Frühjahrsarbeiten (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 2)

Gerade warm genug, um endlich mit den Teilnehmenden des Imkerkurs für Anfänger die Bienen zu besuchen. Vorab gab’s neben organisatorischen Dingen einen Check zur Sicherheit am Lehrbienenstand, Erläuterungen zum Aufbau einer Bienenbeute und zum Imkermaterial sowie ein paar Literaturempfehlungen für Einsteigerbücher und grundlegender Fachliteratur.

Frühjahrskontrolle am Lehrbienenstand

Die Frühjahrdurchsicht dient der Kontrolle eines ausreichenden Futterbestands und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Bienenvölker.

Das Mäusegitter war bereits entfernt und die Totenfallkontrolle begutachtet und ohne Befund. Die Kontrolle der Windel zeigte viel Wachsbrösel und damit auch die genaue Position der Brut. Varroen waren keine zu sehen, dafür viele glänzende Wachsschüppchen. Sie zeugen von einer regen Wachsbauproduktion.

 

 

Das Öffnen der Beute und das Begutachten der Waben durfte schon mal von einigen der Teilnehmenden praktiziert werden.

Leider stellte sich heraus, dass das Volk ohne Königin war. Wir hörten es schon am Tonfall bzw. sahen es an einer gewissen Fahrigkeit im Herumkrabbeln der weisellosen Bienen. Daher kürzten wir den Ablauf ab, um sie nicht noch mehr aufzuregen.


Nun können zwei Dinge helfen. Entweder ein gut mit Eiern in verschiedenen Stadien ausgebautes Brutbrett aus einem Nachbarvolk einzuhängen, so dass sich die Arbeiterinnen eine neue Königin nachziehen können.

Oder, wie in unserem Falle, wird Reinhold sie mit einem anderen jungen Wirtschaftsvolk vereinen.

Weiter geht’s mit dem Einsetzen des Drohnenrahmens auf Position 2.

 

 

Zum Schluss würde normalerweise eine leere Zarge als Brutraum aufgesetzt werden. Doch in unserem königinverwaisten Fall warten wir damit, bis sich das Volk wieder auf dem erwünschten Entwicklungsstand befindet.

Nach dem kommenden Modul zu Bienenkrankheiten, das noch einmal online stattfindert, wird es im Modul 4 zu mehr „Handgreiflichkeiten“ kommen, damit alle einmal ein paar Bienen streicheln bzw. Rähmchen in Händen halten können.

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Basisinformationen zur Imkerei (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 1)

Screenshot Online-Modul 1 Imkeranfängerkurs AK26 / Bienen-leben-in-Bamberg.deRoute der Teilnehmerwohnorte im Imkeranfaengerkurs AK26 / Bienen-leben-in-Bamberg.deUnsere Teilnehmer*innen des Imkerkurs für Anfänger kamen aus allen Himmelsrichtungen des Landkreises Bambergs:
Lichtenfels, Unterleiterbach, Schlammersdorf (Hallerndorf), Oberharnsbach, Lisberg (Trabelsdorf), Ebelsbach … und natürlich aus Bamberg selbst.

Am ersten Kurstag (20.03.26) starteten wir nach einem vorangegangenen Online-Technikcheck mit den Basisinformationen.  Die 3 weiblichen und 3 männlichen Teilnehmenden wurden über statistische Fakten zur Entwicklungssituation der Imkerei und des Honigs informiert, erhielten einen Kursüberblick und einen Einblick in den Jahreslauf der Bienen  und Imkerei sowie Grundlegendes zur Biologie und den Unterscheidungsmerkmalen von Wild- und Honigbienen.

Folie Imkeranfaengerkurs AK26, M1 / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Ergänzt mit Literatur- und Medientipps, Infos zu Strukturen und Ansprechpartner der Imkerei sowie Fördermittel und Finanzierungshilfen wurden grundlegende Hilfsmittel für das neue Hobby kurz vorgestellt, die im Selbststudium vertieft werden sollen.

Folie Imkeranfaengerkurs AK26, M1 / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Alle Skripte des Kurses und weitere Unterlagen, beispielsweise Checklisten, Kaufempfehlungen, weiterführende Links etc. stehen in einer internen Kursorganisationsseite drei Jahre lang zur Verfügung. Verpasste Module können im zweiten Jahr nachgeholt werden.

Gleich am nächsten Tag ging’s weiter mit dem Modul 2, dazu in Kürze mehr.

Neujahresvorsatz 2026: Imker/in werden!

Silvesterblues? Nicht mit Bienen! Einmal eingetaucht in diesen Kosmos werdet ihr immer etwas Schönes und Sinnvolles zur Ablenkung haben. Sich umweltfreundlicher verhalten, Stress reduzieren und mehr Bewegung im Freien sind für viele Menschen die guten Vorsätze zum neuen Jahr. All das lässt sich durch das Hobby Imkerei verwirklichen. Unsere Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de bietet einen umfassenden Imkerkurs für Anfänger an.

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerImkerkurs für Anfänger

Der Imkeranfängerkurs mit Beginn ab 20. März besteht aus zwölf Modulen bei 10 Terminen mit Theorie- und Praxisanteilen und ist grundsätzlich auf ein Kalenderjahr angelegt. Absolviert werden kann der Kurs allerdings innerhalb von zwei Jahren. Das bedeutet, dass verpasste Termine im darauffolgenden Jahr nachgeholt werden können.

