Honigraumerweiterung, Ablegerbildung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 4)

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenIm Praxisteil des BLIB-Imkerkurses für Anfänger am 18.04.26 bei perfektem Frühlingswetter erläuterten wir das Aufsetzen des Honigraums und dämpften den Schwarmtrieb durch Ablegerbildung und Drohnenbrutentfernung. Alle Teilnehmenden durften selbst eine Wabe zur Beurteilung ziehen, um die perfekte Brutwabe auszuwählen. Um die Bienenwohnungen nicht allzu lange offen zu halten, wurde das jeweilige Vorgehen erst einmal „trocken“ im bequemen Sitzkreis erklärt, um dann an den Lehrbienenstand zu gehen. Nachfolgend die einzelnen Verrichtungen von Modul 4 inklusive Modul 5 zusammengefasst.

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden

1. Honigraumerweiterung

Zeitpunkt

Biene an SauerkirscheDer Zeitpunkt der Honigraumerweiterung war heuer – je nach Region und Witterung – um Ostern herum, also gut eine Woche früher als unser Kurstermin. Zeigerpflanzen sind das beginnende Blühen der Salweide, des Ahorns und spätestens der Süßkirsche. Auskunft zur aktuellen Phänologie siehe Deutscher Wetterdienst.

Zwei weitere Anhaltspunkte für den richtigen Zeitpunkt sind die Volksstärke und Volksentwicklung. 5 bis 6 mit Bienen besetzte Zanderwaben (entspricht zehn- bis zwölftausend Bienen), davon auf 3 Waben mit verdeckelter Brut, sind optimal. Die Regel sagt: „Besser zu früh als zu spät!“ Somit wird verhindert, dass zu viel Honig im Brutraum eingelagert, der Platz damit zu eng und daraufhin eine Schwarmstimmung ausgelöst wird.

Honigraum herrichten

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenÜber den Brutraum wird das Absperrgitter (Weite 4,2 mm) eingesetzt. So können nur Arbeiterinnen das Gitter passieren, Königin und Drohnen bleiben außen vor. Es garantiert, dass keine Eier bzw. Brut im Honigraum angelegt werden. Von den drei möglichen Modellen eines Absperrgitters sind die zwei aus Metall. Ob mit oder ohne Holzrahmenbei einem empfohlenen bee space von 8 mm sind sie dem schneller verbiegbaren Plastikgitter vorzuziehen.

Ausgebaute WabeDer aufgesetzte Honigraum enthält im Zentrum (2 bis) 4 ausgebaute helle Waben. Es sind die vom Vorjahr ausgeschleuderten und sauber ausgeschleckten Honigwaben (niemals Brutwaben). Sie erleichtern den Bienen die Annahme des Honigraumes, da die Waben gleich zur Einlagerung von Nektar verwendet werden können. Sie müssen also von den Bienen nicht erst ausgebaut werden. Links und rechts daneben wird mit Mittelwandrahmen aufgefüllt. Wer als Anfänger/in noch keine ausgebauten Honigrahmen hat, nimmt nur Mittelwandwaben. Das war’s dann auch schon.

2. Ablegerbildung zur Schwarmverhinderung

Reinhold erläuterte vorab die Grundzüge des Schwarmverhaltens und warum wir das Schwärmen verhindern bzw. den Willen nach Vermehrung und Verjüngung durch Ablegerbildung steuern bzw. vorweg nehmen. Gänzlich lässt sich eine Schwarmstimmung allerdings nicht verhindern. Trotz gezielter Maßnahmen wie rechtzeitige Honigraumerweiterung, Ablegerbildung und Ausschneiden des Baurahmens (Drohnenrahmen) wollen 30% aller Völker dennoch schwärmen.

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenAK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenAK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden

Gründe für eine Schwarmverhinderung sind:

  • Keine bzw. nur sehr geringe Honigernte
  • Stadt: Dichte Bebauung und „naturentwöhnte“ Stadtbewohner
  • Schwärme finden nicht genügend Höhlen als neue Wohnstätte
  • In unseren Breiten verhungern im Winter 80% der verwilderten Schwärme
  • Ohne Varroabehandlung durch Imker/innen gehen Schwärme in der Regel nach zwei Jahren zugrunde
  • Ungepflegte Völker können eine Reinvasion von gepflegten Völkern mit der Varroamilbe verursachen
  • Arbeitsschutz: „Bei den tödlichen Unfällen ist der Sturz von der Leiter der dominierende Unfalltyp.“

Ein Scharm am Bienenweg 1 in BambergWie man einen Schwarm einfängt, wurde ebenfalls kurz erläutert.

  • Standsicher auf eine Haushaltsleiter steigen, falls nötig
  • Schwarm mit Wasser einsprühen
  • Schwarmfangkasten / Eimer darunter halten
  • Kräftig auf den Ast hauen, damit die Schwarmtraube in den Kasten fällt
  • Leicht geöffneten Kasten unterhalb des Fundorts ein paar Stunden stehen lassen, damit die Spurbienen ebenfalls wieder zurück zur Königin finden
  • Dann abholen, über Nacht „aushungern“ lassen
  • Am nächsten Tag in eine leere Zarge „einschlagen“; insgesamt ist also einen kompletter Beutensatz nötig
  • Zehn Leerrähmchen dazugeben, dabei die Mitte mit einer ausgebauten Wabe bestücken, falls vorhanden

Einrichten der Ablegerzarge

In der Kursorganisation wird eine Checkliste des Materials zur Ablegerbildung (inkl. Honigraumerweiterung) bereitgestellt. Und so geht’s:

  • Eine aus der Frühjahreskontrolle gezogene Futterwabe mitbringen
  • Honigraum abnehmen, wegstellen -> auf Blechdeckel „über Eck“
  • Nach geeigneter Brutwabe suchen -> 3/4 verdeckelte Brut, Stifte und jüngste Larven mit den ansitzenden Bienen
  • Falls die Brutwabe nicht so optimal ist, kann evtl. auch eine zweite beigefügt werden
  • In bereit stehender Ablegerbeute einhängen -> Reihenfolge Foto und Checkliste
  • Rähmchen mit Pinnadeln für Transport sichern
  • Weitere Bienen aus Honigraum in Ablegerbeute einkehren -> diese wärmen die Brut
  • Abgeklebten Fluglochkeil fest am Flugloch anbringen -> mit Klebeband sichern
  • Abdeckfolie und Holzdeckel auflegen
  • Mit Spanngurt sichern (z. B. Ludhof)
  • Blechdeckel und Fluglochabdichtung (z. B. Schaumstoff)  mitzunehmen
  • Tipp: Gleich auch noch eine Mittelwand mitnehmen, die bei gleichzeitiger Ablegerbildung die Brutwabe ersetzen wird

AblegerbestandteileSicherung mit Pinnadel für TransportSpanngurt für Ablegertransport

Brutrahmen finden

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Am Lehrbienenstand wurde von Kursteilnehmenden der Smoker angefacht, die Beute geöffnet und zunächst alle Rähmchen mit dem Stockmeißel gelockert. Am leichtesten lässt sich der zweite Rahmen ziehen, da die Randwabe oftmals mit der Zargeninnenseite etwas verklebt ist.

Alle Teilnehmenden bekamen sodann die Aufgabe, jeweils eine Wabe zu ziehen, sie zu beurteilen und damit ein geeignetes Bruträhmchen zu finden.

1. Dabei wird zuallererst die Königin gesucht, damit sie nicht versehentlich in den zu errichtenden Ableger gerät. Uns lief sie nicht über den Weg. Aber wäre es so, hätten wir sie kurzzeitig gekäfigt, um sie am Ende aller Arbeiten wieder einzusetzen.

2. Dann wird Ausschau gehalten, ob jüngste (stehende) Eier zu finden sind, aus denen die Königin gezogen werden kann. Man erkennt sie anfangs nur schwer, doch mit ein bisschen Übung wird es immer leichter.

3. Nun erfolgt die Kontrolle, ob genügend Brut in verschiedenen Lebensstadien zu finden ist. Denn auch im neuen Ableger müssen alle Arbeiten von den Bienen verrichtet werden, für die sie altersgemäß ausgerüstet sind. Ein Generationenbruch wäre also ungünstig.

4. Eine für gut befundene Brutwabe wird in die Ablegerzarge verbracht. Eine kurzzeitige Folienabdeckung verhindert, dass die ansitzenden Bienen wegfliegen. Findet man später aber eine noch besser geeignete Brutwabe, kann sie mit der reservierten Wabe ausgetauscht werden.

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden5. Zum Schluss gibt man dem Ableger noch ein paar Pflegebienen mit. Rechnerisch sollte die Menge so hoch sein, dass ein Rähmchen hinten und vorne voll mit Bienen besetzt wäre.

Dazu stößt man die Bienen eines voll besetzten Rähmchens aus der „Mutterwohnung“ in die Ablegerzarge ab.

Umsetzen eines Ablegers

Der Ableger wird (fest verschlossen, lieber zweimal überprüfen!) möglichst schüttelfrei zum etwa 2-3 Km entfernten Standort gebracht. In stark strukturierten Städten mit genügend unterschiedlichen Landmarken wie Türme, Hochhäuser, Flusslauf, Straßenzügen, Wohn- und Industriegebieten darf der Abstand auch geringer sein, da die Bienen sich gut daran neu orientieren können. Nach etwa vier Wochen (frühestens 21 Tage oder später) kann die Rücksiedelung erfolgen. Erst dann ist die neue Königin begattet und legefähig.

