LGW-Tag der offenen Tür in Bamberg

Ertragsvergelich Bestäubung mit und ohne BieneDer Tag der offenen Tür der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) findet am 3.07.2016 in Bamberg statt, und zwar von 9.00-16.00 Uhr im Ökologischen Gemüsebauversuchsbetrieb Bamberg, Galgenfuhr 21 („Bio-Versuchsgelände“). Das Programm ist für die ganze Familie sowie für Fachleute gleichermaßen interessant.

Es gibt ein „Gartentelefon Live“, Führungen im bayernweit einmaligen Biozuchtbetrieb, Vorträge zu Biogemüseanbau im Hausgarten und zu „Was sich Bienen wünschen würden“, einen Pflanzendoktor sowie eine Kindergärtnerei mit Topfen von Rhabarbar und Erdbeeren.

Der Tag erfolgt ab 2016 im jährlichen Wechsel in Bamberg und Veitshöchheim, findet also 2017 wieder in Veitshöchheim statt.

Wir freuen uns auf eine kurze Anreise 😉

Sonne, Mohn und Bienen: die Lichteneicheschulklasse 1b im Erba-Park

Gruppenfoto zum Schulbienenunterricht für die Lichteneiche-Klasse 1b Im Zeichen der Bienen und der Blüten stand der Besuch der Lichteneicheschule mit 25 Erstklässlern um Lehrerin Petra Hagel in der Bienen-InfoWabe. Um 9 Uhr morgens war es schon gut heiß auf der Erba-Insel, doch bis 10.15 Uhr war es gerade noch auszuhalten. Zumal es nicht nur Unterricht im, sondern auch außerhalb unseres „grünen Klassenzimmers“ gab.

Die Biene

Schulbienenunterricht für die Lichteneiche-Klasse 1bReinhold zeigt das Einflugloch im Schulbienenunterricht für die Lichteneiche-Klasse 1b Fast schon obligatorisch, die Antwort: „Mich hat schon mal eine Biene gestochen“ auf die Frage, was die Kinder mit Bienen bereits erlebt haben. Und ebenfalls obligatorisch unsere Rückfrage: „Wisst ihr denn genau, ob es eine Biene oder nicht doch eher eine Wespe war?!“ Hm, na ja, vielleicht eine Hummel? Ein guter Grund, die wesentlichen Ausstattungsmerkmale einer Honigbiene genauer zu betrachten. Danach war es leicht, auf der Wiese und im angrenzenden Interkulturellen Garten „echte“ Bienen zu entdecken. Na gut, hin und wieder wurde eine Schwebfliege falsch tituliert, doch im Großen und Ganzen …

Raus in die Natur! Blumen und Gemüse bestimmen

Worauf tummeln sich die Bienen?Was blüht denn da rund um die Bienen-InfoWabe?Worauf tummeln sich die Bienen?

Schüler erhalten Schulbienenunterricht im Interkulturellen Garten Schüler erhalten Schulbienenunterricht im Interkulturellen Garten Mohn und Margerithen, die um die Bienen-InfoWabe herum derzeit reichlich wachsen, kennt fast jedes Kind. Nicht ganz so einfach war die Bestimmung der Gemüsepflanzen und welche davon nur deshalb Früchte tragen, weil die Bienen von ihren Blüten naschen und den Pollen weitertragen. Einer umsichtigen Mit-Gärtnerin, die immerhin eine ihrer Lauchpflanzen zum Ausblühen stehen ließ, haben wir es zu verdanken, dass die Kinder jetzt wissen: Lauch kann Blühen. Und die Bienen lieben die hübschen kugeligen Blüten!

An der Mini-Bienenweideparzelle An der Mini-Bienenweideparzelle Gleich daneben ist unsere Mini-Blumeweide, die wir im Jni 2014 angelegt hatten. Mittlerweile sind auch die zweijährigen Blumen aufgegangen und zeigen den Kindern, welche von ihnen von Bienen besucht werden. Noch läuft bei den Kindern alles, was gelb ist, unter „Sonnenblume“, ob Ringelblume oder Färberkamille. Wegwarte und Wiesensalbei sind ohnehin noch unbekannt, doch deswegen sind die Kinder schließlich bei uns.

