Zweite Runde für Bienenpatin Wiebke Burkhart 2016/18

Bienenpatin Wiebke BurkhartIm Rahmen von Bienenpatenschaften lässt sich viel Gutes bewirken, und das sichtbar und nachhaltig. Zwei Jahre lang sind die Paten Teil unseres Bienen(er)lebens und dies in der Weise, wie sie es selbst wollen. Entweder als stille „Beobachter“ unserer Initiative oder sie helfen – über den Patenbeitrag von 180 Euro hinaus – auch ein wenig bei unseren Vorhaben, treffen sich mit uns zu Veranstaltungen oder schenken uns ihre Zeit und ihr Ohr.

Bienenpatin Wiebke Burkhart in Husum vor Krokuswiese So auch Wiebke Burkhart, die immer wieder einmal in der von ihr mitfinanzierten Bienen-InfoWabe auf der Erba-Insel, in deren Nähe sie wohnt, vorbei schaut und manchesmal auch glutenfreien Kuchen mitbringt. Liebe Gesten, die uns selbstredend gut tun und motivierend wirken.

Quasi zur Halbzeit ihrer zweiten Bienenpatenrunde, die vom Sommer 2016 bis 2018 läuft, baten wir sie um ein Interview. Hier ist es:

Was hast du in der Zeit deiner Bienen-Patenschaft bei uns (besonderes) erlebt?

Ich habe viele nette und interessante Menschen getroffen, mit denen ich ohne die Bienen wohl nie in Kontakt gekommen wäre. Es ist einfach erstaunlich zu sehen, wie die Bienen verschiedenste Menschen zusammen bringen.

Was war dir in den letzten zwei Jahren deiner Patenschaft besonders wichtig?

Mir war wichtig, dass euer Engagement für die Bienen bekannter wird. Ich lasse keine Gelegenheit aus, bei Freunden und Kollegen „Werbung“ für die BIWa zu machen – auch, wenn ich selbst leider so selten dort sein kann. Warum kann denn die Woche nicht nur aus Sonntagen bestehen? 😉

Wenn dich jemand fragt, warum du Bienenpatin bist, was antwortest du?

Weil ich will, dass es auch in der Zukunft um uns herum weiter summt und brummt.

Was nimmst du aus dieser ersten Patenzeit für dich persönlich mit? 

Gemeinsam sind wir stark!

Konntest du in deinem Umfeld eine Entwicklung in Bezug auf das Bienenthema feststellen?

Ich habe festgestellt, dass die Leute sich vermehrt Gedanken darüber machen, dass es doch eher der Honig vom örtlichen Imker sein soll und nicht immer nur die Langnese-Quetsch-it-Flasche.

Gibt es etwas, was du dir für deine neue Bienenpatenperiode vorgenommen hast?

Vorsätze sind nicht so meins. Ich mache das immer – steinbockuntypisch, ich weiß – spontan.

Was wünschst du dir für die zweite Bienenpaten-Zeit von uns?

Dass ihr GENAU SO weitermacht!

Liebe Wiebke, das tun wir, versprochen! Und ganz steinbocktypisch wie wir drei sind, weißt du ja, dass wir a) unsere Versprechen halten und b) dazu neigen, uns selbst die stärksten Antreiber zu sein. Dass du dafür mit sorgst, unsere selbstgestellten Aufgaben erfüllen zu können, nehmen wir dankbar an!

Bienenpatin Barbara Fendrich 2017/19

Übergabe der Bienenpatenurkunde an Barbara Fendrich

Übergabe der Urkunde an Bienenpatin Barbara Fendrich am 10.03.2017

Imkerin werden – das ist das Ziel unserer neuen Bienenpatin Barbara Fendrich. Wen wundert’s, dass unser erstes Treffen am 10.03.2017 mit Übergabe der Urkunde an einem unserer Bienenstandorte stattfand. Im Garten der Villa Dessauer (hier ist Dr. Regina Haneman die Bienenpatin) durfte sie sodann zusammen mit ihrem Sohn zum ersten Male eine Wabe ziehen.

Die neue Bienenpatin greift beherzt zuVöllig unvorbereitet ist Barbara nicht, denn sie hat bereits einen Einführungskurs im Imkerverein an der Galgenfuhr mitgemacht sowie an einem der Sonntagsführungen teilgenommen. So ganz konnte sie das jedoch nicht zufrieden stellen. Selbst Hand anlegen ist dort offenbar nicht so üblich, zumindest nicht bei den Neubeginnern. Wir selbst bieten zwar keinen vereinsüblichen Imkerkurs an, doch im Rahmen einer Bienenpatenschaft dürfen uns stattdessen alle bei unseren Tätigkeiten an den Bienen begleiten – und vor allem selbst mit zulangen.

„Man begreift nur, was man selber machen kann, und man fasst nur, was man selbst hervorbringen kann.“ Niemand Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe hat das Wesen des Lernens vollkommen richtig erfasst. In diesem Sinne … wir freuen uns auf deine spannenden Praxiserlebnisse bei uns!