Demonstration Fluglocheinengung mit Styropor-Keil und kleinem Fluglocheingang über der Brut im imImkeranfängerkurs, AK22, M4, Honigraumerweiterung, AblegerbildungAm neuen Ablegerstandort (2-3 km Entfernung) Fluglochkeil auswechseln -> kleine Einflugöffnung links oder rechts, je nach dem, wo die Brut darüber sitzt. Wenn Eier zu finden sind, kann mit Milch- oder Oxalsäure behandelt werden, z. B. nach dem Umsetzen an den neuen Standort. Das lernen wir übrigens in Modul 6.)

Weiselzellenkontrolle

Wer unkontrolliertes Schwärmen mit oft sehr schlechten Überlebensaussichten für das Schwarmvolk vermeiden möchte (fehlende Quartiere und Varroabehandlung, zu wenig Futter zur Überwinterung), sorgt für gezielte Schwarmvorwegnahme durch Ablegerbildung. Einmal wöchentlich (alle 7, allerspätestens 9 Tage) erfolgt also eine Weiselkontrolle.

Brutbrett / Brutrahmen mit Weiselzellen von unten

Bei der Kippkontrolle wird die Zarge angehoben, vorgeschoben und dann in eine senkrechte Position gebracht.

Hilfreich bei der Weiselzellenkontrolle von unten ist eine Taschenlampe. Auch können die Rähmchen auseinandergezogen werden. Wir fanden überwiegend Spielnäpfchen, doch auch eine Weiselzelle, die bereits ein Ei enthielt. Daher ist es nun ratsam, das komplette Volk durch Ziehen der Rahmen durchzusehen (was Reinhold im Anschluss des Kurses nachholte).

Nun durften alle Teilnehmenden das Entdecken und Herausbrechen von Weiselzellen in der Kippkontrolle üben.

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Drohnenrahmen schneiden

Wenn es sich anbietet, kann vorab in den Brutraum ein Drohnenrahmen (Rähmchen ohne Draht) an zweiter (bzw. neunter) Position einsetzten und mit einem Reißnagel markieren.

Der Drohnenbrutrahmen wird in eine Plastiktüte gestellt. Am besten arbeitet man dabei nicht im Stehen, sondern mit Bodenunterstützung. Mit dem Stockmeißel fährt man an den Innenrändern entlang und kann so die Brut in einem Stück herauslösen. Vielleicht ist eine Tier- oder Vogelnothilfe am Ort, die sich über die eiweißreiche Brut für ihre Zöglinge freuen und das „Essenspaket“ einfrieren.

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenAK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenAK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden

Tipp zum Schluss: Ein ordenliches Arbeitsumfeld spart Verdruss. So wird der Stockmeißel am besten griffbereit quer über ein Beuteneck gelegt, mit Schwerpunkt des Geräts nach unten. Der Smoker lässt sich in der Regel einhängen und sollte hin uns wieder mit dem Blasebald am Glimmen gehalten werden. Wenn’s mal schnell gehen muss, ist das Suchen nach Werkzeug einfach nur ärgerlich.

Fazit

Da man alle genannten Tätigkeiten in einem Rutsch durchführen kann, wass den Imker/innen Zeit erspart und den Bienen Stress, haben wir diese beiden Module zusammengefasst. Es ist natürlich einiges an Stoff, doch wurde er hier bewusst ausführlich dargestellt.

Zwischen den beiden Modulen gab es natürlich auch eine Mittagspause, angenehm im Freien und bei Sonnenschein! Bis zum nächsten Modul 6 am Sa., 16.05.26, 10.30-12.30 Uhr sehen wir uns 4 Wochen lang nicht mehr. An Bienenarbeiten stehen nun wöchentliche Weiselzellenkontrollen an, und zwar bis Mitte Juni.

Frühjahrsarbeiten (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 2)

Gerade warm genug, um endlich mit den Teilnehmenden des Imkerkurs für Anfänger die Bienen zu besuchen. Vorab gab’s neben organisatorischen Dingen einen Check zur Sicherheit am Lehrbienenstand, Erläuterungen zum Aufbau einer Bienenbeute und zum Imkermaterial sowie ein paar Literaturempfehlungen für Einsteigerbücher und grundlegender Fachliteratur.

Frühjahrskontrolle am Lehrbienenstand

Die Frühjahrdurchsicht dient der Kontrolle eines ausreichenden Futterbestands und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Bienenvölker.

Das Mäusegitter war bereits entfernt und die Totenfallkontrolle begutachtet und ohne Befund. Die Kontrolle der Windel zeigte viel Wachsbrösel und damit auch die genaue Position der Brut. Varroen waren keine zu sehen, dafür viele glänzende Wachsschüppchen. Sie zeugen von einer regen Wachsbauproduktion.

 

 

Das Öffnen der Beute und das Begutachten der Waben durfte schon mal von einigen der Teilnehmenden praktiziert werden.

Leider stellte sich heraus, dass das Volk ohne Königin war. Wir hörten es schon am Tonfall bzw. sahen es an einer gewissen Fahrigkeit im Herumkrabbeln der weisellosen Bienen. Daher kürzten wir den Ablauf ab, um sie nicht noch mehr aufzuregen.


Nun können zwei Dinge helfen. Entweder ein gut mit Eiern in verschiedenen Stadien ausgebautes Brutbrett aus einem Nachbarvolk einzuhängen, so dass sich die Arbeiterinnen eine neue Königin nachziehen können.

Oder, wie in unserem Falle, wird Reinhold sie mit einem anderen jungen Wirtschaftsvolk vereinen.

Weiter geht’s mit dem Einsetzen des Drohnenrahmens auf Position 2.

 

 

Zum Schluss würde normalerweise eine leere Zarge als Brutraum aufgesetzt werden. Doch in unserem königinverwaisten Fall warten wir damit, bis sich das Volk wieder auf dem erwünschten Entwicklungsstand befindet.

Nach dem kommenden Modul zu Bienenkrankheiten, das noch einmal online stattfindert, wird es im Modul 4 zu mehr „Handgreiflichkeiten“ kommen, damit alle einmal ein paar Bienen streicheln bzw. Rähmchen in Händen halten können.

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Einzug unserer Bienen in die Bio-Gärtnerei Niedermaier

Einzug Bienenvolk von Bienen-leben-in-Bamberg.de zur Bio-Gärtnerei NiedermaierAufgeregt begleitete der Fünfjährige den Einzug unserer Bienen in die Bio-Gärtnerei der Familie Niedermaier in der Mittelstraße. Denn pünktlich zum siebten Geburtstag seines Bruders hatte unser Volk eine neue Heimat gefunden. Und zwar genau zwischen den 2019 und 2021 gesetzten Geburtsbäumchen. Der Plan hierfür reifte anlässlich des „Etwas anderem Erntedankfestes“.

Die Eltern der beiden, unser FKBB-Mitglied Sebastian und seine Frau Andrielly, die derzeit jede Menge Wahlkampfarbeit stemmen, nahmen sich viel Zeit für einen gebührenden Empfang.

Einzug Bienenvolk von Bienen-leben-in-Bamberg.de zur Bio-Gärtnerei Niedermaier

Bald ist es warm genug zum Ausfliegen und dem Erkunden der blühfreudigen Gegend auf historischem Terrain der Gärtnerstadt, die zur Ernennung Bambergs als UNESCO-Welterbe wesentlich beigetragen hatte. Und wir erfahren endlich aus erster Hand, ob Bienen tatsächlich gerne an den Blüten des dort kultuvierten Süßholzes naschen.

Bereits einmal schon hatten wir in der direkten Nachbarschaft einen Standort, den wir damals „Gärtnerstadt-Heiliggrab“ nannten. In Abgrenzung dazu wird der dort gewonnene Bamberger Lagenhonig die Bezeichnung „Gärtnerstadt / Bio-Gärtnerei“ erhalten. Es versteht sich von selbst, dass man diesen Lagenhonig ab Juli 2026 auch im Hofladen der Niedermaiers ordern kann.

Einzug Bienenvolk von Bienen-leben-in-Bamberg.de zur Bio-Gärtnerei Niedermaier

Und selbstverständlich werden die beiden Jungs nun systematisch in das aufregende Bienenleben eingeführt. Die neue Generation soll früh erfahren, dass Bienen und Bauern seit Urzeiten eine Symbiose bilden. Höchste Zeit, auch DIESE Tradition den zahlreichen weiteren der Gärtnerstadt, hier der „Unteren Gärtnerei“, wieder hinzuzufügen.

Transparenzbericht 2025

Der 2.039-ste Weblogbeitrag spannt im jährlichen Transparenzbericht den Bogen über unsere Highlights, Ziele, Aufgaben und Ergebnisse in 2025. Er endet in einer Vorschau unserer Pläne für das laufende Jahr.

Die Highlights zu Veranstaltungen, Hauptangeboten und Neuanschaffungen 2025

Fußbodenneuverlegung in der Bienen-InfoWabe1. Projektende „Fußbodenerneuerung der Bienen-InfoWabe“

Ende Januar war der neu verlegte Boden in mehreren Etappen und Umräumaktionen verlegt und eingeölt. Von der Entdeckung des Schadens im September 2024 bis zum letzten Einräumen Mitte März dauerte es also ein halbes Jahr, dank auch der Spenden von stolzen 6.500 Euro, wobei der größte Anteil vom Bürgerverein Bamberg-Mitte kam.

