Imkerkinderschutzanzüge für Schulbienenunterricht – Danke, Stadt Bamberg!

Finanziert über den Unterstützungsfonds der Stadt Bamberg schafften wir heuer über den FKBB, Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V., einen Satz Imkerschutzanzüge für Kinder und ihre Begleitpersonen an. Da die Klassen mit bis zu 33 Kindern ja oft sehr groß sind, war das bislang für uns ein entsprechend üppiger Posten, bei dem knapp über 2.200 Euro zu stemmen waren. Denn um die Anzüge und die etwas sperrigen Hüte zu verstauen, brauchte es auch einen Schrank dazu.

Neuer Schrank in der Bienen-InfoWabe

Wenn beim Gang zum Lehrbienenstand alles passt, also Kinder, Bienen und Petrus gut mitspielen, brauchen wir die Anzüge zwar nicht zwingend. Doch das ist ja nicht immer so. Sollen wir bei Gewitter, Wind und unleidigen Bienen oder allzu quirligen Kindern dann diese spannenden Minuten ausfallen lassen? Eben. Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Außerdem: Mit entsprechender Schutzmaßnahme könnten wir tatsächlich längere und intensivere Begegnungen mit den Bienen und der Imkerei ermöglichen, vor allem für die Jüngeren wie bei unserer öffentlichen Honigernte. Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.deÖffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Zudem wird sich der saisonal bedingte enge Zeitrahmen (derzeit Ende April bis Anfang Juli) ausdehnen. Da Bienen mit zunehmenden Jahresverlauf vitaler (um nicht zu sagen: aggressiver) werden, sind Lehrbienenstandsführungen nur bis zur ersten Juliwoche möglich. Mit der Imkerschutzkleidung könnten wir die Kinder dann sogar während der Sommerferien gefahrlos am Bienenleben teilhaben lassen.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Auf alle Fälle macht es Klein wie Groß sehr viel Spaß, die Imkeranzüge fürs Fotoshooting schnell noch überzuziehen. Ein fröhlicher Abschluss des Bamberger Schulbienenunterrichts ist also garantiert. Und ein sicherer Verlauf ebenfalls. Danke, Stadt Bamberg! Und, Danke, Jonas Glüsenkamp, dass du damals zu Coronazeiten auf die tolle Idee der Förderfonds gekommen bist!

Förderzentrum Giechburgschule Schesslitz, 5.Kl., zum Schulbienen-Unterricht in der Bienen-InfoWabe / Bienen-leben-in-Bamberg.de / Bamberger Schulbiene Schulbienenführung für Judogruppe des Post SV Bamberg Rupprechtschule Bamberg, 2d, zum Schulbienen-Unterricht in der Bienen-InfoWabe / Bienen-leben-in-Bamberg.de / Bamberger Schulbiene Schulbienen-Challenge für die Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule in Bamberg, 8. Klasse, zum Schulbienen-Unterricht in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

Herbstimpressionen und -arbeiten aus dem Bamberger Bienengarten

Trotz des Saisonendes der Bienen-InfoWabe bleibt so einiges zu tun. Bienenwohnungen wollen repariert und gestrichen, die botanischen Pflanzschilder gesäubert und ins Haus geholt, die Felder des Sinnespfads wieder in Ordnung gebracht, die PV-Anlage ausgemessen (später mehr dazu!) und das Vogelhäuschen, ein Geschenk meines Patenonkels aus Nürnberg, aufgehängt sein.

 

Das fleißige Gießen der sich heuer erstmals gegründeten Bienengartenfeen Heidrun, Doris, Gabi, Yana, Bernhard und Adrian sei Dank blüht es in allen Beeten noch wunderschön und sind jede Menge Bienen und andere Insekten am Naschen.

Doch auch die Wildkräuter konnten sich in den Schaubeeten feste vermehren und bedürfen einer Eindämmung.

 

Über die herabfallenden Nüsse freut sich ein Eichhörnchen (könnt ihr es auf dem Foto hier entdecken?!), von unserem emsiges Treiben völlig ungerührt. Bald heißt es außerdem wieder, Laub rechen. Die Sitzbänke brauchen wir und andere noch zum Pausemachen und die Nase in die Herbstsonne strecken. Doch auch diese werden in Kürze – zum gefühlt hundertsten Male – gestrichen und eingeholt.