Sahnehäubchen-Sonderpreis 2016 für REWE-Projekt

Spendenübergabe des REWE-Sonderpreises am 26.07.2016 an Bienen-leben-in-Bamberg.de

Foto © REWE. Hintere Reihe Kaufleute: Wolfgang Köppl, Johannes Burkard, Jürgen Weich, Philipp Smith, Roland Hofmann Vordere Reihe: Bezirksmanager Andreas Schmidt, Kaufleute: Tobias Schwarz, Ivonne Hoh, Robert Engelhaupt, Luisa Bühl, Matthias Mischke, Anne Rudel, Thomas Richter, Matthias Fröhlich, Markus Martin. Am Boden: Reinhold Burger, Ilona Munique

Ohne diesen Sonderpreis wäre die Bamberger Schulbiene wohl doch noch finanziell im Regen gestanden mit ihrer Bienen-InfoWabe. Das Dach war noch nicht ganz bezahlt. Doch im April halfen uns ein zweites Mal 16 REWE-Kaufleute aus Bamberg und der Region, das grüne Klassenzimmer im Erba-Park zu einem guten Ende zu bringen. Herzlichen Dank dafür!

Wo sie das Geld herbekamen? Angeregt von Bienenpatin Annemarie Rudel bewarben sie sich mit dem Projekt der „Bienen-InfoWabe“ in einem rewe-internen Ausschreiben um das „Goldene Sahnehäubchen“. Gewonnen hatten sie ihn zwar nicht, doch immerhin einen Sonderpreis in Höhe von 2.500 Euro. Und den durften wir zur Abbezahlung unseres mit hochwertigen Bitumenschindeln gedecktem Dach verwenden. Da wir erst jetzt zu einem gemeinsamen Foto in Buttenheim zusammen kamen – immerhin mussten alle Beteiligten zu einem Termin vereint werden – folgt auch erst heute unsere Bekanntgabe hier.

Unseren herzlichen Dank hatten wir natürlich früher schon ausgesprochen, unter“füttert“ mit einem Probiergläschen des frisch geernteten Bamberger Lagenhonig. Außerdem dürfen in den nächsten beiden Jahren je REWE-Markt zwei Schulklassen zu einem kostenlosen Schulbienenunterricht erscheinen. Schaut doch mal, ob EUER Rewe-Markt zufällig auch mit auf der Tafel steht, die (mittlerweile) wieder an Ort und Stelle neben dem Eingang zur Bienen-InfoWabe hängt!

Bamberger Bienen-InfoWabe

Zweite Runde für Bienenpatin Christina Michel 2015/2016

Bienenpatin Christina Michel Nur meine Schwiegermutter Elisabeth ist noch länger als Bienenpatin „im Dienst“ als Christina Michel. Damals, im Dezember 2013, als wir uns miteinander verbündeten, um Bambergs Bienenwelt zu aktivieren, praktizierten Reinhold und ich noch nicht das Vorstellen unserer Bienenpatenschafts-Mitglieder in einem eigenen Weblogeintrag.

Christina Michel bei der HEGNun, nachdem Christina im Januar 2015 eine zweite Patenrunde (bis Dezember 2016) mit uns eingegangen ist – worüber wir uns sehr freuen! – endlich einmal ein Interview mit ihr. Die Waldsachsenerin ist keine Freundin der großen Worte, eher der Taten. Denn sie möchte im kommenden Jahr selbst Bienen halten – da erübrigt sich doch wirklich jedes weitere Wort! 😉

Bienenpatin Christina Michel

Eines noch … die gelernte Buchhändlerin und Hüterin zahlreicher Haustiere hatte bislang ihr Patenvolk in den Buger Wiesen stehen, doch in der neuen Runde wird es sein Zuhause in Wildensorg am Rinnersteig finden. Mit dem Patengeld wird es versorgt und gepflegt und die Initiative unterstützt.

Vielen herzlichen Dank dafür! Und nun zum Interview!

Was hast du in der Zeit deiner Bienen-Patenschaft bei uns erlebt?

Bienen „hautnah“, Probleme und Erfolge eines Imkerdaseins 🙂

Was war dir in den letzten zwei Jahren deiner Patenschaft besonders wichtig?

Einen Beitrag zum Erhalt der Bienen zu leisten, Einblicke in die Imkerarbeit

Wenn dich jemand fragt, warum du Bienenpatin bist, was antwortest du?

Siehe Frage 2 🙂

Was nimmst du aus dieser ersten Patenzeit für dich persönlich mit?

Den Ansporn, vielleicht eines Tages selbst ein Völkchen zu besitzen…

Konntest du in deinem Umfeld eine Entwicklung in Bezug auf das Bienenthema feststellen?

Viele Leute sind sich bewusst, wie wichtig die Bienen sind und wissen auch, dass es momentan einige Probleme (Bienensterben, Genmais, Pestizide) gibt und sind erfreut, dass es Initiativen wie Bienen-leben-in-Bamberg gibt

Gibt es etwas, was du dir für deine neue Bienenpatenperiode vorgenommen hast?

Eigentlich nichts anderes als vorher 🙂

Was wünschst du dir für die zweite Bienenpaten-Zeit von uns?

Dass sie genau so toll wird wie die erste …

Liebe Christina, vielen Dank für das Interview und wir finden es klasse, dass du immer wieder einmal den Weg von Waldsachsen zu uns nach Bamberg findest!