Jubiläumsfeier "10 Jahre Bienen-InfoWabe" am 18.05.2025 am Bienenweg 1, 96047 Bamberg / Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB) und Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de (BLIB)2. Jubiläumsfeier „10-Jahre-Bienen-InfoWabe“ mit Festschrift

Zu unserem zehnjährigen Jubiläum der Bienen-InfoWabe am 18.05.2025 kamen weit über 200 Gäste, darunter etliche politische Vertreter/innen. Bürgermeister Jonas Glüsenkamp und Bienenpatin und FKBB-Mitglied Annemarie Rudel hielten jeweils eine feine Rede mit Rückschau und Versprechungen in die Zukunft. Musikalisch begleitete den Festtag das Duo „Little Radio“, Lisanne Bendig und Jürgen Punzet. An verschiedenen Stationen, die von unseren zahlreichen Helfer/innen toll betreut wurden, konnten sich Klein wie Groß vergnügen. Eine Festschrift gab’s ebenfalls.

3. Projektende bzw. Neuanschaffung „Kuck doch mal! Bänke für den Bienengarten“  

Im Wesentlichen Dank der Fördermittel aus dem Unterstützungsfonds der Stadt Bamberg wurde mit der neuen Mehrplatzbank an der zentral stehenden Blasenesche ein tolles, pflegeleichtes Ensemble zur Beobachtung der Insektenwelt, des entspannten Genießens des Bienengartens oder fürs Schmökern in Medien aus der Imker-Bibliothek geschaffen. Die generationentaugliche Sitzgruppe kam aus der Künstlerhand von Thomas Gröhling aus Bamberg-Bug.

Sitzbänke im Bamberger Bienengarten an der Blasenesche (Ausführung: Thomas Gröhling)

4. Auszeichnungen und Preise

  1. Publikumspreis (Platz 75 von 269) der Gewinnsparaktion „Sparda macht’s möglich“ (€ 400)
  2. Jurypreis 1. Platz in der Kategorie „Umwelt schützen und entdecken“ der Gewinnsparaktion „Sparda macht’s möglich“ (€ 4.000)
  3. BIWa als „Ort der Hoffnung“ im Heiligen Jahr 2025 (Erzdiözese Bamberg)
  4. Anerkennungspreis „Klimaschutzpreis“ im Rahmen der Klimaallianz Bamberg
  5. Kleinprojektpreis in Höhe von 1000 Euro innerhalb des städtischen Förderprojekts „MitMachKlima“ (Mobilitäts- und Umweltsenat) für unsere Initiative

5. Specials zu den BIWa-Sonntagsöffnungen

  • Sensen- und Dengelkurs
    Im Juni drehte sich dann alles um das Dengeln und Sensen. Wieder in der Blühwiese stand Josef „Jupp“ Schröder, Gartenfachmann und FT-Autor, mit seinem Kompagnon, Sebastian Zientek, der unermüdlich den von den Teilnehmenden mitgebrachten, oft uralten Sensen wieder einen Schliff verpasste. Dieser Sensen- und Dengelkurs wird von uns seit 2017 alle zwei Jahre angeboten und war erneut wieder mit 18 Teilnehmenden gut besucht.
  • Öffentliche Honigernte am Lehrbienenstand Bienenweg
    22 Interessierte von 3 Jahren an aufwärts durften im ERBA-Park nach einem Kurzvortrag zur Biene und zum Honig selbst mit Hand bei der Honigernte anlegen.
  • Saison-Abschlussfeier mit Vergabe des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises (BBU)
    Anlässlich der Saison-Abschlussfeier am 21.09.25 übergaben die Vorstandsmitglieder der FKBB e. V. den jährlich ausgelobten Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis im festlichen Rahmen. Die BBU-Peisträger 2025 sind hier vorgestellt. Musikalisch begleitet hat uns das Duo „Little Radio“ mit Lisanne Bendig und Jürgen Punzet.

6. Exkursionen

  • Im Rahmen der FKBB-Netzwerkexkursion ging es in den Freizeitpark „Villeneuve-sur-Lot“ in Neustadt bei Coburg unter der Führung von Wolfgang Settmacher aus dem Kreislehrgarten Oberhaid.
  • Bei der FKBB-Netzwerkexkursion geht es darum, Bindungen und Synergieeffekte zu erzielen, aber auch, um über den eigenen Tellerrand zu blicken. Diesmal besuchten wir den Oberhaider Bürgermeister Carsten Joneitis, der uns eineinhalb Stunden Zeit gab, ihn zum Thema „Zukunftsfähige Stadt“ zu interviewen. (s. a. „Klima-Leuchtturm Oberhaid. Man muss es vorleben“ in: BlattGrün-[Magazin] 2025, H. 5, S. 8-9. Heft als .zip-Datei.

Fazits zum Jahr 2025

  • Große Werke vollbringen nicht Kraft, sondern Ausdauer.“ (Samuel Johnson)
  • „Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.“ (Demokrit)

Unsere sechs Kern-Aktivitäten im Einzelnen

1. Die „Bamberger Schulbiene“ und Unterrichte

Schulbienenführung für Caritas-Fachakademie für SozialpädagogikVorab: Die Aktivitäten der Bamberger Schulbiene können auf einer eigenen Tagebuchseite nachgesehen werden.

2. Bienenpatenschaften

  • Unsere Bienenpatenschaften werden für den Zeitraum von zwei Jahren abgeschlossen. Steigende Lebenshaltungs- und Energiekosten waren auch in 2025 noch Thema. Doch zum Jahresende konnten wir auf treue 28 (29) Bienenpat*innen zählen. Herzlichen Dank für euer Vertrauen in die Initiative!
  • Unsere Bienenpat*innen wurden mit 4 Bienenpaten-Newslettern (durchschnittlich rund 11 (10) Seiten inkl. Pressespiegel) und 18 (14) Rundmails auf dem Laufenden gehalten.

3. Bienen-InfoWabe

Grundschule Scheßlitz, Klasse 2b zum Schulbienen-Unterricht in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.deVergangene Aktivitäten und Termine der Bienen-InfoWabe finden sich im Archiv 2025.

4. Bamberger Bienengarten

Sommertreffen der Bienengartenfeen

5. (Lehr-)Bienenstandorte

Lehrbienenstand "Bienenweg" im WinterkleidMit Stand Dezember wurden 13 (12) Völker an 5 (6) Bienenstandorten geführt, die neben ihrer Aufgabe als Lehrbienenstände auch den Bamberger Lagenhonig hervorbringen. Einige unserer Völker sind mit einer Bienenpatenschaft verbunden.

6. Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

Um das Bienenthema in der Bevölkerung breit zu verankern, setzen wir auf eine kontinuierliche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie nimmt vor allem Bezug auf unsere Aktivitäten und Termine, über die wir auf verschiedenen Kanälen umfassend berichten.

Medial setzen wir dabei auf eine breit gestreute Pressearbeit, außerdem auf Weblog-Beiträge und parallel erfolgende Postings via Social-Media-Plattformen und WhatsApp-Gruppe.

a) Aktivitäten / Termine

  • 2 FKBB-Exkursionen (Bildungsexkursion Villeneuve-sur-Lot | Netzwerkexkursion Oberhaid)
  • 2 Märkte (Traditioneller Honigmarkt | Pop-up-Markt Lange Adventssamstage)
  • 59 (57) Artikelabdrucke (Pressespiegel) von 25 (25) Pressemitteilungen, darunter 5 mehrseitige Reportagen
  • 135 (155) Weblog-Beiträge, veröffentlicht unter „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ mit 35.315 (44.677) Besucher/innen. Das sind 20,7 % weniger bei 70.292 (67.699) Seitenansichten, was wiederum ein Plus von 4,1 % bedeutet.
    Die Beiträge dienen neben der Öffentlichkeitsarbeit auch uns selbst als Reflexions- und Lernmöglichkeit sowie als Archiv. Alle Beiträge werden verantwortungsbewusst auf der Grundlage eigener Erfahrungswerte und im Abgleich mit sorgfältiger Recherche in geeigneten Quellen verfasst sowie fast ausschließlich mit eigenen Fotos bestückt.
  • Führen der Imker-Bibliothek. Der Bestand beträgt 308 (304) Medien, davon 94 (89) Rezensionsexemplare (bedeutet: kostenlose Verlagsexemplare im Gegenzug von Buchbesprechungen, zu finden in unserem Weblog, Suchwort: Rezension).

b) Background – unterstützende Aktivitäten im Hintergrund

  • Teilnahme an Fortbildungen

"Task-Force Vespa velutina" Bamberg: Treffen von FKBB und UNB am 13.03.2025Up-to-date-bleiben ist für uns selbstverständlich. Kontinuierliche Fort- und Weiterbildung wird aber auch im Hinblick auf die ehrenamtliche Tätigkeit von Reinhold Burger als Bienensachverständiger eingefordert und ist nachzuweisen. An folgenden Fortbildungen nahmen wir einzeln oder gemeinsam teil:

  1. Expertenkonferenz zur Vespa velutina (Online)
  2. Fortbildung „Celler Imkertage“ mit Schwerpunkt Wildbiene vs. Honigbiene
  3. Veitshöchheimer Imkerforum (Online)
  4. Bienensachverständigen- u. Fachwarte-Tagung, StMELF
  5. „Erfahrungen Chemiefrei zu imkern“ und „Varroa-Resistenz 2033“ de BIV mit Thomas van Pelt
  6. Vespa velutina, Online-Schulung der LWG/IBI
  7. „Die lange Nacht der Bienenwissenschaft“, AG der Institute für Bienenforschung (Online)
  8. „Vespa velutina – Grundlagen der Nestsuche und Nestentfernung“, Online-Fortbildung des IBI mit Ronald Jäger
  9. „Aktionsplan Vespa velutina Bayern“, Online-Vortrag vom IBI durch Ronald Jäger
  10. „Förderantragsverfahren Nestentnahmen der Asiatischen Hornisse“, Online-Kurs IBI
  11. Teilnahme an Fortbildung für Bienensachverständige (BSV) und Fachwarte des Instituts für Bienenkunde und Imkerei, IBI der LWG
  • Kooperations- / (politische) Kontaktarbeit / Netzwerken / Pressetermine
  1. Teilnahme an Filmrolle „Ausgebrummt“ in der KUFA mit anschließendem Come-together
  2. Neujahrsempfang der Stadt Bamberg, Lobbyarbeit
  3. „Task-Force Vespa velutina“ – Treffen mit der Unteren Naturschutzbehörde Bamberg (UNB)
  4. Spendenübergabe für Fußboden durch Bürgerverein Bamberg-Mitte (Heiko Küffner)
  5. Spendenübergabe für Fußboden durch Sparkasse Bamberg (Matthias Polz)
  6. Treffen mit Olaf Seifert (SPD) zu Kooperations- und Zukunftsthemen
  7. Bildungsexkursion in den Freizeitpark „Villeneuve-sur-Lot“ in Neustadt bei Coburg
  8. Teilnahme an OMV der Bayerischen Imkervereinigung (BIV) in Nürnberg
  9. Besuch der Fraktionssitzungen von CSU, SPD und GRÜNE für Unterstützungsersuchen zur Abwehr der Vespa velutina
  10. Teilnahme an Eröffnung des Heidelsteigparks mit Wildbienenarealen in Bamberg-Ost
  11. Unser Honigstand am „Etwas anderen Erntedankfest“ in der Gärtnerei Niedermaier
  12. Teilnahme am Sozialen Hackathon „Mach halt!“ zur Stärkung der Demokratiearbeit in der Lagarde1
  13. Teilnahme am VHS-Kurs Diskurswerkstatt „Braucht unsere Demokratie ein Update?“ des Büros für Nachhaltigkeit Bamberg
  14. Übergabe „Kleinprojektpreis“ für Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de im Rahmen des MitMachKlimas durch Bgm. Jonas Glüsenkamp
  15. Vorsitz im Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB); durchgeführt wurden 5 Vorstandssitzungen und eine Ordentliche Mitgliederversammlung mit Wahlen
  • Öffentlichkeitsarbeits- und Auskunftsmaterial
    • Anfertigen des Transparenzberichts 2024
    • Erstellen des BIWa-Jahresprogramm 2025 (online unter „Aktivitäten und Termine“ (jetzt unter: Archiv 2025)
    • Flyererstellung BLIB und AK25-Programm
  • Beratung / Besondere Hilfeleistungen
    • Bienensachverständigen-Einsätze (Reinhold Burger) in Bamberg und Umgebung
    • Telefonische Beratungen sowie Vermittlungen von gesichteten Bienenschwärmen

Geld- und Sach-Spenden

Wie immer dürfen wir für die allfälligen Unterhaltskosten (Schulmaterial, Bücher, Bienengarten, Mobilar- und Materialkauf bzw. -erhaltung etc.) auf unsere rund 30 Bienenpatinnen und -paten zählen – ob über ihre Patenbeiträge oder darüber hinausgehend.

Spendenübergabe des Bürgervereins Bamberg-Mitte durch Heiko Küffner an Kassenwartin Gabi Loskarn und Vorsitzenden des FKBB e. V., Ilona Munique und Reinhold BurgerSodann gab es großzügige Förderungen aus den Unterstützungsfonds der Stadt Bamberg, dem Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank („Sparda-machts-möglich“), dem Bürgerverein Bamberg-Mitte und der Sparkasse Bamberg (WirWunder via Betterplace).

Näheres zu Spenden hier.

Aber auch Privatpersonen, Vereine und Wirtschaftsbetriebe unterstützen die Projekte zum Wohl der Bienen und der Stadtnatur.

Dankeschön 🙂 allen Unterstützer*innen, die sich in jeglicher Weise um Bambergs Bienenwelt bemühen. Eure Hilfe stärkt unsere Region nachhaltig!


Die elementaren Vorhaben für 2025 – und was daraus wurde

  1. Fußbodenneuverlegung erreicht
  2. Projekt „Kuck doch mal! – Bänke für den Bienengarten“Installierung – teilweise erreicht -> Fördersumme für Gesamtprojekt zu gering
  3. Projekt „Task Force Vespa velutina“ und politische Öffentlichkeitsarbeiterreicht
  4. Festschrift zum Jubiläum „10 Jahre Bienen-InfoWabe“ erreicht
  5. Jubiläumsfest „10 Jahre Bienen-InfoWabe“ erreicht
  6. Schulbienen-Unterrichte erreicht
  7. Imker-Anfängerkurs (12 Module AK25) erreicht
  8. Vertiefungsseminare – erreicht
  9. Veranstaltungen für BIWa-Sonntagsöffnungen: Sensenkurs, Öffentliche Honigernte, Saisonabschluss mit Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis erreicht

Pläne für 2026

  1. Aufbewahr(Müll)boxen mit Musterpflanzdächern installieren
  2. Projekt „Kuck doch mal! – Bänke für den Bienengarten“ – Fortsetzung Fundraising für weitere Bänke
  3. Projekt Touchpoints „Bienenwissen inklusiv“ (1-3) – Fundraising
  4. Vorbereitung auf Vespa velutina (Asiatische Hornisse) – Monitoring
  5. Wahlprüfstein und Lobbyarbeit „Lichtverschmutzung / Lichtemission“
  6. Schulbienen-Unterrichte
  7. Imker-Anfängerkurs (12 Module AK26)
  8. Vertiefungsseminare
  9. Veranstaltungen für BIWa-Sonntagsöffnungen: Öffentliche Honigernte, Saisonabschluss mit Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis

Unser übergeordnetes Ziel

Honigbiene an Skabiosen-FlockenblumeDer Erhalt der Bienenwelt in Bamberg ist unsere Leitschnur.
Wir legen dabei den Fokus auf die Honigbiene, da wir hier die weitreichendsten Qualifikationen haben. Dennoch richten wir bei unserem Tun auch ein Augenmerk auf die Artenvielfalt von Wildbienen und anderen Insekten und schließen die entsprechende Flora mit ein. Dies wird in der nahen Zukunft noch mehr Gewicht erhalten, wenn die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) auch Bamberg erreicht haben wird.

Logo für alle Schwerpunktthemen (= Bienen, Honig, Imkerei, Natur) der Bienen-InfoWabeWie gehen wir dabei vor?
Wir eröffnen nachhaltige Perspektiven für alle an den Honigbienen und ihrer Pflege nebst ihres Lebensraums sowie an verantwortungsbewusster Imkerei und qualitätsvollen Honig Interessierten, unabhängig von deren Imkervereinszugehörigkeit und wo Angebote vor Ort fehlen. Informierend, beratend, vermittelnd, motivierend, Gemeinschaft anbietend und … ja, manchmal sogar tröstend.

Wildbiene an Kokardeblume (Papageienblume)Beim Thema Wildbienen installieren wir Beispielanlagen im Bienengarten, beschaffen Literatur und setzen auf Multiplikatoren und Synergien von und mit qualifizierten Institutionen und Angeboten, bspw. BUND Naturschutz, LBV und weitere anerkannte Kapazitäten.

Was wollen wir nicht?
Immer mehr Jungimker/innen mit immer weniger Kompetenz für eine verantwortungsvolle Bienenhaltung. Immer mehr Wildbienenhotels, die gut gedacht, jedoch schlecht gemacht sind. Neid und Missgunst, vor allem dort, wo Zusammenarbeit zielführender wäre. Und ja, manchmal ist die Grenze zur Ausnutzung überschritten. Doch wie heißt es so schön?

„Wer sich einsetzt, setzt sich aus.“ (Friedrich Schorlemmer)

Was wir uns wünschen: Weiterhin Kraft, Mut, Ausdauer und all unsere tollen Unterstützer! Das wurde uns in diesem Jahr immer wieder zuteil, wofür wir zutiefst dankbar sind!


[Frühere Transparenzberichte]

Geschützt: Honigernte Sternwarte 2025 als feucht-fröhlicher Familienausflug

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Öffentliche Honigernte 2025 zur BIWa-Sonntagsöffnung im Juli

BLIB-Team, Ilona Munique und Reinhold Burger (Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de und Vorstand Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V., FKBBa)Im Rahmen unserer BIWa-Sonntagsöffnung am 3. Sonntag im Juli ernten wir gemeinsam mit der interessierten Bevölkerung Honig von unseren Völkern am Lehrbienenstand Bienenweg. Um 15 Uhr fanden sich 22 Interessierte von 3 Jahren an aufwärts im ERBA-Park ein, die nach einem Kurzvortrag zur Biene und zum Honig selbst mit Hand bei der Ernte anlegen durften. Diesmal gaben wir den größeren Kindern den Vortritt, denn bei drei Stockwerken mit Honigräumen war die Bienenwohnung doch etwas hoch geraten.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

 

 

Reinhold Burger wies alle in den Umgang mit dem Stockmeißel ein. Mit diesem Werkzeug werden die durch Baumharz (Propolis) verkitteten Waben voneinander  gelöst. Er wird in die Gasse zwischen die Träger der Wabenrähmchen gesetzt. Mit einer kleinen Seitwärtsbewegung lockern sich die Waben und können nun  vorsichtig nach oben gezogen werden.

