Monatsbetrachtungen Juli 2026 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen

Biene an BlasenescheAnfang Juli, dem phänologischen Spätsommer, blühen zum Teil noch Rittersporn, Storchschnabel, Lobelien und vor allem Lavendel. Bei uns im Bienengarten ist heuer auch die Blasenesche sehr früh dran.

In den Startlöchern stehen Astern, Bartblume, Efeu, Herbstanemone, Minze, Rainfarn, Ringelblume, Silberstrauch, Sonnenblume, Sonnenhut und Ysop, letzterer mit verdientem Trivialnamen „Bienenfreund“.

Spätestens in der ersten Juli-Woche versiegt in der Region Bamberg die Lindentracht als eine der letzten Massentrachten. Gut verfolgen lässt sich das Ende der blühreichen Zeit mittels der Bienenstock-Waagen des Projekts TrachtNet. Dort können die Gewichtswerte von Bienenvölkern für einzelne Standorte und kumuliert für Regionen eingesehen werden: https://dlr-web-daten1.aspdienste.de/cgi-bin/tdsa/tdsa_client.pl

Auch wir werden stellen unsere Daten unter der Waagen-Nr. 2191 und der Waagen-Nr. 2355 dem TrachtNet zur Verfügung.

TrachtNet Bayern 30.6.2026: Vergleich Trachtverlauf 2026 mit 2025

Trachtnet Bayern 30.6.2026

Honigernte

Zeitpunkt

Mit den kürzer werdenden Tagen ab der Sommersonnwende wird das Brutgeschäft der Bienen langsam zurückgefahren, ebenfalls versiegt die Schwarmneigung. Der richtige Zeitpunkt zur Honigernte ist (bei uns) zwei Wochen nach dem Trachtende, da dann der Feuchtigkeitsgehalt in den Honigwaben passt. Die Bienen hatten also Zeit, sie „trocken zu pflegen“.

Bienenflucht

Reinhold erläutert Funktion BienenfluchtFür eine entspannte Ernte verwenden wir eine Bienenflucht. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Königin nicht im Honigraum aufhält. Mit ein Grund, warum wir Bruträume und Honigräume mittels Absperrgittern voneinander trennen. Als eine weitere Voraussetzung gilt, dass keine ehemals bebrüteten, also braunen Waben im Honigraum verwendet werden. Dies hält die Bienen ansonsten im Honigraum.

Die Bienenflucht wird am Vortag der Ernte morgens unter die Honigräume, also über das Absperrgitter eingelegt. Am nächsten Tag sind dann die Honigräume weitgehend frei von Bienen. Das ist schonender, als mit Abkehrbesen zu arbeiten.

Ausgeschleuderte Honigwaben

Jedes Volk bekommt nach dem Schleudern eine Zarge aufgesetzt, gefüllt mit zehn ausgeschleuderten Waben. Vorher wird das Absperrgitter entnommen. Die Zarge bildet sozusagen die dritte Brutraumzarge. Dies ist zugleich der erste Schritt zur jährlichen Wabenhygiene. Mehr dazu in den Monatsbetrachtungen im August.

Foliennutzung beim Einfüttern der BienenvölkerDie restlichen leeren Honigwaben werden zum reinigenden Ausschlecken in die Völker gegeben. Dazu wird eine Folie auf die oberste Zarge so aufgelegt, dass ein schmaler, wenige Zentimeter breiter Spalt frei bleibt. Darauf kommt eine Leerzarge. Hierauf werden dann die Zargen mit den ausgeschleuderten Honigwaben aufgestapelt. Diese Zargen werden nur mit 8 Waben bestückt.

Nach ein paar Tagen bis spätestens einer Woche sind die Waben trocken geputzt und fertig für die winterliche Aufbewahrung. So behandelt können sie nicht gärig werden. Sie würden sonst bei der Wiederverwendung im nächsten Jahr den frisch eingetragenen Nektar mit unerwünschten Hefen impfen.

Um Räuberei zu vermeiden, geschieht das Aufsetzen der ausgeschleuderten Waben grundsätzlich in den Abendstunden.

