*10* Adventskalender der Bamberger Schulbiene

Lesebereites Rezensionsexemplar "Lavendelschätze" Dr. Elke Puchtler, Pala-Verlag[Werbung] Wild- wie Honigbienen fliegen auf Lavendelula angustifolica, den romantischen Begleiter meist von Rosen, aber nicht nur! Sein Pollenwert liegt laut Trachtfließband bei 4, der Nektarwart bei 2. Seine Blühmonate sind von Juli bis September, also in einer Zeit, wo es für Bienen langsam zu Ende geht mit den reichlichen Gaben der Gärten und Felder. Aber auch Menschen schätzen den Lavendel sehr, beispielsweise als aromatische Ingredienz zu Speis‘ und Trank und in der Aromatherapie.

Zehn (weitere) Möglichkeiten des Heilens und Pflegens mit dem duftigen, immergrünen Halbstrauches zählt die Lavendelspezialistin Dr. Elke Puchtler in Lavendelschätze (Pala-Verl., 2018) auf:

  1. Der Duft im Raum
  2. Dufte Inhalierstifte für unterwegs
  3. Entspannung im Reisegepäck: der Roo-on
  4. Badevergnügen mit Lavendel
  5. Körperöle und Massageöle mti Lavendel
  6. Lavendelpflege für gereizte und unreine Haut
  7. Pflegebalsam für Narben
  8. Erste Hilfe bei Sonnenbrand
  9. Enzündungshemmend und stärkend bei Entzündungen der Bronchien
  10. Das Naturparfum

Referentin Dr. Elke Puchtler im Bamberger BienengartenEin duftes Buch also, um gerade rechtzeitig zu Weihnachten die Provence, aber auch zukünftig einige deutsche Gegenden klimawandelbedingt als neue Anbaugebiete vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen und sich dabei bereits merklich zu entspannen.

Im Anhang des Buches finden sich außerdem weitere Literatur sowie Film- und Ausstellungstipps, die eine wunderbare Duftspur auslegen, um sich weiter in die lila, weiße oder rosa blühende, kraft- und trostspendende Pflanze zu vertiefen – und zu verlieben! Das jedenfalls ist unserer Bienenfreundin Elke passiert, und sie hat viele damit angesteckt.

Beide Bücher befinden sich in unserer Imker-Bibliothek.

*4* Adventskalender der Bamberger Schulbiene

BarbarazweigHeute ist Barbaratag – klar haben wir Zweige in die Vase gestellt. Apfelbaumblüten soll es an Weihnachten geben, das würde Glück fürs neue Jahr bringen. Honigbienen sehen das sicherlich genau so. Wir haben übrigens nur diejenigen Äste abgeschnitten, die ohnehin hätten gestutzt werden müssen.

Was Bienen noch so gerne besuchen, erfährt man aus dem Bienenweidekatalog. Kostenlos zum Download, umfangreich bebildert und mit Tabellen bestückt wird er herausgegeben vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR). Der Untertitel lautet „Verbesserung der Bienenweide und des Artenreichtums“ und richtet sich an alle, die sich „für den Schutz von Bienen interessierten“, so agrarheute.com in seiner Rezension*.

Der Katalog gibt „konkrete Tipps und Hinweise zum Ausbau des Nahrungsangebotes für Wild- und Honigbienen und zur Verbesserung der Lebensgrundlagen blütenbesuchender Insekten insgesamt.“

Dem Bienenweidekatalog beigesellt ist eine Datenbank, „in welcher die im Katalog empfohlenen sowie weitere Pflanzenarten nach unterschiedlichen Kriterien recherchiert werden können.“

Die Vögelchen übrigens sind eine schöne Erinnerung an meinen längst schon verstorbenen Opa. Uns Kinder nahm er auf seinem Arm und streichelte die Schwanzfedern. Da wir immer gebannt auf die bunten Vögelchen sahen, merkten wir lange nicht, das es nicht sie waren, sondern mein Opa, der da so lustig zwitscherte. Ich vermisse ihn, aber ich glaube, er hört jedes Jahr in der Weihnachtszeit meine Vögelchen nach ihm rufen. Ganz bestimmt!