Rätseln und Malen zur Vertiefung

Schulkinder mit RätselblattSchüler löst ein RätselblattWichtiger noch als die Namen ist das Wissen darum, dass wir Bienen brauchen und die Bienen die Blumen brauchen. Ganz einfach eigentlich. Und damit sie es nicht vergessen, gab’s in diesem Zusammenhang auch ein Rätsel zu lösen und ein Bild zu malen. Den Unterschied zwischen Fliege und Biene kennen jetzt wirklich alle!

„Ist das echt?“ Anschauungsmaterial zum Anfassen

Honigwabe – Halt mal und riech!Honigwabe – Halt mal und riech!Wieder zurück im Klassenzimmer reichten wir nach dem Motto: „Be-Greifen, Fühlen und Schnuppern“ eine Mittelwandwabe und eine echte Honigwabe herumgereicht. Auch Hassan, der als Flüchtlingskind so gut wie kein Deutsch spricht, kann hier dem Unterricht einigermaßen folgen, denn manches spricht nun mal für sich. „Hmmmm“ – es duftet süß, und dafür braucht es schon mal keine weiteren Worte.

Lesen

Vorlesen im Schulbienenunterricht für die Lichteneiche-Klasse 1bSchulbienenunterricht für die Lichteneiche-Klasse 1b in der Bienen-InfoWabeApropos Worte: Vorlesen ist in der ersten Klasse immer noch angesagt und beliebt. Das Büchlein, aus dem die Schulbiene vorlas, gab’s für jeden Schüler nach Hause entliehen, im Wechsel mit der 1a, die wir im Anschluss ebenfalls unterrichteten … doch das ist wieder eine andere Geschichte, in Kürze hier zu lesen.

Falls Sie, liebe Erziehungsberechtigte, eines der Fotos in höherer Auflage möchten, wenden Sie sich bitte an uns. Aber auch, falls Sie möchten, dass wir eines der Fotos mit Ihrem Kind herausnehmen sollen, was wir umgehend veranlassen.

Sensenkurs mit Gartenexperte Jupp Schröder

9685-Blumenwiese-Jupp-SchroederBienen brauchen Blühendes, ganz klar. Nicht so klar hingegen ist es für uns moderne Menschen, wie man ohne Maschineneinsatz eine Wiese pflegt. Das Sensen von Hand ist die Alternative, wenn man weder die Sonn- oder Feiertagsruhe stören möchte oder einfach keinen Fuhrpark anschaffen kann und will. In jedem Alter ist Sensen möglich, sofern der Körpereinsatz klug vonstatten geht.

9667-Sensenkurs-Jupp-Schroeder16Jupp Schröder, den Fränkische-Tag-Lesenden als Gartenexperte mit eigener Rubrik kein Unbekannter ist, weiß, wie’s geht und lud zum 11. Mai auf sein großes Grundstück nach Burgstall bei Hochstadt/Main ein.

9659-Sensenkurs-Jupp-Schroeder16Der ehemalige Kreisfachberater für Obst- und Gartenbau im Landkreis Lichtenfels sammelte an einem der seltenen regenfreien Tage eine Schar von etwa 40 Interessierten um sich, die zumeist ihre eigenen Sensen mitbrachten. Erläutert wurden folgende Eckpunkte, die es im Sinne einer fachgerechten Mahd unter schonendem Körpereinsatz zu beachten gilt:

A. Vorbereitung des Sensens

  1. Einstellung der Griffe nach Körpergröße – sofern die Sense über einen verstellbaren Griff verfügt.
  2. Auf alle Fälle muss das Sensenblatt in der richtigen Position stehen, also nicht vertikal waagrecht, sondern zwei Fingerbreit unterhalb des gemerkten Punktes der Waagrechte (Sensenspitze zu Sensenansatz am Stiel). Wer das jetzt nicht verstanden hat, kommt zu uns in die Bienen-InfoWabe und lässt es sich erklären. 😉
  3. Schärfen der Sensenklinge mit den Schleifstein, der beim Sensen mitgeführt wird. Das Schärfen sollte etwa all 5 Minuten erfolgen und verhindert ein „Rupfen“ der Halme, was einen besseren Nachwuchs zeitigt.
  4. Dengeln, also das Austreiben der Schneide durch Hämmern, damit diese wieder scharf wird, ist hingegen nach Bedarf fällig, also wenn das einfache Schleifen nicht mehr wirkungsvoll genug erscheint.
  5. Zum Dengeln benötigt man einen Hackstock (Baumstamm) sowie einen Amboss, den es in verschiedenen Ausführungen gibt. Für den einfachen, abgerundeten Amboss braucht es einen Rundhammer. Der etwas raffiniertere Amboss besitzt einen oberen Aufsatz, der in das untere Eisenteil eingesteckt wird. Zwischen beiden Teile wird die Schneide geführt. Auf den Aufsatz erfolgt sodann der Schlag mit einem haushaltsüblichen Schlosserhammer.
  6. Die Sensenschneide wird nur auf einer Seite gedengelt, geschliffen hingegen wird beidseitig.

B. Ausführen des Sensens

  1. In einer möglichst aufrechten Positions wird die Sense dicht über den Boden in einem Halbkreis geführt.
  2. Man beginnt geradewegs vor dem Körper und schwingt sodann in einem flach AUF dem Boden gleitenden, horizontalen Bogen nach hinten. In der Regel also von vorne nach links hinten.

C. Nach dem Sensen

… gab’s einen von Jupp Schröder selbst gekelterten Apfelsaft. Dass man seine Sense wieder reinigt und eventuell mit einem Korrissionsschutzmittel, zum Beispiel „Ballistol“ einreibt, vesteht sich von selbst.

Nach dem Kurs wissen wir nun, auf was wir beim Sensenkauf achten müssen und fühlen uns der Pflege künftiger Bienenparadiese gewappnet. Nachdem der Kontakt mit Jupp Schröder nun endlich hergestellt ist und er uns versprochen hat, im Rahmen unseres Programms der Bienen-InfoWabe in 2017 als Vortragender zu erscheinen, hoffen wir auf noch mehr mutige Menschen, die sich dem Einheitsgrün ihrer (Vor-)Gärten und Flure zu Gunsten tier- und menschenfreundlicher Ansaaten entledigen möchten.

Übrigens: Literatur und Informationen zu Ansaaten finden Sie in der Bienen-InfoWabe. Wir freuen uns auf Ihr Interesse – und auf Jupp’s Gartentipps „Live aus dem Erba-Park“ 2017!

 

Vorschau zur BIWa-Sonntagsöffnung am 05.06.2016

Hummel auf LavendelblüteGanz im Zeichen des Lavendels steht die nächste Sonntagsöffnung in der Bienen-InfoWabe (BIWa) am 05.06.2016 mit der Heilpraktikerin und Phytotherapeutin Elke Puchtler. Als Biologin und Autorin gewährt uns Dr. rer. nat. Puchtler einen „märchenhaften“, aber auch kenntnisreichen und ganz sicher überraschenden Einblick in die Welt der lila-duftigen Blüte, die ihresgleichen sucht. Wer Elkes Wirken bereits von ihren wunderbaren Aromagartenführungen (Botanischer Garten Erlangen) her kennt, der weiß, dass sie eine wunderbare und sympathische Erzählerin ist, die aus den Tiefen ihrer Kenntnisse schöpft, ohne zu ermüden oder eine Frage unbeantwortet zu lassen.

Logo für das Schwerpunktthema Natur der Bienen-InfoWabeElke Puchtler16.00 – 17.00 Uhr  |  Lavendel meets Honigbiene. Lavendelg’schichten.
Eine märchenhafte Reise in die Welt des Lavendels und der Honigbiene mit kleinen Lavendelg´schichten aus eigener Feder – dazwischen gibt es allerlei Wissenswertes  rund um das Thema Lavendel, Biene und Honig.
Für wen? Erwachsene
Referentin: Dr. rer. nat. Elke Puchtler, Dipl.-Biolog. und Autorin aus Adelsdorf/ERH.