Ein tierischer Tag mit Bienenpatin Regina Hanemann

Zuerst der Löwe

Schönborn'scher LöwenpokalPrächtig stand er da, aufrecht und golden glänzend über samtblauem Grund auf silbern-fränkischem (Pyramiden-)Rechen tänzelnd. Im Kunstpausensnack am 29.04.14 stellte unsere Bienenpatin, Museumsdirektorin Dr. Regina Hanemann, den berühmten Schönborn’schen Löwenpokal vor, der 1712 aus seinem „Geburtsort“ Bamberg nach Nürnberg (meinem Heimatort) zu den Fronhoffmanns als Hauptgewinn überging, dann über Frankfurt nach Hamburg verbracht wurde und 1937 wieder zurück in seine Heimat Bamberg kam, genauer gesagt, in das Historische Museum am Domberg.¹

2210-Loewenpokal-Schneider-Hanemann-Die intime Kenntnis über die wechselvolle, jedoch in weiten Teilen sehr gut dokumentierte Reisegeschichte des äußerst aufwändig ziselierten Trinkgefäßes, den sogenannten „Willkomm'“, verdanken wir der Provenienzforscherin Anne-Christin Schneider (M.A.), die das gute Stück bereits vor drei Jahren zu ihrem Forschungsobjekt machte.

2198-Kunstpausensnack-Besucher-HistorischesMuseumBambergDas war notwendig geworden, um auch hier die Eigentumsfrage der während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgungsbedingt entzogenen Kunstwerke zu klären, die auch als „Judensilber“ oder „Silberschatz“ bezeichnet sind ². Und tatsächlich handelte es sich bei den Vorbesitzern des Pokals um das kinderlos verstorbene jüdische Ehepaar Heinrich und Emma Budge. Der neue und gerechte Kaufpreis betrug € 350.000 und wurde an die rechtmäßigen Erben unter Zuhilfenahme von Stiftungsgeldern ausbezahlt.³

Der Pokal reiht sich thematisch hervorragend ein in die jüngst eröffnete Dauerausstellung „Jüdisches in Bamberg“, der seinen Vorläufer in der viel beachteten Ausstellung der Villa Dessauer hatte. Und damit sind wir beim nächsten tierischen Abenteuer von und mit unserer Bienenpatin Regina angelangt.

Klein, doch nicht minder kostbar: das Bienenpatenvolk

Das Ablegervolk für die Villa Dessauer wird angeradeltNachdem wir beim letzten Volk Drohnenbrütigkeit feststellen mussten, bekam am gleichen Tag des von mir besuchten Kunstpausensnacks unsere Bienenpatin – und ebenfalls Hausherrin der Stadtgalerie Villa Dessauer – ein neues Volk aufgestellt.

Rähmchen mit zahlreichen WeiselzellenDer Ableger wurde aus dem Volk von Bienenpatin Carmen Dechant gebildet. Sie hatten bereits früh im Jahr ein Dutzend Weiselzellen angelegt, was wir uns nun zunutze machen, auch, um gleichzeitig damit ihren Schwarmtrieb zu bremsen.

Obgleich wir das Ablegervolk weniger als 2 km vom Mutterstandort „Heilggrab“ entfernt aufstellten, erwarten wir nicht, dass sich die Bienen wieder zu ihrem vorherigen Zuhause aufmachen. Denn der Flugradius am ursprünglichen Standort war sicherlich gering, da in der Hofstadtgärtnerei doch reichlich Tracht direkt vor der „Haustüre“ blüht(e). Bestimmt kennen die Bienen die Villa in der Hainstraße noch nicht und werden es als ihr neues Zuhause annehmen.

Kaiser Heinrich II mit Falke, Glasbild Historisches Museum BambergKaiserin Kunigunde mit Lilien, Glasbild Historisches Museum BambergWünschen wir dem neuen Volk ein gutes Gedeihen, vielleicht unter der Fürbitte der naturliebenden Kunigunde und des tierliebenden Heinrichs, unserem geliebten Bamberger Kaiserpaares. Als Lehrbienenbeute für (KInder-)Besuche ist der Standort trotz Schatten einfach ideal, da die „Bienenkunde“ für die nachfolgende Imkergeneration mitten in der Stadt erfolgen kann. Ein dickes Plus, wie wir meinen.

¹ Originalmitschnitte der Führung zu hören zwischen 5.03 und 7.30 Uhr im BR2 am 02.05.2015 im BR-Heimatspiegel  „Kunstsnacks im Museum – Experiment in Bamberg“

² s. a. Deutscher Museumsbund e. V., Berlin, Bulletin Ausgabe 1/15, S. 2 (PDF)

³ s. a. Bayerische Staatszeitung, 29.10.2014: Bamberg kauft Schönborn’schen Löwenpokal

 

Zweite Runde für Bienenpatin Dr. Regina Hanemann 2015/2017

Bienenpatin Dr. Regina Hanemann, BambergDie Hausherrin über drei Bamberger Mussen, Dr. Regina Hanemann, ist seit Februar 2013 Bienenpatin bei unserer Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“. Sie beherrbergt ihr Bienenpatenvolk an der Stadtgalerie Bamberg Villa Dessauer, wo es als Lehrbienenstand im Rahmen der Bamberger Schulbiene zur Verfügung steht.

Regina hat nun ihre Patenschaft verlängert. Darüber freuen wir uns sehr und nehmen dies zum Anlass, ihr ein paar Fragen zu stellen.

Bamberger-Lagenhonig-Villa-DessauerWas hast du in der Zeit deiner Bienen-Patenschaft bei uns / mit uns erlebt, was ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Dr. Regina Hanemann: Mein erstes Honigbrot mit Honig vom Museums-Bienenvolk Stadtgalerie Villa Dessauer.

