIB – als Kooperationspartnerin der Transitiongruppen eine Win-win-Situation versprechen. Nach diesem intensiveren Kennenlernen und dem Gefühl, trotz unterschiedlicher Temperamente könnte eine fruchtbare Zusammenarbeit möglich sein, entschlossen wir uns, eine Bienengruppe zu gründen. Zumal wir in Albert Fresz einen ganz besonderen „Türöffner“ kennenlernen durften. Doch zu all dem später mehr.
[Nachtrag am 11.02.2020: Die neue Gruppe nennt sich „Bienenfreu(n)de“, das Gründungstreffen findet am Di., 18.02.2020 am Obstmarkt 10 statt.
Transparenzbericht 2019
Der 1.160-ter Weblogbeitrag spannt in Form unseres jährlichen Transparenzbericht einen Bogen über unsere wichtigsten Ziele, Aufgaben und Ergebnisse in 2019. Er endet in einer Vorschau unserer Pläne für das laufende Jahr.
Die Highlights 2019
Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“

Das Jahr begann mit einem Paukenschlag. Alles, was wir im Vorfeld mit unserer Initiative hochgezogen hatten, wurde quasi „vergoldet“ durch die konzertierte Aktion zum Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen und die Natur“. Wir waren am rechten Ort zur rechten Zeit und konnten uns innerhalb des Aktionskreises für Stadt und Land Bamberg in vielerlei Hinsicht einsetzen, bspw. bei der Koordination und Moderation des Erstunterzeichner-Events, aber auch Mithilfe bei den Plakataktionen, Flyerverteilungen und Rathauslotsendiensten. Viele Menschen, aber auch der Rückhalt aus der Kommunalverwaltung und von Politiker/innen über alle Parteien hinweg, halfen beispiellos zusammen. Was für ein grandioses Zusammenwirken und Ergebnis!

Preise / Auszeichnungen
Wir freuten uns über den Grünen Becher des Monats [Mai] der Grün-Alternative Liste, GAL. In der Begründung hob Christian Hader unsere besonderen Verdienste im Zusammenhang mit dem erfolgreichen bayerischen Volksbegehren „Rettet die Biene. Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern“ hervor.
Einführung eines Imkerkurses für Anfänger und Fortgeschrittene
Neu installiert auf der Grundlage des vergangenen Hochschullehrauftrages hatten wir einen mit 12 Teilnehmenden (7 Frauen, 5 Männer) gut besuchten Imkerkurs für Anfänger, dessen letzten 3 von 11 Modulen auch für Fortgeschrittene offen waren.
Fertigstellung Pumpbrunnen
Das Fundamentlegen (Dank an Baumi!) und die Montage des Pumpbrunnens für den Bamberger Bienengarten wurde vollbracht und gefeiert – nun sind die örtlichen Sorgen um die Bewässerung des Bamberger Bienengartens weitestgehend im Griff. Dennoch mussten nach wie vor Tausende von Gießkannenfüllungen verteilt werden.
Fazits zum Jahr 2019:
- Erfahrung ist nicht das, was einem zustößt. Erfahrung ist das, was man aus dem macht, was einem zustößt. (Aldous Huxley)
- Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken. (Galileo Galilei)
Unsere sechs Kern-Aktivitäten im Einzelnen
1. Die „Bamberger Schulbiene“
Alle Aktivitäten der Bamberger Schulbiene sind auf einer eigenen Tagebuchseite nachzulesen. Insgesamt waren es:
29x Unterricht / Führungen / Vorträge
- 16x Schulbienenunterricht:
- 9 Vorträge
- Bienengarten-Führung für die Heilkräuterfreunde Franken e. V.
- „Außerschulischer Lernort“ (BNE-Seminar zur Nachhaltigkeit)
- Apiwellness für Körper und Seele
- Wildbienen
- Bienenwachsverarbeitung in der Hobbyimkerei
- Input und Austausch zum REWE-Projekt „Wildbienenhotel“ mit 4 Kindergärten aus Bamberg-Süd (Kita Philippus, Kita St. Urban, Kiga St. Urban, Katholisches Kinderhaus am Oberen Stephansberg)
- 3 Aktionsbeiträge (Bergfest am Michaelsberg, Tag der Offenen Tür an der Sternwarte mit Bienenbesuchsmöglichkeit, Weihnachtsmarkt von Gaia Protection im Palais Schrottenberg)
- 4 Honigernte- und -schleudertage
2. Bienenpatenschaften
Unsere Bienenpatenschaften werden für den Zeitraum von zwei Jahren abgeschlossen. Wir freuten uns über zwei Neuzugänge. Eine unserer „dienstältesten“ Bienenpatinnen – und seit 2013 dabei – verlängerte ihre Patenschaft zum 4. Mal, weitere zwei Pat(inn)en verlängerten zum 3. Mal und drei Pat(inn)en zum 2. Mal ihre Mitgliedschaft. Mit Stand Dezember 2019 waren es 39 Bienenpat(inn)en. Vielen DANK euch allen fürs Dabeibleiben – trotz gewonnenen Volksbegehrens. Denn wir hörten schon sagen: „Nun braucht ihr uns doch gar nicht mehr.“ Doch, denn die Arbeit hört ganz und gar nicht auf. Unsere Initiative ist nach wie vor gefragt und gefordert und wir sind weiterhin auf eure Hilfe angewiesen.- Unsere Bienenpat(inn)en wurden mit 4 Bienenpaten-Newslettern (je ca. 5 Seiten) und 13 E-Mails auf dem Laufenden gehalten sowie zu besonderen Ereignissen eingeladen.