Der Jahreskurs ist für absolute Anfänger geeignet und befähigt dazu, eigene Völker umsichtig zu pflegen, zu vermehren sowie Honig zu verarbeiten und zu vertreiben. Auch wer bereits früher einmal geimkert und nun wieder einsteigen möchte, hat oftmals Fragen zu neuen Richtlinien bei der Varroabekämpfung oder zu modernen Verfahrensweisen der Bienenhaltung. Für diese Zielgruppe ist der Kurs ebenfalls das Richtige für den Wiedereinstieg.

Logo Bienen-leben-in-Bamberg.de (BLIB)Informationsabend

Zu dem BLIB-Imkerkurs für Anfänger findet online am 9. März ein kostenloser Informationsabend mit persönlicher Beratung durch Imkermeister Reinhold Burger und Imkerin Ilona Munique statt.

Eines ist sicher: Diesen wegweisenden Neujahresvorsatz werdet ihr mit unserer Hilfe tatsächlich durchziehen und einlösen! Also dann – wir freuen uns auf unsere werdenden neuen Jungimker/innen! Guten Rutsch …

Eure Ilona und euer Reinhold,
Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

BLIB-Team, Ilona Munique und Reinhold Burger (Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de)

Reinhold Burger und Ilona Munique (BLLB-Team) am Neujahrsempfang des OB Bambergs 2025

Guten Rutsch und … Prost Neujahr!

Rezension zu Joachim Mayer: „So wird der Garten fit fürs Klima“

Cover Mayer, So wird der Garten fit fürs Klima, GU[Werbung] Doppelt praktisch: Für Stadtplaner wie Stadtmenschen und jene, die übers Klimageschehen mehr (aber auch nicht zu wissenschaftlich) Ein- und Überblick gewinnen wollen ist das Hardcoverbuch „So wird der Garten fit fürs Klima“ von Joachim Mayer perfekt geeignet.

Aber auch für jene, die gartentechnisch einfach gerüstet sein wollen für „die neue Gartenpraxis – bei Hitze, Wind und Starkregen“ und dazu „die besten Pflanzen für den Zier- und Nutzgarten“ empfohlen bekommen möchten, bietet die Publikation aus dem Verlag Graefe und Unzer jede Menge lesbarer und ansprechend aufbereiteter Informationen.

Die erste Buchhälfte

Es ist „gut zu wissen“, wie „Das Wetter und das Klima“ (S. 7 f) funktioniert und welche Auskunftsmittel, vom amtlichen Wetterservice bis zur eigenen Wettermessungen, hilfreich – oder auch nicht – zur Verfügung stehen.

Denn es sind tatsächlich „Schwierige Zeiten“, denn „Das Klima [ist] im Umbruch (S. 39 f). Daher müssen wir „Umsichtig“ eine „Angepasste Gartenpraxis“ (S. 61) vollziehen. Dies betrifft Standort und Pflanzenwahl, Boden, Wasser, Plagegeister und Nützlinge. Zu all diesen Unterkapiteln finden sich „Specials“, beispielsweise „Goldene Gießregeln“ oder „Maßnahmen gegen Schnecken“.

Na, Letzteres schauen wir uns doch gleich mal näher an, bevor wir zur zweiten Buchhälfte, also den Pflanzen selbst kommen! Denn was nützt mir ihr Kauf nebst der aufwändigsten Bewässerung, ob Trinkwasser oder Regenwassers, aus Regentonnen, Tanks, Zisternen und Brunnen (siehe dazu jeweils ausführliche Unterkapitel), wenn sie dann doch den gefräßigen Bauchfüßern zum Opfer fallen!

Special-Beispiel „Schnecken“

Eine A4-Seite mit zehn Tipps, wie man Schnecken aller Art auf vielerlei Weise vorbeugend begegnet, sie ködert und bekämpft, offerieren zwar bekannte Maßnahmen, doch sind deren Wirkweisen gut erklärt. Endlich weiß ich auch, dass der Tigerschnegel nicht über andere Schneckenarten herfällt und sie frisst. Ein Umstand, der mir zwar immer wieder erzählt wird, jedoch gilt dies nur für die Schneckengelege!

Das mit den Laufenten – nun ja, das Buch empfiehlt sie ultimativ, doch habe ich schon andere Lesarten gehört. Kommt vielleicht auf die genetischen Eigenschaften an und es mögen Kostverächter unter ihnen sein.

Die zweite Buchhälfte

Ab etwa der Mitte – und im Textteil mit einer 4 nummeriert, wobei diese Kapitelzählung im Inhaltsverzeichnis nicht angezeigt wird, geht es nun im zweiten Buchteil um die Bepflanzungen selbst, sei es im Nutzgarten (S. 132) oder im Ziergarten (S. 173).

Ob nachhaltiger Anbau von Gemüse, Kräutern und Obst oder vielfältige Abwechslung durch Gehölze, Stauden, Rasen, Wiese und Bodendeckern – die Nutz- und Ziergartenkapitel wartet ebenfalls noch einmal stellenweise mit Specials auf. Nun jedoch suche ich mir fürs nähere Betrachten – wie sollte es auch anders sein! – das Unterkapitel „fremdländische Bienen- und Hummelfreuden“ aus.