Was war dir in den letzten zwei Jahren deiner Patenschaft besonders wichtig?

Regina: Die Bewegung des Urban Beekeeping (= Imkerei in der Stadt) zu fördern.

Wenn dich jemand fragt, warum du Bienenpatin bist, was antwortest du?

Regina: Unterstützung Eurer tollen Privatinitiative „Bienen leben in Bamberg“ mit dem Ziel, auch in Bamberg ein bienenfreundlicheres Klima zu schaffen.

Was nimmst du aus dieser ersten Patenzeit für dich persönlich mit? 

Bienenstreicheln am Volk der Villa DessauerRHortkinder und Bienenpatin Dr. Regina Hanemann an der offenen Lehrbeute/Patenbeuteegina: Die hochinteressanten Führungen der Bamberger Schulbiene und die Lehrstunde mit einem Kinderhort, bei der sogar die Ängstlicheren der Kinder Bienen am Ende gestreichelt haben!

Konntest du in deinem Umfeld eine Entwicklung in Bezug auf das Bienenthema feststellen?

Regina: Mich haben erstaunlich viele Menschen auf diese Patenschaft angesprochen, ich habe viele Bienenaufklärungsgespräche geführt.

Biene an BasilikumblüteGibt es etwas, was du dir für deine neue Bienenpatenperiode vorgenommen hast?

Patenbienenvolk im Skulpturengarten der Villa Dessauer, BambergRegina: Ich habe bereits Blumensamen vorgezogen, demnächst kommen sie ins Beet im Skulpturengarten. Besorgen will ich noch afrikanisches Basilikum, da ich gelesen habe, dass die Bienen das besonders gern mögen. Die blühenden Pflanzen sollen den Bienen an Regentagen helfen, wenn sie nicht gar so weit fliegen können

Was wünschst du dir für die zweite Bienenpaten-Zeit von uns?

Regina: Ihr seid auf einem tollen Weg! Weiter so, Ilona und Reinhold!

Vielen Dank für die Ermunterung, liebe Regina, und wir freuen uns, dass du uns zusammen mit deinem Patenbienenvolk an der Villa Dessauer weiterhin auf unserem Weg zu einer bienenfreundlichen Stadt Bamberg begleiten wirst! Dankeschön für das Interview mit dir!

Übrigens: Eine Bienenpatenschaft bei der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de dauert zwei Jahre und ist mit vielen Vorteilen und Gegengaben verbunden. Ein schönes Geschenk auch zu Jubeltagen!

Ferienbesuch für die Sternwart-Bienen

Reinhold Burger, Gabi Loskarn, Lennart und Horst DrechselFerienkind Lennart und seine Oma, unsere Bienenpatin Gabi Loskarn, statteten den Bienen an der Dr. Karl-Remeis-Sternwarte anlässlich der anberaumten Ablegerumsetzung einen Besuch ab. Auch Prof. Dr. Drechsel gesellte sich an diesem ersten nennenswert warmen Tag des 9. Aprils zu uns und freute sich am Anblick des munteren Völkchens.

Die noch ungezeichnete Königin der SternwartbienenZum ersten Mal also unser Blick in das Ablegervolk, das aus dem Transportkasten in sein neues, wunderhübsches Zuhause umziehen soll. Leider konnte die „Beutenmalkünstlerin“ und für dieses Volk zugeteilte Bienenpatin Conny Kopp nicht dabei sein. Doch wir schicken ihr hiermit einen Gruß von der gesichteten Bienenkönigin, die eine hübsche junge Lady ist!

Lennart setzt ein Rähmchen in die neue Beute einLennarts erster tiefergehende Kontakt zu Bienen fand zwar noch größtenteils in voller Imkermontour statt, doch so konnte der 11-jährige entspannt die mit Arbeitsbienen besetzten Waben umsetzen und sogar ein paar Streicheleinheiten auf ihre samtigen Rücken verteilen.

Gabi hingegen ist ja schon ein „alter Hase“, immerhin hat sie ihre Weihen zum letztjährigen Honigschleudertag erhalten, ganz abgesehen davon, dass sie in ihrem Garten an der Weide in Bamberg dem Patenvolk von Jakob Janßen (i. m.) beim fleißigem Sammeln zusehen kann.

Betrachten eines Wabenrähmchens mit BienenMit Prof. Dr. Horst Drechsel vereinbaren wir für den Frühsommer eine Sonderführung für seine Studierenden. Denn sicherlich ist für Astronomen die unglaublich komplexe Welt der Bienen nicht minder spannend als der Blick in die unendlichen Weiten des Alls.

Finden wir jedenfalls.

Bienenvolk an der Sternwarte in Bamberg Lennart, Reinhold und Gabi bereiten die neue Beute vor Reinhold erklärt die Umsetzung des Volkes Reinhold zeigt Lennart den Umgang mit dem Smoker Gabi Loskarn mit Enkel Lennart Ableger in der Transportbeute Wir betrachten ein mit Bienen besetztes Rähmchen Die noch ungezeichnete Königin der Sternwartbienen Bienen auf Rähmchen Betrachten eines Wabenrähmchens mit Bienen Gabi Loskarn setzt ein Rähmchen in die neue Beute ein Lennart entfernt Wachsüberbau

 

Zweite Runde für die Bienenpatin Sabine Saam 2015/2017

Bienenpatin Sabine Saam, BaunachEine Bienenpatenschaft bei der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de dauert für gewöhnlich zwei Jahre. Sabine Saam ist seit August 2013 dabei und setzt vorzeitig vor der Beendigung im Juli ein klares Zeichen, dass sie eine zweite Patenrunde mit uns eingehen will.