3. Bienen-InfoWabe
Zum 4. Mal wurde in der Bienen-InfoWabe im Erba-Park ein Jahresprogramm (Kurzversion) durchgeführt, neben Schulbienenunterrichten und sonstigen Führungen (s. a. unter Punkt 1).- An 12 Sonntagen öffneten wir die Türen der Bienen-InfoWabe für die Bevölkerung im Rahmen des BIWa-Jahresprogramms. Wir boten an …
- 6 Sonntagsöffnungen mit Vorträgen / Veranstaltungen
- 5 Sonntagsöffnungen ohne Vorträge
- Saison-Abschlussfeier mit Rahmenprogramm und Verleihung des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises 2019
- 6 Sonntagsöffnungen mit Vorträgen / Veranstaltungen
- An Ausstattungsarbeiten am Gebäude bauten wir Kälte- und Lärmschutz-Paneelen am Dachkranz der BIWa ein.
4. Bamberger Bienengarten
Fundament für Sitzbank an der BIWa gelegt- Erstmalig einen Osterbrunnen herausgeputzt
- Fertigstellung Pumpbrunnen
- Anbringung von Rosenrankhilfen an der BIWa
- Nachbestückung Wildbienenhotel
- Kauf zweier weiterer Sitzbänke zum gemütlichen Bienenbeobachten
- Erweiterungskauf 66 botanische Pflanzenschilder sowie Erklärtafeln
5. (Lehr-)Bienenstandorte
Mit Stand Dezember wurden 15 Völker an 7 Bienenstandorten geführt, die neben ihrer Aufgabe als Lehrbienenstände auch den Bamberger Lagenhonig hervorbringen.- Das Volk eines Bienenpatens, der den Imkerkurs für Anfänger besucht, stand einige Zeit in unserer Obhut
- So gut wie alle Völker sind mit einer Bienenpatenschaft verbunden.
6. Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Um das Bienenthema in der Bevölkerung breit zu verankern, setzen wir auf eine kontinuierliche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie nimmt vor allem Bezug auf unsere Aktivitäten und Termine, über die wir umfassend berichten. Medial setzen wir dabei auf eine breit gestreute Pressearbeit, außerdem auf Weblog-Beiträge und zeitgleich erfolgende Postings via Social-Media-Plattformen (Facebook: Bamberger Schulbiene https://www.facebook.com/bamberger.schulbiene und Twitter: https://twitter.com/HalloSchulbiene) sowie Vorträge unsererseits, die wir überwiegend in der Region Bamberg anbieten.
Im Einzelnen:
a) Aktivitäten / Termine

3 Märkte mit Aktivprogramm (s. 1. Die Bamberger Schulbiene) - Exkursion zum Bihäusl (Bienenstube) nach Schlammersdorf (OPf.) und ins Zeidel-Museum Feucht
- 4 neu ausgearbeitete Vorträge (s. u. 1. Die Bamberger Schulbiene)
- 37 (2018: 41) Artikelabdrucke (Pressespiegel) von 15 Pressemitteilungen aus unserer Feder in Zeitungen, Zeitschriften und anderen Publikationen …
- …und mehrere Artikel innerhalb des Aktionskreises zum Volksbegehren, an denen wir z. T. mitarbeiteten, trugen dazu bei, die Bevölkerung auf das Bienenthema aufmerksam zu machen.
163 (2018: 159) Weblog-Beiträge, veröffentlicht unter „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ mit 39.133 (39.191) Besucher, die 66.599 (Vorjahr 64.610) Seiten ansahen (Steigerung um 10% zum Vorjahr). Die Beiträge dienen neben der Öffentlichkeitsarbeit auch uns selbst als Reflexions- und Lernmöglichkeit sowie als Archiv. Alle Beiträge werden verantwortungsbewusst auf der Grundlage eigener Erfahrungswerte und im Abgleich mit sorgfältiger Recherche in geeigneten Quellen verfasst.- Pflege der Webseiten des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. (IBZV).
- Pflege der Imker-Bibliothek mit rund 160 Einzeltitel.
b) Background – unterstützende Aktivitäten im Hintergrund
Teilnahme an Fortbildungen
Up-to-date-bleiben ist uns selbstverständlich. Kontinuierliche Fort- und Weiterbildung wird aber auch im Hinblick auf die ehrenamtliche Tätigkeit von Reinhold Burger als Bienensachverständiger eingefordert und nachzuweisen. In aller Regel teilen wir unser neu erworbenes Wissen freimütig, denn es ist Teil unseres Selbstverständnisses von Öffentlichkeitsarbeit.