Schließlich hielten die mutigen Sonntagsgäste stolz die mit zwei bis drei Kilo doch teils recht schweren Honigwaben in Händen. Doch gefährlich ist das ohnehin nicht. Denn eine am Vortag eingelegte Bienenflucht sorgt dafür, dass nicht mehr viele Bienen im Honigraum anzutreffen sind.¹

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

 

Die wenigen Bienen sind emsig damit beschäftigt, Wachsdeckel als schützende Schicht über den eingelagerten Honig zu befestigen oder fächeln Kühle zu, um dem Honig das Wasser zu entziehen. Für die Menschen interessieren sie sich bei all ihrer fleißigen Arbeit nicht.

Mit dem Abkehrbesen werden die noch ansitzenden Bienen vors Einflugloch abgekehrt. Um ein „Rollen“ der Bienen zu vermeiden, ist eine rasche Bewegung sinnvoll.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Die Waben müssen dann rasch in die bereitgestellten Boxen verstaut werden, damit keine Bienen eingeschlossen werden. Die schweren Boxen wurden im Anschluss an die Sonntagsöffnung zu uns an dern Obstmarkt gefahren. Es ist dies einer der seltenen Male, wo wir auf ein Carsharing zurückgreifen und Reinhold nicht den Fahrradhänger verwendet, Denn mit dieser schweren Ladung wäre das Radfahren verboten,

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Die Kinder wurden für ihren Mut mit einem Aufkleber belohnt. In der Bienen-InfoWabe fand zum Schluss noch eine kleine Honigverkostung statt und natürlich konnte dieser auch gleich erstanden werden. Für die Familie Liedtke ging der Spaß sogar noch weiter! Sie durften am selben Abend erleben, wie der gerade erst geerntete Honig weiterverarbeitet wurde. Dazu mehr im nächsten Blogbericht.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Und die nächste öffentliche Honigernte findet voraussichtlich am So., 19.07.2025, statt. Doch so lange muss niemand mit einem Besuch bei uns warten. Die nächste BIWa-Sonntagsöffnung ist am 17.08. von 14 bis 17 Uhr. Wir freuen uns auf euch!


Blick auf die BienenfluchtReinhold erläutert Funktion Bienenflucht¹Eine zwischen Honig- und Brutraum befindliche hölzerne Platte funktioniert für die Arbeitsbienen wie eine Einbahnstraße. Durch speziell geformte Öffnungen führt zwar der Weg vom oberen Honigraum nach unten in den Brutraum und mithin zur Königin, deren Duftspur sie folgen. Doch zurück gelangen sie wegen der sich konisch verengende Öffnung nicht mehr, so dass sich mit der Zeit der obere Honigraum von Bienen leert.

Honigernte Bughof und Weide (BLIB-Imkerkurs für Anfänger, AK25, Modul 7)

Ak25, Modul 7: Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Bughof am 05.07.2025 / Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.deFür die 10 Teilnehmenden aus dem Imkerkurs für Anfänger boten wir zur Honigernte und -verarbeitung zwei Juli-Termine an den Standorten Bughof und Weide an. Die jeweils vier bis fünf Teilnehmenden pro Termin durften sehr viel selbst Hand anlegen, so dass Modul 7 (wie auch Modul 8, dazu im nächsten Beitrag) der praxisstärkste Module ist – und natürlich der Genussreichste!Ak25, Modul 7: Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Bughof am 05.07.2025 / Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Ak25, Modul 7: Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Inselstadt / Weide am 12.07.2025 / Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Besonderheiten kamen heuer eher nicht vor. Zur ersten Ernte am 05.07. war es über 30° heiß, und zur zweiten am 12.07. anfangs kühl genug, um ein Jäckchen anziehen zu wollen. Doch diese Schwankungen sind wir ja mittlerweile gewohnt. Außerdem hatten wir einen Kursneuzugang, was wir normalerweise nicht so gerne zulassen. Doch Sibylle ist erfahren genug, sie möchte nur noch etwas tiefer einsteigen.

Vorlauf zur Ernte

Ak25, Modul 7: Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Bughof am 05.07.2025 / Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.deIn den Morgenstunden des Tags vor der Ernte setzte Reinhold am jeweilig vorgesehenen Standort eine Bienenflucht ein, die es in verschiedenen Varianten gibt, z. B. als Raute mit zwei Eingängen oder kreisförmig mit 16 Eingängen.  Jene mit zwei Plastikeinsätzen sehen wir als eher nicht so ideal an. Zu diesem Thema weiter unten mehr.

Honigernte Sternwarte (AK23, Modul 7, Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.de)

Mit Spiritus werden die Imkergeräte (Stockmeißel, Smoker), der Abkehrbesen in der Spülmaschine gereinigt und die Boxen gesäubert.

Ablauf des Modul 7 zur Ernte

Um ein sauberes, zügiges und unfallfreies Ernten zu garantieren, sollten alle erforderlichen Gerätschaften vor Ort griffbereit aufgebaut werden und der Eigenschutz darf auch nicht vergessen werden.

Ak25, Modul 7: Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Inselstadt / Weide am 12.07.2025 / Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Hier die Checkliste Ernte:

  • Kopftuch u./o. Imkerhut und Jacke, geschlossene Schuhe, kein Leder am Körper – Im Falle zickiger Bienen nicht zögern, nach der Devise „Selbstschutz ist Bienenschutz!“ vorzugehen. Denn offen stehende Beuten, die fluchtartig sich selbst und den Wespen überlassen werden, sind keine Option, wenn ein umsichtig aufgezogener Imkerhut das verhindern kann.
  • Smoker mit Rauchmaterial, Feuerzeug, Löschwasser
  • Stockmeißel
  • Abkehrbesen Da die Borsten vom Honig verkleben und für die Bienen unangenehm hart werden, entweder einen zweiten Besen bereit halten oder zwischendrin mit Wasser säubern. Außerdem werden von verhonigten Gerätschaften unnötig viele Bienen angezogen.
  • Leerboxen Lebensmittelecht und sauber, zudem leicht schräg aufgestellt, damit die eingetragenen schweren Waben nicht ins Rutschen kommen.
  • Leere Rähmchen Zum Abstützen der Honigwaben, wenn die Box nicht gänzlich mit ihnen gefüllt sind, um beim Tragen keine Wabenverletzungen zu riskieren.
  • Windel – Für Varroabefallskontrolle, die 3 Tage nach der Ernte erfolgen sollte.

1. Entnehmen der Waben

Zum Entnehmen braucht es im Grunde keinen oder kaum Rauch, da die Bienenflucht dafür sorgt, dass nur wenige Bienen im Honigraum sind. Er würde auch nur das Aroma des Honigs beeinträchtigen.

Ak25, Modul 7: Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Inselstadt / Weide am 12.07.2025 / Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Da Honigwaben mit durchschnittlich 2-3 Kilo außerdem ziemlich schwer sein können, ist der Griff zu beiden Seiten mit Daumen und Zeigefinger auf Dauer anstrengend. Man könnte das Rähmchen daher in der Mitte des oberen Rahmenstegs in den Klammergriff nehmen. Allerdings funktioniert dann so das Abkehren nicht mehr so ideal.

Ak25, Modul 7: Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Bughof am 05.07.2025 / Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de

2. Die Spritzprobe

Um sicherzugehen, dass wir keine zu wasserhaltigen Honigwaben mit nach Hause nehmen, werden die Randwaben einer Spritzprobe unterzogen. Das gilt aber nur für die wenig bis nicht verdeckelten Waben. Glänzt der Honig noch sehr, ist er wohl noch zu flüssig. Je matter, desto besser. Das Foto hier zeigt eine Honigwabe, die trotz wenig Verdeckelung schon reif genug zum Ernten war.

Ak25, Modul 7: Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Inselstadt / Weide am 12.07.2025 / Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Ak25, Modul 7: Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Inselstadt / Weide am 12.07.2025 / Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.deMit beiden Händen wird die Wabe an den Seitenrändern gehalten. Falls bei der kräftigen, ruckartigen Bewegung (Stoßen) der horizontal über der Beute gehaltene Wabe ein Nektartropfen herausgeschleudert wird, belassen wir sie in der Beute. Hat man ein gutes Auge, erkennt man die Tropfen trotz der gleichzeitig mit herabfallenden Bienen. Anfänger/innen sollten besser vorher die Bienen von der Wabe kehren.

3. Bienen abkehren

Um die Bienen nicht zu verletzen, bemühen wir uns um ein schonendes Abkehren. Die noch ansitzenden Bienen werden dabei mit raschen, beherzten Wischbewegungen des weichen Abkehrbesens vor das Flugloch gestrichen.

Ak25, Modul 7: Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Inselstadt / Weide am 12.07.2025 / Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Behutsame Kehrbewegungen sind wegen der Gefahr, die Bienen dabei zu rollen, grundverkehrt. Manche Imker*innen verwenden ein kleines Gebläse, um die Bienen davonzuföhnen. Beim Kauf darauf achten, dass er  nicht zu laut töst.