Biene an Kissenaster (Aster dumosus)Übrigens: Der Bamberger Bienengarten, seit 2015 kontinuierlich gewachsen  mit Hilfe der finanziellen Unterstützung von Bienenpatenschaften der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de, ist das ganze Jahr über frei zugänglich … nicht nur für Bienen, Eichhörnchen und Vögel!

Mi., 11.10.23 – MonatsBeeTrachtungen Oktober / November (mit Stammtisch)

Logo für alle Schwerpunktthemen (= Bienen, Honig, Imkerei, Natur) der Bienen-InfoWabeMi., 11.10.23 – MonatsBeeTrachtungen Oktober / November (mit Stammtisch)

Wann? Mi., 11.10.23 | ab 19 Uhr – jeden 2. Mittwoch im Monat
Wo?  Vereinshain, Galgenfuhr 30, in Bamberg (Vereinssportgasttätte TSG 05 gegenüber Jahnwehr. Reichlich Parkmöglichkeiten, behindertengerecht.)
Für wen? Imker/innen und alle Interessierten, auch ohne Kenntnisse und Ambitionen, aber mit viel Liebe zu Bienen, Honig, Imkerei und Natur!
Was? Informative Vorschau zu aktuellen imkerlichen Arbeiten des laufenden Monats und phänologische Hinweise zu Blühtrachten. Mit Meinungsaustausch bei geselligem Beisammensein und Schwofen über unsere Lieblingsthemen.
Referenten? Reinhold Burger (Bienenwirtschaftsmeister u. -sachverständiger)  / Ilona Munique (Imkerin) ist ausnahmsweise aus dienstlichen Gründen nicht dabei.
Und sonst? Die sogenannten Monatsbetrachtungen sind Tradition lehrender Imker(inn)en, die ihre langjährigen Erfahrungen systematisch aufarbeiten und sich dabei „in die Karten schauen“ lassen.

Impressionen aus Erlangens Gärten … natürlich mit Bienen!

Schlossgarten, Botanischer Garten mit Apfelwoche und Aromagarten in Erlangen – unser sonntäglicher Spaziergang wurde lukullisch abgerundet im Café Mengin, dem Foodklub und der Taverne Nostos, bevor uns die S-Bahn wieder nach Bamberg brachte.

Ich würde mal sagen, ich lass die Bilder sprechen. Da wir diesen unserer wenigen (ehrenamts)freien Sonntage einfach nur genießen wollten, sind es keine übermäßig inszenierten Fotos. Vielleicht regen sie euch aber an, es uns nachzumachen. Zwischen 12 und 20 Uhr waren wir ganz geruhsam unterwegs.

Schlossgarten

Schlossgarten Erlangen

Botanischer Garten mit Apfelwoche

Biene an Steinbrech 'Dancing Pixies" (Saxifraga cortusfolia)

Aromagarten

Glyphosat für weitere 10 Jahre erlaubt – Petition unterschreiben JETZT!

Screenshot Campact Petition Glyphosatverbot 2023Ja, irgendwann hast du schon mal eine Petition gegen Glyphosat unterschrieben in Sachen Glyphosatverbot. Es geht in eine neue Runde, also tu’s noch einmal, wenn du ebenfalls der Meinung bist, dass derartige Gifte, bei der die Einschätzung ihrer Gefahr für Mensch und Tier höchst umstritten ist, in unserer (Bienen-)Welt nichts verloren haben.

Zwei Schritte vor, einer zurück … und ewig grüßt das Murmeltier, in diesem Falle die Agrarindustrie (wovon Bayer nur eine, doch treibende Kraft ist) sowie – etwas irritierend sicher – eine fehlende europäische Norm.

„Die Logik dahinter ist: wo keine Normen, da kein Risiko. Das Problem ist also in erster Linie kein wissenschaftliches, sondern ein bürokratisches. Und auch ein strukturelles. Denn die Entscheidungsträger kommen nicht aus dem umweltpolitischen, sondern dem landwirtschaftspolitischen Umfeld“, so aus einem ganz gut verständlichem Hintergrundbericht des MDR zu erfahren.

Inwieweit die Entscheidung in Brüssel, Glyphosat für weitere 10 Jahre zuzulassen, für die Bundesrepublik aushebelbar ist, prüft derzeit das Landwirtschaftsministerium. Denn dem Koalitionsvertrag zufolge soll in Deutschland Glyphosat ab 2024 verboten werden.