- Zweites Modul in der Weiterbildung zum Imkermeister, Graz (Reinhold)
- Thema „Wildbienen und Wildbienen-Nistplätze“ (Franz Proksch, VHS Bamberg)
- Neue Forschungsergebnisse im Veitshöchheimer Imkerforum, Institut für Bienenkunde
- Thema „Wildbienen“ (Dr. Klaus Mandery, im Stadtarchiv, Naturforschende Gesellschaft)
Fachtagung der Bayerischen Bienenfachwarte und -sachverständigen: „Bienenweide und Biodiversität“ (in Lichtenfels)- Teilnahme an Führung Sandmagerachse Naturschutzgebiet Pettstadt (Helmut Bösche, BUND)
- Fertigstellung von Reinholds Meisterarbeit zum Thema „Bienenstockluftinhalation“
- Drittes Modul ides Imkermeisterkurses in Graz (Reinhold)
- Praktikum im Mainfränkischen Imkerzentrum im Rahmen der Imkermeisterausbildung
Kooperations- / Kontaktarbeit / Netzwerken / Pressetermine
Teilweise nehmen wir von uns aus Kontakt auf und oft werden wir zu bestimmten Treffen unterschiedlicher Organisationen eingeladen, um über unsere Initiative oder unser Thema zu sprechen. In 2019 geschah das statistisch gesehen jede zweite Woche – hier im Einzelnen:

Teilnahme / Danksagung anlässl. der Auflösungssitzung des Fördervereins zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e. V.- Zweites Treffen des Aktionskreises zum Volksbegehren „Artenvielfalt … Rettet die Bienen!“
Sitzung des Aktionskreises VB zur Auftaktveranstaltung- Erstunterzeichner-Event am Rathaus
- Konspiratives Treffen der Bamberg-Sprecher (Ilona und Erich Spranger) bei Anne Rudel
- Podiumsgespräch zum Film „Mikrokosmos“ (Lichtspiel Bamberg)
- Lizenznehmertreffen zum Regionalsiegel (Agenda-30-Büro, im Landratsamt)
- Teilnahme und Rede anlässlich der Demo „Nicht mit uns!“ / „Friday vor Future“
- Moderation anlässl. Siegesfeier der Aktiven der Aktionskreise zum Volksbegehren
- Teilnahme am Traditionellen Honigmarkt am Faschingsdienstag in Bamberg
- Teilnahme am Faschingsumzug Bamberg „Söders runder Kopf Disch, oder: Die Bienen sind los!“
Teilnahmen und Beiträge an Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen des Imker und Bienenzuchtvereins Bamberg Stadt und Land e. V.- Entgegennahme des „Grünen Bechers“ der GAL (heute: Grünes Bamberg)
- Besprechung mit Gartenamt zur großflächigen Ansaat einer Blühwiese hinter der Bienen-InfoWabe
- Pressetermin „Blühoffensive – Blumenwiese Erba-Park“
- Besuch Sommerfest zu “25 Jahre Mussärol“, Lieferantin unserer Schau-Kräuter
- Teilnahme an Podiumsdiskussion „Klimaschutz“, SPD, Böhmerwiese
- Urkundenübergaben mit Interview an 2 neue Bienenpat(inn)en
- Ausschreibung des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2019 mit Ernennung der Jury
Vergabe Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis- Teilnahme mit Info- und Honigstand am Bergfest der Bürgerspitalstiftung, Klosterareal St. Michael
- Besuch bei BBU-Preisträger Martin und Anja Bloeß in Bughof, Besichtigung der Blühwiese
- Vorstandssitzung IBZV e. V., Bericht zur Bienen-InfoWaben-Saison
- Teilnahme am World Café von „Grünes Bamberg“, Ideen zur „Lebenswerten Zukunft Bambergs“
- Kontaktarbeit am Apfelmarkt Strullendorf
- „Tag der offenen Tür“ an der Sternwarte mit Info- und Honigstand und Bienenbesuchsmöglichkeit
- BAmbrosiustreffen am Weihnachtsmarkt
- Info- und Marktstand am 1. Weihnachtsmarkt der Nachhaltigkeitsinitiative von Gaia Protection
Erstellung Öffentlichkeitsarbeitsmaterial
- Anfertigen des Transparenzberichts 2017
- Erstellen des BIWa-Jahresprogramm 2018
- Aktualisierung des Einlegezettels (Stand 04.2019)
- Aktualisierung der Handzettel für Schaubeete des Bamberger Bienengartens
Beratung / Besondere Hilfeleistungen
- Honigschleuder an E.T.A-Hoffmann-Gymnasium innerhalb des Projekts Projekts „Supply my Schul-Imkerei!“