Unterkapitel „fremdländische Bienen- und Hummelfreuden“

Zunächst etwas irritiert von der Überschrift, da prinzipiell eher einheimische Blütenarten zu favorisieren sind, dachte ich jedoch an das Motto; „Der Zweck heiligt die Mittel“. Nun, ganz so hat es der Autor nicht gemeint. Der zwar relativ kurze, allerdings gut argumentierte Text, hat mich als Imkerin und Insektenfreundin komplett überzeugt. Der Klimawandel macht eine (zu) frühe und (zu) späte Nahrungssuche nach Pollen und Nektar notwendig, die jedoch von unseren einheimischen Pflanzen nicht vollständig erfüllt werden kann. Und:

„Grundsätzlich ist es all den wertvollen, für die Bestäubung wichtigen Insekten vollkommen schnurz, woher die Pflanzen kommen. Die meisten Neophyten haben Verwandte unter unseren heimischen Gehölzen … [und] sind kaum gewöhnungsbedürftig …“. Schön wäre es, würde diese Aussage stimmen. Und ehrlich gesagt, hatte ich so etwas auch immer vermutet. Doch zugegebenermaßen bin ich keine ausgewiesene Expertin speziell für Wildbienenbedarfe. Zumindest Honigbienen sind nicht sonderlich wählerisch, Hauptsache, es ist eine ergiebige Massentracht, egal, wo der ehemalige Geburtsort der Pflanze ist oder war.

Anspruchsvoll, nützlich, lesefreundlich

Mir gefällt der gesamte Stil des 240 Seiten starken Hardcoverbuches. Ich mag es, wenn es etwas in die Tiefe geht, Gesamtzusammenhänge dargestellt, aber auch Besonderheiten (s. a, Specials) herausgearbeitet werden.

Lesefreundlich ist dabei nicht nur die schön gewählte Serifenschrift mit genügend Durchschuss (Zeilenabstand), sondern auch die den Haupttext auflockernden, übersichtlichen Tabellen (z. B. „beste Gründünger“ und „Invasive Bäume und Sträucher“), Grafiken (z. B. „Winterhärtezonen“ und „phänologische Kalender“) oder Porträts (z. B. „Wildobst für Kenner“ und „Kleine Klimabäume“) samt kleiner wie großformatiger aussagekräftiger Fotos im Wechsel.

Zum Schluss

Das umfangreiche Register punktet bei der Aufreihung der Seitenzahlen mit Ziffernfettdruck der Hauptseiten zu einem Begriff – wobei das ausgerechnet bei meiner Suche nach der Grafik zu den „Klimabäumen“ nicht der Fall war … anyway!

Bei der Vielzahl an Themen ist die (einzige) Seite mit „Service & Adressen“ erstaunlich kurz geraten. Insofern finden sich auch nur wenige, doch durchaus weiterführende Recherchetipps beispielsweise zu Bodenuntersuchungen und – genau! – Klimabäumen sowie ganze sechs Buchtipps. Das diese Wenigen hauptsächlich aus dem GU und BLV sind, ist die gewohnte Eigenwerbung des Verlags; die mich aber nicht weiter stört, sofern sie, wie hier, thematisch-inhaltlich zielführend ist.

Kaufempfehlung

Mehr zum Schmökern denn zum Blättern gedacht, also für Lesegewohnte und Wissbegierige mit Interesse an Klimafragen und -antworten als eine sehr gelungene Ergänzung des gärtnerischen Handapparats. Mit Joachim Mayers „So wird der Garten fit fürs Klima“ kann man als anspruchsvolle, reizvolle und wertig wirkende Weihnachtsgabe absolut nichts falsch machen!


Mayer, Joachim: So wird der Garten fit fürs Klima. Die neue Gartenpraxis – bei Hitze, Wind und Starkregen. Die besten Pflanzen für den Zier- und Nutzgarten. München. Graefe und Unzer. 2024. ISBN 978-3-8338-8760-4.

Im Bestand unserer Imker-Bibliothek.

Rezension zu Thomas Hagen: „Quickfinder Welche Pflanze passt wohin?“

Cover Thomas Hagen, Quickfinder Welche Pflanze passt wohin? GU[Werbung] Buchtipp für den Gabentisch! Der Quickfinder Welche Pflanze passt wohin? des Gartenspezialisten Thomas Hagen ist dafür genau das Richtige!
Denn wer will sie nicht, die „pflegeleichten und hitzetauglichen Pflanzen für jeden Standort im Garten“! Dabei ist die – mich sehr überzeugende! – Auswahl des Diplombiologen und Geobotanikers praktischerweise in sechs farblich abgegrenzte Kapitel eingeteilt. Diese sind: Gartenthemen, Standorte, Lieblingsfarben, Begleitpflanzen, Gartenstile und Jahreszeiten.

Ordnung Hauptkapitel und Unterkapitel

Die weitere Ordnung der jeweiligen Hauptkapitel sind bereits an sich schon kleine Hinweise, nach welchen Kategorien bzw. Fragestellungen man bei der Gartengestaltung vorgehen kann. Der im Graefe und Unzer erschienene Empfehlungskatalog ist dabei immer sehr nahe an der Gartenlebenswirklichkeit von sowohl frischgebackenen Schollenbesitzern („Pflegeleichte Anfängerpflanzen“ oder „Formal – mit klarer Ordnung und Struktur“) als auch Spezialisten („Japanisch – mit der Ruhe des Zen“ in oder „Begleiter für die Königin der Blumen“) und allen Semi-Buddlern dazwischen („Wechselweise Sonne und Schatten“ oder „Frühling – Lichtblick nach dem Wintergrau“).