Vorab, also von 14.00 – 16.00 Uhr haben wir wieder ein  Offenes Haus für alle: Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken, Hören, Fragen, Rätseln, Basteln, Malen, Lesen, Spielen, Lernen … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.
Für wen? Ohne Altersbeschränkung
Kosten? Keine, außer Bastelmaterial und Kopien gegen Spende

Wo?  Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, Bamberg (Erba-Park, Nähe Schiffsanlegestelle) (Karte).

 

Blütenreiche Lebensräume mit Herbert Beck

Vortrag Herbert Beck zu Blütenreichen LebensräumeDass der „Schäätzer“ Imkerverein in Sachen Schulkinderbildung ein ganz rühriger und dafür sogar ausgezeichnet ist, das ist bekannt. In ihrem aktuellem Projekt jedoch waren auch die Erwachsenen gefragt, als es um die Neuanlage zweier Bienenblumenweiden ging. Daher war es uns eine Freude, den 1. Vorsitzenden des Imkervereins Scheßlitz und Umgebung e. V., Herbert Beck, am 29.05.2016 als Vortragenden zu „Blütenreiche Lebensräume“ in unserer Bienen-InfoWabe begrüßen zu dürfen.

Der langjährige Imker aus Kremmeldorf berichtete über die Schwierigkeiten und Hintergründe der Neuanlage und brachte ein Arsenal an Fotografien mit, die nicht nur, doch vor allem auf seinem 3.000 qm großen Grundstück entstanden sind.

Vortrag Herbert Beck zu Blütenreichen LebensräumeNoch blüht es an der Ortseinfahrt in Scheßlitz lange nicht so schön, der Rieger-Hofmann-Samen muss sich erst noch bewähren. Wichtig seien ein durchlässiger, gut vorbereiteter Boden und anfänglich genügend Feuchtigkeit. Beide Faktoren waren eher nicht gegeben, so dass der Start zunächst etwas holprig war. Zumal man sich gewünscht hätte, dass der eine oder andere ortsansässige Landwirt mit seinem Fuhrpark beim Grubbern einen kräftesparenden Beitrag hätte leisten können. Nun ja. Viel mehr Freude hingegen brachte der Lehrbienenstand am Scheßlitzer Rathausplatz, der bei allen in der Bevölkerung sehr gut ankommt.

Vortrag Herbert Beck zu Blütenreichen LebensräumeIm Anschluss seines bilderreichen Vortrags beantwortete Herbert Beck einige Fragen rund um Honig, Propolis und Pollen. Mit rund 50 Bienenstöcken und seiner praktischen Erfahrung bei der Herstellung aller damit verbundenen Nebenprodukte war es unserem Imkerkollegen ein Leichtes, kenntnisreich darauf einzugehen. Gleich am nächsten Tag wolle man vorbei fahren, so ein Besucherpaar, dass sich flugs die Adresse geben ließ.

Lieber Herbert, herzlichen Dank für dein Kommen und den interessanten Einblick in den (noch entwicklungsfähigen) blütenreichen Landkreis.

Themenschaufenster zu Pflanzen und Blüten an der Bienen-InfoWabeWer noch mehr zum Thema Natur wissen wollte: unsere Sammelordner, viele Bücher sowie sorgfältig zusammengestelle Listen mit bienenfreundlichen Pflanzen für Balkon, Garten, Wiese oder großfläche Ansaaten stehen in einer eigenen Abteilung bereit. Eine kleine Auswahl davon war in Ankündigung des Vortragsthemas im Schaufenster der Bienen-InfoWabe ausgestellt.

Bienen-InfoWabe: Abteilung Imkerei und NaturUnd bereits nächsten Sonntag, den 05.06.2016, geht es von 16-17 Uhr wieder um das Thema „Trachtpflanzen“. Diesmal um eine einzige nur, nämlich den unglaublichen Allrounder Lavendel. Geschichten und Wissenswertes erfahren Sie von der Heilpraktikerin Elke Puchtler aus Adelsdorf. Dr. Puchtler ist zudem Dipl.-Biologin, besitzt einen wunderbaren „Kräuterspiralgarten“ in Stammbach und führt alljährlich durch den Erlangener Botantischen Garten bzw. den Aromagarten – wir berichteten.