- Verschiedene Standortberatungen und -überprüfungen (Bamberg und Umgebung)
- Einsätze zur Beseitigung der Amerikanischen Faulbrut (AFB) in Bamberg, Ortsteil Bug
- Telefonische Beratungen
c) Geld- und Sach-Spenden
– Dankeschön an …
- Andrea Schöb, Redwitz a. d. Rodach (Bienenpatin) [an Volksbegehren]
Bürgerverein Bamberg-Mitte [an Volksbegehren]- Arno Schimmelpfennig, Bamberg
- Bernhard und Gabriele Kellermann, Bamberg
- Annemarie Rudel, Bamberg (Bienenpatin)
Dietmar Schalkhäuser, Bamberg (Bienenpate)- Anne und Hans Zirkel, Bamberg (Bienenpaten)
- Manfred Hesse und Birgid Bischoff, Bamberg
- S
abine Saam, Baunach (Bienenpatin) - Elisabeth Burger, Augsburg (Bienenpatin
- VOMFASS Bamberg, Catharina Beyer und Silvia Müller, Bamberg
- Bäckerei Loskarn, Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, Bamberg
- Stadt Bamberg
… und an unsere BIWa-Referent(inn)en und Musikantinnen
- Josef „Jupp“ Schröder (Lichtenfels)
- Jeannette Frank (Altendorf)
- Michael Biersack, Josef Püttner, Manfred Müller, Rudi Rauh (Schlammersdorf)
- Ida Stahlmann, Ellis Wenzel, Johanna Böhm, Birgit Lang (Bamberg)
… allen anderen Unterstützer/innen, die sich mit kleineren Beiträgen und in jeglicher Weise um Bambergs Bienenwelt bemühen. Eure Hilfe kommt an!
Die (unerwartet) anforderungsstärksten Vorkommnisse in 2019
- Die bei extrem kalten Temperaturen stattfindenden Aktivitäten (Plakataufhängung, Flyerverteilung, Rathauslotsendienste) zum Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Biene!“
- Ein weiterer trockener und heißer Jahrhundertsommer mit hohem Gießaufwands im Bamberger Bienengarten; Dank Pumpbrunnen jedoch etwas weniger belastend als im Vorjahr
- Eine nur mäßige Honigernte, die somit den Überschuss des Vorjahres ins Gegenteil verkehrte
- Die hohe Lernzeitbelastung durch den Imkermeisterkurs für Reinhold, dadurch u. a. erheblicher Rückstand beim Wabenausschmelzen und ausstehende BIWa-Arbeiten (z. B. Boden einölen)
Die elementarsten Vorhaben von 2019 – und was daraus wurde
Volksbegehren „Artenvielfalt … rettet die Bienen!“ für Bamberg zum Erfolg führen (erreicht)- Planungen (erreicht) und ggf. Aufbau einer Api-Wellness-Station in Bamberg (ausstehend)
- Pflege (Einölen) des Fußbodens (ausstehend)
- Fertigstellung des Pumpbrunnens im Bienengarten -> Montage des Pumpschwengels (erreicht)
- Aktivitäten zum erwartbaren Volksentscheid „Artenvielfalt …“ (da Begehren erfolgreich war, wurde ein Entscheid nicht nötig)
- Angebot eines einjährigen Imker-Kurses für Anfänger mit 10 Modulen (erreicht)
- Bienengarten: Anlage eines Beetes mit der „Durchwachsenen Silphie“ (gecancelt)
- Fortsetzung von Reinholds Imkermeister-Lehrgangs in Graz mit Abgabe der Meisterarbeit (erreicht)
- Schul-Imkereiförderung für Bamberg und Umgebung (erreicht mit dem Projekt „Supply my Schul-Imkerei“)
Pläne für 2020
- Wahlprüfsteine erstellen und versenden für OB-Wahl 2020
- 8-seitige Jahresbroschüre erstellen mit allen Terminen
- Pflege (Einölen) des BIWa-Fußbodens
- Reparieren (Neuaufbau) des Fahrradanhängers
- Reparieren und Streichen der Sitzbänke
- Beenden des Imkermeister-Lehrgangs in Graz mit Meisterarbeit für Reinhold
- Erfahrungen sammeln mit Bienenstockluft, ggf. im Nachgang Gründung einer Selbsthilfegruppe Apitherapie
- Angebot eines Jungimker-Kompaktkurses (Wochenendkurs im Oktober)
- Erste Planungen für Photovoltaik-Anlage BIWa
Unser übergeordnetes Ziel
Der Erhalt der Bienenwelt in Bamberg ist unsere Leitschnur. Das schließt auch die Artenvielfalt bei Wildbienen und anderen Insekten und die Flora mit ein. Allerdings sind wir vor allem kundig in Sachen Honigbiene. Doch geht es ihr gut, dann haben auch ihre Brüder und Schwestern etwas davon.
Wie gehen wir dabei vor?