Jedes Unterkapitel beginnt mit einem einstimmenden Text und einem Panoramafoto zur behandelten Gesamtsituation, dem sich neun Pflanzenporträts anschließen.

Typisch Bibliothekarin überlegte ich mir, in welcher Reihenfolge die Porträts wohl angelegt wurden, Alphabetisch jedenfalls war’s nicht. Hm, vielleicht einfach Zufallsprinzip? Nun, im kurz gehaltenen Vorwort fand ich die Antwort: Beginnend mit Gehölzen und Stauden über Gräser zu Farnen, und dies jeweils nach abnehmender Höhe sortiert. Also, das ist doch mal ganz was Eigenes – und praktisch!

Beispiel „Lieblingsfarben“

Am Beispiel des Kapitels „Lieblingsfarben“ lässt sich schön erkennen, dass dies kein x-ter banaler Pflanzenkatalog ist. Wo findet sich sonst schon eine Auflistung nach „dramatischen Farben“ wie „Purpur und Schwarz“, den „Farben der Könige und Päpste“, die „gekonnt inszeniert werden müssen“?

Praktischerweise sind die Unterteilungen farblich übergreifend, so dass ich mich nicht zwischen Rosa und Lila, also „Romantik pur“, oder zwischen Gelb, Orange und Rot, „den Farben der Sonne“ entscheiden muss. Und so wird auch Blau mit Violett, die „die Weite des Himmels“ auf Erden darstellen, gemeinsam behandelt, und „edle Zurückhaltung“ durch weiß und cremefarbene Blüten geübt.

Für unseren Bamberger Bienengarten …

… fehlen leider Angaben zur Pollen- und Nektarfreundlichkeit, sprich: Insekteneignung. In der heutigen Zeit ein echtes Manko, denn immer mehr Gartenliebhaber möchten beispielsweise den Wildbienen helfen, kennen sich aber (noch) nicht genügend aus. Mein Tipp für die nächste Auflage! Doch um meine Kritik abzumildern: Die überwiegende Anzahl an Pflanzenempfehlungen stellen tatsächlich wertvolle Nahrungsquellen dar.

Was die nach Trivialnamen nebst botanisch benannten Porträts jedoch allesamt enthalten, sind Abkürzungen und Symbole zur Pflanzengruppe (z. B. HStr für Halbstrauch) und zur Wuchshöhe nach Zentimetern. Eine gute Idee für Zahlenneurotiker wie mich ist ein mehr oder weniger ausgefüllter Pfeil, der somit die Hüfthöhe des Wuchses augenfällig macht.
Desweiteren findet sich eine Angabe zu den Blühmonaten, dem empfohlenen Standortbedingungen (sonnig, halbschattig, schattig) und zur Pflege.

Kurzbeschreibungen erläutern sodann Wuchs[form], Blüte, Pflege und Verwendung. Manchmal enden die in drei Spalten pro Seite aufgeteilten Porträts mit einer Sorgenangabe, die teilweise das Porträtfoto benennt.
Stellenweise ist ein Hinweis auf die Giftigkeit der Pflanze zu finden.

Zum Schluss

Was alle dargestellten Pflanzen eint, ist laut hinterem Klappentext, dass sie „pflegeleicht, robust und unkompliziert und überall in Gärtnereien oder Gartencentern erhältlich“ sind. Dem stimme ich absolut zu. Wer dennoch ein Kaufproblem hat, entdeckt am Ende des Buches einige Adressen. Zwei davon aus Österreich und den Niederlanden – und ja, bei Letzterer geht es natürlich um die Zwiebelblumen.

Auch ein Stichwortverzeichnis, gemixt aus Trivial- und botanischen Pflanzennamen, fehlt dem praktischen Handbuch nicht. Bis auf mein unerfülltes Begehr nach Insektenhinweisen hat der katalogartige, mit 160 Seiten nicht allzu umfangreiche „Quickfinder“ alles, was es braucht, um entscheidungsfreudig gleich loszulegen, sobald die Pflanzensaison wieder startet!

Sehr empfehlenswert vor allem für die Gartenneugestaltung jener, die sich bislang von Pflanzenbüchern leicht überfordert fühlten!


Hagen, Thomas: Quickfinder Welche Pflanze passt wohin? Pflegeleichte und hitzetaugliche Pflanzen für jeden Standort im Garten. München. Graefe und Unzer. 2024. ISBN

Im Bestand unserer Imker-Bibliothek.

07.12. – Ambrosiustag und Tag des Honigs

Ambrosiusfigur im Deutschen BienenmuseumAnlässlich der Bischofsweihe des Heiligen Ambrosius am 07.12. des Jahres 374 möchte ich euch in meinem neu arrangierten Gedicht von 2016 erneut darlegen, wessen Schutzpatron er eigentlich alles ist.

Honigschleudertage mit Verarbeitung der Ernte vom Lagenstandort „Sternwarte", 27.07.2025 / Bienen-leben-in-Bamberg.deOkay, am „Tag des Honigs“ dürfte klar sein, was zu seinem „Verantwortungsbereich“ zählt. Klar, die Bienen und die Imkerei … doch da ist noch so viel mehr, wofür er in früheren Zeiten herangezogen wurde, um für „gut Wetter“ bei unserem Schöpfer zu sorgen!

Spielen Heilige denn auch heute noch eine Rolle?

Nun ja … es schadet sicher nicht, sich anlässlich dieses traditionellen Gedenktags demütig und dankbar daran zu erinnern, wie wertvoll im Kleinen und Großen alles Leben und Wirken ist bzw. sein sollte.