Auf dem BIWa-Programm steht außerdem im Vorfeld des Vortrags wie immer: „Offenes Haus“ von 14 bis 16 Uhr: Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken, Hören, Fragen, Rätseln, Basteln, Malen, Lesen, Spielen, Lernen … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur!

Vorschau zur BIWa-Sonntagsöffnung am 29.05.2016

Bienen-InfoWabe, Abteilung Lebensraum NaturOffenes Haus für alle heißt es wieder am 29.05.2016 von 14-16 Uhr und im Anschluss bis 17 Uhr der Vortrag  „Blütenreiche Lebensräume. Die unersetzliche Bienenweide“ mit Herbert Beck, dem 1. Vorsitzenden des Imkervereins Scheßlitz und Umgebung e. V. Alles Nähere siehe unten.

Herbert BeckDoch zuvor sei noch gesagt, dass dieser Imkerverein im Nordosten Bambergs selbst sehr, sehr rührig ist, wenn es um den Bildungsauftrag in Sachen Bienen geht. Lange schon vor uns war es erklärtes Ziel seiner Mitglieder, der Jugend früh zu zeigen, wie wertvoll Bienen sind und wie man sie halten kann. Wir freuen uns sehr, dass wir auf die Kompetenz unserer Imkerkollegen zurückgreifen dürfen und sind selbst sicherlich die besten Zuhörer!

Und sicherlich nicht nur wir, denn es gibt hier keine Altersbegrenzung. Außerdem halten wir einige Listen zum Mitnehmen bereit, damit Sie sofort mit dem richtigen Einkauf der Balkon- und Gartenpflanzen beginnen können. Immerhin sind die Eisheiligen vorbei. Wir verraten auch, wo Sie die bienenfreundlichen Pflanzen in Bamberg erhalten können. Wir freuen uns auf Ihr / Euer Kommen!

Wo?  Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, Bamberg (Erba-Park, Nähe Schiffsanlegestelle) (Karte).

Wann?  So., 29.05.2016  |  14.00 – 17.00 Uhr
Was? 
14.00 – 16.00 Uhr  |  Offenes Haus für alle:
Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken, Hören, Fragen, Rätseln, Basteln, Lesen, Spielen, Lernen … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.
Für wen? Ohne Altersbeschränkung
Kosten? Keine, außer Bastelmaterial und Kopien gegen Spende

Logo für das Schwerpunktthema Natur der Bienen-InfoWabe16.00 – 17.00 Uhr  |  Blütenreiche Lebensräume. Die unersetzliche Bienenweide. (Herbert Beck)
Genauso wie beim Menschen ist auch bei Honigbienen eine ausgewogene und reichhaltige Ernährung wichtig. Im Gegensatz zu anderen landwirtschaftlichen Nutztieren ernährt sich die Honigbiene ausschließlich in der freien Natur. Naturbelassene Lebensräume, blütenreiche Pflanzengesellschaften oder naturnahe Gärten und Parkanlagen bieten diese notwendige Abwechslung im Speiseplan eines Bienenvolkes. Was kann jede/r dazu beitragen?

Tag der offenen Gärtnereien Bamberg 2016

Bienenpatenbeute von Carmen Dechant in der Hofstadtgärtnerei, BambergVon 10 bis 17 Uhr findet am 24.04.2016 der Tag der offenen Gärtnereien in Bamberg statt. Wieder mit schönem Programm in zahlreichen Gärtnereien des Stadtgebietes, und wieder mit dabei unsere beiden Bienenpatinnen Sabine Gründler (Gärtnerei Böhmerwiese) und Carmen Dechant (Hofstadtgärtnerei) aus der Heiliggrabstraße.