4. Honigwabe in Leerbox bugsieren

Sodann gilt es, die abgekehrte Wabe rasch und ohne wieder anfliegende Bienen – Ende Juli dann mehr noch ohne Wepsen! – in die bereitgestellte, leicht schräg stehende Box zu bringen. Dabei muss vermieden werden, dass das Wachs aufbricht, etwa, weil man mit den Abstandshaltern gegen die bereits verstauten Waben stößt. Die Folge wäre eine Sauerei in der Box und somit auch ein Herbeilocken von Bienen und Wespen.

Es gilt, Bienen und Wespen draußen zu halten. Alle Teilnehmenden übten das Einholen der Waben ohne eine „dritte Hand“, denn manchmal ist man beim Ernten alleine.

Es ist nicht einfach, zugleich mit dem Abkehrbesen eine sehr schwere Wabe mit nur einer Hand zu halten, um mit der anderen Hand den Deckel zu öffnen und die Box sofort nach dem sorgfältigen Honigwabeneinsetzen wieder zu verschließen.

Achtung: Den Deckel, wenn er denn schon auf den Boden abgelegt werden muss, weil es anders nicht zu schaffen ist, niemals mit der Innenseite nach unten aufs Gras legen. Der Grund sind Mäuse, die den Hantavirus verbreiten könnten. Alles, was mit Lebensmittel zu tun hat, unbedingt vom Boden fernhalten!

Und ab diesem Moment des Erntens interessiert sich denn aus gutem Grund die Lebensmittelkontrolle für die Imkerei.

5. Entfernen der Bienenflucht

Die Bienenfluchten sind nach dem Prinzip einer Einbahnstraße gebaut und in unterschiedlichen, vom beabsichtigten Effekt vergleichbaren Ausführungen erhältlich (s. o.). Wie erfolgreich der Honigraum von den Honigpflegebienen verlassen wurde, variiert manchmal stark. Oft klappt es sehr gut, zuweilen weniger.

Erst, nachdem alle Völker abgeerntet wurden, wird die Bienenflucht entfernt. Nimmt man die Flucht nämlich bei jedem einzelnen Volk sofort heraus, wären unnötig viele Bienen in der Luft. Das muss man sich nicht antun. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist es völlig in Ordnung, auch mal einen Hut aufzuziehen.

Ak25, Modul 7: Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Inselstadt / Weide am 12.07.2025 / Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Bienenflucht entfernen

Die Bienenflucht wird vorsichtig anheben und sogleich ein paar Rauchstöße in die Beute geben.

Die meisten Bienen können mit ein paar kräftigen Stößen vor die Beute abgeschüttelt werden. Oder besser noch in die vorab aufgesetzte Leerzarge. Dabei wird mit einer Hand die Flucht fest in den Griff genommen, die andere schlägt kräftig auf die haltende Hand.

6. Absperrgitter entfernen und Leerzarge aufsetzen

Nachdem die Bienenflucht entfernt ist, können nach ein paar Rauchstößen aus dem Smoker, der hoffentlich noch qualmt, die Absperrgitter weggenommen und dann eine vormals mit Honigwaben gefüllte Leerzarge aufgesetzt werden.

Wer allerdings seine Völker im weiteren Verlauf nach dem Prinzip „Teilen und Behandeln“ (TuB) versorgt, lässt das Gitter einfach noch drauf, um sicher zu sein, dass die Königin im Brutraum verblieben ist.

Sollten ein paar Waben nicht geerntet werden können, weil noch zu feucht, setzt man diese genau über das Brutnest. Wenn man schon mal dabei ist, schätzt man zugleich die Menge des im Brutraum verbliebenen Honigs. Er sollte 5 Kilo betragen. Für die Schätzung addiert man die sichtbar verdeckelte Flächenmengen. Inklusive der verbliebenen Restwaben sollte es die Menge ergeben, wie sie auf zwei beidseitig verdeckelten Waben zusammen kommen.

Falls weniger vorhanden ist und keine Tracht mehr zu erwarten (das ist von Region zu Region unterschiedlich), muss entweder eine volle Wabe zurückgelassen oder sogleich mit dem Auffüttern mittels Futterteig oder einigen Litern Zuckerwasser begonnen werden. Und zwar in den Abendstunden, um keine Räuberei auszulösen.

7. Windel einschieben

Honigernte Sternwarte (AK23, Modul 7, Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.de)Zum Schluss wird noch die Windel eingeschoben und nach drei Tagen ausgewertet, um einen zuverlässigen Wert zu erhalten. Bleibt die Windel länger eingeschoben, erschweren Wachskrümel das Auszählen der Milben. Zudem werden Ameisen angelockt. Wegen der Wachskrümel empfiehlt es sich, während der Gemülldiagnose auch keine frisch ausgeschleuderten Honigwaben von den Bienen reinigen lassen.

Basierend auf den Ergebnissen der Gemülldiagnose entscheiden wir, ob umgehend eine Varroabehandlung durchgeführt werden muss. Dabei orientieren wir uns an den für Juli geltenden Grenzwerten des Milbenfalls von 10 Milben pro Tag für die über ein Jahr alten Wirtschaftsvölker.

Liegen die Werte unterhalb dieser Grenzen, können wir mit der standardmäßigen Sommerbehandlung mittels Ameisensäure noch bis August bei den Wirtschaftsvölkern und bis September bei den Ablegern zuwarten.

Zur weiteren Verarbeitung fuhren wir die duftende Fracht an den Obstmarkt.

Das Modul 8 also im nächsten Blogbeitrag.

Ak25, Modul 7: Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Bughof am 05.07.2025 / Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Schulbienenführung im Ferienprogramm Grundschule Gaustadt (OGS)

Zur Schulbienenführung im Ferienprogramm für den Offenen Ganztag (OGS) besuchten uns 20 Schülerinnen und Schüler der Grund- und Mittelschule in Gaustadt. Zwei Stunden lang drehte sich alles um die Bienen, mit einem Seitenblick auch auf andere Tiere, die sich im Bamberger Bienengarten finden ließen.

Schulbienenführung / Schulbienen-Unterricht im Ferienprogramm für den Offenen Ganztag (OGS) Grundschule Gaustadt. / Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Folgende Stationen sorgten für reichlich Abwechslung:

1. Ankommen / duftender Sinnespfad (Barfußpfad)

Was fühlen wir unter unseren Füßen mit geschlossenen Augen? Was sehen und riechen wir?

Schulbienenführung / Schulbienen-Unterricht im Ferienprogramm für den Offenen Ganztag (OGS) Grundschule Gaustadt. / Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

2. Kleine Pflanzenkunde und Grundkenntnisse Bienen-Biologie (Teil 1) -> Sitzkreis

Welche Pflanzen rochen so intensiv? Warum können Bienen ohne Nase trotzdem riechen? Wie empfinden Bienen? Welche Sinne und Körperteile haben sie? Wo sind die Unterschiede zu uns Menschen und weiteren Tieren? Haben alle Insekten 6 Beine?

3. Grundkenntnisse Bienen-Biologie Teil 2 und Bestäubung -> Bienen-InfoWabe

Wann wird eine Larve zur Königin und wie alt wird sie? Wie ist das mit dem Schwärmen? Was sammeln Bienen und für was? Warum sind Honigbienen so wichtig? Wie transportieren Bienen das Gesammelte? Wohin tragen sie es?

Schulbienenführung / Schulbienen-Unterricht im Ferienprogramm für den Offenen Ganztag (OGS) Grundschule Gaustadt. / Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

4. Wie kommt der Honig ins Glas?

Wie schwer ist eine volle Honigwabe? Welche Schritte und Geräte braucht es, damit der Honig im Glas landet? Wie viel Honiggläser ergibt eine Wabe / ein Volk?

Schulbienenführung / Schulbienen-Unterricht im Ferienprogramm für den Offenen Ganztag (OGS) Grundschule Gaustadt. / Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

5. Honigverkostung

Wie schmeckt der Honig von den Bienenvölkern, die wir gleich besuchen werden?

5. Kontaktaufnahme Biene und offene Fragen an der Schaufensterbeute

Was krabbelt da? Wie sehen Arbeiterinnen und Drohnen aus? Wie sehen die Kinderstuben der beiden aus? Schlüpft hier nicht sogar eine kleine Biene?

Schulbienenführung / Schulbienen-Unterricht im Ferienprogramm für den Offenen Ganztag (OGS) Grundschule Gaustadt. / Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

6. Tier-Challenge im Botanischen Bienengarten

Welche Tiere verstecken sich im Bienengarten? Wie heißen sie genau? Wie viele unterschiedliche Tiere konnten die beiden Kleingrupen finden?

7. In einen Imkeranzug schlüpfen

Welche Maßnahmen erlauben einen sicheren Umgang mit den Bienen, wenn Erstklässler/innen dabei sind oder jene, denen es etwas schwerer fällt, Spielregeln zu befolgen? Wie sieht die Welt durch einen Imkerschleier (Imkerhut) aus?

Schulbienenführung / Schulbienen-Unterricht im Ferienprogramm für den Offenen Ganztag (OGS) Grundschule Gaustadt. / Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

8. Bienen streicheln am Lehrbienenstand

Was macht der Rauch mit den Bienen? Wie sieht eine Bienenwohnung von innen aus? Traue ich mich, eine Biene zu streicheln? Wie fühlt sie sich an?

Schulbienenführung / Schulbienen-Unterricht im Ferienprogramm für den Offenen Ganztag (OGS) Grundschule Gaustadt. / Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Transparenzbericht 2024

Der 1.895-ste Weblogbeitrag spannt im jährlichen Transparenzbericht den Bogen über unsere Highlights, Ziele, Aufgaben und Ergebnisse in 2024. Er endet in einer Vorschau unserer Pläne für das laufende Jahr.