Denn …

… wir lieben Bienen, zart und fein,
und ihren leckeren Honigseim,
auf Brot genossen und im Wein,
lasst dankbar uns für dieses sein.

Und so viel mehr sie haben drauf!
Denn was ich mir so alles kauf‘,
in meinem langen Lebenslauf,
das schenken Bienen mir zuhauf,

weil sie bestäubten, was ich esse!
Darum ich niemals je vergesse:
Durch göttlich-magische Prozesse
zeigt mein Spiegel keine Blässe!

Wir sehen ihn in Kirchen stehen,
den Heiigen, den wir anflehen,
wenn Bienen böses Leid geschehen:
„Ach, lasst uns zu Ambrosius gehen!“

Wer ein Haustier hat, ob groß, ob klein,
wer Lebkuchen backt, ob grob, ob fein,
wenn Wachs zur Kerze soll gedeih’n,
wer etwas ver- oder kaufet ein,

und auch, wer lernet oder lehret:
Um alle er sich etwas scheret!
Ambrosius ist’s, den ihr geehret,
und seines Schutzes ihr begehret.

So bitten wir für Bienen, Imker, Krämersleute,
für Lehrer, Schüler, tierisch Meute,
für Lebküchner und Kerzenbräuche –
und füll mit Honig unsere Bäuche!

Ilona Munique

Artikel „Bienen erleben“ im Deutschen Bienenjournal veröffentlicht

Die Bamberger Schulbiene ist ein pädagogisches Projekt der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de, welches Kinder und Erwachsene auf spannende Weise für Bienen, Imkerei und Naturschutz begeistert. Ein ausführlicher Artikel dazu aus der Feder von mir, Ilona Munique, ist jüngst im Deutschen Bienenjournal erschienen (Heft 9, S. 34-35).

Zusammenfassung

In sieben altersgerechten Erlebnisstufen lernen die Teilnehmenden mit allen Sinnen: vom Ankommen mit Hilfe des Sinnespfads über Bildtafeln und Fotorähmchen über die Schaufensterbeute und spielerisches Rätselraten im Bienengarten über leckere Honigverkostung bis hin zum direkten Kontakt mit Honigbienen im Lehrbienenstand.

Ziel ist, durch äußere und innere Nähe Ängste abzubauen, Verständnis für die Bedeutung von Bienen zu fördern und nachhaltigen Naturschutz sowie die Imkerei zu unterstützen.

Das Angebot richtet sich an unterschiedliche Altersgruppen und lässt sich individuell anpassen. Die Finanzierung erfolgt größtenteils durch Fördermittel, Spenden und nachhaltige Initiativen wie eine Photovoltaikanlage.

Literatur

Ilona Munique: Bienen erleben. In: Deutsches Bienenjournal, H. 9, S. 34-35.Screenshot Artikel Ilona Munique, Bienen erleben In: DBJ, 09, 2025, S. 34-35

Anmeldung zum Imkeranfängerkurs 2026 in Bamberg (Oberfranken, Bayern) läuft!

Logo BLIB Imkerkurs für Anfänger (m)
Ak25, Modul 7: Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Inselstadt / Weide am 12.07.2025 / Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de
Bienen sind seit je her des Menschens gute Gefährten. Sie zu halten, ist eine Win-win-Situation für beide Seiten.

Für das spannende und sinnstiftende Hobby der Bienenhaltung braucht es einen Imkerkurs für Anfänger, zu dem ihr euch jederzeit formlos bei Reinhold Burger und Ilona Munique von der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de per E-Mail anmelden könnt.

Alle Infos zu den Bedingungen auch als PDF hier: 
Flyer-BLIB-Imkerkurs-Anfaenger-AK26

AK25 4. + 5 Modul: Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de

BLIB-Team, Ilona Munique und Reinhold Burger (Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de und Vorstand Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V., FKBBa)Ich habe gezielte Fragen und keine Lust, alles hier zu lesen.
Wohin wende ich mich?

  • Ein kostenloser Infoabend mit Kursberatung findet am Mo., 09.03.2026 zwischen 19.00 und 20.30 Uhr statt, und zwar ohne Anmeldung online unter https://meet.jit.si/kursinformationen. Für Mobilgeräte die App Jitsi Meet installieren.
  • Uns könnt ihr jederzeit anrufen, also auch Samstags, Sonntags und Abends unter T. 0951-3094539..
    Falls wir nicht erreichbar waren – bitte hinterlasst unbedingt eine Nachricht, da wir ansonsten nicht zurückrufen (um uns so vor Spamanrufe zu schützen).

Honigverarbeitung Bughof (AK25, Modul 8, Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.de)


Für die, die es genauer wissen wollen … weiterlesen!

Imker-Anfängerkurs, Modul 10, Wachsverarbeitung BLIB-Imkerkurs für Anfänger / Bienen-leben-in-Bamberg.deWie läuft der Imkeranfängerkurs ab?