Nachtrag: Hier geht’s zum kostenlosen Pestizidreader, der umfassend zum Thema Pestizide informiert.

Monatsbetrachtungen Oktober 2023 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen

Hummel-und-Bienen-Stelldichein an PhaceliaIm Oktober blühen noch Spättrachten von Efeu und Springkrautgewächsen und als Gründüngung ausgebrachte Senfsaat, Ölrettich und Phacelia. Solche späten Nektar- und Pollenquellen werden in der Imkerschaft häufig als problematisch angesehen. Zu unrecht, wie ein Forschungsvorhaben des Instituts für Bienenkunde und Imkerei in Veitshöchheim (IBI) nachwies. Die Ergebnisse der Untersuchung „Auswirkung von Spättrachten auf die Ein- und Überwinterung von Bienenvölkern”¹ zeigen, dass späte Trachten nicht zwangsläufig zu einem Verhonigen des Brutnestes, zu einem Abarbeiten der Bienen durch Sammelflüge und zu Problemen bei der Über- und Auswinterung von Bienenvölkern führen. Bei gutem Trachtangebot im Herbst empfiehlt es sich allerdings, je nach Nektareintrag die Menge der Auffütterung entsprechend anzupassen.

Buger-Wiesen-Völker im WinterErfolgsfaktoren für die Überwinterung

Der Winterruhe können wir beruhigt entgegensehen, wenn unsere Völker …

  1. ausreichend stark sind,
  2. mit möglichst wenig Varroamilben belastet sind,
  3. mit genug Futter versorgt sind,
  4. von jungen Königinnen zusammengehalten („regiert”) werden und
  5. auf frischem Wabenwerk sitzen.

Mit der Spätsommerpflege im August und September legten wir bereits den Grundstein für eine gute Überwinterung und ein erfolgreiches kommendes Bienenjahr. Mit der Wabenhygiene im August sorgten wir für saubere Waben (Punkt 5), mit anschließender Varroabehandlung befreiten wir unsere Völker weitgehend vom Milbenbefall (Punkt 2) und mit der Einfütterung kümmerten wir uns um einen ausreichenden Futtervorrat (Punkt 3).

Die Arbeiten im Oktober widmen sich abschließend der Volksstärke mittels Auflösung und Vereinigung von Völkern (Punkt 1) und der Versorgung mit Jungköniginnen durch Umweiselung (Punkt 4). Falls erforderlich, wird bei den Jungvölkern noch fehlendes Winterfutter ergänzt (Punkt 3).

Auflösung und Vereinigung von Völkern

Völker benötigen zur sicheren Überwinterung mindestens 5.000 bis 6.000 Bienen. Je weniger Bienen ein Volk aufweist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass das Volk den Winter nicht übersteht – natürlich abhängig von Kälte und Dauer der winterlichen Jahreszeit. Begutachtet man im Oktober und November ein Volk an einem kühlen Tag in den Morgenstunden, sollten 5 Wabengassen besetzt sein. Sind nur 4 Wabengassen belegt, ist die Überwinterung bereits mit einem Risiko behaftet. Bei 3 Wabengassen besteht bereits ein hohes Sterberisiko.

Jungvölker

Jungvölker werden bei uns auf einer Zarge geführt. Jeweils zwei Völker können daher durch Aufsetzen leicht miteinander vereinigt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass beide als zu schwach beurteilte Völker gesund sind. Wie geht man vor? Zwei Möglichkeiten: Man kann einem der zwei Völker die Königin entnehmen und sie zur Umweiselung nutzen (siehe nächstes Kapitel). Die Variante ist, beiden Völkern jeweils die Königin zu belassen. In der Regel wird dann die Königin im aufgesetzten oberen Volk überleben. Die Vereinigung erfolgt ohne zwischengelegtes Absperrgitter und ohne Zeitungspapier. Beim Aufsetzen darauf achten, dass der Sitz der Bienen in den beiden Völkern in etwa in übereinanderliegenden Wabengassen liegt.