Darüber freuen wir uns sehr und nehmen dies zum Anlass für ein Interview mit ihr, das wir schriftlich miteinander führten.

Was hast du in der Zeit deiner Bienen-Patenschaft bei uns / mit uns erlebt?

Sabine Saam und Reinhold Burger im Garten Villa Dessauer bei den BienenSabine Saam: Der Honigschleudertag im Juli 2014 bleibt mir besonders in Erinnerung.
Es war ein wunderschöner, warmer Sommertag und wir treffen uns um 10 Uhr bei den Bienen im Garten der Villa Dessauer. Ilona und Reinhold bringen jede Menge an Ausrüstung mit um die Waben zu entnehmen. Ich stehe daneben und beobachte alles mit großem Interesse.

Ilona ermuntert mich nach dem Motto “selbst ist die Frau“ , ich soll auch mal eine Wabe entnehmen. Huch, das ist doch viel zu schwer für mich, denke ich mir. Dass dem nicht so ist, beweisen mir die beiden schnell und gehen mir gerne zur Hand.

Sabine Saam mit HonigwabeStolz halte ich meine selbst gestochene Wabe in die Kamera. Gemeinsam entnehmen wir alle Waben, verpacken sie und machen uns auf den Weg zum Schleudern. Normalerweise wird am Obstmarkt geschleudert, im 3.Stock, unerreichbar für mich. Deshalb freut es mich besonders, dass an diesem Tag der „Honigraum vom Obstmarkt“ umgezogen ist in das Haus von der „Schutzgemeinschaft Alt Bamberg“ am Schillerplatz.

Infotisch zum Honigschleudertag im Raum der Schutzgemeinschaft Alt-BambergAls ich den Raum betrete, bin ich total geflasht. Ilona und Reinhold haben ihr ganzes Equipment mit dem Handwagen vom Obstmarkt, 3. Stock, an den Schillerplatz geschafft und den Raum, den die Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg für heute zur Verfügung gestellt hat, wunderschön dekoriert. Frische Sonnenblumen strahlen mir entgegen, alle Infotafeln hängen an den Wänden, die Schleuder ist auf Hochglanz poliert und ich bin echt den Tränen nahe. Alles, damit ich in barrierefreier Umgebung mitmachen kann.

Sabine Saam mit komplett entdeckelter HonigwabeNa dann, los geht’s. Entdeckeln der Waben. Ilona gibt mir die „historische“ massive Entdeckelungsgabel und meint, ich soll damit vorsichtig das Wachs von den Waben entfernen. Puh, ganz schön schwer das Gerät für meine eingeschränkte Muskelkraft. Ilona lächelt verschmitzt und zieht einen nagelneuen, gewichtsoptimierten, strahlendgelben „Rechen“ aus der Tasche mit den Worten: „Es gibt nichts Wichtigeres als das passende Werkzeug, dann läuft die Arbeit wie geschmiert!“ Ich strahle und weiter geht’s, eine ganze Zarge entdeckle ich voller Stolz.

Sabine Saam wirft die Honigschleuder für die Jungfernernte des Villa Dessauer-Honigs anBeim Schleudern ist es nicht anders. Erst denke ich – ob ich das kann?, aber Ilona und Reinhold ermuntern mich ständig und so summt die Schleuder, angetrieben durch meine Muskelkraft, wie ein Bienenstock.

Sabine Saam beim HonigabfüllenDer goldgelbe Honig fließt in die Gläser, ich assistiere beim Abfüllen und bin stolz. Auf die Bienen, auf Ilona und Reinhold und auf mich. Welch‘ schöner Tag, welch‘ tolles Erlebnis!

Das fanden übrigens auch Johannes Michel und Lena Thiem von der Online-Zeitung „Nachrichten am Ort“, die den Tag begleiteten und ausführlich in ihrer Sonderthemenseire „Bio oder regional“ darüber berichteten. Später ist sogar der Kosmos-Verlag des Ratgebers Imkern – rückenschonend und kraftsparend  (Autoren: Friedrich Pohl und Jörg Knuppertz) auf uns aufmerksam geworden. Natürlich hatten wir alle nichts dagegen, dass unsere Fotos in ihrem geplanten Buch Eingang fanden. [Wir berichteten]

Liebe Sabine, wie schön, durch deine Augen den tollen Tag noch einmal zu erleben. Auch uns hat es wahnsinnig gut gefallen, vor allem, wie tough du alles angegangen bist!

Was war dir in den letzten zwei Jahren deiner Patenschaft besonders wichtig?

Sabine: Andere für das Thema „Bienen“ zu sensibilisieren, was mir wohl auch gelungen ist, gerade über das Medium Facebook. Ich treffe FB-Freunde in der Fleischwelt und sie kommen mit mir zum Thema Bienen ins Gespräch … [hier die Fb-Adresse von Sabine Saam]

Wenn dich jemand fragt, warum du Bienenpatin bist, was antwortest du?