*[Link inaktiv, zuletzt abgerufen am 21.11.2012.]

Anhörung im Petitionsausschuss zur Risikoüberprüfung von Pestiziden

Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/RichardLey-631221/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=image&utm_content=1749721">Richard Ley</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=image&utm_content=1749721">Pixabay</a>

Bild von Richard Ley auf Pixabay – Danke!

Um was geht es?

Schnellversion: Mit Hilfe der Petition soll die Abschwächung einer nachträglich geänderten EU-Leitlinie (Bee Guidance), die zu Lasten der Bienengesundheit stattgefunden hat, wieder rückgängig gemacht werden.
Details:
In der öffentlichen Anhörung der Petition am 21.10.2019 ging es um die geänderte Risikoüberprüfung von Pestiziden zum Schutz insbesondere von Wildbienen und Hummeln und im allgemeinen von Insekten. Genauer gesagt darum, dass unsere politischen Vertreter auf EU-Ebene für eine „tatsächlich wirksame“ Bee Guidance eintreten.
So soll das gesamte Ausmaß der Schäden durch Pflanzenschutzmittel und Pestizide nebst den daraus resultierenden „Cocktails“ mit geeigneten Methoden ermittelbar sein, um die darauf hin notwendigen Schutzmaßnahmen ergreifen zu können. Eine entsprechende Leitlinie (Bee Guidance) auf EU-Ebene, die moderne Prüfverfahren vorschreibt, nach denen sich auch die Industrie verlässlich richten kann, scheiterte am Widerstand einzelner EU-Staaten, so in der Pressemeldung zu lesen.
Deshalb entstand eine abgeschwächte Version dieser Leitlinie. Sie ermöglicht derzeit, dass auch weiterhin hochproblematische Wirkstoffe zum Einsatz kommen dürfen. Mit Hilfe der Petition soll diese Abschwächung der geänderten Bee Guidance rückgängig gemacht werden.

Wer war an der Anhörung beteiligt?

Die Petitionseingeber (Petenten), Imkermeister Thomas Radetzki und Vorstand der Aurelia-Stiftung sowie Prof. Dr. Dr. h. c. Randolf Menzel, Zoologe und Neurobiologe mit Schwerpunkt Gedächtnisleistung der Bienen, hatten ihr Anliegen in Berlin unseres Erachtens nach sehr kompetent und verständlich vertreten.

Radetzki stellt die Petition (s. u. im Video ab Minute 5) dar. Menzel äußert sich (ab Minute 9) zur den Auswirkungen von Insektiziden im Allgemeinen und speziell am Beispiel von Thiacloprid auf die Honigbiene. Es folgen zwei Folien bis Minute 11:15.

So manche themenabweichende Anmerkung oder unglücklich ausgedrückte Frage der anwesenden Fraktionsvertreter(inne)n hatten die Petenten sachlich und freundlich auf den Wesenskern der Petition zurückgeführt. Dennoch sind sie dabei in ihren denkbar knappen Ausführungen auf die jeweiligen Befindlichkeiten verständlich eingegangen. Respekt!

Im Folgenden (fast vollständig) die Beteiligten der Anhörung:

Hinter den Namen stehen nicht nur Politiker/innen mit den jeweils spezifischen Fraktionshintergründen, sondern auch berufserfahrene Menschen, die mit ihren jeweiligen Lebens- und Erfahrungshintergrund als Referenzquelle versuchen, wirtschaftliche und naturwissenschaftliche Sachverhalte nachzuvollziehen – was manchem mehr, manchen weniger gut gelangt.

War die Petition erfolgreich?

Ja – Die Hürde von 50.000 Petitionszeichner wurde um über 20.000 übertroffen.
Ja – Eine öffentliche Anhörung fand statt, was nicht immer für jede Petitonseingabe der Fall ist, egal, wie hoch die Unterzeichneranzahl ist.
Ja – Während der Anhörung zeigte man „Bienenbewusstsein“ und befand sich im Großen und Ganzen in Übereinstimmung „Pro Biodiversität“.
Jaein – Beim Problembewusstsein gegenüber des eigentlichen Petitionsgegenstandes bin ich mir bei einzelnen Vertretern (m) nicht so ganz sicher.
Ja – Denn nun können weitere Schritte folgen.