Dieses „Kundige“ konnten wir im Laufe der letzten Jahre immer weiter ausbauen und weitergeben. Da dies bislang gut ankam und wir weiterhin den hohen Bedarf an Fortbildungen und Imkerkursen innerhalb der Stadt Bamberg sehen, verstärken wir hier unsere Bemühungen, nachhaltige Perspektiven zu eröffnen. Der Spagat zwischen Jung und Alt, Anfänger wie Profis, Ehrenamt wie Brotberuf ist dabei zu meistern. Was wir nicht wollen: Immer mehr Jungimker mit immer weniger Einsicht in eine verantwortungsvolle Bienenhaltung!
[Aktualisierung 31.10.2022 zur Angleichung der statistischen Aufteilung]
Imkerforum Veitshöchheim 2020
Heuer kein Anmeldeschluss fürs Imkerforum in Veitshöchheim am 08.02.2020 (12:30 bis ca. 17:00 Uhr), stattdessen eine Teilnahmegebühr von 5 Euro, um Aktuelles aus der Forschung und der Fachberatung zu erfahren. Wir finden, die Berichte aus dem Institut für Bienenkunde und Imkerei sowie die Vorträge zu Honig sind es allemal wert.
Wie steht’s derzeit mit der „Rückstandssituation in bayerischen Honigen?“, fragt sich und uns Dr. Andreas Schierling. Ganz sicher werden wir das aus dem Bienengesundheitsdienst (im Tiergesundheitsdienst Bayern e. V.) kompetent und umfassend beantwortet bekommen.
Die Ankündigung zum zweiten Honigvortrag hat mich etwas überrascht, denn der oder die Referent(inn)en sind von der Firma Breitsamer & Ulrich GmbH &Co KG. Auch sie stellen eine immer wieder gehörte Frage: Ist „Honig ein (globales) Produkt? Ich bin sehr gespannt auf die Antwort eines der größten Honigproduktlieferanten Deutschlands.
Eines steht fest: Für unseren Bamberger Lagenhonig stellt sich die Frage nicht, denn die versprochene Regionalität ist nachweisbar und transparent unsere schöne Stadt. Das haben Sie mit Brief und Siegel!
Auf nach Veitshöchheim … wir nehmen euch gerne mit, doch nur per Bahn, versteht sich. Abfahrt
Vortrag zur Lichtverschmutzung, Biodiversität und Schutz der Nacht
Am 31.01.2020 UM 19 Uhr findet in Gundelsheim ein Vortrag mit Referentin Sabine Frank zur Lichtverschmutzung, Biodiversität und Schutz der Nacht statt.
[Korr. 13.1.20: NICHT wie ursprünglich angekündigt im Sternenpark im Biosphärenreservat Rhön!]
Regina Hoffmann machte uns auf diesen interessanten Vortrag aufmerksam. Sie schrieb:
Im Mai vergangenen Jahres war es bereits möglich Frau Frank nach Stegaurach einzuladen. Sie überzeugte mit ihrem Vortrag und anschließendem persönlichen Gespräch die Bürgermeister, eine umweltverträgliche Abänderung der bereits vergebenen Umrüstung der Nebenstraßenbeleuchtung auf LED in Angriff zu nehmen.
Die negativen Auswirkungen von Lichtverschmutzung sind den Meisten nicht bewusst. Daher setzen zum Beispiel viele Gemeinden nach wie vor auf viel zu helle LED-Umrüstung. Energieeffizienz ist meist das Argument.
Gestützt auf neueste Forschungsergebnisse, das Eckpunktepapier zum Insektenschutz der Deutschen Bundesregierung, das Bundesimmissionsschutzgesetz u.v.m. beleuchtet Frau Frank, welche in stetem Kontakt mit Energieanbietern, Stadtverantwortlichen, Leuchtenherstellern, Fachkollegen und Presse steht, dieses Thema von allen Seiten.
Sie ist u. a. mit dafür verantwortlich, dass Fulda Anfang diesen Jahres zur ersten Sternenstadt Deutschlands ernannt wurde.
Könnten nicht Stadt und Landkreis Bamberg zum ersten Sternenlandkreis in Deutschland werden?
Licht hört nicht an der Ortsgrenze auf zu strahlen. Es geht nur gemeinsam.
Vielleicht interessiert Sie dieses Thema auch und wir würden uns freuen, wenn Sie die Information zum Vortrag (Einladungsflyer im Anhang) an Ihre „Bienenfreunde“ weiterleiten können.
Veranstaltungsort: Aula der Grundschule Gundelsheim
Michael Arneth-Grundschule, Schulstraße 2, 96163 Gundelsheim
––––––––––––
Hiermit gerne geschehen!
Rückblick 1. Weihnachtsmarkt von Gaia Protection in Bamberg


Es war uns eine Ehre, mit unserem Bamberger Lagenhonig den 1. Weihnachtsmarkt der Regionalgruppe Bamberg [Facebook] des weltweit agierenden Netzwerkes Gaia Protection mit bereichert zu haben. Wie ein jeder Weihnachten umweltbewusst und nachhaltig gestalten kann, konnte man am 22.12.2019 im Innenhof des Palais Schrottenbergs (vielen Dank für den „Austragungsort“!) erfahren.
