Lavendel- und Honigmesse am bisher heißesten Tag des Jahres 2023

Die Lavendelsorten, die wir vom Bamberger Staudengärtner Strobler erstehen konnten, waren heuer ‚Rosea‘, ‚Arctic Snow‘, ‚Hidcote Blue‘ und ‚Dwarf Blue‘. Auch heuer führte Bamberg zu unserer Lavendel- und Honigmesse wieder einmal die Temperaturwerte an. Trotz des mit 30,1° C bis dato heißesten Tag des Jahres am 18.06.23 kamen rund 50 Besucher*innen, um einzukaufen, sich beraten zu lassen oder einfach nur, um sich in einem der raren Schattenplätzchen miteinander auszutauschen, so wie unser Imkerkollege Leo Weingärtner mit Frau Monika.

Unsere Bienenpatin Daniela Brech reiste extra aus Haßfurt an, um den Garten doch auch mal in voller Blüte zu erleben, statt nur das Beikraut (wie im März geschehen) auszurupfen. Schade, dass die Pfingstrosen bis zum dritten Sonntag im Juni fast immer schon gänzlich verblüht sind. Doch dafür zeigte sich der 2018 von Elke Puchtler gespendete Lavendel ‚Hidcote Blue‘ um das Kräuterbeet herum von seiner schönsten Seite.

Kurz darauf kam auch unsere Bienenpatin Ulla Frank mit ihrer Mutter und brachte ihre leergegessenen Patenhonige zurück. Bald gibt’s ja wieder neuen Honig und vielleicht möchtet ihr ja mal direkt erleben, wie er geerntet und verarbeitet wird? Für diese schönen Stunden könnt ihr euch hier anmelden.

Wäre unsere Bienenpatin und Kassenwartin Gabi Loskarn nicht gewesen, die uns dankenswerterweise bei dieser Aktivität des Förderkreises Bienenleben Bamberg e. V. geholfen hatte, wäre ich wohl kaum zum Unterhalten und Beraten gekommen. Trotzdem sind es immer zu wenige Worte, die wir miteinander wechseln können.

Doch eines dieser Gespräche führte uns mit Heidrun Alzheimer nachfolgend eine Gießhilfe und Gießhilfenvermittlerin zu, für die wir sehr dankbar sind. Auch für ein anderes Anliegen macht sie sich stark – aber dazu später mehr.

Dankbar sind wir auch für Christian und Saskia Schwarzenberger, die mit ihrer Familie vorbei kamen. Christian ist ein ehemaliger Bienenpate und Imkerkursteilnehmer. Beide versprachen, sich für ein Patenprojekt ihrer Softwarefirma Marcapo einzusetzen. Mit dem Spendenbeitrag können wir ein Drittel unseres derzeitigen Großprojekts, die Bio-Toilette, finanzieren. Da hat sich doch das sonntägliche Aushalten in der Sonne mehr als gelohnt!

Eine weitere ehemalige Imkerteilnehmerin, Marga Hartig, schaute mit Mann Robert und Hund Molly ebenfalls vorbei. Den selbstgemachten und überaus köstlichen Erdbeerlimes, ließen wir uns als Tagesabschluss nach dem Aufräumen und zweistündigem Gießen gerne schmecken.

Natürlich können wir mit dem Verkauf lediglich die Ausgaben decken, sehr viel mehr bleibt da gar nicht übrig. Doch diesmal entstand vom nichtverkauften Lavendel kein neuer Sinnespfad wie im vergangenen Jahr. Dennoch galt es, in den nächsten beiden Tagen die Reste einzupflanzen. Sie füllen nun die letzten Lücken unserer Schaubeete des Bamberger Bienengartens.

Umsonst ist die Aktion dennoch nicht. Der Wunsch, mit Schau- und Kauflustigen über unser Herzensanliegen, die Bienen- und Insektenwelt, ins Gespräch zu kommen, ist mehr als erfüllt. Dabei strahlt die Lavendel- und Honig Messe bis in die Region aus, wie ein Schweinfurter Ehepaar berichtete.

Vielen Dank euch allen aus Nah und Fern für euren wertgeschätzten Besuch!

Über Baunachs Störche zu Kirchlauterer Bienen – ein Exkursionsbericht

Am Marktplatz in Kirchlauter; FKBB-Bildungsexkursion nach Kirchlauter Treffpunkt Ottokirche / Kilometerobelisk; FKBB-Bildungsexkursion nach Kirchlauter Die FKBB-Bildungsexkursion Kirchlauter am Samstag, 03.06.23 begann an der Bamberger Ottokirche am Kilometerobelisken und führte unsere kleine Gruppe per Carsharing-Auto zunächst nach Baunach.

Für das erst seit wenigen Tagen neu in Bamberg angekommene Paar, Francesca und Roland, waren die Region Haßberge noch eine Unbekannte. Also war Sight-Seeing angesagt.

Storchennest am Marktplatz in Kirchlauter; FKBB-Bildungsexkursion nach Kirchlauter

Die Begeisterung über die romantische, über tausendjährige Drei-Flüsse-Stadt löste auch ein mit drei Storchenkindern besetztes Nest aus.

Die Baunacher berichteten uns in der Art stolzer „Eltern“, dass sie vor zwei Jahren einen Horst auf das Fachwerkhaus Am Marktplatz 6 errichtet hatten. Bereits im letzten Jahr nahm ein Storchenpaar die Einladung an, die aber erst heuer für Nachwuchs sorgten – dafür gleich drei Sprösslinge auf einmal. Nach dem Genuss in einem der besten Eisdielen der Region war es auch schon Zeit für das vereinbarte 12-Uhr-Treffen in Kirchlauter.

Am Altlautersee erwartete uns Doris auf ihrer Picknickdecke, die sie großzügig mit uns teilte. Da die Führung am Lehrbienenstand erst um 14 Uhr beginnen sollte, hatten wir reichlich Zeit für einen Austausch über unser aller spannendes, abwechslungsreiches Leben und Arbeiten mit all seinen Stationen.

Der Lehrbienenstand

Figurenbeute am Lehrbienenstand Kirchlauter; FKBB-Bildungsexkursion nach Kirchlauter

Sodann begann die eigentliche Exkursion unter dem Motto „Bienen, Obst und Altes Handwerk“ mit einem kurzen Spaziergang auf die Anhöhe zum Genusserlebnisweg mit angeschlossenem Lehrbienenstand des Imkervereins Kirchlauter. Wir wurden von der riesigen Figurenbeute freundlich begrüßt und gelich weitergeschickt zu Dieter und Matthias Adrian am Bienenhaus.