Die Highlights zu Veranstaltungen, Hauptangeboten und Neuanschaffungen 2024

Abschlussdankesfeiern von 3 Großprojekten

Zwei Großprojekte – „Bamberger Schulbiene unter Strom“ und „Gartenhaus mit Bio-Toilette“ – nach zwei Jahren erfolgreich beendet! Unsere leistungsstarke PV-Inselanlage (Off-Grid), Fa. SolarTech, und der neue Leuchtenkranz in der Bienen-InfoWabe sowie das Gartenhaus (Erbauer Raimund Schlenk, Zapfendorf) wurden im Februar mit einer Dankesfeier für unsere Unterstützter unter Anwesenheit von Bürgermeister Jonas Glüsenkamp eingeweiht.

Eine drittes abgeschlossenes Großprojekt betraf „Fühl doch mal! – Integrative Kunst trifft Biene“. Erneut besuchte uns der Ehrengast, 2. Bürgermeister Jonas Glüsenkamp, um den Projektabschluss gemeinsam mit der klassenübergreifenden Naturschutzgruppe des Eichendorff-Gymnasiums zu zelebrieren.

Installiert wurden 3 Stelen nebst Sonnensegel und 2 Handläufe für den Sinnespfad inklusive jeweils mit Blindenschrift-Tafeln (Brailleschrift) zu den Halbreliefs. Die Holzarbeiten erfolgten durch den Bildhauer Thomas Gröhling, die farbliche Fassung leisteten wir.

Wegweisende Beschlüsse des FKBB e. V.

Zu verschiedenen Versicherungen wurden wegweisende Beschlüsse getroffen. Die Imker*innen unter den FKBB-Mitgliedern sind künftig kostenfrei globalversichert, inklusive (erweiterter) Produkthaftung. Außerdem trat der FKBB der Bayerischen Imkervereinigung e. V. (BIV) als institutionelles Mitglied bei und ist daher vereinshaftpflichtversichert samt einer Gebäudezusatzversicherung für die Bienen-InfoWabe.

Projektstart „Fußbodenerneuerung der Bienen-InfoWabe“

Fußbodenneuverlegung in der Bienen-InfoWabeFußbodenneuverlegung in der Bienen-InfoWabeIm September stellten wir fest, dass der Fußboden stellenweise durchbricht und erneuert werden muss. Dank einigen Unterstützern waren die Kosten von € 3.500 gesichert. Doch dann die böse Überraschung beim Start der Sanierungsmaßnahme: Durch den gestiegenen Grundwasserspiegel einer durchlaufenden Wasserader waren die Holzlatten der Unterkonstruktion allesamt vermorscht. Weitere 2.900 Euro für die jetzt notwendigen Alu-Schienen und eine Dampfsperre wurden nötig, die wir einem Weihnachtswunder gleich fast vollständig einwerben konnten.

Saison-Abschlussfeier mit Vergabe des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises (BBU)

Anlässlich der Saison-Abschlussfeier am 15.09.24 übergaben die Vorstandsmitglieder der FKBB e. V. den jährlich ausgelobten Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis im festlichen Rahmen. Die BBU-Peisträger*innen 2024 sind hier vorgestellt. Aufgespielt hatte erneut das Duo Patrick Lummer und Reinhard Sures („Bauklötze staunen“) mit irischen und deutschen Folksongs.

Preisübergabe an Mitglieder vom Team "Bienen-leben-in-Bamberg.de" vom Stadtradeln 2024 / 1. Preis an Bernhard Gonska, Sonderpreis an Sonja ZenkSTADTRADELN 2024 – Team „Bienen-leben-in-Bamberg.de“

Als Team „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ erreichten wir innerhalb von drei Wochen mit 1.929 Km (im Schnitt 322 pro Radler*in) den Rang 71 bei 141 aktiven Teams beim Stadtradeln. Somit liegen wir praktisch knapp über dem Mittelfeld, und das bei nur 6 Radelnden Damit vermieden wir 320 Kilo CO₂ – also den Verbrauch von einem Flug von Bamberg ins spanische Madrid.

Netzwerk-Exkursion zum Imkerverein „Bienenfreunde Zapfendorf“

Zu Gast im Lehrbienenstand; FKBB-Netzwerkexkursion am 05.10.2024 zum Imkerverein "Bienenfreunde Zapfendorf u. U."13 Imker/innen trafen sich am 05.10. im Rahmen des FKBB-Netzwerkexkursion beim Imkerverein „Bienenfreunde Zapfendorf u. U.“ im Häuschen ihres Lehrbienenstands. 1. Vorsitzende des hiesigen Imkervereins, Helene Goblirsch.

Fazits zum Jahr 2024

  • „Erfolg ist, wenn Chance auf Vorbereitung trifft“ (Thorsten Troschka)
  • „Es ist ein lobenswerter Brauch: Wer was Gutes bekommt, der bedankt sich auch.“ (Wilhelm Busch)

Unsere sechs Kern-Aktivitäten im Einzelnen

1. Die „Bamberger Schulbiene“ und Unterrichte

Grundschule Scheßlitz, Klasse 2b zum Schulbienen-Unterricht in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.deVorab: Die Aktivitäten der Bamberger Schulbiene können auf einer eigenen Tagebuchseite nachgesehen werden.

Bienenpatin Kirsten Krosing-Heinlein2. Bienenpatenschaften

  • Unsere Bienenpatenschaften werden für den Zeitraum von zwei Jahren abgeschlossen. Steigende Lebenshaltungs- und Energiekosten waren auch in 2024 noch Thema. Doch zum Jahresende konnten wir auf treue 29 (33) Bienenpat*innen zählen. Herzlichen Dank für euer Vertrauen in die Initiative!
  • Unsere Bienenpat*innen wurden mit 4 Bienenpaten-Newslettern (durchschnittlich rund 10 (13) Seiten inkl. Pressespiegel) und 14 (14) Rundmails auf dem Laufenden gehalten.

3. Bienen-InfoWabe

Grundschule Scheßlitz, Klasse 2b zum Schulbienen-Unterricht in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.deVergangene Aktivitäten und Termine der Bienen-InfoWabe finden sich im Archiv 2024.

4. Bamberger Bienengarten

5. (Lehr-)Bienenstandorte

6. Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

Um das Bienenthema in der Bevölkerung breit zu verankern, setzen wir auf eine kontinuierliche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie nimmt vor allem Bezug auf unsere Aktivitäten und Termine, über die wir auf verschiedenen Kanälen umfassend berichten.

Medial setzen wir dabei auf eine breit gestreute Pressearbeit, außerdem auf Weblog-Beiträge und parallel erfolgende Postings via Social-Media-Plattformen und WhatsApp-Gruppe.

Letzter Stammtisch am 09.10.2024 von Bienen-leben-in-Bamberg.de in der Weinstube Rückela) Aktivitäten / Termine

  • 10 Stammtische
  • 1 FKBB-Exkursion (Zapfendorf), s. a. 6b)
  • 4 Aktionsbeiträge (Dankesfeier | Traditioneller Honigmarkt | ALE Jubiläumsfeier | Regional(itäten)tag)
  • 57 (90) Artikelabdrucke (Pressespiegel) von 25 (33) Pressemitteilungen, darunter 1 größere Reportage Neue Vereine in der BIV. Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB) in BIV-Nachrichten, H. 1, 25.04.2024
  • 155 (156) Weblog-Beiträge, veröffentlicht unter „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ mit 44.677 (56.147) Besucher/innen. Das sind 20,7 % weniger bei 67.699 (87.989) Seitenansichten und einem Minus von 23,7 %, dem ausgefallenen Imkeranfängerkurs geschuldet.
    Die Beiträge dienen neben der Öffentlichkeitsarbeit auch uns selbst als Reflexions- und Lernmöglichkeit sowie als Archiv. Alle Beiträge werden verantwortungsbewusst auf der Grundlage eigener Erfahrungswerte und im Abgleich mit sorgfältiger Recherche in geeigneten Quellen verfasst sowie fast ausschließlich mit eigenen Fotos bestückt.
  • Führen der Imker-Bibliothek. Der Bestand beträgt 304 (288) Medien, davon 89 Rezensionsexemplare (bedeutet: kostenlose Verlagsexemplare im Gegenzug von Buchbesprechungen, zu finden in unserem Weblog, Suchwort: Rezension).

b) Background – unterstützende Aktivitäten im Hintergrund

  • Teilnahme an Fortbildungen

Vortrag von Ronald Jäger zur Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) (HEG-Einladung) am 05.10.2024 in EbelsbachUp-to-date-bleiben ist für uns selbstverständlich. Kontinuierliche Fort- und Weiterbildung wird aber auch im Hinblick auf die ehrenamtliche Tätigkeit von Reinhold Burger als Bienensachverständiger eingefordert und ist nachzuweisen.