Wie geht es weiter?

Natürlich konnte in diesem Rahmen noch keine Entscheidung getroffen werden, für oder gegen was auch immer. Ein anschließender Petitionsausschuss wird darüber befinden, ob er sich hinter die Forderungen der Petition stellt.
Falls ja – und das scheint uns doch der Fall zu sein, allem Fraktionsgeplänkel zum Trotz – wird er eine entsprechende Empfehlung an den Deutschen Bundestag geben. Denn in der umfassenden Sache des Biodiversitätserhalts ist man sich größtenteils einig. Was den Punkt des Verfahrens einesr wissenschaftlichen, unabhängigen Risikoüberprüfung bzw. deren Änderung bzw. der Änderung der Änderung anbelangt, ist freilich noch Informationsbedarf erkennbar.
Entscheidet sodann auch das Bundestagsparlament zugunsten der Unterstützung dieser Petition, übermittelt er einen entsprechenden Beschluss mit Empfehlungen an die Bundesregierung.
Ob und vor allem wann sich danach etwas ändern wird, steht derzeit noch in den Sternen. Wir bleiben dran, und wir geben die Hoffnung nicht auf.
Vielen, herzlichen Dank an die Petenten Thomas Radetzki und Prof. Randolf Menzel für alles, was sie im Namen von Biene und Mensch bis zu diesem Punkt  – und an ungezählten anderen Stellen! – bisher geleistet haben!

Originalquelle:

Nach Vorbemerkungen zum Ablauf geht es los ab der 5. Minute.

Pressemeldungen

Weiterführende Informationen

Apfelmarkt 2019 in Strullendorf

Alter Apfelbaum am Standort "Berggebiet / Sternwarte"In Strullendorf findet am 13.10.2019 von 10 bis 17 der Apfelmarkt des Kreisverband Bamberg für Gartenbau und Landespflege statt.

Nachdem das Schau-Staudenbeet 2 des Bamberger Bienengartens mit Hilfe der Baumschule Patzelt bepflanzt wurde, geben wir hier gerne deren spezielle Einladung an euch weiter. Das Memmelsdorfer Unternehmen schreibt dazu:

Wir bringen mit:
– Stauden und Gehölze mit dem Schwerpunkt auf insektenfreundlichen Pflanzen, die im Herbst blühen –  „Vitamine für die Biene“  
Äpfel zum Verkosten
Weinreben zum Angebotspreis
– und Antworten auf Ihre Fragen rund um das Thema Garten
Wir freuen uns:
– über reges Interesse und Ihren Besuch an unserem Stand!
Na, vielleicht sehen wir uns da? Wir planen, vorbeizuradeln, wo das Wetter doch so herrlich zu werden verspricht!

Unglaublich, aber wahr – Kaffeetafelgeschichten aus Bughof

Reinhold, Tanja und Martin vor der herbstlich abgeblühten Wiese
Tanja, Ilona und Martin in Bughof„Sie ziehen sich eine halbe Stunde lang um und machen dann Selfies mitten in unserer Blühwiese oder parken am nicht vorhandenen Seitenstreifen mit entsprechenden Blumenverlust“, erzählt halb fassungslos, halb belustigt Tanja Bloeß, Gattin unseres Gewinners des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises 2019, Martin Bloeß. Dieser ergänzt die Anekdote um seine Beobachtung eines mitternächtlichen Blumenpflückers im Taschenlampenlicht. Zur Rede gestellt kommen Antworten wie: „Ich habe das Schild nicht gelesen, bzw. das fängt doch erst dahinten an“ und „Ich pflücke ja schließlich nicht die ganze Blühwiese ab“ etc.

Topinamburfeld bei Bloeß in Bughof

Reinhold an der Kaffeetafel in BughofJa, da bleibt einem der Mund offen stehen ob des fehlenden Unrechtsbewusstseins unserer lieben Mitmenschen. Nicht einmal Tanja selbst pflückt sich für unsere Kaffeetafel und auch sonst nicht einen Strauß. All die Blüten gönnt sie lieber den Bienen und anderen Insekten, die auf dem 5.500 m² großen Schlaraffenland im Süden Bambergs daher leckere Nahrung finden. Dort, in der Kurve der Galgenfuhr, haben wir die beiden kürzlich besucht, um den versehentlich im Preiskörbchen fehlenden Schlehenlikör nachzureichen.