Referenten Matthias und Dieter Adrian; Figurenbeute am Lehrbienenstand Kirchlauter; FKBB-Bildungsexkursion nach Kirchlauter

Matthias erläuterte die imkerlichen Handlungen, ließ einen Blick in einen Ableger werfen und beantwortete geduldig alle Fragen. Die Königin wurde gesichtet, auch, wie eine Biene frisch aus ihrer Zelle schlüpfte, die Inhalte von Wabenzellen erläutert … alle waren sich einig, dass sie viel und Interessantes gelernt hätten. Oder wie Doris meinte: „Ich habe das nicht so spannend erwartet!“

Am Lehrbienenstand Kirchlauter; FKBB-Bildungsexkursion nach Kirchlauter

Dieter zeigte sodann die verschiedenen historischen Exponate auf dem Gelände, die sich aus Nachlässen alter Imkereien und Belegbienenständen der nahen und weiteren Umgebung stammten.

Am Lehrbienenstand Kirchlauter; FKBB-Bildungsexkursion nach Kirchlauter

Das Schmiedemuseum

Weiter ging’s in das Schmiedemuseum. Im Erdgeschoss erfuhren wir auf vielen Tafeln alles rund ums Schmiedehandwerk. Das Highlght war natürlich die Schmiedewerkstatt selbst.

Schmiedemuseum; FKBB-Bildungsexkursion nach Kirchlauter

Doch auch der erste Stock, die Wohnstube des Schmieds, hatte einiges an historischen Stücken zu bieten. Es war zwar kaum etwas beschriftet, doch alle hatten mehr oder weniger noch Ahnung, zu was welches Stück gut war. Dieter als unser Ältester in der Runde konnte notfalls Aufklärung leisten und erzählte anregend über die Geschichte des Hauses, das als privates Museum geführt wird.

Schmiedemuseum; FKBB-Bildungsexkursion nach Kirchlauter

Der Honigschleuderraum

Zum Lehrbienenstand gehört auch ein picobello sauberer Honigschleuderraum in einigen hundert Metern Entfernung, den wir nach dem Schmiedemuseum besichtigten. Eine elektrische Selbstwendeschleuder für 6 Waben ist der ganze Stolz des Imkervereins Kirchlautern. Den hätten wir zu gerne ebenfalls, ganz klar.

Der Honigschleuderraum des Imkervereins Kirchlautern; FKBB-Bildungsexkursion nach Kirchlauter

Natürlich war es ein Tag mit viel Input, doch das hat eine Bildungsexkursion so an sich. Noch vor 17 Uhr erreichten wir wieder Bamberg. Für uns endete der Tag mit einer kleinen Überraschung. Francesca versprach, das Pfingstrosenbeet zu hacken und auch später mal im Bienengarten mitzuhelfen. Mit diesen tollen Aussichten fuhren wir doch gerne am nächsten Tag in unseren Kurzurlaub in die nicht minder schöne Fränkische Schweiz.

Danke für diesen schönen Tag mit euch allen, und ein großes Dankeschön auch an die sehr sympathischen und fachlich versierten Referenten Dieter und Matthias! Ihr macht das großartig!

So., 18.06.23 – BIWa-Sonntagsöffnung mit Lavendel- und Honigmesse für Bienenfreunde

Biene an Lavendel - Lavandula 'Miss Katherine'Kennzeichnung "Spezialthema" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Wann? So., 18.06.23 | 14.00 – 18.00 Uhr
Was?
Verkaufsschau mit Beratung im Bamberger Bienengarten. Lavendel wird von Honig- wie Wildbienen sehr geschätzt und ist ein unkomplizierter Garteninsasse. Für unsere Messe verkaufen wir verschiedene Lavendelsorten in den Farben lila, rosa und weiß. Einige davon wie die Sorten #Hidcote Blue, #Miss Katherine und #Nana Alba sind dauerhafte Gäste im Bamberger Bienengarten, der jederzeit öffentlich zugänglich ist. Ihr könnt sie euch also vor dem Kauf gerne erst mal ansehen, denn sie werden bis dahin garantiert blühen.
Wer außerdem den unter dem Regionalsiegel „Genussla“ geimkerten Bamberger Lagenhonig mit hinzunehmen möchte, hat viel Gutes für die Natur getan.
Für wen? Ohne Altersbeschränkung
Kosten? Kein Eintritt. Über Spenden freuen wir uns
Veranstalter: FKBB, Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. in Kooperation mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)
Und sonst? Bitte nutzt die nahe Tiefgarage des ERBA-Parks

STADTRADELN 2023 – mit Team „Bienen-leben-in-Bamberg.de“

Mo., 12.06.-02.07.23 – STADTRADELN 2023

Altes, verrostetes FahrradtStadtradeln 2023 mit TEam Bienen-leben-in-Bamberg.deWann? Mo., 12.06. – So., 02.07.23
Wo? Bundesweite Aktion, aufgeteilt auf einzelne Kommunen
Wer? Alle, die sich auf der offiziellen Seite STADTRADELN registrieren und sich in -> Bamberg (Stadt) und -> unser Team: „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ eintragen. Unser Statement lautet: „Bienenfleiß beim Radeln, gibt dir stamme Wadeln. Und tust du Gutes für die Welt, ist’s auch um Bienen gut bestellt!“
Was? Kilometer sammeln für unser Team „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ … und natürlich für ein besseres Klima! Teamchoach ist heuer wieder Ilona. Zum Bericht 2022.
Und sonst? Unseren internen Teamgewinner/innen (Platz 1-3) lockt als süßer Preis ein Glas (1x 500g für 1. Platz und 2x 250g für 2+3. Platz) Bamberger Lagenhonig! Außerdem wird unter allen unseren Teilnehmenden unabhängig vom Ranking ein 250g-Glas „Mitmach-Honig“ ausgelost.

Monatsbetrachtungen Juni 2023 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen

Lavendel (Lavandula) weiss und lilaDie Robinie steht in voller Blüte und die Sommerlinde als nächste Massentracht hat es auch gerade geschafft. Zu beobachten ist ein Kommen und Gehen im Storchschnabel und Liguster, an Waldgebieten und Obstgärten an Himbeere und Brombeere. Die Phazelia wartet ebenfalls mit Leckereien für die Bienen auf, und wo wir bei Lila sind – der Lavendel startet heuer früh durch und kann durchaus als eine kleine Massentracht zählen, zumal er durch den Klimawandel immer häufiger die vertrockneten Gärten schmückt.