Auf dem Programm standen Workshops, in denen man bedrucktes Zeitungspapier statt Geschenkpapier; Weihnachtsmobile aus Obstschalen und Holzresten sowie als nette Geschenkidee „Klopfbilder“ gestalten konnte. Tipps für ein Vegetarisches / Veganes Weihnachtsessen und Resteverwertung sowie Aufklärung über saisonale und regional verfügbare Produkte wurden ebenfalls angeboten. [Ankündigung unter Transition]
Wir freuten uns, einigen unserer Bienenfreunde dort getroffen zu haben. Die Schnittmenge im Bezug auf umweltbewusstes oder regionales Leben ist schließlich groß. Auch Christian Schwarzenberger, der sowohl Bienenpate als auch Kursteilnehmer unseres Anfängerkurses für Imker ist, kam mit seiner Familie vorbei und nutzte ausgiebig Gelegenheit des kollegialen Austausches und der Workshops.
Eine trotz dem Ernst der Weltenlage doch sehr stimmungs- und liebevolle Aktion, die uns wieder näher aneinanderrückt. Auch, wenn es für die Organisator(inn)en sicherlich viel Arbeit war – seid euch gewiss, es war für uns eine Bereicherung in einer Zeit, die auf das Ankommen der Weihnachtsbotschaft ausgerichtet ist. Nein, es ging nicht ums „Verkaufen und Saufen“ wie auf so vielen Weihnachtsmärken sonst, sondern um das Miteinander an einem gastlichen Ort unter fröhlichen Menschen!
(Dass wir dabei dennoch Leckeres zum Trinken und Essen serviert bekamen, sollte dabei nicht verschwiegen werden! Ich sag‘ nur: „Hot Apple Pie mit Schuss“ … Mmmmhhhh!)
Neuer Stadtplan von Bamberg zur Nachhaltigkeit

„Karte von morgen“ von Change e. V. via © OpenStreetMap unter CC BY-SA
Das Bamberg von morgen auf den Plan, also eine Karte mit nachhaltigen Initiativen, Unternehmen und Projekten, und das sowohl digital als auch als Printausgabe – was für eine nützliche und motivierende Idee!
Wir freuen uns, dass auch unsere Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de mit darauf verzeichnet werden konnte¹, obwohl wir ein wenig spät mit unserer Meldung dran waren. Herzlichen Dank hierfür und wir wünschen allen Verzeichneten weiterhin gute Ideen und einen langen Atem für ihre / unsere Herzensprojekte!
Die Nachhaltigkeitskarte in der Printversion liegt an vielen (üblichen verdächtigen) Orten aus und kann auch heruntergeladen werden. Digital ist sie durchsuchbar nach den Kategorien Initiative (grüne Markierung), Event (lila) und Unternehmen (blau) und natürlich einer freien Sucheingabemaske.
Die Stadtkarte (auf Basis von OpenStreetMap) darf vervielfältigt, verändert, neu zusammengestellt, in neue Werke integriert und weiter verbreitet werden, solange OpenStreetMap und die Mitwirkenden genannt und verlinkt werden und der Zweck nicht-kommerziell ist, hier auch den Lizenzierungsvermerk angegeben. Bitte informiere dich näher unter OpenStreetMap.
Die Online-Karte ist ein bundesweites Projekt des Vereins Ideen³. Die Inhalte der Karte können nach dem Wiki-Prinzip von allen eingetragen und überarbeitet werden. Zusätzlich sichern Regionalpiloten vor Ort die Qualität der Karteneinträge. In Bamberg hat das Change – Chancen.Nachhaltig.Gestalten e. V. übernommen.
¹ In der Karte als Nr. 6 unter „Bildung und Beratung“ mit dem Obstmarkt 10 als Postadresse; die Bildungsstätte ist die Bienen-InfoWabe am Bienenweg 1 im Erba-Park
Anhörung im Petitionsausschuss zur Risikoüberprüfung von Pestiziden

Bild von Richard Ley auf Pixabay – Danke!
Um was geht es?
Wer war an der Anhörung beteiligt?
Die Petitionseingeber (Petenten), Imkermeister Thomas Radetzki und Vorstand der Aurelia-Stiftung sowie Prof. Dr. Dr. h. c. Randolf Menzel, Zoologe und Neurobiologe mit Schwerpunkt Gedächtnisleistung der Bienen, hatten ihr Anliegen in Berlin unseres Erachtens nach sehr kompetent und verständlich vertreten.
Radetzki stellt die Petition (s. u. im Video ab Minute 5) dar. Menzel äußert sich (ab Minute 9) zur den Auswirkungen von Insektiziden im Allgemeinen und speziell am Beispiel von Thiacloprid auf die Honigbiene. Es folgen zwei Folien bis Minute 11:15.