Futterversorgung sicherstellen

Verdeckelte Honigwabe; AK22, Modul 7, Honigernte Bienenweg, Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.deBei der Honigernte muss darauf geachtet werden, dass den Völkern noch mindestens fünf Kilogramm Futter als Vorrat bleibt. Sonst besteht die Gefahr, dass die Bienen hungern. Sie stellen dann das Brutgeschäft ein und räumen bereits angelegte Brut wieder aus. Gegebenenfalls belässt man noch nicht gänzlich gefüllte Honigwaben im Honigraum oder es muss gefüttert werden.

Varroabehandlung – jetzt oder später?

Gemülldiagnose

Grundlage für jede Varroabehandlung bildet immer die Feststellung des aktuellen Varroabefalls. In der Praxis hat sich dazu die Gemülldiagnose mittels Einlegen einer Windel gut bewährt. Die Windel wird nur zur Diagnose eingeschoben und danach wieder entfernt. Die Erfassung des Milbenabfalls über drei Tage liefert zuverlässige Werte. Bleibt die Windel länger eingeschoben, erschweren Wachskrümel das Auszählen der Milben. Zudem werden Ameisen angelockt. Wegen der Wachskrümel empfiehlt es sich, während der Gemülldiagnose auch keine frisch ausgeschleuderten Honigwaben von den Bienen reinigen lassen.

Windel mit eingezeichneten VarroamilbenAusgewertet werden die Windeln am besten vor Ort. Gezählt werden sowohl die dunkelbraunen Muttermilben, als auch die helleren Tochtermilben. Um keine Milben zu übersehen, kann eine Lupe oder Lupenbrille sehr hilfreich sein. Aus Umweltschutzgründen verzichten wir auf ölgetränkte Papierauflagen auf den Windeln. Die Gemülldiagnose führen wir kurz vor oder spätestens zur Honigernte durch.

Jetzt oder später?

Basierend auf den Ergebnissen der Gemülldiagnose entscheiden wir, ob umgehend eine Varroabehandlung durchgeführt werden muss. Dabei orientieren wir uns an den für Juli geltenden Grenzwerten des Milbenfalls von fünf  Milben pro Tag für heuer gebildete Jungvölker und von zehn Milben pro Tag für die bereits über ein Jahr alten Wirtschaftsvölker. Liegen die Werte unterhalb dieser Grenzen, können wir mit der standardmäßigen Sommerbehandlung mittels Ameisensäure noch bis August bei den Wirtschaftsvölkern und bis September bei den Ablegern zuwarten.

Bei der Behandlung mit Ameisensäure gilt: je mehr Bienen und Brut (noch) in den Völkern sind, desto schwieriger lässt sich ein ausreichender Behandlungserfolg erzielen und desto höher fallen die Brutschäden aus. Die Ableger dagegen befinden sich noch im Aufbau und eine (zu) frühe Behandlung hemmt deren Entwicklung. Die Wirtschaftsvölker werden natürlich immer erst nach dem Abräumen des Honigs behandelt!

Fazit

Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass die Varroabehandlung am individuellen Befall eines Volkes mit Milben ausgerichtet sein soll. Dazu ist eine Diagnose unerlässlich. Eine vorbeugende Behandlung zu einem festgesetzten Termin, wie immer wieder mal gefordert wird, halten wir eher nicht für zielführendend. Es belastet und schwächt an sich widerstandsfähige Völker nur unnötig.

Weitere Informationen

Flyer LWG zur VarroaZu Varroabehandlung siehe auch die Flyerserie der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Institut für Bienenkunde:

 

Monitoring Asiatische Hornisse / Vespa Velutina

Ende Juni bis Anfang Juli ist der Zeitpunkt gekommen, das Monitoring zur Asiatischen Hornisse mittels Dochttöpfen zu starten. Ein Flyer der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Institut für Bienenkunde, informiert zur Anwendung der Dochttöpfe nebst Rezept der Lockflüssigkeit:

Fortbildungen und Termine


Logo BLIB Imkerkurs für Anfänger (m)Sa., 04.07.26 und Sa., 11.07.26  – 7. + 8. Modul: Honigernte und -verarbeitung (Imkerkurs für Anfänger)

Weitere Informationen siehe unter Aktivitäten und Termine.

 


“Wie kommt der Honig ins Glas?” – Honigschleudertage 2026

Termin 1: So., 19.07.2026  |  15.00 – 15.45 Uhr = Öffentliche Honigernte (ohne Verarbeitung!)
Standort Bienenweg (Ernte). Treffpunkt Bienen-InfoWabe. Keine Anmeldung erforderlich. Keine Kosten.