Schwarmstimmung kontrollieren

Brutbrett / Brutrahmen mit Weiselzellen von untenDie Schwarmzeit dauert bis Ende Juni an, mindestens jedoch bis zur Sommersonnwende (siehe auch unsere Monatsbetrachtungen Mai). Unsere Völker sind derzeit sehr unterschiedlich aufgestellt. Manche gaben das Schwärmenwollen bereits auf oder legen eine Pause ein.

Die Sonnenwende am 21.06. läutet die Zeit kürzerer Tage ein. Darauf reagieren Pflanzen wie Tiere. Ab diesem Zeitpunk wird die Aufzucht von Brut reduziert. Die Volksstärken nehmen allerdings bis Anfang Juli mit der noch schlüpfenden Brut nch zu. Unsere Routinetätigkeit zur Kontrolle auf Schwarmstimmung setzen wir also im 7-Tage-Rythmus bis zum Monatsende fort. Weiselzellen lassen sich zur Ablegerbildung verwenden oder werden ausgebrochen.

Futterversorgung nach Honigernte sicherstellen

Während etliche Imker*innen bereits schon ein- bis zweimal geerntet haben, warten wir obligatorisch ab bis Trachtschluss bzw. bis Mitte Juli zum Beginn unserer jährlichen Honigschleudertage.

Nach der Ernte gilt es, die Futterversorgung sicherzustellen. Abhängig vom Standort kann es bereits im Juni zu Trachtlücken kommen. Heuer dürfte das jedoch nicht der Fall sein, da das Frühjahr insgesamt spät und kühl startete. Ein Volk verbraucht im Juni etwa 3 bis 4 Kilogramm Futter pro Woche. Sollte also Ernte mit der Schafskälte zusammenfallen, gäbe es möglicherweise einen Engpass beim Futtern.

Ableger pflegen

Begattungserfolg kontrollieren

Die gelbe Königin, umringt von ihrem HofstaatBei den im Mai erstellten klassischen Brutwabenablegern sind nach 28 Tagen alle Arbeiterinnen geschlüpft. Die neue Königin ist vom Hochzeitsflug zurück und legt seit etwa einer Woche Eier. Auch müsste bereits die erste verdeckelte Arbeiterinnenbrut vorhanden sein.

Mit dem gleichen Bild rechnen wir 14 Tage nach Bildung bei den Begattungsvölkchen aus Sammelbrutablegern. Bei der Kontrolle auf den Begattungserfolg sollten sich zumindest Eier finden lassen und später Arbeiterinnenbrut. War nach dem Schlupf der Jungkönigin das Wetter jedoch kalt und regnerisch, kann sich der Hochzeitsflug verzögern. Dann geben wir noch eine (bis zwei) Woche(n) zu und kontrollieren erneut. Finden wir immer noch keine Eier und Arbeiterinnenbrut, vereinigen wir die Waben mit einem benachbarten Ableger.

Königin zeichnen

In einem Zug mit der Kontrolle auf den Begattungserfolg kann die Königin gezeichnet werden. Die Ableger sind noch klein, da sind die Königinnen leicht auffindbar. (Zum Thema Zeichnen waren wir hier im Blog recht ausführlich.)

Gegen die VarroaMilbe behandeln

Ablegerpflege mit Milchsäurebehandlung gegen VarroamilbenbefallDie Durchsicht nutzen wir gleich zur Entmilbung. Die Ableger sind noch klein und mit wenig (verdeckelter) Brut, so dass die meisten Milben auf den Bienen ansitzen. Gut für eine Sprühbehandlung mit Milchsäure 15 % ad us. vet., welche bienenschonend und zugleich unkompliziert in der Anwendung ist.

Die Waben werden beidseitig im 45°-Winkel eingesprüht, bis die Bienen silbrig glänzen. Wenn die Bienen speckig schwarz aussehen, hat man zu viel gesprüht.

Von den Bieneninstituten wird stattdessen die Verwendung einer Sprühlösung Oxalsäure-Dihydrat 3 % ad us. vet. empfohlen, die eine noch bessere Wirksamkeit gegen die Varroamilbe aufweist. Sie ist jedoch unserer Meinung nicht ganz so anwenderfreundlich, was Jungimker*innen eventuell vor Probleme stellt. Einfach mal ausprobieren. Und nicht vergessen, den Vorgang zu dokumentieren, da verpflichtend!

Ableger Erweitern

Vergleichsfoto zur RähmchenverdratungMit dem Wachsen der Völckchen werden die Ableger sukzessive mit gedrahteten Leerrähmchen mit Anfangsstreifen am Rand des Brutnestes erweitert. Dies geschieht je nach Entwicklung im Abstand von ein bis zwei Wochen. Drei bis fünf  Arbeiterinnenwaben lassen sich so im Naturbau gewinnen. Später im Sommer wird mit Mittelwandrähmchen erweitert.

Bei Trachtmangel geben wir parallel zur Erweiterung einen Liter Zuckerlösung (Mischungsverhältnis 3:2). Unter der Futtergabe bauen die kleinen Völker die Waben zügig aus. Voraussetzung für das Gelingen eines Naturbaus ist jedoch, dass die Beuten waagrecht ausgerichtet stehen.

Propolisgitter einlegen

Ab der Sommersonnwende beginnen die Bienenvölker bereits mit den ersten Vorbereitungen auf den Winter. Speziell dichten sie verstärkt Ritzen und Spalten mit Propolis ab. Wer also Propolis ernten möchte, der sollte jetzt das Propolisgitter auf die Rähmchen aulegen. Wir verwenden Propolis-Tinktur sehr erfolgreich bei Fieberbläschen sowie Erkältungen und Entzündungen mit Symptomen im Rachen-Hals-Raum.

TERMINE im Juni

Sa., 03.06.23 – Bildungs-Exkursion nach Kirchlauter: „Bienen, Obst und Altes Handwerk“

Wann? 03.06.23 | 12.00 – 16.30 Uhr

Programm

  • Lehrbienenstand und Genuss-Erlebnisweg / Vorexkursion Kirchlauter; Schmiedemuseum Kirchlauter (Foto von IV Kirchlauter)12.00 – 14.00 Uhr | MITTAGSSTUND hat Obst im Mund
    Was?
    Gemeinsames Picknick (Selbstversorgung) am Altlautersee am Ortseingang von Kirchlauter (Treffpunkt) und kleiner Verdauungsspaziergang zum Naturgenuss-Erlebnis-Lehrpfad.
  • 14.00 – 16.30 Uhr | FÜHRUNG Imkerverein Kirchlauter mit Schmiedemuseum
    Was? Führung durch den Imkerverein Kirchlauter mit Vorstellung des Lehrbienenstandorts und des Bienenhauses, im Anschluss zur Dorfmitte ins Schmiedemuseum.