  • Du nimmst regelmäßig teil an 12 Module, zwei davon als Doppelmodul an einem Tag. Also 10 Termine.
  • Die Module decken innerhalb eines Jahres das gesamte Spektrum der Bienenhaltung analog des Jahresverlaufs ab. Es wird 2x online (ohne Aufzeichnung) und 9x an einem Lehrbienenstand unterrichtet sowie 1x in unseren privaten Räumen (Honigverarbeitung am Obstmarkt 10)
  • Jedes Modul dauert zwischen 1,5 bis höchstens vier Stunden. Insgesamt erlebst du spannende 26 Stunden.
  • Von 12 Modulen sind 8 als Pflichtmodule gekennzeichnet. 7 davon MUSST du besucht haben, um eine Teilnahmebescheinigung zu erhalten, die dich offiziell als Imker*in ausweisen. Du kannst nicht wahrgenommene Termine aber gerne im darauffolgenden Jahr kostenlos nachholen.
  • Natürlich spielt die Wetterlage in der Imkerei eine Rolle. Bei Regen kann deshalb ein Modul ausnahmsweise online stattfinden oder verschoben werden. Die praktischen Übungen werden nachgeholt bzw. in andere Module integriert.
  • Zwei Coaches – Reinhold Burger (Bienenwirtschaftsmeister, Bienensachverständiger) und Ilona Munique (Imkerin, Dipl. Erwachsenenbildnerin) – kümmern sich um deinen Lernerfolg und dein Wohlbefinden vor Ort.

Unser Ziel ist immer eure bestmöglichste Qualifikation! Damit es euren Bienen und euch selbst gut geht, wenn ihr loslegt.


Was kostet der Imkeranfängerkurs?

  • € 440,- für 12 Module* (Gesamt 26 Stunden) inklusive Lernmaterial, Zugang zur internen Organisationsplattform
  • 5% Frühbucherrabatt bei Anmeldung (Überweisung) bis 31.12. des Vorjahres.
  • 10 % Rabatt bei Bestehen einer Bienenpatenschaft, unabhängig vom Zahlungseingang.
  • Als Mitglied im FKBB e. V. profitierst du von einer kostenlosen Imkerbasisversicherung. 
  • Wer nicht zu alle Termine kommen kann, darf diese im darauffolgenden Jahr kostenlos wahrnehmen. Im 3. Jahr gegen Aufpreis von € 40 pro Modul.
  • Details siehe Web oder Flyer-BLIB-Imkerkurs-Anfaenger-AK26

Abschlussfeier Imker-Anfängerkurs AK25 BLIB-Imkerkurs für Anfänger / Bienen-leben-in-Bamberg.deWarum Imker*in werden?

  • Die Konzentration und Achtsamkeit auf sich selbst und auf die Bienen kann harmonisierend auf die Psyche wirken und somit das allgemeine Wohlbefinden unterstützen.
  • Ein umfassendes, körperlich anregendes Naturerleben an der frischen Luft empfinden wir als heilsam und entstressend.
  • Wir sehen es als beglückend an, etwas für uns selbst UND für unsere Umwelt zu erreichen.
  • Das leckere und unverfälschter Ur-Produkt Honig darf gerne angenommen werden. Denn wir Imker/innen stellen im Gegenzug eine saubere, bienengerechte Behausung zur Verfügung und helfen dem Volk gegen Krankheiten und Feinde (Stichworte: Varroamilbe, Asiatische Hornisse, Faulbrut etc.)
  • Wer Spaß am Handwerk hat, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Nicht alles muss man einkaufen. Einiges lässt sich auch selbermachen, ob Böcke, Mittelwandrähmchen oder gar ganze Bienenstöcke. Wer sich weniger damit aufhalten möchte – kein Problem. Alles kann man kaufen.. Bei uns lernt ihr, was ihr an Material und Gerätschaften braucht oder euch auch sparen könnt.
  • Unser Kurs eignet sich hervorragend auch für (Schul-)Pädagog*innen, da wir bei Bedarf Einblicke in das Führen einer Schulimkerei geben. Mit diesem Thema sind wir bestens vertraut und können auf Referenzen, Erfahrungswerte und Kontakte von bereits durch uns ausgebildete Kolleg*innen zurückgreifen.

Volk WeideWo darf ich Bienen halten?

  • Praktisch überall. Die Imkerei ist ein Hobby, welches sich im eigenen Garten oder auf zur Verfügung gestellten Flächen ausüben lässt. Wo sie ortsüblich ist – und das ist durchwegs in Stadt und Land der Fall – ist eine Genehmigung (auch der Nachbarschaft) nicht notwendig. Dennoch legt ihr es natürlich nicht auf einen Streit an. Rechtliches dazu hier.
  • Auch in Naturschutzgebieten dürfen unter bestimmten Bedingungen Bienen gehalten werden. Derzeit entbrennt eine Diskussion, dass Honigbienen dort nicht aufgestellt werden, was nicht zielführend ist. Lasst euch im Zweifelsfall fachlich beraten. Wir helfen euch argumentativ weiter.
  • Theoretisch lassen sich Bienen auch auf dem Balkon halten, wenn er den Anforderungen an die Bienenhaltung entspricht. Wir beraten dich gerne.
  • Einzige Voraussetzung für das Aufstellen von Völkern sollte ist, dass es genügend bienentaugliche Tracht im Radius von unter 10 Kilometern gibt.

Überzeugt? Na dann … komm zu uns!


12 gute Gründe, warum unser Imkerkurs etwas kostet

Manche Angebote im Leben sind kostenlos (doch manchmal auch umsonst). Zugegeben – kostenlos mögen wir doch alle und wir nehmen mit, was wir kriegen können, stimmt’s?! Doch um eine dauerhafte, zuverlässige, qualitativ hochwertige und immer top-aktuelle Dienstleistung im mehr als nur „absolut notwendigen“ Umfang zu erbringen, benötigt es viel mehr Zeit und Aufwand, als man ohne totale Selbstausbeutung und schlechtem Gewissen ehrenamtlich wuppen könnte.

Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.de, Modul 9 zur Varroabehandlung und WabenhygieneIhr bekommt für euer Geld folgenden Mehrwert:

  1. Kleine Gruppen: 8-12 Teilnehmende
  2. Selber machen: Doch nur dann, wenn du dazu bereit bist. Wir nehmen Rücksicht auf deine Befindlichkeiten, um das Lernen in deinem eigenen Tempo bestmöglichst zu unterstützen.
  3. Weitergehende Modulinhalte, die es anderswo bei kostenlosen Kursen eher nicht in dieser Form gibt, beispielsweise Umfassendes zu Bienenkrankheiten, dem gern unterschätzten Wachsmanagement, die Möglichkeiten von Fördermitteln, dem Aufbau einer Schul-Imkerei … und ja, auch Infos zu Wildbienen, bienenfreundlichen Pflanzen und anderen Formen und Methoden in der Imkerei.
  4. Ein Referentenpaar mit hoher Qualifikation und auf dem neuesten Stand: Dich erwartet ein hoch motivierter Imkermeister und Bienensachverständiger – Reinhold Burger – und eine kommunikations- und organisationsstarke Imkerin – Ilona Munique – mit dem Hintergrund einer diplomierte Erwachsenenbildnerin.
    Wir besuchen kontinuierlich mehrere Fortbildungen jährlich. Durch laufende Schulbienen-Unterrichte, Führungen und Vorträge stehen wir außerdem permanent in der Lehrpraxis.
  5. Imker-Anfängerkurs, Modul 10, Wachsverarbeitung BLIB-Imkerkurs für Anfänger / Bienen-leben-in-Bamberg.deAnschauliches Lernequipment: Jährlich (!) aktualisierte Kursunterlagen, ergänzt durch Weblogberichte mit Fotos zu jedem einzelnen Modul. So behältst du auch NACH dem Imkeranfängerkurs den roten Faden bei, weil das deine Erinnerung an den Ablauf super unterstützt.
  6. Imker-Bibliothek: Sachliteratur und Fachzeitschriften kostenlos ausleihen aus über 300 Titeln, auch speziel für die Pädagogik einer Schul-Imkerei.
  7. Kursplattform: Unterlagen und Checklisten stehen dir für die Dauer von mindestens 3 Jahren zur Verfügung. Downloade also nur das, was du persönlich brauchst und wann du Zeit dazu findest.
  8. Freiwilliger Lerntest mit Feedback am Ende des Kurses.
  9. Catering anlässlich der Honigernte- und verarbeitung plus dein selbst geimkertes Glas Honig. Im August kostenlose Getränke bei der Abschlussfeier.
  10. AK25 Ernte BughofRabatt für die Vertiefungsseminare.
  11. Zuschuss für das erste eigene Volk durch Kooperation mit dem FKBB, Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. und durch Bienenpat*innen.
  12. Das Startervolk (ein erstmalig überwintertes Wirtschaftsvolk) kannst du entweder von uns erhalten (Kosten varriieren), oder wir vermitteln dir ein Volk von einem unserer vertrauenswürdigen Imkerkoll*innen … und ausschließlich mit Gesundheitszeugnis!
  13. Ausleihe einer neuwertigen Bienenwohnung (Zander): Wenn du dir am Ende des Imkerkurses noch nicht sicher bist, ob du mit der Bienenhaltung das Richtige für dich tust, kannst du dir für ein Probehalbjahr gegen Pfand eine Bienenwohnung ausleihen.

BLIB als Genussbotschafter des Regionalsiegels "Genussla" für Bamberg und RegionNa, jetzt spricht doch wirklich alles dafür, das neue Hobby „Imkerei“ endlich zu wagen!

Wir, Ilona und Reinhold, freuen uns schon auf unsere neuen Kolleginnen und Kollegen!

Interview BlattGrün-Magazin: Jonas Glüsenkamp zieht Zwischenbilanz für Bambergs Klima(folgen)anpassung

Klimapark-Eröffnung mit Jonas Gluesenkamp und Melanie HummelDer Klimawandel stellt Bamberg und viele andere Städte vor große Herausforderungen, da zunehmend heiße, trockene Perioden das Stadtklima belasten. Der Frühling 2025 war außergewöhnlich warm und trocken, die 1,5°C-Marke wurde erneut überschritten.

Doch es gibt auch Hoffnung: Neue Förderprogramme bieten ab Mai bis August 2025 finanzielle Unterstützung für Klimaanpassungsmaßnahmen wie mehr Stadtgrün, Fassadenbegrünungen und Trinkwasserbrunnen.

Im Interview mit Ilona Munique für das Nachhaltigkeitsmagazin BlattGrün berichtet Bambergs Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp von erfolgreichen lokalen Initiativen wie dem Klima-Arboretum, dem MitMachKlima-Projekt und der Bürgerbeteiligung an grüner Stadtentwicklung.

Jonas Glüsenkamp, Baumpflanzung Auferstehungskirche BambergDoch gelingende Klima(folgen)anpassung braucht das Engagement aller – Politik, Bürger und Verwaltung – und innovative Lösungen, damit Bamberg für kommende Generationen lebenswert bleibt. Glüsenkamp. Denn ohne gesetzliche Vorgaben und verlässliche Finanzierungen stoßen Kommunen immer wieder an Grenzen. So würden auch viele Bürger zwar mehr Veränderung wünschen, doch sobald eigene Interessen betroffen sind – etwa durch Umgestaltungen im Stadtraum – sinkt die Bereitschaft, mitzugehen. Diese Beobachtung teilt im Übrigen auch Carsten Joneitis, Bürgermeister von Oberhaid. Dazu mehr in einer späteren Ausgabe.