Termin 2: So., 26.07.2026  |  10.00 – 14.00 Uhr –  begrenzte Teilnehmerzahl!
Standort Sternwarte (Ernte). Im Anschluss Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen). Anmeldung erforderlich.

Alles weitere dazu siehe unter Aktivitäten und Termine.


So., 19.07.26 – BIWa-Sonntagsöffnung mit öffentlicher Honigernte

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.deLogo "Alle Themen" der Bienen-InfoWabe (BIWa)14.00 – 17.00 Uhr |
Offenes Haus für alle …
rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.

Um 15.00 Uhr |  Öffentliche Honigernte.

Alles weitere dazu siehe unter Aktivitäten und Termine.

Wachstücher herstellen zur BIWa-Sonntagsöffnung

Während der BIWa-Sonntagsöffnung im Juni boten wir einen Workshop „Nachhaltige Wachstücher“ an. Wir und sechs Teilnehmende hatten trotz zusätzlicher „Bügeleisen-Hitze“ Spaß daran, einen Ersatz für umweltbelastende Klarsichtfolien herzustellen. Welches Material es braucht und wie genau das geht, wird hier erklärt. Ganz unten eine Fotogalerie zum Ablauf.

Material

  1. Baumwollstoff – OEKO-TEX® Standard 100 oder GOTS
  2. Schneiderschere, ggf. Zacken-Schere
  3. Bügeleisen
  4. Unterlegschutz für Arbeitstisch
  5. Backpapier
  6. Jojobaöl-Tropfen – chemiefrei, kaltgepresst (z. B. Kanzy, Primavera, Nanoil -> Rossmann, Dr. Scheller -> dm) -> Nicht in direktem Kontakt mit fettigen Lebensmittel verwenden! Siehe auch „Hinweise“
    Alternativ hochwertiges Bio-Rapsöl oder Kokos-Öl
  7. geraspeltes Bienenwachs (1 Stunde vorab das Wachsstück in den Kühlschrank legen)
  8. gemahlenes Kiefernharz – ohne synthetische Zusätze (z. B. Little Bee Fresh aus Österreich) – kann auch weggelassen werden, macht die Tücher aber robuster, weil sich Bienenwachs und Stoff besser verbinden und wirkt zusätzlich antibakteriell
    Alternativ Fichten- oder Lärchenharz, da allgemein weniger allergieauslösend

So geht‘s

  1. Baumwollstoff mit(Zacken-)Schere auf gewünschte Größe zuschneiden, für mehr Stücke hilft Schablone
  2. Backpapier auf den mit einem Unterlegschutz abgedeckten Tisch ausbreiten und Stoff platzieren
  3. gleichmäßig Jojoba-, Raps- oder Kokosöl darauf träufeln. Nicht zu stark tränken, beim späteren Bügeln verteilt sich das von allein
  4. geraspeltes oder dünn geschabtes Bienenwachs und (mit Mörser oder Kaffeemühle, hier nur 1x kurz drücken) zerkleinertes Kiefern- oder Fichtenharz (1-3 g) auf den Stoff verteilen. Nicht zu viel verwenden, sonst wird das Tuch zu steif. Besser erst testen, nachstreuen geht immer. Auch möglich: Wachs im Wasserbad schmelzen, mit Backpinsel auftragen
  5. Zweites Stück Backpapier obenauf legen
  6. mit Bügeleisen (Stufe bis Baumwollstufe ohne Dampf) vorsichtig und ohne großen Druck über das Backpapier fahren, bis alles verteilt ist; Alternativ Backofen
  7. oberes Backpapier abziehen und das fertige Tuch kurz hin- und herwedeln und aufhängen, bis es fest ist

Pflege der Tücher

  • aufbewahren liegend oder gerollt (lichtgeschützt, nicht zu warm)
  • reinigen, ggf. mit Schwämmchen, unter fließend lauwarmen Wasser
  • (alkoholfreies) Spülmittel nur bei hartnäckiger Verschmutzung
  • nur ausdrücken, nicht wringen oder zu fest rubbeln; dann sanft ausstreichen, mit den Händen Wasser abstreifen, mit Abtrocktuch nachtrocknen, aufhängen
  • brüchige, schadhafte Stellen zwischen Backpapier aufbügeln, ggf. mit Wachs und / oder Öl nachbessern