So manche themenabweichende Anmerkung oder unglücklich ausgedrückte Frage der anwesenden Fraktionsvertreter(inne)n hatten die Petenten sachlich und freundlich auf den Wesenskern der Petition zurückgeführt. Dennoch sind sie dabei in ihren denkbar knappen Ausführungen auf die jeweiligen Befindlichkeiten verständlich eingegangen. Respekt!
Im Folgenden (fast vollständig) die Beteiligten der Anhörung:
- Thomas Radetzki (Petent, Imkermeister, Vorstand der Aurelia-Stiftung)
- Prof. Dr. Dr. h. c. Randolf Menzel (Petent, Zoologe und Neurobiologe mit Schwerpunkt Gedächtnisleistung der Bienen, erem. Prof.)
- MdB Marian Wendt (Sitzungsleitung und Berichterstatter der CSU/CDU)
- MdB Michael Stübgen (Parlamentarischer Staatssekretär des BMEL, CDU/CSU)
- MdB Florian Pronold (Parlamentarischer Staatssekretär des BMU, SPD)
- MdB Udo Schiefner (SPD)
- MdB Harald Ebner (Bündnis 90/Die Grünen)
- MdB Gerald Ullrich (FDP)
- MdB Dr. Kirsten Tackmann (Die Linke)
- MdB Manfred Todtenhausen (FDP)
War die Petition erfolgreich?
Wie geht es weiter?
Originalquelle:
Pressemeldungen
- „Bundesregierung verschleppt den Bienenschutz“. Aurelia-Vorstand Thomas Radetzki mahnt vor Bundestagsausschuss mangelhafte Risikoprüfungen bei Pflanzenschutzmitteln an (Aurelia-Stiftung / Florain Amrhein, 21.10.2019)
- Kampf gegen Insekten- und Bienensterben (Deutscher Bundestag, 21.10.2019)
- Infos zur Bundestagspetition „Pestizidkontrolle“ auf der Seite Thomas Radetzki: www.pestizidkontrolle.de
- Vollständiger Text der Petition (PDF)
Weiterführende Informationen
- Allgemeine Hinweise zum Petitionsverfahren. Deutscher Bundestag. 23.11.2017.
- Kurz erklärt: Petitionsverfahren. Deutscher Bundeswehrverband. 16.11.2015.
Bauern, Brände, Honigstände … der Apfelmarkt 2019 mit Herbstmarkt in Strullendorf
Honigstände …
… am Anfang, Mitte und jedem Ende … zehn an der Zahl haben wir auf dem Apfelmarkt, heuer zugleich mit dem Strullendorfer Herbst- und Bauernmarkt, mindestens entdeckt! Äpfel und Bienen bzw. Imker/innen, das gehört ja auch definitiv zusammen! Im Einzelnen waren dies:
- Werner Zwillich (Zapfendorf)
- Herbert Beck und Cornelia Schecher (Scheßlitz)
- Leonhard Hümer (Viereth-Trunstadt)
- Khristo Dimov (Bamberg)
- Wagner (Hirschaid)
- Daniel Müller (Rothensand)
- Lisa und Markus Nagengast (Hallerndorf)
- Ute Dinkel (Zapfendorf)
- Michael Winkler (Merkendorf)
- Mittelschule Scheßlitz

Besonders gefreut hat uns, dass …
- … gleich einer der ersten Marktstände ein Honigstand war (Zwillich)
- … Hümers sich mit Hilfe von Fotorähmchen und Objekten um Aufklärungsarbeit bemühten,
- … Ute bei einem Jungimker mit a weng weng Honigerfahrung ohne Konkurrenzbedenken Nachhilfe gab,
- … die „Zitrone-in-Honig“ vom Herbert einfach klasse schmeckt!
- … der Stand von Cornelia (in Koop. mit o. g.) so liebevoll geschmückt war,
- … und alle offenbar gut Honig verkaufen konnten, wie man uns bestätigte.
Thema „Bienen“
Aber es gab noch viel mehr zum Thema „Bienen“ zu entdecken. Gleich zu Beginn unserer 2,1-Kilometer-Tour die Lindenallee hinauf und über die Kalterfeldstraße wieder hinunter kauften wir bei Peter Sterzers Dekohütten (aus Hallstadt) ein allerliebstes Biene-Maja-und-Willi-Paar ein, das uns gleich noch als lustiges Fotomotiv zupass kam.
Kurz vor der Kürbisprämierung trafen wir auf unseren Bienenfreund, MdB Andreas Schwarz, der uns sogleich über den Stand der geplanten Millionenzuwendung für Bamberg, im besonderen den Anteil, der den Bienen- bzw. Insektenschutz betrifft, in Kenntnis setzte. Man sei dem genehmigten Budget zwar noch nicht habhaft, doch immerhin hätte Bamberg als einziges von vier weiteren Kommunen eine fertige Verwendungsskizze vorgelegt. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit.