Wo? Kirchlauter, Treffpunkt Altlautersee
Für wen?
Ohne Altersbeschränkung. Familienfreundlich.
Kosten und Anmeldung? € 5 bar vor Ort; Anmeldung erwünscht unter hallo [at] fkbb-ev [dot] de oder Tel. 0951-3094539.

Bei schlechtem Wetter fällt die Exkursion ersatzlos aus.

Anreisemöglichkeiten

  • Eigene Anreise, siehe auch unser Bericht zur Vor-Exkursion.
  • Bei Anmeldung bis 01.06.23 (aktualisiert) kann ggf. ein Kleinbus gegen Unkostenbeitrag gebucht werden.
  • Parallel Fahrradtour (Achtung: Steigung Hassberge!) von Bamberg aus via Oberhaid, Sandhof und Appendorf. Abfahrtszeit 9.30 Uhr gegenüber Ottokirche am Kilometer-Obelisken an der Siechenkreuzung.

Veranstalter? Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB)


Mi., 14.06.23 – MonatsBeeTrachtungen Juni / Juli (mit Stammtisch)

Wann? Mi., 14.06.23 | ab 19 Uhr – jeden 2. Mittwoch im Monat
Wo? Vereinshain, Galgenfuhr 30, in Bamberg (Vereinssportgasttätte TSG 05 gegenüber Jahnwehr. Reichlich Parkmöglichkeiten, behindertengerecht.)
Für wen? Imker/innen und alle Interessierten, auch ohne Kenntnisse und Ambitionen, aber mit viel Liebe zu Bienen, Honig, Imkerei und Natur!
Was? Informative Vorschau zu aktuellen imkerlichen Arbeiten des laufenden Monats und phänologische Hinweise zu Blühtrachten. Mit Meinungsaustausch bei geselligem Beisammensein und Schwofen über unsere Lieblingsthemen.
Referenten? Reinhold Burger (Bienenwirtschaftsmeister u. -sachverständiger) und Ilona Munique (Imkerin)
Und sonst? Die sogenannten Monatsbetrachtungen sind Tradition lehrender Imker(inn)en, die ihre langjährigen Erfahrungen systematisch aufarbeiten und sich dabei „in die Karten schauen“ lassen.


So., 18.06.23 – BIWa-Sonntagsöffnung mit Lavendel- und Honigmesse für Bienenfreunde

Biene an Lavendel - Lavandula 'Miss Katherine'Kennzeichnung "Spezialthema" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Wann? So., 18.06.23 | 14.00 – 18.00 Uhr
Was? Verkaufsschau mit Beratung im Bamberger Bienengarten. Lavendel wird von Honig- wie Wildbienen sehr geschätzt und ist ein unkomplizierter Garteninsasse. Für unsere Messe verkaufen wir verschiedene Lavendelsorten in den Farben lila, rosa und weiß. Einige davon wie die Sorten #Hidcote Blue, #Miss Katherine und #Nana Alba sind dauerhafte Gäste im Bamberger Bienengarten, der jederzeit öffentlich zugänglich ist. Ihr könnt sie euch also vor dem Kauf gerne erst mal ansehen, denn sie werden bis dahin garantiert blühen.
Wer außerdem den unter dem Regionalsiegel „Genussla“ geimkerten Bamberger Lagenhonig mit hinzunehmen möchte, hat viel Gutes für die Natur getan.
Für wen? Ohne Altersbeschränkung
Kosten? Kein Eintritt. Über Spenden freuen wir uns
Veranstalter: FKBB, Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. in Kooperation mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)
Und sonst? Bitte nutzt die nahe Tiefgarage des ERBA-Parks


Mo., 12.06.-02.07.23 – STADTRADELN 2023

Altes, verrostetes FahrradtStadtradeln 2023 mit TEam Bienen-leben-in-Bamberg.deWann? Mo., 12.06. – So., 02.07.23
Wo? Bundesweite Aktion, aufgeteilt auf einzelne Kommunen
Wer? Alle, die sich auf der offiziellen Seite STADTRADELN registrieren und sich in -> Bamberg (Stadt) und -> unser Team: „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ eintragen. Unser Statement lautet: „Bienenfleiß beim Radeln, gibt dir stamme Wadeln. Und tust du Gutes für die Welt, ist’s auch um Bienen gut bestellt!“
Was? Kilometer sammeln für unser Team „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ … und natürlich für ein besseres Klima! Teamchoach ist heuer wieder Ilona. Zum Bericht 2022.
Und sonst? Unseren internen Teamgewinner/innen (Platz 1-3) lockt als süßer Preis ein Glas (1x 500g für 1. Platz und 2x 250g für 2+3. Platz) Bamberger Lagenhonig! Außerdem wird unter allen unseren Teilnehmenden unabhängig vom Ranking ein 250g-Glas „Mitmach-Honig“ ausgelost.

Ablegerversorgung, Königinnenzeichnen, Weiselkontrolle, Drohnenbrutentnahme (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK23, Modul 6)

Ablegerversorgung im Imkeranfängerkurs, AK23, M6, Schwarmverhinderung / Bienen-leben-in-Bamberg.deZur Halbzeit des Imkerkurs für Anfänger gab’s jede Menge Stoff. Doch nicht alles davon war völlig neu, beispielsweise Königinnenzeichnen und Weiselkontrolle. Nun sind alle Arbeiten am Volk vor der Ernte im Juli erklärt und eingeübt. Neu waren die Ablegerversorgung und die Entnahme der Drohnenbrut. Neu auch, selbst eine Drohne in die Finger zu bekommen und sie zu einer Fake-Königin zu machen. Hier die Lektionen der Reihe nach:

Ablegerversorgung

Ablegerversorgung im Imkeranfängerkurs, AK23, M6, Schwarmverhinderung / Bienen-leben-in-Bamberg.deDMilchsäurebehandlung beim Imker-Anfängerkurs, AK19, M5en im Modul 4 gebildeten Ableger wanderte von seinem Interimsstandort aus den Buger Wiesen zurück zum Bienenweg.

Nun wird seine Entwicklung begutachtet. Befindet er sich in einer Aufwärtsentwicklung? Hat die junge Königin ihren Hochzeitsflug erfolgreich bestanden und legt fleißig?