Hinweise

  • Wachstücher sind nicht geeignet für rohes Fleisch oder Fisch!
  • Für geruchsintensive Lebensmitteln (z. B. Zwiebeln) am besten immer dasselbe Tuch verwenden
  • Das Bundes­institut für Risiko­bewertung (BfR) gibt zu bedenken, dass die Imprägnier­hilfen auf Speisen übergehen könnten. Jojobaöl habe nichts in Lebens­mitteln zu suchen und solle nicht für die Tücher verwendet werden [möglicherweise toxische Wirkungen auf Darmzellen]. Bienenwachs ist zwar als Zusatz­stoff erlaubt, doch gerade fettige Speisen können viel davon aufnehmen. Kritisch ist das, wenn das Wachs schad­stoff­belastet ist. Auch Keime können zum Problem werden […] Quelle vom 20.06. 2026: https://www.bfr.bund.de/fragen-und-antworten/thema/bienenwachstuecher-worauf-sollten-sie-achten/

Fotogalerie

Grundschule Strullendorf zu Gast bei der Bamberger Schulbiene

Die FleGS-Klassen 1/2 c und d der Grundschule Strullendorf besuchten die Bamberger Schulbiene und überzeugten mit einer Menge Vorwissen. Um so mehr tat es uns leid, dass das obligatorische Bienenstreicheln wegen der Gewitterstimmung aus Sicherheitsgründen ausfallen musste. Doch immerhin durften alle die echten Bienen von Nahem sehen und ein abwechslungsreiches Programm für alle Sinne erleben!

Leider konnten wir in der darauffolgenden Woche die anderen drei Klassenzüge nicht unterrichten. Es war mit über 30° C entschieden zu heiß für Menschen wie Bienen.

1. Ankommen / duftender Sinnespfad (Barfußpfad)

Bekommen wir eine „Ameisenstraße“ hin, ohne zu drängeln? Was fühlen wir unter unseren Füßen? Was tasten, sehen und riechen wir?

2. Kleine Pflanzenkunde und Grundkenntnisse Bienen-Biologie (Teil 1)

Welche Pflanzen rochen so intensiv? Wie empfinden Bienen? Warum können Bienen ohne Nase trotzdem riechen? Welche Sinne und Körperteile haben sie? Wo sind die Unterschiede zu uns Menschen und weiteren Tieren?

3. Grundkenntnisse Bienen-Biologie (Teil 2) und Bestäubung

Was sammeln Bienen und für was? Warum sind Honigbienen so wichtig? Wie transportieren Bienen das Gesammelte? Wohin tragen sie es?

4. Wie kommt der Honig ins Glas?

Welche Schritte und Geräte braucht es, damit der Honig im Glas landet? Wie viel Honiggläser ergibt eine Wabe / ein Volk? Wie schmeckt der Honig von den Bienenvölkern, die wir gleich besuchen werden? Waurm ist mancher Honig flüssig, und mancher fest?

 

5. Kontaktaufnahme Biene und offene Fragen an der Schaufensterbeute

Was krabbelt da? Wie sehen Arbeiterinnen und Drohnen aus?  Schlüpft hier nicht sogar eine kleine Biene?

Schaufensterbeute für den Bamberger Schulbienenunterricht

7. Besuch des Lehrbienenstands

Wie sieht die Welt durch einen Imkerschleier (Imkerhut) aus? Welche Maßnahmen erlauben einen sicheren Umgang mit den Bienen? Was macht der Rauch mit den Bienen? Wie sieht eine Bienenwohnung von innen aus?