Sabine: Ich bin Bienenpatin aus Überzeugung!

Was nimmst du aus dieser ersten Patenzeit für dich persönlich mit?

Sabine: Ganz viele neue Kontakte zu netten, engagierten Menschen und jede Menge Wissen in Bezug auf die Bienen und die Imkerei

Konntest du in deinem Umfeld eine Entwicklung in Bezug auf das Bienenthema feststellen?

Sabine: Ja, definitiv. Zum einen nehme ich viel intensiver wahr, wenn Bienen um mich herum summen und ich werde auch sehr oft auf die Initiative angesprochen und gebe gerne Auskunft.

Gibt es etwas, was du dir für deine neue Bienenpatenperiode vorgenommen hast?

Sabine: Die letzten zwei Jahre sind im Flug vergangen, das lag wohl an den vielen und neuen Eindrücken. Vorgenommen habe ich mir, dass die Bienen nach wie vor Teil meines Lebens und Engagements sind und bleiben.

Was wünschst du dir für die zweite Bienenpaten-Zeit von uns?

Gruppenbild der Igel- und Bienengruppe Kita St. Oswald BaunachSabine: Weiterhin so viele tolle Informationen und auch Mitmach-Aktionen.

Ich würde außerdem gerne einen Schulbienenbesuch in der Klasse meines Neffen realisieren und finanzieren. Er ist in der 1. Klasse in der Schule in der Lichteneiche und hat der Lehrerin ganz stolz von der Schulbiene erzählt. Hol- und Bringservice wie bei der Kita-Aktion in Baunach biete ich gerne wieder an.

Liebe Sabine, wir freuen uns, bald wieder etwas gemeinsam mit dir in Sachen Bienen und Nachwuchsförderung auf den Weg zu bringen! Vielen Dank für dieses Interview mit dir!

Bienenpatin Manuela Wehr 2015/2016

Bienenpatin Manuela Wehr„Wenn ich gefragt werde, warum Bienen einen Imker brauchen, sie würden doch schließlich von alleine fliegen, dann antworte ich: Damit sie da bleiben und nicht sterben“. Auf diesen einfachen, doch genialen Nenner bringt es Manuela Wehr, unsere frischgebackene Bienenpatin. Kennengelernt hatten wir sie als Teilnehmerin an unserem letztjährigen Imker-VHS-Kurs in Bamberg, wo sie uns bereits schon ihr großes Interesse an einer eigenen Bienenhaltung verriet.

Große Leidenschaft: der Garten

Übergabe der Bienenpaten-Urkunde an Manuela Wehr

Übergabe der Bienenpaten-Urkunde an Manuela Wehr am 23.03.2015

Die Sozialpädagogin wird sich den Bienen sicher bald ebenso sehr mit Leib und Seele verschreiben, wie sie sich seit einigen Jahren ihrem großen Garten widmet, so jedenfalls unser Eindruck, als wir uns am 23.03.2015 zum Bienenpaten-Interview trafen.

„Vor kurzem war ich einen Samstag lang an der Imkerschule Mittwitz, um mehr über Bienen zu erfahren. Leider hatte ich den Anfängerkurs verpasst und bei diesem Fortgeschrittenenkursen „Auswinterung und Bio-Imkerei“ konnte ich natürlich noch nicht alles an Informationen so richtig einordnen“, erzählt unsere neue Bienenpatin. „Es war alles sehr interessant, doch am Nachmittag spürte ich, wie meine Gedanken zu meiner geliebten Gartenarbeit abdrifteten und ich freute mich schon aufs Nachhause fahren!“

Zusammen mit ihrem Mann Stefan, einem Diplomingenieur, hat sie sich in Seigendorf, östlich von Hirschaid, einen Traum erfüllt. „Entweder sollte es ein Leben in Berlin sein – was ich heute allerdings nicht mehr unbedingt möchte, wäre mir zu viel Stadt – oder ein Haus mit großem Garten, mit viel Platz für Blumen und Gemüseanbau“.

Viel Platz auch für die beiden Hunde, ein Boxer und ein Schäferhundmischling, den sie sich vor zwei Jahren aus dem Tierheim holten. Die Liebe zu Tiere und zu Pflanzen ergänzt sich hervorragend bei der Bienenhaltung. Und so bestückt Manuela bereits heuer schon ihren Garten bewusst bienenfreundlich. „Denn nächstes Jahr würde ich gerne mit dem Imkern beginnen, sobald ich das Gefühl habe, mich genügend vorbereitet zu haben“, so die praktizierende Entspannungsboldin.

Große Pläne: die eigene Praxis

Ilona Munique übergibt Bienenpatenurkunde an Manuela WehrOb sie wohl dann Bienen statt Schäfchen zählen lässt, um ihre Klienten zur Entspannung zu verhelfen? Doch bevor ich mit dieser Frage ins Fettnäpfchen treten kann, erzählt die gebürtige Bambergerin, dass sie zu ihren Klienten ins Haus kommt. Erst im nächsten Jahr will sie die eigene Praxis im Haus, wie von Anfang an geplant, verwirklichen. Nach mittlerweile sechs Praxisjahren mit außerdem vier VHS-Kursleitungen pro Woche fühlt sich Manuela Wehr erfahren genug, um ihre Selbständigkeit auf eine neue Ebene zu bringen.