Tanja und Martin Bloeß im schönen Bughof

Kleines WildbienenreservatDie beiden Mittelschul-Lehrkräfte wirken zwar sehr entspannt, humorvoll und positiv, doch man merkt es ihnen an, dass sie sich nicht nur „schöne“ Gedanken um ihre Umwelt machen. Achtsame Details wie das Überlassen von morschem Holz am Rand des Gartens als Unterschlupf für Insekten oder ein Wildbienenreservat aus Schilfrohr verraten ihre naturfreundliche Gesinnung.

Königskerze im Blühfeld von Bloeßens in BughofSo oft es geht schwingt sich Martin daher aufs Rad und lässt das Auto stehen, um in Scheßlitz (!) Mathematik und Physik zu unterrichten. Und Tanja lässt sich von einem Assistenzsystem zu einer benzinsparenden Fahrweise über die Dörfer anleiten, denn bis nach Haßfurt ist es doch ein wenig arg weit zum Strampeln. Beide sehen in einem schonenden Umgang mit den Ressourcen einen kleinen Ausgleich zum ökologischen Fußabdruck, ohne dabei verkniffen zu wirken. Wir freuten uns jedenfalls erneut, dass wir den BBU offenbar an die richtige Adresse übergeben konnten. Und wir hoffen natürlich, dass sich auch bald die Scheßlitzer Realschule von ihrem Preisträger inspirieren lässt, so dass wir vielleicht eines Tages auch der Schulgemeinschaft einen Preis überreichen dürfen!

Vielen Dank für den angenehmen Nachmittag, und wir hoffen, bald wieder einmal zusammenzukommen – dem selbstangesetzten Cidre aus eigenen Äpfeln, möglicherweise bestäubt u. a. von unseren Bienen aus den Buger Wiesen und von den Nachbarvölkern würden wir wirklich gerne einmal probieren! Schönen Herbst, Ihr Lieben!

Einfüttern und Wachsverarbeitung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger, 9. Modul)

Das Modul, wie das Einfüttern genau funktioniert, ist nicht dokumentiert. Denn in dieser Zeit war die Fotografin am Offenhalten der Bienen-InfoWabe, die zeitgleich mit dem Kurs auf Gäste wartete, die mit ihren spezifischen Fragen den Sonntag nutzten. So hat sich erfreulicherweise auch Enrico mit seinem Vater aufgemacht, um sich zu erkundigen, ob man bereits mit 14 Jahren bei uns das Imkern erlernen darf. Ja, darf man! Und bei diesem jungen Mann wissen wir auch ganz genau, dass er es wirklich will! Schließlich konnte sein Entschluss satte vier Jahre lang reifen. Seine erste begeisterte Begegnung mit unseren Bienen stammt aus dem Jahr 2015!

So schickte ich die beiden zum Lehrbienenstand am Fünferlessteg, wo Reinhold gerade demonstrierte, welche Eimerchen sich von der Form her am besten fürs Einfüttern eignen, und dass nach einigen Versuchen uns Stroh am ehesten als Steighilfe geeignet erscheint, damit die Bienen beim Aufnehmen des Zuckerwassers nicht absaufen. Zum Thema Zuckerwasser haben wir uns ja an einigen anderen Stellen bereits ausgiebig geäußert.* Enrico jedenfalls kam mit leuchtenden Augen zurück, und ich bin fest überzeugt, wir haben einen neuen Jungimker gewonnen!

Vortrag Wachsverarbeitung

Teilnehmende des Anfängerkurses und Gäste zum Vortrag Wachsverarbeitung von Reinhold BurgerNach einer kurzen Pause ging’s weiter mit einem Vortrag zur Wachsverarbeitung. Dazu durften auch interessierte Gäste teilnehmen. Aus terminlichen Gründen war es also quasi eine Doppelveranstaltung. Doch für 20 Personen (und einen jungen Hund!) sowie den Demonstrationsgeräten und unseren Flohmarkt-Tischen hat der Platz gerade so gereicht.