So., 21.06.26 – BIWa-Sonntagsöffnung mit Workshop Bienenwachstücher

Kennzeichnung "Spezialthema" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Logo "Alle Themen" der Bienen-InfoWabe (BIWa)So., 21.06.26 – BIWa-Sonntagsöffnung mit Workshop Bienenwachstücher

Wann? So., 21.06.26 | 14.00 – 17.00 Uhr |
Offenes Haus für alle …
rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.
Was? Informationen für Groß und Klein, Beratung für Jungimker/innen und Fachgespräche für alte Hasen. Kaffee gegen Spende. Nutzung der Imker-Bibliothek.

ab 15 Uhr | Workshop Bienenwachstücher
Was?
Wir stellen praktische und nachhaltige Bienenwachstücher für den Haushalt her. Materialien (Eigenwachs unserer Bienen, vorgewaschene Deko-Baumwollstoffe weiß- und gelbgrundig mit Bienenmotiv nach Öko-Tex 100) können im beschränkten Umfang vor Ort kostengünstig bezogen werden. Oder ihr bringt eure eigenen Dekostoffe mit. Schere für Dekoschnitt ist vorhanden.
Für wen? Ohne Altersbeschränkung
Kosten? Keine, bei Bedarf Materialkosten
Referentin? Ilona Munique, Imkerin
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

100% Eigenwachs von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Bamberger Schulbienenführung für Drittklässler aus Forchheim-Reuth

Die Bamberger Schulbienenführung für zwei dritte Klassen der Grundschule Forchheim-Reuth bereitete uns gegenseitig viel Vergnügen. Trotz kleinerer Regenschauer kontnen wir doch wieder die meiste Zeit im Freien verbringen. Ob auf dem Sinnespfad, bei der Bienenbeobachtung mit der Schaufensterbeute, bei der Tiersuche-Challenge oder am Lehrbienenstand beim Streicheln von Drohnen und Arbeitsbienen – es war viel geboten!

Grundschule Forchheim-Reuth, Klasse 3a zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

Folgende sieben Stationen sorgten für reichlich Abwechslung:

  1. Ankommen / duftender Sinnespfad (Barfußpfad)
  2. Kleine Pflanzenkunde und Grundkenntnisse Bienen-Biologie (Teil 1)
  3. Grundkenntnisse Bienen-Biologie (Teil 2) und Bestäubung
  4. Wie kommt der Honig ins Glas? Mit Honigverkostung
  5. Sichtkontakt Biene und offene Fragen an der Schaufensterbeute
  6. Tier-Challenge im Botanischen Bienengarten
  7. Auf geht’s zum Bienenstreicheln

1. Ankommen / duftender Sinnespfad (Barfußpfad)

Was fühlen wir unter unseren Füßen mit geschlossenen Augen? Was sehen und riechen wir?

Grundschule Forchheim-Reuth, Klasse 3a zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

2. Kleine Pflanzenkunde und Grundkenntnisse Bienen-Biologie (Teil 1)

Welche Pflanzen haben wir im Sinnespfad erschnüffelt? Warum können Bienen ohne Nase trotzdem riechen? Wie empfinden Bienen? Welche Sinne und Körperteile haben sie? Wo sind die Unterschiede zu uns Menschen und weiteren Tieren?

3. Grundkenntnisse Bienen-Biologie (Teil 2) und Bestäubung

Was sammeln Bienen und für was? Warum sind Honigbienen so wichtig? Wie transportieren Bienen das Gesammelte? Wohin tragen sie es? Welche Rolle spielt die Königin?

Grundschule Forchheim-Reuth, Klasse 3b zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

 

4. Wie kommt der Honig ins Glas? Mit Honigverkostung

Wie schwer ist eine volle Honigwabe? Welche Schritte und Geräte braucht es, damit der Honig im Glas landet? Wie viel Honiggläser ergibt eine Wabe / ein Volk Wie schmeckt der Honig von den Bienenvölkern, die wir gleich besuchen werden?

verdeckelte Honigwabe

5. Sichtkontakt Biene und offene Fragen an der Schaufensterbeute

Was krabbelt da? Wie sehen Arbeiterinnen und Drohnen aus? Wie sehen die Kinderstuben der beiden aus? Schlüpft hier nicht sogar eine kleine Biene?

Grundschule Forchheim-Reuth, Klasse 3a zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

6. Tier-Challenge im Botanischen Bienengarten

Welche Tiere verstecken sich im Bienengarten? Wie heißen sie genau? Wie viele unterschiedliche Tiere konnten die beiden Kleingrupen finden?

Grundschule Forchheim-Reuth, Klasse 3a zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

7. Auf geht’s zum Bienenstreicheln!

Wie sieht die Welt durch einen Imkerschleier (Imkerhut) aus? Welche Maßnahmen erlauben einen sicheren Umgang mit den Bienen? Was macht der Rauch mit den Bienen? Wie sieht eine Bienenwohnung von innen aus? Traue ich mich, eine Biene zu streicheln? Wie fühlt sie sich an?