Nach dem empfehlenswerten Separieren der Königin – haben wir im Kurs nicht gemacht, wäre aber besser – wird das noch kleine Volk mit Milchsäure besprüht. Da noch keine Waben verdeckelt sind, kann diese erste Varroaprophylaxe ihre Wirkung entfalten. Allerdings hält das leider nicht für immer. Doch bis zum August/September ist ja noch etwas hin, wenn wir mit Ameisensäure weitermachen werden.

Königinnenzeichnen

Im Modul 5 sahen unsere angehenden Jungimker*innen dabei zu, wie Reinhold eine Königin gezeichnet hat. Dies soll nun mit Drohnen eingeübt werden. Paarweise ging es an zwei Völker. Eine*r hielt die Brutwabe. (Ja, muss man betonen. Wir hatten ernsthaft Honigwaben nach Drohnen abgesucht. Und, Ja, es darf gelacht werden!)

Die/Der andere pflückte sich eine Drohne, was leichter aussieht, als getan ist.

Dann schnell ab in den Stempel – aber ins richtige der beiden hohlen Teile! – und vorsichtig mit dem Schaumstoff die „Königin“ in eine Halteposition bugsiert, so dass ihr oberer Rücken sanft zwischen den Stäben festgeklemmt auf ihre Kennzeichnung wartet.

Trocknen lassen, etwas anräuchern, um unseren menschlichen oder den Geruch des Farbstiftes zu überdecken, und ab mit der Königin zu ihrem Volk, das sie hoffentlich auch wieder annimmt. Hin und wieder passiert es, dass sie nicht mehr beachtet wird. Vielleicht wurde ihr Unterleib versehentlich gequetscht und sie riecht nicht mehr so, wie eine gesunde, legefähige Königin es sollte.

Eine sehr ausführliche Beschreibung aus dem letzten Jahr zeigt die Tücken bei diesem so simpel wirkenden Vorgang.

Weiselkontrolle

Nachdem die Brutwabe schon mal in der Hand ist, wird gleich auch nach Weiselzellen gefahndet. Spielnäpfchen fanden sich mehrere, doch nur wenig Königinnenzellen. Alles zu diesem Vorgehen der Schwarmverhinderung findet sich im Beitrag zum Modul 5.

Drohnenbrut entnehmen

Das Entfernen des mit männlichen Larven und Puppen behausten Rähmchens nimmt den Varroadruck vom restlichen Volk, was sich langfristig positiv auf die Volksentwicklung auswirkt, so unschön die Tätigkeit auch ist. Die Drohnenbrut wird im Laufe der Saison mehrmals geschnitten. Noch weiß niemand so genau, ob Drohnen nicht auch wichtige weitere Funktionen haben als „nur“ die, eine fremde Königin zu begatten.

 

Um Nachhaltigkeit bemüht, lässt sich die entfernte Drohnenbrut (eingefroren) für das Auffüttern von Nestfallern oder fürs Federvieh verwenden. Auch wird das wertvolle Wachs eingeschmolzen und für die Völker wieder aufbereitet. Ein paar Teilnehmende probierten gar die Larven und bescheinigten ihnen einen haselnussigen, leicht honigsüßen Geschmack. Warum also nicht geröstet als Delikatesse kosten und so den Kreislauf der Natur schließen, indem nichts übrig bleibt, was verwertet werden kann.

Sa., 03.06.23 – Bildungs-Exkursion nach Kirchlauter: „Bienen, Obst und Altes Handwerk“

Bildungs-Exkursion nach Kirchlauter: „Bienen, Obst und Altes Handwerk“

Wann? 03.06.23 | 12.00 – 16.30 Uhr

Programm

  • Lehrbienenstand und Genuss-Erlebnisweg / Vorexkursion Kirchlauter; Schmiedemuseum Kirchlauter (Foto von IV Kirchlauter)12.00 – 14.00 Uhr | MITTAGSSTUND hat Obst im Mund
    Was?
    Gemeinsames Picknick (Selbstversorgung) am Altlautersee am Ortseingang von Kirchlauter (Treffpunkt) und kleiner Verdauungsspaziergang zum Naturgenuss-Erlebnis-Lehrpfad.
  • 14.00 – 16.30 Uhr | FÜHRUNG Imkerverein Kirchlauter mit Schmiedemuseum
    Was?
    Führung durch den Imkerverein Kirchlauter mit Vorstellung des Lehrbienenstandorts und des Bienenhauses, im Anschluss zur Dorfmitte ins Schmiedemuseum.

Wo? Kirchlauter, Treffpunkt Altlautersee
Für wen?
Ohne Altersbeschränkung. Familienfreundlich.
Kosten und Anmeldung? € 5 bar vor Ort; Anmeldung erwünscht unter hallo [at] fkbb-ev [dot] de oder Tel. 0951-3094539.

Bei schlechtem Wetter fällt die Exkursion ersatzlos aus.

Anreisemöglichkeiten

  • Eigene Anreise, siehe auch unser Bericht zur Vor-Exkursion.
  • Bei Anmeldung bis 01.06.23 (aktualisiert) kann ggf. ein Kleinbus gegen Unkostenbeitrag gebucht werden.
  • Parallel Fahrradtour (Achtung: Steigung Hassberge!) von Bamberg aus via Oberhaid, Sandhof und Appendorf. Abfahrtszeit 9.30 Uhr gegenüber Ottokirche am Kilometer-Obelisken an der Siechenkreuzung.

Veranstalter? Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB)

Und sonst? Wer die Möglichkeit hat, für unsere sicher sehr schöne Exkursion Werbung zu machen, findet hier Ausdruckvorlagen:

Fotogalerie als Appetizer

Sa., 27.05.2023 – Völkerführung „Schieden mit Zander“ (Vertiefungsseminar)

Praxisbeispiel Schiede in einer BienenbeuteLogo BLIB Vertiefungsseminar für ImkerWann? Sa., 27.05.23 | 15.00 – 17.00 Uhr
Wo? In Bamberg, Ort wird mitgeteilt
Für wen? Interessierte Imker/innen mit Praxiserfahrung
Was? Warum Schieden? Vorteile und Nachteile Schieden? Auf was achten?
Referent? Reinhold Burger, Bienenwirtschaftsmeister
Kosten und Anmeldung?


Vor-Exkursion zum Ausflug nach Kirchlautern am Sa., 03.06.2023

Raimund Ott, Wolfgang Settmacher und Ilona im Kreislehrgarten OberhaidKürzlich testeten wir die geplante Bildungs-Exkursion nach Kirchlautern im schönen Lautertal. Die Radtour führte von Bamberg nach Oberhaid, wo wir einen spontanen Abstecher im Kreislehrgarten machten. Dort fand gerade ein Flohmarkt statt. Wolfgang Settmacher und Raimund Ott nahmen sich dennoch Zeit auf ein Tässchen Kaffee und einen kleinen Rundgang (in einem späteren Beitrag mehr dazu).