Bienenpatin Camen Dechant und die Bamberger Schulbiene neben BienenpatenbeuteWir von der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de sind leider nicht mit einem Stand vor Ort, da wir das mittlerweile terminlich nicht mehr gebacken bekommen. Doch indirekt könnt ihr uns besuchen kommen, und zwar in der Hofstadtgärtnerei, wenn ihr gaaaaaaaaaanz nach hinten durchgeht und unsere Bienlein emsig fliegen seht. Es ist das Patenvolk, auf das Carmen mit ihrem Micha und dem Team sozusagen „Ein Auge drauf hat“. Grüßt unsere fleißigen Mädels (Mensch wie Tier) schön von uns! Na, und die Jungs natürlich auch 😉

Bienenpatin Sabine Gründler mit Bruder Ralf Böhmer in der Gärtnerei Böhmer (Foto: Jürgen Dicker)Dort, wie auch bei Sabine Gründler mit Bruder Ralf Böhmer, könnt ihr übrigens bienenfreundliche Pflanzen einkaufen. Sie wissen Bescheid und haben auch Listen ausliegen. Und dort könnt ihr auch Vorschläge zu Kandidatinnen und Kandidaten für den Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis abgeben. Denn Sabine Gründler sitzt mit in der Jury. Es ist also gut, sich gut mit ihr zu stellen 😉

Viel Spaß euch allen, habt viel Sonne am Himmel wie im Herzen und für unsere Bienen und Gärtnersleut‘ sowieso!

 

Bienenfreundliches Baunach am Nachhaltigkeitstag 2016

Vortragende Alexandra Klemisch

Vortragende Alexandra Klemisch, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Bamberg

„Bienenfreundliche Blumen in Garten, Balkon und Natur“ lautete der Vortragstitel am 6.4.2016 zum 1. Baunacher Nachhaltigkeitstag. In Vertretung von Claudia Kühnel referierte Alexandra Klemisch, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Bamberg und hat dabei besonders die Wildbiene im Visier. Doch vergaß sie natürlich auch nicht die Honigbiene. Da wir jedoch selbst so häufig von Apis mellifera berichten, möchte ich den heutigen Weblog ebenfalls dem Schwerpunkt der „anderen Bienen“ widmen.

Vorab des kurzweiligen und kenntnisreichen Vortrags durften wir Melanie Schmitt die Bienenpatenurkunde überreichen. Sie nahm sie stellvertretend für die Stadtbücherei Baunach entgegen, denn nicht zuletzt geht das Thema des Nachhaltigkeitstags auf ihre Initiative zurück. Melanie und ihre Familie waren nämlich begeisterte Teilnehmer unseres letztjährigen Honigschleudertages und möchten nun auch die Baunacher und Reckendorfer Schulklassen ins Bienenthema „hineinschnuppern“ lassen. Ermöglicht wurde die für diese Zwecke vereinbarte Bienenpatenschaft übrigens durch die Spende von REWE-Kaufmann Philipp Smith, der auch unsere Bienen-InfoWabe mit finanzierte. Vielen Dank euch allen!

04371-Bienenpatenurkundenuebergabe-Melanie-Schmitt-Baunach

Bienenpatenurkundenübergabe an Melanie Schmitt (m.) für Stadtbücherei Baunach durch Bienen-leben-in-Bamberg.de, unterstützt von Phillip „REWE“-Smith, Baunach (re.). Danke für das Foto an Johannes „Technik-„Michel, Baunach.

Streuobstwiesen-Problematik

„Was früher als intensiv galt, ist heute „extensiv“, so Frau Klemisch und bezog sich auf die Streuobstwiesen, zu deren Beseitigung dermaleinst sogar Fördermittel zur Verfügung gestellt wurden. Einige Flächen sind jedoch glücklicherweise erhalten geblieben und dienen, sofern nur selten oder abschnittsweise gemäht, zahlreichen Insekten Unterschlupf und Nahrung. Die Krux: Wer kann heute noch sensen? Denn für große Maschinen ist kein Durchkommen. Tipp: Sich einen persönlichen Kontakt zu einem „Schnitter“ verschaffen und sich’s zeigen lassen. Zum richtigen Zeitpunkt der Mahd befragt meinte Frau Klemisch, dass dieser nicht einmal so relevant wäre, sofern das Gras einige Zeit liegen bleiben könne.

Insektenhotels – nicht nur gut gemeint, auch gut gemacht!