Grundschule Forchheim-Reuth, Klasse 3a zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

Bürgerverein Erba und Förderkreis Bienenleben: den Schulterschluss genießen

Vor einigen Monaten ist unser FKBB e. V. dem Bürgerverein Erba e. V. als Mitglied beigetreten. Versteht sich, dass wir unseren Mitgliedskolleg*innen eine spannende wie genussreiche Schulbienenführung versprachen.

Bei fast zu gutem Wetter bekamen die zehn Teilnehmenden im Bienengarten einen Crashkurs zu Bienen und ihren Lebensraum. Nach allerlei Wissenshäppchen zu Wild- wie Honigbienen lösten wir in der Bienen-InfoWabe das Rätsel auf, wie genau eigentlich Nektar zu Honig wird und wie dieser ins Glas gelangt.

Klar, dass sodann eine Honigverkostung fällig wurde, bevor wir am Lehrbienenstand die Bienen streicheln gingen.

Bei Kaffee und Kuchen ließen wir den Nachmittag ausklingen.

Wir freuten uns sehr über das Interesse an unseren Lieblingsthemen, welches uns außerdem Zuwachs zu unserem Förderkreis bescherte – ein Antrag auf Familienmitgliedschaft für Bert und Ingrid! Auf beiderseits netten Schulterschluss zum Wohle des Erba-Insel-Lebens!

Do., 11.06.26 – Infostand „Bienen, Honig, Imkerei“ am „Tag der Umwelt“ 2026

Passend zum „Tag der Umwelt“ eine Veranstaltungsankündigung:

Logo Tag der Umwelt 2026 in BambergDo., 11.06.26 – Infostand „Bienen, Honig, Imkerei und Natur“ am „Tag der Umwelt“ 2026

Wann? Do., 11.06.26  |  10.00 – 16.00 Uhr
Was? Wie geht’s eigentlich den (Wild-)Bienen und wie kann man ihnen helfen? Gibt es genügend Imker/innen oder sind es bereits zu viele hierzulande? Kann man ihrem Honig trauen? Finden Insekten genügend Nahrung – Tag wie Nacht? Apropos … wie ist das mit der Lichtimmission bei uns in Bamberg?
Fragt uns Löcher in den Bauch! Und Honig haben wir natürlich auch.
Für wen? alle Lebensalter
Kosten und Programm?
keine Kosten, Programm (runterscrollen!)
Wo?
Freizeitgelände Jahnwiese Bamberg, Galgenfuhr
Und sonst?
Veranstalter sind Stadt (BiBA) und Landkreis Bamberg; unser Stand wird vom FKBB e. V. in Kooperation mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de betrieben

Junge Bienenprofis des Wiesenhorts Bug bei der Bamberger Schulbiene

Wiesenhort Bamberg Bug, Klassen 1-4 zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.deWiesenhort Bamberg Bug, Klassen 1-4 zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.deSie kamen aus Bug angeradelt. Und stellten viele eigene Fragen, konnten aber auch schon erstaunlich viele richtige Antworten geben, die Eins- bis Sechstklässler aus dem Wiesenhort Bug.

Wiesenhort Bamberg Bug, Klassen 1-4 zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.deWeit über die vereinbarte Zeit gerieten wir damit, doch das war beiderseits völlig in Ordnung. Wir hatten unsere Freude daran, in den Kindern und ihren vier erwachsenen Begleiter/innen würdige Partner in Sachen Bienenliebe gefunden zu haben.

Wiesenhort Bamberg Bug, Klassen 1-4 zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

Ob Sinnespfad, Bienen- und Pflanzenkunde, Honigverkostung, Schaubeute oder echte Bienen … das ganze Programm wurde aufmerksam und aufgeschlossen mitgemacht. Alle wollten und durften die Bienen streicheln, denn nach einigen grundlegenden Informationen war allen sonnenklar: JA, DAS GEHT!

Wiesenhort Bamberg Bug, Klassen 1-4 zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

Lassen wir ansonsten die Fotos sprechen!