Im Anschluss ging es knackig hinauf nach Sandhof und dahinter flott über Appendorf ins Lautertal. Nicht einmal zwei Stunden brauchten wir von Bamberg bis zum Zielort Kirchlautern. Die Abfahrt im Ort nach rechts zum Lehrbienenstand ist angeschildert. In der Biegung der Kirchenstraße hinauf entdeckten wir auch rechterhand das von außen eher unscheinbare Schmiedemuseum, das uns der Vorsitzende des Imkervereins Lauterhofen, Dieter Adrian, als Programmpunkt empfahl und dem wir gerne folgen. Wir sind gespannt auf die inneren Wert!

Oben am Ringweg angekommen – auch ohne letzte Ausschilderung wussten wir vom letzten Besuch, das es nach links abging – begrüßte uns die etwa drei Meter hohe Figurenbeute in Form eines Priesters.

Unter seinem wachsamen Blick stellten wir erstmal unsere Räder am Parkplatz ab, in der Hoffnung auf eine Toilette. Die hatte es wohl früher einmal gegeben, war aber mangels Nutzung wieder abgebaut worden, wie uns Imker Matthias Adrian erklärte, den wir im Bienenhaus bei der Hinterbehandlung antrafen. Doch vielleicht unten an der Fischerhütte?

So fuhren wir gleich wieder ein paar Höhenmeter hinab, zwischen einem leuchtend gelben Rapsfeld und namensbeschilderten Obstbäumen zum Altlautersee.

Und hatten Glück. Wir fanden eine Mobiltoilette vor – alles prima also. Wir inspizieren den Treffpunkt nun genauer, wo wir mit unseren künftigen Gästen am 03.06. ein Mittagspicknick veranstalten werden. Zahlreiche Bänke am Ufer und ein paar Tische vor der Fischerhütte lassen keine Wünsche offen. Ein freundliches Sportanglervereinsmitglied zeigte uns stolz einen präparierten Hecht in der Vereinsstube.

Den Altlautersee umrundend ging es wieder ein paar Meter hinauf zum in Sichtweite gelegenen Lehrbienenstand, der dem Naturgenuss-Erlebnis-Lehrpfad angegliedert ist.

Matthias und ein Jungimker waren mittlerweile im Außenbereich mit Schwarmkontrolle und Drohnenbrutentname beschäftigt. Nachdem wir ein paar Worte wechselten, wollten wir aber nicht länger stören. Durch das kühle Frühjahr ist schließlich jede/r Imker*in mit allem spät dran und ein einziger warmer Sonntag im Mai entschieden zu kurz.

Das Areal ist idyllisch, abwechslungsreich und auch für Kinder spannend. Sie finden hier eine Seilbahn und eine Wippe, natürlich in Bienenform, vor. Ältere haben Spaß an den Lehrtafeln mit beweglichen Teilen. Sollte es nieseln, bildet eine kleine Unterstellhütte mit Informationstafeln und hübschen Ausblick einen Unterschlupf.

An dieser Vor-Exkursion war es schön warm und die Obstbäume blühten noch fast alle. Ein ganz anderer Eindruck als vor ein paar Jahren im Februar, als wir unseren ersten Ausflug hierher unternahmen. Dennoch verliebten wir uns augenblicklich in den Ort und seine Umgebung und entschieden: Hier müssen wir mit EUCH allen nochmal her!

Programm, Treffpunkt und Anfahrtsmöglichkeiten

Um 12 Uhr ist Treffpunkt am Altlautersee zum gemeinsamen Picknick (Selbstversorgung). Die Anfahrtsweise können alle selbst wählen. 

Für PKW steht sowohl am Altlautersee (Anfahrt über St2274 Ortsende östliche Richtung) als auch am Lehrbienenstand (Führung um 14.00 Uhr) eine Parkfläche zur Verfügung.

400 Meter sind es dann noch vom Lehrbienenstand zum Schmiedemuseum (Kirchenstraße 6), das wir ebenfalls besichtigen werden. Wer dafür Autounterstützung braucht, parkt sein Fahrzeug um und sucht in den umliegenden Straßen nach einem Stellplatz.

FahrradTour ab Bamberg

Um 9.30 Uhr fahren wir an der Bamberger Ottokirche (Kreuzungsbereich, rechterhand stadtauswärts am Kilometerobelisken) los und werden in locker 2 Stunden bei durchschnittlich 17 km/h auf sanft hügeligen, kaum befahrenen Straßen in Kirchlautern angekommen – kleiner Fotostopp am romantischen Sandhof inklusive.

Diese Radtour via Oberhaid macht natürlich am wenigsten Probleme mit einem E-Bike. Denn ab Ortsmitte geht es 60 Höhenmeter bei rund 3 Kilometern in etwa 12 Minuten nach Sandhof. Doch fitte Radler*innen schaffen das auch so.

FahrradTour ab Baunach

Schmiedemuseum Kirchlauter (Foto von IV Kirchlauter)Wer ohne nennenswerte Steigungen auskommen möchte, fährt stattdessen ab Baunach über Appendorf nach Kirchlautern. Allerdings dann ohne uns als Guides. Wir treffen uns um 12 Uhr alle am Zielort am Altlautersee, spätestens aber bis um 14 Uhr zu den Führungen am Lehrbienenstand und am Schmiedemuseum. Dafür sammeln wir 5 Euro ein, Kinder kostenlos.

Reisebus/ Kleinbus

Wer sich rechtzeitig bis 01.06.23 bei uns anmeldet (Tel. 0951-3094539) oder hallo [at] fkbb-ev [dot] de, könnte sogar mit einem Kleinbus mitgenommen werden. Den mieten wir bei CarSharing / meiaudo.de, wenn Bedarf bis zu 8 Personen angemeldet wird. Die Kosten legen wir im Anschluss um. Rückfahrt gegen 16.30 Uhr.

Die Wege vor Ort sind übrigens alle mit Kinderwagen befahrbar.

Wer die Möglichkeit hat, für unsere sicher sehr schöne Exkursion Werbung zu machen, findet hier Ausdruckvorlagen:

Wir hoffen, wir sehen euch!

Schwarmverhinderung, Ablegerbildung und Königinnenzeichnen (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK23, Modul 5)

Ein mit reichlich Anschauungen verbrachter Vormittag, der gerade noch so warm und trocken genug war, dass wir das Öffnen der Völker wagen konnten. Themen waren planmäßig das Schwärmen und seine Verhinderung, die Ablegerbildung als Wiederholung und eine ungeplante Königinnenzeichnung.