Wer mehr über Bambergs Klima(folgen)anpassung erfahren möchte und eine umfangreiche Liste über die bereits erfolgten Projekte, findet hier den vollständigen Artikel:

Juli 2025 | BlattGrün [Magazin], 2025, H. 3, S. 8
Klima(folgen)anpassung in Bamberg. Zwischenbilanz auf dem Weg zur Resilienz
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Apfelbaum mit gleichzeitigem Wuchs von Blüte und Frucht

Ablegerversorgung, Königinnenzeichnen (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK25, Modul 6)

Mit dem Modul 6 „Ablegerversorgung, Königinnenzeichnen“ erreichten wir die Halbzeit des Imkerkurses für Anfänger. Mit seinem Abschluss sind nun alle Arbeiten am Volk vor der Ernte im Juli erklärt und eingeübt.

Hier die  beiden neuen Lektionen: Ablegerversorgung und Königin zeichnen nebst Wiederholung Weiselzellenkontrolle … ja, und den Smoker versorgen, der hin und wieder gerne mal vergessen wird, sowie das umsichtige Bereithalten aller erforderlicher Werkzeuge für ein bienenschonendes Imkern ohne unnötige Verzögerungen.

Ablegerversorgung

Der im Modul 4 am 19.04.25 gebildete Ableger war nicht von Erfolg gekrönt. In ihm entwickelte sich bereits nach zwei Wochen ausschließlich Drohnenbrut. Bei Durchsicht wurde eine offensichtlich zugeflogene, jedoch nicht begatte Königin gefunden.Im Modul wurde daher ein später gebildeter Ableger vom 23.04.25 begutachtet.

Am 17.05.25 war er also 24 Tage alt. Spannend, ob die junge Königin bereits ihren Hochzeitsflug erfolgreich absolviert hat und fleißig Eier legt. Ja tat sie, und zudem fanden wir großflächig Stifte in den Zellen. Larven indes waren noch keine vorhanden. Nach kurzer Suche lief uns „Ihre Hoheit“ auch über den Weg.

Da die Königin noch sehr jung war, verzichteten wir vorerst auf ihre Zeichnung. Junge Königinnen reagieren oft noch etwas nervös. Möglicherweise war sie noch flugfähig und ihr Davonfliegen wollten wir nicht riskieren. Das Markieren holen wir zur nächsten Durchsicht in ein bis zwei Wochen nach.

Den Zeitpunkt vor der Verdeckelung der Brut nutzten wir zur Varroabehandlung. Hintergrund: Die zur Verfügung stehenden Säuren wirken nämlich nicht in die verdeckelte Brut hinein. Wir behandelten mit Milchsäure 15% im Sprühverfahren, selbstverständlich mit Handschuhen, und noch besser wäre es, auch eine Atemschutzmaske aufzuhaben.

Eine noch besser wirkende Alternative wäre das Sprühen von Oxalsäure 3%. Da wir jedoch die rings um uns stehenden Teilnehmer/innen nicht gefährden wollten, unterließen wir es.

Königinnenzeichnen

Statt einer Königin zeichneten wir Drohnen, die den Vorteil haben, keinen Stachel zu besitzen. Darin waren sich alle sicherlich einig: Eine Drohne zu „pflücken“, war diffizieler, als es aussieht.

Einmal erwischt, schnell ab mit ihm in den Stempel! Aber ins richtige der beiden hohlen Teile (!) und vorsichtig mit dem Schaumstoff die „Königin“ in eine Halteposition bugsiert. Also der obere Rücken wird sanft zwischen den Stäben festgeklemmt und mit enem speziellen Stift gezeichnet. Der Stempel ist trotz seiner zwei Teile, die man auch erst einmal handhaben lernen muss – denn nicht immer steht einem jemand zur Verfügung, der die Wabe hält – etwas praktischer als Klemmen, die mehr Verletzungsgefahr für die Königin bieten.

Nach dem Färben die Königin kurz trocknen lassen und etwas anräuchern. Damit überdecken wir den Geruch unserer Finger und den des Farbstiftes. Und nun ab mit ihr ins Volk, welches sie hoffentlich auch wieder annimmt.

Hin und wieder passiert es, dass die Königin nicht mehr beachtet wird. Vielleicht wurde ihr Unterleib versehentlich gequetscht oder sie riecht nicht mehr so, wie eine gesunde, legefähige Königin es sollte.

Eine sehr ausführliche Beschreibung aus dem letzten Jahr zeigt die Tücken bei diesem so simpel wirkenden Vorgang.

Weiselkontrolle

Nachdem die Brutwabe schon mal in der Hand ist, wird gleich auch nach Weiselzellen gefahndet. Alles zu diesem Vorgehen der Schwarmverhinderung findet sich im Beitrag zum Modul 5.

Das nächste Mal sehen wir uns bereits zur Ernte und Verarbeitung des Honigs. Denn bis dahin, bzw. bis Mitte Juni, wird einfach nur wiederholt: Wöchentlich Weiselkontrolle und vielleicht noch einen Ableger bilden. Wir sehen uns!