Sinnespfad – Fühlen, Hören, Sehen, Riechen; und soziale Kompetenzen wie Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Rücksichtnahme, aber auch Vertrauen entwickeln beim Blindgehen.

Bienenkunde – ihre und unsere Sinne vergleichen, ihre besonderen körperlichen Merkmale und ihr Können, Wildbienen identifizieren und andere Insekten benennen. Bei einer kleinen Pflanzenkunde drei Duftpflanzen kennenlernen.

Wiesenhort Bamberg Bug, Klassen 1-4 zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

Von der Biene ins Glas – mit Honigverkostung

Bienen in Live in der Schaufensterbeute – ungestört für Bienen und stressfrei für Menschen gewöhnen wir uns an das Gewusel.

Das Highlight – echte Bienen streicheln!

Wiesenhort Bamberg Bug, Klassen 1-4 zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

Ablegerversorgung, Königinnenzeichnen (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 6)

Mit dem praxisorientierten Modul 6 „Ablegerversorgung, Königinnenzeichnen“ ist die Halbzeit des Imkerkurses für Anfänger erreicht. Nach einer kurzen Wiederholung zur Ablegerbildung widmen wir uns den beiden neuen Lektionen Ablegerversorgung und Königinzeichnen. Die kleine Regenpause verbrachten wir in der Bienen-InfoWabe mit Theorie.

Ablegerversorgung / Varroabehandlung

Als erstes erfolgt die Windeldiagnose. Sie verrät uns viel, was in den letzten vier Wochen im Ableger aus dem Modul 4 am 18.04.26 passiert sein dürfte.

Nach dem Öffnen fanden wir eine hübsche Königin vor, Wir entdeckten außerdem Eier und bereits erste Larven. Das ist nicht immer selbstverständlich.

Da die Königin noch jung ist, verzichteten wir vorerst auf ihre Zeichnung. Junge Königinnen reagieren oft noch etwas nervös. Möglicherweise ist sie außerdem noch flugfähig. Ihr Davonfliegen wollten wir nicht riskieren. Das Markieren holen wir zur nächsten Durchsicht in ein bis zwei Wochen nach.

Zeitpunkt Varroabehandlung

Den Zeitpunkt vor der Verdeckelung der Brut nutzten wir zur Varroabehandlung. Hintergrund: Die zur Verfügung stehenden Säuren wirken nämlich nicht in die verdeckelte Brut hinein.

Material

Möglich ist eine Behandlung mit Milchsäure 15% im Sprühverfahren. Noch besser wirkt Varroxal 0,71 g/g  (Oxalsäuredihydrat). Das Pulver wird gemäß der Packungsbeilage mit Wasser zu einer 3%-Lösung angemischt: 6 g Oxalsäuredihydrat-Pulver (6 Messlöffel) auf 200 ml Wasser. Beim Umgang mit der Säure bitte die Schutzmaßnahmen beachten: Handschuhe, Jacke oder Hemd mit langen Ärmeln und am besten Schutzbrille und Mundschutz (FFP-3-Maske).

Vorgang

Gesprüht wird nur mit zwei, drei Stößen pro Wabenseite. Die Flügel bzw. Körper der Bienen sollten nicht durchnässt, sondern lediglich angefeuchtet, sprich: silbrig glänzend sein. Mit einem Sprühvorgang ins Leere wird vorab die Windrichtung überprüft, aber auch, ob der Sprühkopf auf einen feinen Nebel eingestellt ist.

Die Wabe mit den ansitzenden Bienen von unten in einem Winkel von 45 Grad besprühen. Damit wird verhindert, dass der Sprühnebel die bereits vorhandene Larven direkt trifft. Nicht versäumen sollte man dabei, auch die Bienen zu besprühen, die auf den inneren Seitenwänden der Zarge herumkrabbeln.

Produkttipp: „Sprühgerät McProper Plus P“ des Schweizer Herstellers Birchmeier, der von verschiedenen Versandhändlern angeboten wird.

Dokumentation

Nicht vergessen. Jede Anwendung eines Tierarzneimittels muss im Bestandsbuch dokumentiert werden. Eine Vorlage kann bei der LWG als PDF-Dokument heruntergeladen werden: bestandsbuch.pdf

Königinnenzeichnen

Um die Königin im Gewusel leichter zu finden und um sie bei allen Verrichtungen im Volk nicht zu gefährden, ist ein Zeichen auf ihrem Rückenschild hilfreich.