„Dazulernen werde ich jedoch weiterhin gerne, beispielsweise die Hypnosetechnik fände ich sehr spannend“, ergänzt sie die Aufzählung ihrer vermittelten Techniken wie Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen, Autogenes Training und Phantasiereisen. „Überhaupt ist Neugierde meiner Meinung nach eine sehr wichtige Grundeigenschaft, um sich auf etwas Neues einlassen zu können. Vor allem, wenn ich für etwas brenne, dann klappt es gleich viel leichter und schneller mit dem Lernen.“

Großes Feuer: die Bienenwelt

VHS-Teilnehmende und Reinhold Burger vor den BienenbeutenWir werden jedenfalls das unsrige dazu beitragen, um das im letzten Jahr bei Manuela entfachte Feuer für die Bienenwelt weiterhin zu schüren (s. Foto VHS-Kurs, 1.v.r).
Heute erst einmal mit den ersten Bienenpaten-Gegengeschenken wie einer Honigseife, Honigbonbons, etwas Sonnenblumensamen sowie dem „Feiertagsüberraschungsgeschenk“, eine Flasche Met. Außerdem halten wir sie über kommende Aktivitäten mittels Newsletter und Mails auf dem Laufenden und freuen uns schon auf gemeinsame Ausflüge, zum Beispiel zur HEG und noch einmal nach Mittwitz.

Wir sind uns sicher, dass es wieder einmal eine Bienenpatenschaft sein wird, die auch unseren Horizont erweitern helfen wird. Denn bereits jetzt schon klopfen einige Sätze von Manuela bei mir an meine innersten Hirnwindungen an. Beispielsweise ihre Erkenntnis, bei Fragen nach Facetten ihrer Gartenarbeit nicht zu viel an Informationen zu geben, um die Ratsuchenden nicht zu überfordern. Das sollte ich mir bei meiner Neigung, meinen Erfahrungsschatz großzügig austeilen zu wollen, sicher ebenfalls hinter die Löffel schreiben.

Wir freuen uns jedenfalls sehr auf viele weitere anregende Gespräche mit unserer neuen Bienenpatin, Manuela Wehr, und wünschen schon mal „Tierisch Frohe Ostern!“

Bienenpatin Claudia Meyer 2015/2016

Claudia Meyer (rechts) und Ilona Munique bei der Übergabe der Bienenpatenschaft am 14.01.2015

Claudia Meyer (rechts) und Ilona Munique bei der Übergabe der Bienenpatenschaft am 14.01.2015

Seit 2013 bereits ist Claudia Meyer eine Schulbienen-Unterstützerin. Voneinander erfahren hatten wir via Facebook, damals anlässlich der Crowdfunding-Aktion. Nun ist sie seit Dezember 2014 auch im Kreis unserer Bienenpatinnen und –paten angekommen. „Das Wissen, dass Bienen ein total wichtiges Bindeglied in der Natur sind“, so Claudia, hat die selbständige Heilpraktikerin dazu veranlasst. So trafen wir uns am 14.01. in den feinsinnig gestalteten Räumen ihrer Heilpraxis, um mehr über unsere neue Bienenpatin zu erfahren.

Natur und Heilen

„Natur und Heilen zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben“,  stellt die ehemalige Krankenschwester und praktizierende Hebamme fest, die im Dorf „Hechlingen, das kennt eh keiner“ im Fränkischen Seenland groß wurde. Eine kleine, dennoch „in Sachen Natur und Gesundheit erstaunlich gut bestückte Bücherei“ mag dabei eine Rolle auf dem Weg zum großen Thema „Heilen“ gespielt haben. „Den Roman Der Medicus habe ich verschlungen!“, erinnert sich Claudia und spricht davon, dass sie sehr früh bereits den hohen Wert von Gesundheit erkannte und schätzte.

Auf dem Land aufzuwachsen, wo „der Honig aus dem Ort ganz einfach dazugehörte“ und auch der Onkel Imker war, das klingt nach einem guten Lebensstart. „Barfuß lief ich im Morgentau herum, sehr zum Erstaunen meiner Mutter“, so Claudia schmunzelnd über eines ihrer sinnlichen Erlebnisse aus der Kindheit, die sie beizeiten gesucht und für ein gesundes Körperbewusstsein förderlich waren.

Ausbildungsjahre und Familienbildung

Bienenpatin Claudia MeyerDie Schattenseite der Dorfidylle war jedoch eine gewisse Enge, der sie mit 16 Jahren nach Nürnberg entfloh, zunächst als Stationsgehilfin, dann in der Krankenschwesterausbildung. Prägend für ihr anhaltendes soziales und umweltbetontes Engagement war möglicherweise ihre christlich geprägte Wohngemeinschaft in der Südstadt. Es wurde viel gelacht, diskutiert und ausprobiert. Doch noch musste die meiste Zeit in die Ausbildung investiert werden – und die nächsten Jahre hatten es wahrlich in sich!

Der Ausspruch einer Stationsvorsteherin „Claudia, Sie sind keine Krankenschwester, Sie sind eine Hebamme!“ sollte sich als richtungsweisend entpuppen und sie von der Palliativ-Station wegholen, auf der sie häufiger noch eingesetzt war als im Kreißsaal. Ein krasser Gegensatz. So ist sie dankbar über die Chance, die ihr in Erlangen geboten wurde, sich zur Hebamme ausbilden zu lassen. Und das, obwohl sie sich bereits in den Fernlehrgang „Gesundheitspädagogin“ Sebastian-Kneipp-Akademie Bad Wörishofen, eingeschrieben hatte. „Anschließend der Aufbau der Freiberuflichkeit und ganz nebenbei habe ich auch noch eine Tochter bekommen“, ergänzt sie trocken-verschmitzt die beachtliche Bildungsauflistung – die übrigens lange noch nicht beendet ist!