Altvölker

Zu schwach befundene, jedoch ansonsten gesunde Altvölker werden durch Vereinigung mit einem Jungvolk „aufgelöst“. Dazu baut man eine Rampe vor das Einflugloch des Jungvolkes auf, auf welche die Bienen des Altvolkes abgestoßen und abgekehrt werden. Als Rampe eignet sich gut der Innendeckel einer Beute. Die Bienen betteln sich in das Jungvolk ein. Die Königin wird von den Wächterbienen abgewehrt. Will man auf Nummer sicher gehen, kann man vorher die Königin aus dem Altvolk entnehmen oder man stellt ein Absperrgitter vor das Einflugloch des Jungvolkes.

Umweiselung von Völkern

Bienenkönigin inmitten ihres Hofstaates
Der Oktober und der November sind für eine Umweiselung gut geeignet. Auf der einen Seite pflegen die Völker zu dieser Jahreszeit meist keine offene Brut mehr. Andererseits sind die Jungköniginnen in der Regel bereits seit einigen Monaten in Eilage. Sie produzieren entsprechend in ausreichender Menge und Zusammensetzung Königinnenpheromone, was ihre Annahme in einem neuen Volk fördert. Also beste Voraussetzungen für einen Königinnentausch.

Je älter eine Königin ist, desto eher kann es vorkommen, dass ein Volk die alte Regentin durch Umweiselung ersetzen möchte. Im Oktober sind allerdings die Witterungsbedingungen in der Regel ungünstig für einen Hochzeitsflug. Ganz abgesehen davon, dass zu dieser Jahreszeit Drohnen in ausreichender Menge als Paarungspartner fehlen.

Aus diesen Gründen weiseln wir alte Königinnen mit Jungköniginnen um, die wir bei der Vereinigen von Jungvölkern gewinnen (siehe obiges Kapitel). Die alte Königin wird im Altvolk gesucht und entnommen. Die Jungkönigin wird direkt im Anschluss in einem Zusetzkäfig unter Futterteigverschluss in die Bienentraube zugehängt.

Termine


Mi., 11.10.2023 – MonatsBeeTrachtungen Oktober / November (Stammtisch)

Wann? ab 19 Uhr – jeden 2. Mittwoch im Monat
Wo? Vereinshain, Galgenfuhr 30, in Bamberg (Vereinssportgaststätte TSG 05 gegenüber Jahnwehr. Reichlich Parkmöglichkeiten, behindertengerecht.)

Alles weitere dazu siehe unter Aktivitäten und Termine.


¹Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Institut für Bienenkunde und Imkerei (Hrsg.) (2022): Auswirkung von Spättrachten auf die Ein- und Überwinterung von Bienenvölkern (Späte Trachten). Endbericht zum Forschungsvorhaben. Projektlaufzeit: 01.09.2019 bis 30.04.2022. Projektleitung D

Humbi und Mohna: Zwei wilde Bienen in den Startlöchern

Mohnbiene, Osmia papaveris

Mohnbiene, Osmia papaveris
Weibchen schneidet für die Auskleidung des Nestes Blattstöckchen aus einer Klatschmohnblüte heraus. © Roland Günter

Humbi und Mohna sind zwei wilde Bienen, die gerne das Licht der Leser*innewelt erblicken möchten und Unterstützer*innen brauchen, gerade so, wie es ja auch bei den echten Wildbienen der Fall ist.

Die Crux: Das Buchprojekt von Carina Lendl aus Oberösterreich ist zwar prakisch schon fertig. Doch der Bucher Verlag in Hohenems (A) kann es nur verlegen, wenn sich ein Abnehmer von mindestens 200 Stück findet, um damit einen Teil der Produktionskosten abzudecken. Vielleicht ist ja in Deutschland jemand bereit, eine gewisse Menge in ihr/sein Verkaufsprogramm aufzunehmen?

Zum Inhalt und ihrer Motivation schreibt die Verfasserin, die mit dem Sommerkrimi „Welche Farbe hat mein Tag“ ihr Debüt gab, folgendes:

Meine Hauptakteurinnen sind die Steinhummelkönigin Humbi und deren beste Freundin, die Mohnbiene Mohna. Gemeinsam mit unzähligen anderen Tieren leben sie auf einer Wildblumenwiese irgendwo … sagen wir im Alpenvorland.

Der Grundgedanke, der mich zum Schreiben motiviert hat, war „Welche Abenteuer würde die Biene Maja heutzutage zu bestehen haben?“.