Die Farben zum Zeichnen von Königinnen sind international festgelegt: Jahre, die mit 1 bzw. 6 enden – weiß. Jahre, die mit 2 enden – gelb, Jahre mit 3 – rot, Jahre mit 4 – grün, Jahre mit 0 bzw. 5 – blau. Die Jahresfarbe für 2026 ist also weiß.

Statt der Königin ließen wir von den Teilnehmenden ein paar Drohnen zeichnen. Das hat neben der Schonung der Königin den Vorteil, dass ALLE üben können. Eine Drohne zu „pflücken“ kann für manche eine Herausforderung bedeuten, selbst im Bewusstsein, dass die männlichen Bienen keinen Stachel haben. Das Einfangen mit der Hand ist sicherer als mit Hilfe eines Abfangclips, da dies eine geringere Verletzungsgefahr für die Königin bedeutet. Möglich ist es auch, direkt das Zeichenrohr über die Königin zu stülpen und … nun ja, ihr werdet es herausfinden, welche Art des Einfangens euch am wenigsten Schwierigkeiten bereitet!

Einmal erwischt, schnell ab mit dem Drohn in das Zeichenrohr! Und zwar ins richtige der beiden hohlen Teile. Dann vorsichtig mit dem Schaumstoff die „Königin“ in eine Halteposition bugsiert. Also der obere Rücken wird sanft zwischen den Stäben festgeklemmt und mit einem speziellen Stift gezeichnet.

Nach dem Färben die Königin kurz trocknen lassen und etwas anräuchern. Somit wird der Geruch der Finger und des Farbstiftes überdeckt. Und nun ab mit ihr ins Volk, welches sie hoffentlich auch wieder annimmt. Die Versuchsdrohnen hingegen fliegen meist auf und davon, um als „falsche Königin“ wieder heimzukehren.

Hin und wieder passiert es, dass die Königin von ihrem Hofstaat nicht mehr beachtet wird. Vielleicht wurde ihr Unterleib versehentlich gequetscht oder sie riecht nicht mehr so, wie eine gesunde, legefähige Königin es sollte.

Das nächste Mal sehen wir uns bereits zur Ernte und Verarbeitung des Honigs. Denn bis dahin, bzw. bis Mitte Juni, wird einfach nur wiederholt: Wöchentlich Weiselkontrolle und vielleicht noch einen Ableger bilden. Wir sehen uns!

Kolpingsfamilie Bamberg zu Gast bei der Schulbiene

14 Interessierte aus der Kolpingsfamilie Bamberg besuchten am 07.05. die Bienen-InfoWabe. Überwiegend Senior(inne)en, aber auch drei (Enkel)Kinder wurden von der Schulbiene zwei Stunden lang in die Welt der Bienen, des Honigs und der Imkerei entführt.

Erstaunt waren wir, dass gleich zu Beginn nach dem Aussehen der Asiatischen Hornisse gefragt wurde. Wie praktisch, dass wir ein Exemplar im Regal hatten.

Flyer Vespa velutina der LWG (Ausschnitt)Auch auf zahlreiche weitere Fragen konnten wir jederzeit auf großformatige Fotos oder Anschauungsobjekte zurückgreifen. Eine gute Gelegenheit, allen Schulbienen-Unterstützer der Vergangenheit (und hoffentlich auch der Zukunft) DANKE zu sagen, die uns dies finanziell möglich mach(t)en.

Nachdem erraten wurde, wie schwer die herumgereichte Honigwabe war und wie der Honig ins Glas kommt, wurde noch flugs ausgerechntet, wie viele Gläser das ergiebt, Tja, Kopfrechnen ist immer noch gefragt!

Die Honigverkostung löste einen kleinen Verkaufsansturm auf unseren Bamberger Lagenhonig aus, dem wir gerne nachgekommen sind. Schließlich wollen die Regale wieder frei werden, wenn es im Juli zur ersten (und bei uns einzigen) Ernte des Jahres kommt. Übrigens wieder verbunden mit einer öffentlichen Honigernte am 19.07., 15 Uhr während der BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg 1 im Erba-Park.

Schön, dass ihr uns besucht habt, und vielleicht ja wieder im nächsten Jahr?!