Grüne Stadt und großes Engagement

Schichtdienst im Krankenhaus plus Selbständigkeit im Dienste der Nachsorge von jungen Müttern – nicht jeder Mann kann sich mit beruflich engagierten Frauen arrangieren, ein Beziehungsumweg blieb ihr folglich nicht erspart. Um die Jahrtausendwende zog sie nach Stegaurach, um nach einer kurzen, jedoch familiär sehr anspruchsvollen „Patchwork-Familienzeit“ letztendlich glücklich in Bamberg zu landen, zusammen mit Tochter Sarah. „Ich wollte immer lieber in der Stadt als auf dem Land wohnen, da ist man einfach nicht so abgeschnitten von allem“, erklärte sie ihren Entschluss und ist zufrieden mit ihrer Insellage am Weidendamm, die sie wiederum von einem „Zuviel an Stadt“ bewahrt. „Und in Bamberg ist man auch noch dicht dran an der Natur“.

Hier kann sie ihre „grundsätzlich grün orientierten“ Interessen gut verfolgen. So ist Claudia Meyer seit 2007 im Mütterzentrum Känguruh engagiert und seit 2013 im Vorstand des Familienbeirats der Stadt Bamberg. Dort liegen ihr die Themen „Wählen ab 16 Jahren“, Radverkehr, Ganztagsklassen, Kinderbetreuung und „bezahlbares Wohnen“ am Herzen. Claudia kennen wir speziell von ihrer früheren Beiratstätigkeit im Bürgerverein Bamberg-Mitte (übrigens auch ein Schulbienen-Unterstützer!). Ach ja, und im Interkulturellen Garten Bamberg e. V. sind wir ebenfalls unabhängig voneinander gelandet.

Nach einem Hineinschnuppern in die lokale Parteipolitik stellt Claudia fest: „Mir liegt das praktische Arbeiten einfach mehr, also das direkte, sichtbare und unkomplizierte Umsetzen guter Ideen“. So ist sie in den Reihen der gemeinnützigen Transition-Bewegung wiederzufinden, die in Bamberg derzeit aus 120 Personen besteht. Das bürgerschaftlichem Engagement verteilt sich dabei auf Arbeitsgruppen, wobei Claudia besonders die Gruppen „Energie“ und „Essen vor der Haustür“ am Herzen liegen. Die „Essensretter“ (vertreten durch „Lebensmittelretten Bamberg“) natürlich auch.

Wunsch für die Schulbiene und die Umwelt

Nun, es wundert uns nicht, dass wir uns in Sachen „Umwelt, Soziales und Bildung“ in Bamberg immer wieder über den Weg laufen. Reinhold und ich sind froh darüber, dass unsere Bienen-Initiative Claudias Gefallen findet. Denn das zeigt uns, dass wir in Sachen „konkrete Umsetzung“ auf dem richtigen Wege sind. Die Öffentlichkeitsarbeit, die wir damit verbinden, findet auch Claudias Wertschätzung. Sie selbst mag’s für sich eher zurückhaltend. Dennoch gibt sie uns als Wunsch für die „Bamberger Schulbiene“ mit, „sie möge weiterhin gut brummen und Aufmerksamkeit erzielen, um das Bewusstsein um die Vernetzung des Ökosystems im Hinblick auf den Bestäubungsauftrag der Bienen in der Bevölkerung zu schärfen.“

„Kompensation ist zwar möglich, doch sollten wir das nicht ausreizen, sondern vielmehr unsere Umwelt schonend behandeln, so das Credo unserer neuen „Bienenrettungspatin“, mit deren Beitrag wir eines der Frühjahresschwärme in Bamberg retten werden. Damit kompensieren wir hoffentlich ein wenig das Bienensterben, das uns im vergangenen Jahr doch sehr zugesetzt hat.

Werte und Würde

Zum Schluss möchten wir von Claudia Meyer noch wissen, was sie derzeit in ihrem Leben als besonders wichtig erachtet. „Werte und Würde “, antwortet sie ernst und spontan. „Andere Menschen würdevoll behandeln ist das Mindeste, was man tun kann. Doch sollten wir nicht dabei vergessen, auch sich selbst würdevoll zu behandeln und nicht alles mit sich machen zu lassen.“

Ein würdevoller Umgang mit kranken Menschen ist bei ihrer Berufsausübung selbstverständlich, wie auch eine stetige Fort- und Weiterbildung, ob in Akupunktur (A-Diplom), Homöopathie, in der allgemeinen wie psychotherapeutischen Heilpraxis.

Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, doch ist es sicher nicht im Sinne unserer eher bescheiden auftretenden Heilpraktikerin, all’ ihre Methoden und Kenntnisse aufzuzählen. Fest steht, wir gewinnen mit Claudia Meyer eine Verbündete, die neben dem Bienenrettungsaspekt ebenso die sozialpolitischen Dimensionen sieht und uns sicher manch’ wertvollen Tipp geben kann.