Fünf Stationen der Wachsverarbeitung

Führende Fragen

Vortrag Wachsverarbeitung von Reinhold BurgerWelches Wachs fällt in der Imkerei an? Wie können wir das Ausgangsmaterial aufbereiten? Was sind die Zwischen- und Endprodukte? Wie lassen sich diese zum Beispiel zu Mittelwandwaben weiterverarbeiten? Wie funktioniert das Einlöten in die Rähmchen? (Fast) alle Phasen der Wachsbearbeitung wurden an fünf Stationen anschaulich erklärt – auch hier gibt es bereits einen ausführlichen Blogbeitrag. Reinhold Burger gab außerdem Tipps zum Kauf und der Behandlung der Gerätschaften.Vortrag Wachsverarbeitung von Reinhold Burger

Mittelwand einlöten, Vortrag Wachsverarbeitung von Reinhold BurgerDer Nachmittag war randvoll mit Aktivitäten, denn außerdem boten wir unseren Ferien-Hausflohmarkt auf, der noch einmal – am So., 08.09.19 von 14-17 Uhr – stattfinden wird. Eine Woche später erfolgt dann auch schon die Saison-Abschlussfeier, und dann geht’s bereits wieder in die Winterpause mit der Bienen-InfoWabe.

Also, nutzt die Gelegenheit, uns heuer noch zu besuchen – wir freuen uns auf euch!

* Vor- und Nachteile Zuckerarten -> Alle Blogbeiträge zum Thema Bienenauffütterung mit Zucker:

Vortrag Wachsverarbeitung von Reinhold Burger

Jubiläumsfestbesuch „25 Jahre Mussärol“ in Bamberg

Tafel zur Gärtnerei MussärolGertrud Leumer und IlonaSicherlich anstrengend für die Ausrichterin, doch für Reinhold und mich die letzten freie Stunden kurz vor unserer jährlichen Honigernte – das immer genussreiche, wunderschöne Sommerfest bei Mussärol, der Bio-Kräutergärtnerei in der Nürnberger Straße 86 in Bamberg. Diesmal ausgerichtet als 25 Jahr-Feier mit aparten Rahmenprogramm (hier die Ankündigung).

Gertrud Leumer und Uschi SowaSchirmherrin Uschi Sowa hielt eine berührende Laudatio, Evelyn Borchard stimmte mit ihrem Akkordeon französischen Musettewalzer, Tangos und Salonmusik an, später gesellte sich – ebenfalls mit Akkordeon! – die Gefeierte ins Programm hinzu: Tausendsassa Gertrud Leumer, Naturland-Kräutergärtnerin, GAL-Stadträtin, Vorsitzende der Süßholzgesellschaft und – dies vor allem! – Inhaberin in der sechsten Generation, die 1994 den Gemüsebaubetrieb auf Kräuteranbau umstellte und somit die erste Bio-Gärtnerei Bambergs zum Blühen brachte.

Akkordeonduett mit Evelyn Borchard und Gertrud Leumer

Im Lavendelfeld, MussärolHervorstechende Pflanzen sind ihr – von unseren Bienen sehr begehrter – Lavendel (officinalis), außerdem geschmacksintensive Tomaten und natürlich Bio-Kräuter und das Süßholz, für das Bamberg berühmt war und nun – Dank Gerti! – wieder ist.

Wir schwelgen im Duft und haben die zündende Idee, im nächsten Jahr (21.06.2020) eine Lavendel- und Honigmesse anzubieten, als Nachfolge der (bisher zweiten) Rosen- und Honigmesse zum BIWa-Jahresprogramm unserer Initiative.

Führung im Mussärol durch Frauke Gabriel

Ein paar Tage später machten wir das sogleich dingfest. Geliefert wird über Gertrud, die bereits auch unser Schau-Kräuterbeet im Bamberger Bienengarten bestückt hat. Eingepflanzt hatte es damals (2017) Frauke Gabriel, die nun zur Jubiläumsfeier am 6.7.2019 im „Mussärol“ jede Stunde eine Kräutergartenführung anbot.