Mein brennendes Thema ist: Wie hat sich das Leben in unserer Umgebung verändert? Was bedeutet es für tierischen und pflanzliche Bewohner in unserer heimatlichen Umgebung, wenn wir Menschen weiterhin alles tun, um die Natur in ein – unseren immer höher werdenden Ansprüchen angepasstes – Ambiente zu verwandeln?

Meine Erzählung ist für abenteuerlustige und wissbegierige Kinder ab neun Jahren gedacht, denen ich in Zeiten der ungebremsten Bodenversiegelung und der sich rasend vermehrenden Rasenmähroboter die Probleme der unmittelbaren Natur näherbringen möchte. „Auf der Wiese“ ist der erste Teil der Geschichte. Geplant habe ich zwei weitere Teile, und zwar „Im Wald“ und „Bei den Menschen“.

Mir ist es ein Anliegen, Kinder darauf aufmerksam zu machen, dass nicht alles, was brummt und summt, einfach nur eine Biene oder eine Hummel ist, sondern dass es viele, viele Arten gibt, die nach und nach verschwinden. Als meine beiden Söhne noch klein waren, habe ich ihnen das nämlich in keinster Weise vermittelt. In dieser Hinsicht war mein Standardsatz: „Vorsicht, die stechen!“ Und ich denke, dass ist auch heute noch in vielen Familien ganz ähnlich.

Sollte das Buch gedruckt werden, ist es uns natürlich eine Ehre, ein Exemplar für unsere Imker-Bibliothek zu erwerben. Ich durfte bereits in das Manuskript reinspitzen und kann sagen, dass es mit viel Herzblut, Sachverstand und gut verständlich geschrieben ist – und auch Erwachsene dürften interessante, überraschende Details entdecken, die den Blick zu weiten helfen. Und immerhin ist die Mohnbiene ja quasi eine Fränkin.

Ich wünsche Carina Lendl sehr, dass sich ihr Herzensprojekt erfüllen möge!

Wiesenhummelkönigin an Anemone blanda

Talk zu Klimagerechtigkeit in Bamberg 2023

Der Talk mit Jonas Glüsenkamp zur Ausstellung in der Stadtbücherei BA zu „Klimagerechtigkeit – was kann die Stadt Bamberg dafür tun?“ „Fair. Und kein Grad mehr.“ innerhalb der Fairen Woche vom 15.-29.09.23 warf viele Fragen auf und lieferte nicht immer zufriedenstellende Antworten.

„Um etwas zu erreichen, brauchen wir die demokratische Mehrheit, z. B. in Stadtratsbeschlüssen. Doch wie erreichen wir so viele Bürger*innen mit dem Thema Klimafairness?“ Der Klimareferent bietet gleich selbst Antworten an. „Neben fairem Einkauf, auch für die Stadtverwaltung, sind u. a. (Schul)Bildung“ und „Strukturen unterstützen“ mögliche Ansatzpunkte.

Ausstellung in der Stadtbücherei BA zu „Klimagerechtigkeit – was kann die Stadt Bamberg dafür tun?“ "Fair. Und kein Grad mehr." innerhalb der Fairen Woche vom 15.-29.09.23

Bei Letzterem fielen mir die (Bürger)Vereine ein und ich erinnere an den von Heiko Küffner (1. Vors. BVM) eingebrachten „Sofortplan Sommerhitze“, und (hier im Nachtrag) das „Klimamessnetz“ des BMV (s. a. BlattGrün, 2023-5, S.8-9.)

„Umwelt und Soziales“ müssen zusammengebracht werden, betont der Bürgermeister und Kulturreferent. Gute Nachricht: 3,3 Mio stünden für das „MitMachKlima“ zur Verfügung.

Ausstellung in der Stadtbücherei BA zu „Klimagerechtigkeit – was kann die Stadt Bamberg dafür tun?“ "Fair. Und kein Grad mehr." innerhalb der Fairen Woche vom 15.-29.09.23

Nebengleis: Als einzige Stadt beschloss BA eine Verpackungssteuer, wartet jedoch noch den weiteren Klageweg der Fastfood-Kette McDonald’s ab. „Die haben Mittel, die uns fehlen“, bedauert Jonas.
Auch der gewünschten „Schwammstadt“ muss er mangels verfügbarer Flächen eine Absage erteilen. Private Interessen und Denkmalschutz stehen hier im Wege. Nicht jede*r kann sich aus Lohr Straßenpflaster (statt Teerfläche) anliefern lassen, wie es das Beispiel aus der überschaubaren Gruppe an Talkgästen aufzeigt.