Äpfel, Brände … und ein Federweißer
Eine Frage der Zeit ist es sicherlich auch, die rund 60 Weidenkörbchen mit unterschiedlichen Apfelsorten zu befüllen, die am oberen Ende der Lindenallee für Staunen sorgten. Alle Apfelsorten stammen von den Plantagen Streuobstwiesen in Lauf und Roth bei Zapfendorf. Was vor 20 Jahren als kleiner Apfelmarkt im Innenhof zum Naturkundemuseum in Bamberg begann, so erzählte es uns Rainer Giehl, ist heute ein jährliches lukullisches Bildungs-Großevent, verteilt über den ganzen Landkreis. Nächstes Jahr übrigens in Memmelsdorf, wie wir vom 1. Vorsitzenden unseres Obst- und Gartenbauvereins Bamberg-Wildensorg, bei dem auch wir ein Mitglied sind, erfuhren.
Wo wir schon bei diesem Verein sind … gekostet hatten wir am Stand von Helmut, Liselotte und Jürgen Brendel – (ihr kennt sie sicher noch von einem Vortrag bei uns) – einen erstklassigen Apfelfederweißen. 
Dass auch unser zufällig angetroffener Bienenpate Rudi Reinwald begeistert ist von den Produkten der vereinseigenen Brennerei und Mosterei, für die Helmut Brendel der Beauftragte ist, erscheint uns logisch. Qualitätsbewusste Leute finden sich immer wieder bei den selben ein. So wie Georg Lorenz, der Bienenweidebeauftragte unseres Imkervereins (IBZV e. V.), den wir Rudi bei unserem Zufallstreffen nicht vozustellen brauchten. Schorsch presst das Heu von Rudis Bio-Landwirtschaft in Pettstadt … alles klar, man kennt sich …!

Nicht gekannt hat Rudi eine alte Apfelsorte, die er im Schulhaus bestimmten ließ. Unfassbar – mit einem Blick konnte das Mitglied des Pomologenvereins erkennen, dass es sich um die Goldrenette von Blenheim handelte. So nebenbei erfuhr er auch, dass seine Apfelsorte „Florina“ völlig schorfresistent ist. Und er hatte sich schon immer gewundert …
Bekannte auf gefühlt jedem Meter
Erst kürzlich bei unserer Bihäusl-Exkursion kennengelernt hatten wir Oliver und Anja Fromm, die nun fleißig 800 Apfelkräpfla buken, am Stand des Obst- und Gartenbauvereins Lisberg, den wir reichlich erschöpft zum Kaffeetrinken aufsuchten. Wenn wir damit dachten, wir hätten jetzt definitv auf jedem Meter einen Bekannten getroffen, so begrüßten bzw. verabschiedeten wir uns auf den letzten Schritten noch von Christian Rindchen, der ausnahmsweise einmal nicht am Stand seiner Eltern half. Denn heuer hatten sie selbst Gelegenheit, den Apfelmarkt zu besuchen, da es zu wenig Äpfel in ihrem Garten gab. Tja, und das trotz eigener Bienenstöcke. So ist das nun mal mit der Natur, sie ist unberechenbar. Das Jahr war obsttechnisch gesehen kein so optimales, und wir wissen ja, warum.

Daher ist es um so wichtiger, die Bienen bei Laune zu halten. Beispielsweise mit Patzelts „Vitamine für die Biene“. Senior Herwig und Junior Rainer verkaufen und informieren über Bienenweiden – „damit den Honigbienen was blüht“, so zu lesen am Stand der Memmelsdorfer Baumschule, Rosen- und Staudenkulturenbetrieb. Nicht umsonst haben wir uns im Bamberger Bienengarten ein Staudenbeet von ihnen bestücken lassen. Ohne Bienen keine Frucht, ohne Nahrung keine Bienen.
Großes Lob
Doch mit diesen eher tristen Gedanken wollen wir nicht enden, sondern mit einem dicken Lob an die beiden Veranstalter! Denn nicht nur der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege hat den Apfelmarkt ausgerichtet, sondern auch die Gemeinde Strullendorf hat ihren Herbst- und Bauernmarkt bravourös in offenbar perfekter Kooperation gestemmt.
Die Vielfalt und Qualität der Informationen – ergänzend genannt der Landesbund für Vogelschutz und der Landschaftspflegeverband Landkreis Bamberg, – vertreten von Wildbienenspezialist Klaus Weber –, aber auch die musikalischen Glanzlichter des Musikvereins Zeegenbachtal, die Bewirtungsangebote in den Höfen oder Spezialeinlagen wie Baumklettern und Handwerkskunst …, das war alles miteinander ein perfekter Sonntag, wie er schöner kaum sein konnte. Hier hat sich wirklich alles getroffen, Bamberg müsste praktisch leer gefegt gewesen sein.
Beschwingt radelten wir am RMD-Kanal wieder nach Hause und nahmen uns vor – nächstes Jahr wieder!