Mokka makan zur Jubiläumsfeier im MussärolIna Kudlich von Mokka makan im MussärolAuch zu Mokka makan, die für leckeren Kaffee und andere, teils exotische Getränke sorgten, gibt es eine persönliche Verbindung. So ist Mit-Inhaberin Ina Kudlich (an der Seite von Sonia El-Kass, im Foto eine weitere Kollegin) unsere langjährige Bienenpatin. Ebenfalls trafen wir auf unsere (ehemalige) Bienenpatin Barbara Fendrich, die die leckeren Limonaden ausschenkte. Ja, hier kam alles zusammen, was guten Geschmack und höchste Anspüche an Qualität pflegt!

Wir wünschen Gertrud Leumer und ihrem Team weiterhin viele nette Kund(inn)en, beständige Schaffenskraft und vor allem den Stopp des Klimawandels … und diesen am besten, bevor noch die 7. Generation nichts mehr Grünes vorfinden wird! Alles Gute … mit Bio!

Fotogalerie 25 Jahre Mussärol

Impressionen aus dem Bamberger Bienengarten

Roter Korsar und weißer Lavendel an der Bienen-InfoWabeHeutiges Wetter zum Baden zu unsicher? Wie wäre es mit einem Spaziergang in den Bamberger Bienengarten, um das Treiben der Insekten an wunderschönen Blüten zu studieren? Habt ihr die Hornisse in der Blühwiese entdeckt, wie sie den fleissigen Bienen nachjagt? Die Schwebfliege im Roten Korsar gesehen, die nur so tut, als wäre sie eine Biene? Und die Bienen, manche vor lauter Sammeleifer mit bereits zerzausten Flügeln, die ungerührt von ihren schwirrenden Insekten die Lobelien und den weißen Lavendel aufsuchen? Geschichten, die wir nur sehen, wenn wir uns einen intensiven Augenblick erlauben, um ihnen nachzuspüren. Eine Übung in Achtsamkeit vielleicht … oder einfach nur … stilles Glück!

Biene an Lobelie (Männertreu)Den Bamberger Bienengarten findet ihr auf dem Erba-Gelände. Die Schilder, die es an allen Zugängen gibt, weisen den Bienenweg 1 und die Bienen-InfoWabe aus. Ihr seid richtig, wenn ihr zwischen Maria-Ward-Straße und Landesgartenschau sucht. Die kleine Straße, die beide verbindet, heißt Bienenweg. Sie läuft unterhalb entlang der Brücke nach Gaustadt. Vom Café Zuckerl aus in Richtung Innenstadt entlang des Fischpasses. Vor der Unterführung nach links gehen.

Hornisse an Natternkopf in BlühwieseFotogalerie Bamberger Bienengarten

 

Rosen- und Honigmesse erfreute Besucher jeden Alters

Fast pünktlich zum 14-Uhr-Start der Rosen- und Honigmesse im Bamberger Bienengarten hatte Petrus ein Einsehen und beendete seine himmlische Gießaktion, bis er kurz vor Schluss um 17 Uhr wieder weiter für die dringend benötigte Grundwasserspiegelanhebung sorgte. In der Zeit dazwischen kamen Jung und Alt an die Bienen-InfoWabe in den Erba-Park, um sich von Jeannette Frank (GALAROSA) in Sachen Rosen ausgiebig beraten zu lassen und einige der schönen „Blumenköniginnen“ – die meisten davon auch bienenfreundlich – zu erstehen.

Auch unser Bamberger Lagenhonig fand seine Abnehmer. Dass wir keine sortenreine Honige, stattdessen jedoch Jahreshonige nach Standorten getrennt anboten, musste so manchem erst erklärt werden. Transparente Ernte und Verarbeitung unter dem Regionalsiegel waren derweil weitere, sehr gute Verkaufsargumente, die die Feinschmecker unter den Besuchern schnell gelten ließen.