Wenn Bienen schwärmen

-BienenschwarmEinblick in den natürlichen Schwarmvorgang

Es wäre schon ein großer Zufall, stünde uns jedes mal zum Kursmodul ein gerade ausgezogener Schwarm zur Verfügung. So mussten sich die Teilnehmenden mit einer gedanklichen Trockenübung begnügen. Was braucht es, um ein Volk einzufangen?

Schwarm im Schwarmfangkasten, dahinter bereitstehende ZargeMaterial zum Schwarmeinfangen

  • Schwarmfangkasten (Eimer, Karton)
  • Deckel
  • Sprühflasche mit Wasser
  • Beute mit Mittelwandrähmchen

Vorgang

  • Für sicheren Stand sorgen (von mehr als Haushaltsleiterhöhe ist dringend abzuraten!)
  • Schwarm mit Wasser einsprühen
  • Eimer / Karton unter den Schwarm halten
  • Kurz und kräftig auf den Ast schlagen oder kräftig das Buschwerk schütteln
  • Schwarm „klatscht“ in den Schwarmfangkasten
  • Unterhalb der noch auf dem Ast verbliebenen Bienen den Behälter abstellen.
  • Deckel drauf mit einem Spalt als Einflugloch
  • Ein paar Stunden warten, bis die restlichen (Kundschafter-)Bienen zurückgekehrt sind
  • Umschütten in leere Zarge einer Beute
  • Bestücken mit 10 Mittelwandrähmchen

Infotafel Bienen: "Wohin reist ein Bienenschwarm?"

Restliche Bienen aus Schwarmfangkasten in Zarge einkehrenfrisch eingeschütteter BienenschwarmWas aber geht im Volk vor sich, wenn Imker*innen nicht für ein vorweggenommenes Schwarmgeschehen sorgen?

„Drei, Fünf, Acht, eine Königin ist gemacht“. 

Weiselkontrolle im Imkeranfängerkurs, AK22, M5, Schwarmverhinderung Das Schwärmen ist ein natürlicher Vorgang der Volksvermehrung. Zunächst werden von den Arbeitsbienen sogenannte Spielnäpfchen, bevorzugt an den Wabenunterkanten gebaut. Sobald es in der Bienenwohnung zu eng wird oder die Pflegebienen unterbeschäftigt sind, werden die Spielnäpfchen für die Eiablage vorbereitet. Es macht sich Schwarmstimmung breit, die kaum mehr zu stoppen ist.

Die schlüpfende Larve der künftigen Königin wird über den 3. Tag hinaus weiterhin ausschließlich mit Gelée Royale gefüttert, statt „nur“ mit Nektar, Honig und Pollen. Die so entstehenden Königinnenzellen, auch als Weiselzellen bezeichnet werden am 8. Tag verdeckelt und schlüpfen am 16. Tag, getreu der Formel „Drei, Fünf, Acht – eine Königin ist gemacht“. 

Die alte Königin wird nicht mehr gefüttert, stattdessen quer durch den Stock gejagt. Das Fitnessprogramm lässt sie abnehmen und somit wieder flugtauglich werden.

Schwarmverhinderung und Ablegerbildung im Imkeranfängerkurs, AK23, M5, Schwarmverhinderung / Bienen-leben-in-Bamberg.de

VoM Quaken und Tuten

Der Deckel ist geöffnet, die Königin schlüpftIst die junge Königin ab dem 16. Tag schlupfbereit, beginnt diese zu Quaken. Hervorgerufen wird das durch die Vibrationen ihrer Brustmuskeln, die über die Wabenwände übertragen werden. Alarmsignal für die alte Königin, spätestens jetzt mit rund der Hälfte ihres Volkes auszuschwärmen. Die alte Königin tutet allerdings zurück, solange sie wetterbedingt noch nicht ausschwärmen kann. Dann wartet die junge Königin noch ein wenig mit dem Geborenwerden … meistens jedenfalls!

Weitere Geräusche kommen von den Spurbienen. Indem sie die Bienen aufrütteln und mit dem Brustbereich für Vibrationen sorgen, erzeugen sie eine Aufbruchsstimmung. Welche Bienen sich der Gruppe der Schwärmenden anschließen und welche Bienen im Stock zurückbleiben, ist noch nicht erforscht worden.

Die alte Königin schwärmt aus – und dann?!

Ein Scharm am Bienenweg 1 in BambergSobald die alte Königin den Stock verlassen hat, schlüpft die Nachfolgerin. Auch diese beginnt zu tuten. Die ihr nächstfolgende junge Königin wird sodann von den Arbeitsbienen erst einmal am Schlüpfen gehindert, bis klar ist, ob die junge Königin in einem Nachschwarm ebenfalls aus dem Stock fliegt. Derartige Nachschwärme – es können durchaus mehrere sein! –,  sind viel kleiner als der Vorschwarm. Sie erreichen die für das Überwintern notwendige Volksstärke meist nicht und werden daher von erfahrenen Imker/innen nicht eingeholt.

Aber auch das zurückgebliebene Volk zieht in punkto Nachschwärme die Reißleine. Sobald der Bien abschätzen kann, dass für das verbliebene Volk zu wenig Brut und Vorräte bleiben, werden die schlupfbereiten Königinnen nicht mehr vor dem Abstechen der zuletzt geschlüpften Königin geschützt. Die zuletzt geschlüpfte Königin geht dem Quaken ihrer Konkurrentinnen nach und sticht sie ungehindert von Arbeitsbienen in ihren Zellen ab. Der Stachel durchdringt das Wachs ohne Weiteres. Falls aber doch schon vorschnell eine Konkurrentin geschlüpft ist, entwickelt sich ein Kampf, den die stärkere Königin für sich gewinnt.

Nun kehrt wieder Ruhe im Stock ein. Für dieses Jahr gibt es keinen Honig mehr für die Imker*innen zu ernten, stattdessen aber vielleicht ein neues Volk einzufangen! Wie das vonstatten geht, kann hier nachgelesen werden.

Schwarmverhinderung

Wer allerdings sein Wirtschaftsvolk zur Honiggewinnung behalten und unkontrolliertes Schwärmen mit oft sehr schlechten Überlebensaussichten für das Schwarmvolk vermeiden möchte (fehlende Quartiere und Varroabehandlung, zu wenig Futter zur Überwinterung), sorgt für gezielte Schwarmvorwegnahme durch Ablegerbildung und  betreibt einmal wöchentlich (alle 7 Tage) eine Weiselkontrolle.