Ein weiterer Tipp der versierten Fachfrau betrifft das Abräumen der Beete. Je später im Jahr, desto besser. Denn in den verwelkten Stengeln und Stielen nisten so manche Wildbienen und andere Insekten. Sie weist außerdem auf die allerorts verwendeten Insektenhotels hin, die zwar gute gemeinte, jedoch nicht immer gut gemachte Möglichkeiten des Nistens aufweisen.

1441-Vortragsgaeste-Nachhaltigkeitstag-Baunach16Zurückgreifen solle man auf Harthölzer (Esche, Buche, Kirsche), längsseitig gesägt, um Rissen vorzubeugen, in der Lochung 10 / 8 / 6 mm und gerne auch noch enger bis 2 mm. Ein Mitglied im Verein für Obst und Gartenpflege Baunach, dem Veranstalter des heutigen Vortrags, bestätigte durch eigene positive Erfahrung, dass es außerdem zweijährig bzw. gut abgelagertes Holz sein müsse, an dem die Rinde drangelassen werden sollte. Außerdem keine kantigen, scharfen Locheingänge (also Versenkungen bohren) und am besten von Hand gebohrt in einer Tiefe von 10 cm bei 12 cm Holztiefe. Außerdem käme es auf einen sonnigen Standort an.

Weitere Ingredenzien sind (abbröselbarer) Lehm, jedoch nutzt beispielsweise Stroh nur eher den Flohrfliegen. Ebenso weniger geeignet sind normale Ziegeln. Wenn schon, dann Strangfalzziegeln. Und wenn schon markhaltige Hohlstengel, dann nur senkrecht positioniert. Die Nistangebote des Insektenhotels sollten mit einem Drahtgeflecht in mindestens 6 cm Abstand vor Vögel geschützt werden. Es sei denn, man will gerade den Vögeln etwas Gutes tun.

Medienempfehlungen

Zur Abrundung der Powerpoint-Präsentation wurden Flyer, Handzettel und Buchtipps aufgelegt. Besonders herausgehoben wurden die Sachbuchautoren Paul Westrich und Reinhard Witt. Melanie Schmitt flüsterte mir zu, dass sie in der Stadtbücherei eine eigene Abteilung zur Nachhaltigkeit eingerichtet hätten. Und auch wir von Bienen-leben-in-Bamberg.de verfügen über eine in der Bienen-InfoWabe in Bamberg, Bienenweg 1, aufgestellte Imkerbücherei, die wir aufgrund des heutigen Vortrages um weitere Titel anreichern werden. Über Spenden zu den neuen Buchtiteln* würden wir uns natürlich sehr freuen.

Mit gutem Beispiel voran

Das Landratsamt Bamberg geht übrigens im Bezug auf Blühwiesen mit gutem Beispiel voran. Was erst als „Versuchsgelände der Akzeptanz“ am Weg entlang zur Tiefgarage angelegt war, wurde von den Beschäftigten nachdrücklich gelobt. Schauen Sie doch selbst einmal dort vorbei und überzeugen Sie sich, um wie viel schöner doch Blühendes ist im Gegensatz zum Einheitsgrün lebensfeindlicher Teppichrasen. Der Appell von Alexandra Klemisch, immerhin eine Dipl.-Ing. Landschaftsarchitektur (FH), verhallt heute sicherlich nicht unbeachtet: „Statt die Natur auszuräumen, einfach eine Ecke bewusst ohne große Eingriffe sein lassen. Brennnessel & Co. dürfen (selbstverständlich) sein. Argumentieren Sie deren hohe Nützlichkeit selbstbewusst.“

Dem können wir uns nur anschließen! Und empfehlen außerdem die Fortsetzung des Nachhaltigkeitstags bzw. der -tage am 27.04.2016 in Baunach im Bürgerhaus Lechner Bräu. Alle Veranstaltungen sind öffentlich und kostenfrei!

* Gesamter Wert: € 244,48. Auszug der bestellten Bücher:

Weiterer Bericht:
Bienen, Insekten und der 1. Baunacher Nachhaltigkeitstag (Johannes Michel). In: NachrichtenamOrt. 08.04.2016.