Ausstellung in der Stadtbücherei BA zu „Klimagerechtigkeit – was kann die Stadt Bamberg dafür tun?“ "Fair. Und kein Grad mehr." innerhalb der Fairen Woche vom 15.-29.09.23

Es sind wohl die vielen kleinen Schritte, die wir alle einzeln und in gleichgesinnten Gruppen tun können, während unser Planet bereis in Flammen zu stehen scheint. Mit Blubbern werden wir nichts lösen. Doch ich nahm einen von Sachkundigkeit geprägten Eindruck mit, die der Gruppe hier anhaftete.
Jonas, du hast trotz der Kürze der Zeit sicher allen den Eindruck eines „Talks auf Augenhöhe“ verschafft, was man ja nicht von allen Politiker*innen erwarten kann. 👏 Danke dafür und alles Gute für die ToDos, von Trippelschritten bis hin zu hoffentlich großen Würfen.
Fazit: Gute Veranstaltung, gerne wieder … und sehr gerne wieder in der Stadtbücherei!

(Dieser Artikel erschien erstmalig auf Facebook am 22.09.23)

Ausstellung in der Stadtbücherei BA zu „Klimagerechtigkeit – was kann die Stadt Bamberg dafür tun?“ "Fair. Und kein Grad mehr." innerhalb der Fairen Woche vom 15.-29.09.23

Verleihung Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023 zur Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe

Blumenstrauß für Honiggold BBU23Zur letzten BIWa-Sonntagsöffnung der Saison verliehen wir am 17.09.2023 den jährlich ausgelobten Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis. Unsere Gäste und Preisträger*innen fanden sich bei strahlendem Sonnenschein zum Sektempfang ein, um sich auf den darauffolgenden Festakt einzustimmen. Irgendwie kannte offenbar jeder jeden, doch uns überrascht das nicht. Die schützenswerte Natur, insbesondere die faszinierende Bienenwelt, vereint uns schließlich.

Festgäste zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023 anlässlich der Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe in Bamberg am 18.09.2022 / Preisverleiher: Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. Veranstaltung in Kooperation mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

„Summa-summarum, der Summa is‘ ’rum!“

Musikant Reinhard Sures ("Bauklötze staunen") zum Bienen stadt-Bamberg-Umweltpreis 2023 anlässlich der Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe in Bamberg am 18.09.2022 / Preisverleiher: Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. Veranstaltung in Kooperation mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.deDen Nachmittag begleitete uns das Duo „Bauklötze staunen“ mit Reinhard Sures (Gitarre und Percussion) und  Patrick Lumma (Geige).

Musikant Patrick Lumma ("Bauklötze staunen") zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023 anlässlich der Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe in Bamberg am 18.09.2022 / Preisverleiher: Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. Veranstaltung in Kooperation mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.deNachdem das Land Bayern die GEMA-Gebühren von jährlich zwei Veranstaltungen pro Verein übernimmt, waren die beiden Musikanten heuer freier in der Auswahl des deutschen und irischen Liedguts, das für eine fröhliche Stimmung sorgte und uns in die Beine fuhr.

Musikanten (Patrick Lumma u. Reinhard Sures; "Bauklötze staunen") zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023 anlässlich der Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe in Bamberg am 18.09.2022 / Preisverleiher: Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. Veranstaltung in Kooperation mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Natürlich musste auch heuer wieder „Summ, summ, summ“ und das „Imkerlied“ dabei sein. Im nächsten Jahr werden wir die Texte austeilen, versprochen!

Musikanten (Patrick Lumma u. Reinhard Sures; "Bauklötze staunen") zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023 anlässlich der Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe in Bamberg am 18.09.2022 / Preisverleiher: Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. Veranstaltung in Kooperation mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023

In unserem vorherigen Blockbeitrag stellten wir alle Preisträger*innen mit Urkunden und Foto groß heraus. Daher hier verkürzt ein paar Fotogalerien, allerdings entgegen der tatsächlichen Reihenfolge, beginnend mit „Honiggold“ für die Naturschutzgruppe der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Bamberg e. V., vertreten durch Gruppenleiterin Anja Konzelmann und Pressesprecher Philippe Eulig.