Wegen des späten Frühjahrsstart konnten wir die Schwarmverhinderung noch nicht mit dem praktischen Üben des Weiselzellenbrechens verbinden. Selbst die Anzahl der Spielnäpfchen war noch gering.

Ablegerbildung

Erst im zweiten geöffneten Volk fanden wir eine Königinnenzelle. Doch diese gaben wir an Katrin aus dem Vorgängerkurs mit. Denn Sie kam in den Genuss eines kostenlosen Ablegers für ihre neu geplante Schulimkerei, den wir als Zuschuss aus dem Programm „Supply my Schul-Imkerei“ abgaben.

So hatten wir jedoch genug Zeit, um noch einmal die Ablegerbildung zu wiederholen, die im vorangegangen Modul 4 etwas zu kurz kam. Denn vor einer Woche mussten wir ziemlich viel reinpacken in die Stunden, an denen wir wegen des anhaltenden kalten Wetters erstmalig zusammenkamen.

Zur Ablegerbildung gibt’s in der internen Kursorganisation eine Checkliste für unsere Teilnehmer*innen. Der Vorgang ist folgenderer:

  • Alles Material und Ablegerbeute bereit stellen
  • Eine aus der Frühjahreskontrolle gezogene Futterwabe bereit halten
  • Honigraum abnehmen, wegstellen -> auf Blechdeckel über Eck
  • Nach geeigneter Brutwabe suchen -> 3/4 verdeckelte Brut, Stifte und jüngste Larven mit den ansitzenden Bienen
  • Falls die Brutwabe nicht so optimal ist, kann evtl. auch eine zweite beigefügt werden
  • Kontrollieren, dass Königin nicht auf dieser Brutwabe sitzt
  • In bereit stehender Ablegerbeute einhängen -> Reihenfolge Foto und Checkliste
  • Rähmchen mit Pinnadeln für Transport sichern
  • Bienen aus Honigraum in Ablegerbeute einkehren -> diese wärmen die Brut
  • Abgeklebten Fluglochkeil fest arretieren -> mit Klebeband sichern
  • Abdeckfolie auflegen
  • Holzdeckel auflegen
  • Mit Spanngurt sichern
  • Blechdeckel und Fluglochabdichtung (z. B. Schaumstoff) nicht vergessen mitzunehmen!

Umsetzen eines Ablegers

Der Ableger wird (fest verschlossen, besser zweimal überprüfen!) und möglichst schüttelfrei zum etwa 2-3 Km entfernten Standort gebracht. In stark strukturierten Städten mit unterschiedlichen „Stadt-Landmarken“ wie Türme, Hochhäuser, Flusslauf, Straßenzüge, Wohn- und Industriegebiete darf der Abstand auch geringer sein, die Bienen können sich gut neu orientieren. Nach etwa vier Wochen (frühestens 21 Tage oder später) kann die Rücksiedelung erfolgen. Dann ist die neue Königin begattet und legebereit.

Demonstration Fluglocheinengung mit Styropor-Keil und kleinem Fluglocheingang über der Brut im imImkeranfängerkurs, AK22, M4, Honigraumerweiterung, AblegerbildungAm neuen Ablegerstandort den Fluglochkeil auswechseln -> kleine Einflugöffnung unterhalb der Brut. Mindestens 21 Tage warten, bis die Königin nachgezogen ist und Eier gefunden wurden. Dann kann mit Milch- oder Oxalsäure behandelt werden.

Königinnenzeichnen

Um nicht versehentlich die alte Königin in den neu gebildeten Ableger zu versetzen, passten wir gut auf, ob wir sie finden würden. Dies geschah in Zweiergruppen, denn alle sollten ja Erfahrung im Ziehen von Waben und im Begutachten der Situationen erhalten.

Schwarmverhinderung und Ablegerbildung im Imkeranfängerkurs, AK23, M5, Schwarmverhinderung / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Als jedoch dann die Königin auf einer Wabe auftauchte, gab es kein Halten mehr. Wäre es nicht so kühl und regnerisch gewesen, wäre die Situation nicht optimal gewesen. Denn flugs bildete sich eine menschliche Barriere vor der Beute, die „ins Auge“ hätte gehen können. Nun ja. Wir sprachen eingangs von wichtigen Eigenschaften, die ein/e Imker*in haben sollte, beispielsweise Geduld, eine gute Beobachtungsgabe und Frustrationstoleranz. Wir hätten vielleicht auch noch „Disziplin“ hinzufügen sollen … 😉

Königinnenzeichnen im Imkeranfängerkurs, AK23, M5, Schwarmverhinderung / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Königinnenzeichnen im Imkeranfängerkurs, AK23, M5, Schwarmverhinderung / Bienen-leben-in-Bamberg.deReinhold blieb gelassen und nahm die Gelegenheit wahr, um die noch ungezeichnete Königin mit Farbe zu bepinseln. Normalerweise wäre heuer Rot an der Reihe. Da Reinhold jedoch alle dunkleren Farben nicht so gut sieht, nimmt er generell in jedem Jahr abwechselnd Gelb oder Weiß. Er darf das, er kennt seine Königinnen.

Königinnenzeichnen im Imkeranfängerkurs, AK23, M5, Schwarmverhinderung / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Die Königin wurde in einem Plastikröhrchen eingefangen und mittels eines mit Schaumstoff bestückten Stempels vorsichtig nach oben geschoben, bis sich die royale Rückseite zwischen den Stäben zeigte. Nach dem Auftupfen der Farbe wurde sie nach etwas Antrockenzeit in der warme Jackentasche aufbewahrt. So mussten wir bei der nun fortgesetzten Weiselzellenkontrolle nicht mehr ganz so sehr beim Raus- oder Reingeben der Waben aufpassen, die Königin nicht versehentlich zu verletzen.

Die praktische Übung anhand der Drohnen folgt im Mai in Modul 6. Bis dahin passiert an Arbeiten nichts Neues. Alle Woche nun Weiselzellenkontrolle, Ablegerversorgung und – so wie es drei Tage nach dem Kurs in den Buger Wiesen geschehen – auch mal einen Schwarm einfangen.

Bis dahin können unsere Teilnehmer*innen und natürlich auch die Blogleser*innen ihre Beobachtungsgabe mit den folgenden Fotos trainieren. Wo entdeckt ihr die gerade im Schlüpfen befindliche Arbeitsbiene? Weiter oben im Text könnt ihr gleich auch noch die Königin suchen. Viel Vergnügen!