1. Baunacher Nachhaltigkeitstag mit Bienen und Insekten … und uns

Flyer-Baunach-Nachhaltigkeitstag2016-1 Wir freuen uns auf den 06.04.2016, den 1. Nachhaltigkeitstag in Baunach. Die Tage – es sind deren mehrere – sind Initiiert von der Stadtbücherei Baunach (aktualis. Link 4.4.), die künftig eine Bienenpatenschaft bei uns, also der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de, eingehen wird. Zur Überreichung der Urkunde, die REWE Baunach sponsert, treffen wir uns um 19 Uhr im im Gasthof Oberleyhof, wo es im Anschluss einen Vortrag zu „Bienenfreundliche Blumen in Garten, Balkon und Natur“ geben wird. Ausrichter ist hier der Verein für Obst und Gartenpflege Baunach, Referentin ist Claudia Kühnel vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Bamberg.

Flyer-Baunach-Nachhaltigkeitstag2016-2Das passt hervorragend zu unserem prall bestückten Informationsordner, den wir für die Bienen-InfoWabe erstellt hatten. Darin befinden sich jede Menge Listen und Tipps, wie man den Bienen – speziell den Honigbienen – einen reichen Tisch decken kann. Aber natürlich profitieren auch andere Insekten von der vermehrte Aufmerksamkeit. Wir sind gespannt, wie wir das Material mit Hilfe des Vortrags noch werden ergänzen können.

Der nächste Termin zum Nachhaltigkeitstag ist der 27.04.2016 im Bürgerhaus Lechner Bräu. Hier geht es ab 9.15 Uhr um Schulprojekte und Imker. Präsentiert werden Schulprojekte aus Ebern und Baunach zum Thema Bienen und Insekten. Geboten werden außerdem Informationsstände, Filme, Büchereiführung, Honigverkauf und eine Präsentation der Imker. Am Nachmittag findet dann ein ganz tolles Familienprogramm statt. Doch dazu in einer späteren Ankündigung noch mehr.

Alle Veranstaltungen und Aktionen sind öffentlich und kostenfrei. Ein Besuch lohn sich garantiert!

Wer Krokusse setzt …

Obstbaumallee mit farbigen Bändern geschmückt

Krokussetzaktion an der Obstbaumallee im Erba-Park

… wird Honig ernten! In jedem Falle zufriedene Bienen summen hören. So am Samstag, als endlich die Sonne mehrere Stunden am Himmel stand und sich die ersten Krokusse im Erba-Park öffneten. Ihr erinnert euch? Zur Einweihungsfeier der Bienen-InfoWabe und noch einmal danach setzen wir 2000 Stück dieser „Erstlings-Nahrung“ rund um die Apfelbäume am Saum der großen Wiese am (jetzigen) Bienenweg.

Und der Plan ist aufgegangen!

Honigbienen in weißen KrokussenKaum eine Blüte blieb unbesetzt, oft landete sogar mehr als eine Biene in den schmucken, strahlend weißen Kelchen. Als wir für ein paar Stunden an unserer BIWa werkelten, um für den Saisonstart am Ostersonntag alles unter Dach und Fach zu bringen, erfreute sich nicht nur unser Auge daran. Eine Mutter kam an die Tür, deren Kind erst jüngst besorgt fragte, ob denn jemand alle Krokusse wieder ausgebudelt hätte. Wir konnten beruhigen. Offenbar waren nur ein paar Amseln recht eifrig dabei, die wohl lockere Erde zu entfernen, auf der Suche nach leckeren Regenwürmern. Dass dabei ein paar Zwiebelchen herausgescharrt wurden, das passiert nun einmal. Wir (und netterweise auch einige andere Spaziergänger) buddelten sie jedes Mal wieder ein.

cropped-6302-Krokusse-fuer-Setzaktion-Einweihungsfeier.jpgAuch, wenn das Weiß, welches wir gerade in Form von Schnee erleben, eine sanfte Decke über die ersten Frühlingsgrüße breitet – es warten noch etliche Krokussfarben auf die nächste Wärmeperiode, die da bald kommen möge. Toll wäre es, wenn der Winterbann in vier Wochen gebrochen wäre. Im Warmen summt und singt es sich besser, zum Gottesdienst um 14 Uhr am Bienenweg 1 – wir sehen uns!