Fast wie ein Sommerfest

Es herrschte eine harmonische und familienfreundliche Stimmung, fast wie ein kleines Sommerfest. Die Kinder konnten sich ein Bilderbuch schnappen, die Großen ließen sich beraten, etliche kannten und begrüßten sich herzlich, man unterhielt sich in Grüppchen und schlenderte von Schaubeet zu Schaubeet, von Blühwiese, zum nahen Lehrbienenstand, von Bienen-InfoWabe zum Pavillon, oder setzten sich geruhsam auf unsere von Weitem sichtbaren, da leuchten orangen Stühle und die Sitzbänke und ließ das Ambiente auf sich wirken. Für unsere Gäste ein entspannter Wochenendausklang, und das mal ganz ohne Alkohol, Musikband oder Bratwurststand. Klein, aber fein!

„Big Player“ versus „Klein-aber-fein“

Rosenspezialistin Jeannette FrankZugegeben – es ist für unsere Ausstellerin, die auch auf den Rosenmessen wie Schloss Eyrichshof, Königsberg und Kronach zu finden ist, zeitlich ein großer Kraftakt, uns ebenfalls zu den beliebten Juni-Messe-Terminen zu beehren. So rieten wir denn unserer Bienenfreundin, sich ganz auf die „Big Player“ zu konzentrieren. Und wir überlegen uns, ob wir das Messeformat tatsächlich regelmäßig anbieten möchten. Vielleicht mit wechselnden Ausstellern aus Bamberg und der Region? Was meinen Sie?! Na, wir werden sehen … und SIE sehen es auf der „Aktivitäten und Termine“-Seite.

Der Bienengarten ist immer offen!

So oder so – wir erfreuen uns an den Rosen, die wir bislang von der Rosenspezialistin eingesetzt bekamen und sich im Bienengarten wohlzufühlen scheinen, den Bienen und anderen Insekten zur Freude. Kommen Sie doch einfach auch mal vorbei, der Bienengarten ist jederzeit und ohne Zaun frei zugänglich! Gut beschildert findet sich der Name beinahe jeder Pflanze, und über den QR-Code oder einfach einer Fotografie unserer Informationstafeln können Sie die Schönheiten nachkaufen, da in heimischen Gärtnerbetrieben erstanden.

Rosen im Bamberger BienengartenViel Vergnügen – und Danke unseren Gästen, vor allem auch unseren lieben Bienenpat(inn)en! – für ihr Kommen am vergangenen Sonntag, den 16.06.2019, im Rahmen unserers BIWa-Jahresprogramms.

Fotogalerie Rosen- und Honigmesse Bamberg

BIWa-Sonntagsöffnung am 16.06.19 mit Rosen- und Honigmesse für Bienenfreunde

So., 16.06.19: 14.00 – 17.00 Uhr BIWa-Sonntagsöffnung mit Rosen- und Honigmesse für Bienenfreunde.

Was?
Garten- und Rosenspezialistin Jeannette Frank und Kreisfachberaterin Alexandra Klemisch zur Rosen- und StaudenmesseVerkaufsschau mit Beratung durch Jeannette Frank, Expertin für alles, was den Garten schöner macht. Das beweist sie mit ihrem Schaugarten GALAROSA in Altendorf-Seußling, den sie ein Stück weit mit in den Bamberger Bienengarten bringt. Ihr Schwerpunkt sind Englische Rosen, hochrankende Ramblerrosen, Strauchrosen und Rosenstämmchen. Für die Verkaufsschau achtet sie auf besonders bienenfreundliche Sorten, die noch über Nektar und Pollen verfügen. Ein paar dieser Rosen sind dauerhaft in unserem Bienengarten zu finden.

Einladung 2. Rosen- und Honigmesse BambergAuch ohne Kaufabsichten der herrlichen Rosen erhalten Besucher kompetente Beratung zur Pflege und im Falle von Krankheitssymptomen. Dazu dürfen schadhafte Pflanzteile zur Begutachtung mitgebracht werden. Wer außerdem den unter dem Siegel „Region Bamberg – weil’s mich überzeugt!“ geimkerten Bamberger Lagenhonig mit hinzunehmen möchte, hat viel Gutes für die Natur getan.


Für wen? Ohne Altersbeschränkung
Kosten? Keine, über Spenden freuen wir uns
Referentin: Jeannette Frank, Garten- und Rosenspezialistin (GALAROSA-Schaugarten, Altendorf-Seußling)
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)
Und sonst? Einkaufs-Bringdienst für Nutzer der Erba-Tiefgarage