Bei gleicher Punktzahl gab es zweimal den zweiten Platz, die „Silberlinde“. Einmal für Andreas Märtlbauer, Sprecher Arbeitskreis Regnitzaue der LBV-Kreisgruppe Bamberg …

… und einmal für den Gartenspezialisten aus Lichtenfels, Josef „Jupp“ Schröder.

Einen Anerkennungspreis nahm die Wild- und Honigbienen-Betreuerin, Yaneth Klein, für die Solawi – Solidarische Landwirtschaft (Südflur), vertreten durch die Projektleiterin Heike Kettner, in Empfang.

Logo Lecker-Bäcker Thomas LoskarnGegen 17.30 Uhr waren nach einer Stunde alle Preise entgegengenommen worden, musikalisch ein- und ausgeleitet von unserem engagierten Duo, und wer noch Zeit und Lust hatte, beieinander zu stehen, genoss aus einer reichhaltigen Auswahl ein letztes Gebäckstück unseres werten Sponsors, Lecker-Bäcker Thomas Loskarn. Vielen Dank dafür!

Preistisch zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023 anlässlich der Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe in Bamberg am 18.09.2022 / Preisverleiher: Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. Veranstaltung in Kooperation mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Veranstalterdank

In Doppelfunktion als Initiatorin von Bienen-leben-in-Bamberg.de und als Vorsitzende des Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. sagen wir, Ilona Munique und Reinhold Burger, herzlichen Dank fürs Dabeisein und Helfen an Kassenwartin, Bienenpatin und guten Geist, Gabriele Loskarn …

Dank an FKBB-Kassenwartin Gabi Loskarn; Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023 anlässlich der Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe in Bamberg am 18.09.2022 / Preisverleiher: Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. Veranstaltung in Kooperation mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

… an Beiratsmitglied und unseren Imkervater Nikolaus Hofmann …

Festgäste zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023 anlässlich der Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe in Bamberg am 18.09.2022 / Preisverleiher: Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. Veranstaltung in Kooperation mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

… an Beiratsmitglied und Imkerkollegin Yaneth Klein …

Yaneth Klein (Wild-/Honigbienenbetreuerin) für Solidarische Landwirtschaft, Solawi (für Koordinatorin Heike Kettner), Preisträgerin Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023 (BBU23)

… und an unsere geschätzten Gäste und Preisträger*innen sowie an unsere Bienenpaten Daniel Schiller und Daniela Brech – bleibt gesund bis zu unserem nächsten Wiedersehen* … und vergesst auch über den Winter die Bienen nicht!

Bienenpaten / Festgäste zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023 anlässlich der Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe in Bamberg am 18.09.2022 / Preisverleiher: Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. Veranstaltung in Kooperation mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de


* Vielleicht zum Stammtisch jeden 2. Mittwoch im Monat (19 Uhr / Vereinshain) oder zum BAmbrosiustag am 7. Dezember?!

Wir gratulieren! Gewinner des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023

Der Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB) gratuliert den Gewinnern des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023!

(Ausführlicher Bericht folgt im nächsten Blogbeitrag.)

1. Preis „Honiggold“:

Naturschutzgruppe der Offenen Behindertenarbeit der
Lebenshilfe Bamberg e. V. / vertreten durch Gruppenleiterin Anja Konzelmann und Pressesprecher Philippe Eulig

Philippe Eulig (Presseprecher) mit Anja Konzelmann (Gruppenleiterin) der Naturschutzgruppe der Offenen Behindertenarbeit (OBA) der Lebenshilfe Bamberg, Preisträger Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023 (BBU23)

2. Preis „Silberlinde“:

Andreas Märtlbauer / Sprecher Arbeitskreis Regnitzaueder LBV-Kreisgruppe Bamberg

Andreas Märtlbauer (Sprecher des Arbeitskreises Regnitzaue im LBV Bamberg, Preisträger Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 20232. Preis „Silberlinde“:

Josef „Jupp“ Schröder (Gartenspezialist; Lichtenfels)

Josef "Jupp" Schröder (Gartenexperte; Lichtenfels), Preisträger Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023 (BBU23)Anerkennungspreis:

Solawi – Solidarische Landwirtschaft (Südflur) / vertreten durch Yaneth Klein (Wild-/Honigbienenbetreuerin) für Heike Kettner

Yaneth Klein (Wild-/Bienenbetreuerin) für Solidarische Landwirtschaft, Solawi (für Koordinatorin Heike Kettner), Preisträgerin Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023 (BBU23)