  1. Teilnahme am Veitshöchheimer Imkerforum (Online)
  2. Teilnahme an „Die lange Nacht der Bienenwissenschaft“, AG der Institute für Bienenforschung (Online)
  3. Teilnahme Fortbildung „Vespa velutina“ in Eltmann (HEG)
  4. Teilnahme an Online-Vortrag „Weltacker 2000 m²“ (Christina Hertrich)
  5. Teilnahme an Fortbildung für Bienensachverständige und Fachwarte (Institut für Bienenkunde und Imkerei, Veitshöchheim) (Online) zum Thema „Imkerei in Zeiten des Klimawandels“ und zur „Vespa velutina“
  • Kooperations- / (politische) Kontaktarbeit / Netzwerken / Pressetermine
  1. Danke für eure Unterstützung in der Challenge 'Sparda macht's möglich!" 2024Teilnahme am Tag der offenen Gärtnereien, Besuch Karl Dechant und Mussärol
  2. Teilnahme an Einweihungsfeier für neues Vereinshaus des Imkervereins Scheßlitz
  3. Teilnahme am STADTRADELN 2023 Bamberg mit Team „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ – s. a. u. „Highlight“
  4. Netzwerk-Exkursion, s. u. Punkt 6. a)
  5. Besuch der Lilienarche „Hortus Lillium“ Erlangen, Interview Stefan Strasser (Ilona), BeeDabei-Kauf
  6. Besuch der Bio-Gärtnerei Mussärol Bamberg, Interview mit Gerdi Leumer (Ilona)
  7. Teilnahme an Sommerfest Interkultureller Garten
  8. Teilnahme an 40-Jahr-Feier „Die Grünen im Stadtrat“
  9. Teilnahme an Dankesabend „Wandelsäer:in von Brot für die Welt und Evangelisches Dekanat Bamberg
  10. Abstimmungsaktion „Sparda machts möglich 2024“
  11. Auftritt als Weihnachtsmann als Spendendank zur Weihnachtsfeier des Bürgerverein BA-Mitte
  12. Vorsitz im Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB); durchgeführt wurden 6 Vorstandssitzungen, eine Außerordentliche und eine Ordentliche Mitgliederversammlung
  • Öffentlichkeitsarbeits- und Auskunftsmaterial
  • Beratung / Besondere Hilfeleistungen
    • Bienensachverständigen-Einsätze (Reinhold Burger) in Bamberg und Umgebung
    • Telefonische Beratungen sowie Vermittlungen von gesichteten Bienenschwärmen
    • Erstellen einer Systematik für neue Website zur Vespa velutina

Geld- und Sach-Spenden

Wie immer dürfen wir für die allfälligen Unterhaltskosten (Schulmaterial, Bücher, Bienengarten, Mobilar- und Materialkauf bzw. -erhaltung etc.) auf unsere rund 30 Bienenpatinnen und -paten zählen – ob über ihre Patenbeiträge oder darüber hinausgehend.

Logo Deutsche Postcode-LotterieLogo Stadt BambergSodann gab es großzügige Förderungen aus den Unterstützungsfonds der Stadt Bamberg und von der Deutschen Postcode-Lotterie, s. o. unter „Bienen-InfoWabe“. Näheres zu Spenden hier.

Dankesfeier für Unterstützer von Gartenhaus und PVA an der Bienen-InfoWabe, 02.02.2024Aber auch Privatpersonen, Vereine (Insbesondere der Bürgerverein Bamberg-Mitte) und Wirtschaftsbetriebe unterstützen die Projekte zum Wohl der Bienen und der Stadtnatur.

Dankeschön 🙂 allen Unterstützer*innen, die sich in jeglicher Weise um Bambergs Bienenwelt bemühen. Eure Hilfe stärkt unsere Region nachhaltig!


Die elementaren Vorhaben für 2024 – und was daraus wurde

  1. Projekt „Schulbiene unter Strom“ – PV-Anlage auf der BIWa – Restarbeiten, Installation Leuchten – erreicht
  2. Projekt „Fühl doch mal! – Integrative Kunst trifft Biene“ – Planung und Installationsbeginn – erreicht
  3. Projekt „Kuck doch mal! – Bänke für den Bienengarten“ – Planung und Fundraising erreicht
  4. Projekt „E-Bike-Mobilität“ – Anschaffung erreicht
  5. a) Tablet und b) Beamer für Unterricht – Planung und Fundraising – a) ausstehend; b) erreicht
  6. Faltbares Marktzelt für Regen-/Sonnenschutz – Planung und Fundraising – inkl. Anschaffung erreicht
  7. a) Schulbienen-Unterrichte, b) Imker-Anfängerkurs (12 Module AK24) und Vertiefungsseminare sowie c) 12 MonatsBeeTrachtungen mit Stammtische a) erreicht; b) überwiegend nicht erreicht; c) 10x erreicht
  8. Bienenstockwaage – Installation und Teilnahme am TrachtNet erreicht
  9. Veranstaltungen für BIWa-Sonntagsöffnung (Osterbrunnen, Lavendel- und Honigmesse, Saisonabschluss mit Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis) überwiegend erreicht
  10. FKBB-Exkursionen: Bildungs-Exkursion „Gärten in Erlangen“ – ausgefallen
  11. Netzwerk-Exkursionen: a) „Tierschutzverein Berganza Bamberg“ und b) „Imkerverein Zapfendorf“ a) ausgefallen; b) erreicht
  12. Suche nach dauerhafter Aufstellung der „Wachsschleuder“ erfolgreich

Pläne für 2025

  1. Fußbodenneuverlegung
  2. Projekt „Kuck doch mal! – Bänke für den Bienengarten“ – Installierung
  3. Projekt „Task Force Vespa velutina“ und Öffentlichkeitsarbeit
  4. Festschrift zum Jubiläum „10 Jahre Bienen-InfoWabe“
  5. Jubiläumsfest „10 Jahre Bienen-InfoWabe“
  6. Schulbienen-Unterrichte
  7. Imker-Anfängerkurs (12 Module AK25)
  8. Vertiefungsseminare
  9. Veranstaltungen für BIWa-Sonntagsöffnungen: Sensenkurs, Öffentliche Honigernte, Saisonabschluss mit Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis

Unser übergeordnetes Ziel

Biene an weißer Herbstaster im Bamberger Bienengarten, Bienenweg 1Der Erhalt der Bienenwelt in Bamberg ist unsere Leitschnur.
Wir legen dabei den Fokus auf die Honigbiene, da wir hier die weitreichendsten Qualifikationen haben. Dennoch richten wir bei unserem Tun auch ein Augenmerk auf die Artenvielfalt von Wildbienen und anderen Insekten und schließen die entsprechende Flora mit ein. Dies wird in der nahen Zukunft noch mehr Gewicht erhalten, wenn die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) auch Bamberg erreicht haben wird.

Logo für alle Schwerpunktthemen (= Bienen, Honig, Imkerei, Natur) der Bienen-InfoWabeWie gehen wir dabei vor?
Wir eröffnen nachhaltige Perspektiven für alle an den Honigbienen und ihrer Pflege nebst ihres Lebensraums sowie an verantwortungsbewusster Imkerei und qualitätsvollen Honig Interessierten, unabhängig von deren Imkervereinszugehörigkeit und wo Angebote vor Ort fehlen. Informierend, beratend, vermittelnd, motivierend, Gemeinschaft anbietend und … ja, manchmal sogar tröstend.

Wildbiene an StorchschnabelBeim Thema Wildbienen installieren wir Beispielanlagen im Bienengarten, beschaffen Literatur und setzen auf Multiplikatoren und Synergien von und mit qualifizierten Institutionen und Angeboten, bspw. BUND Naturschutz, LBV und weitere anerkannte Kapazitäten.

Was wollen wir nicht?
Immer mehr Jungimker/innen mit immer weniger Kompetenz für eine verantwortungsvolle Bienenhaltung. Immer mehr Wildbienenhotels, die gut gedacht, jedoch schlecht gemacht sind. Neid und Missgunst, vor allem dort, wo Zusammenarbeit zielführender wäre. Und ja, manchmal ist die Grenze zur Ausnutzung überschritten. Doch wie heißt es so schön?

„Wer sich einsetzt, setzt sich aus.“ (Friedrich Schorlemmer)

Was wir uns wünschen: Weiterhin Kraft, Mut, Ausdauer und all unsere tollen Unterstützer! Das wurde uns in diesem Jahr immer wieder zuteil, wofür wir zutiefst dankbar sind!


[Frühere Transparenzberichte]

Verarbeitung des Sternwarte-Honigs 2024

Nach der vormittäglichen Ernte an der Sternwarte halfen unsere Bienenpaten Rita und Stefan kräftig mit, die schweren Boxen in den 3. Stock zu bringen. Mögen sie auch die Jüngeren unter uns sein, so war es doch eine schweißtreibende Angelegenheit an diesem schwülwarmen Tag. Herzlichen Dank noch einmal dafür!

Honigschleudertage mit Ernte am Lagenstandort „Sternwarte", 27.07.2024 / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Nach einer kühlen Gazpacho nebst Kichererbsensalat, traditionelle Gerichte zu unseren Honigernte- und schleudertagen, wurden die Waben sorgfältig entdeckelt und geschleudert. Mein Onkel Sebald meinte auch heuer wieder, es wäre doch erstaunlich, wie viele einzelne Arbeitsschritte und Handgriffe es doch erfordern würde, bis der Honig im Glas landet.

Da bereits wieder eine Gewitterfront aufzog, radelten unsere Bienenpaten frühzeitig nach Hause, so dass das Abfüllen für heuer entfiel. Das erledigten wir drei Tage später. Diese Zeit braucht es auch, damit sich Fremdkörperteilchen im Topf wie beispielsweise Wachsreste oder Pollen nach oben absetzen können. Die sich bildende dünne Schicht wird „abgeschäumt“, damit der Honig schön klar bleibt und auch nicht zu stark kristallisiert.

Honigschleudertage mit Verarbeitung der Ernte vom Lagenstandort „Sternwarte", 27.07.2024 / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Er ist wieder supergut gelungen, und unser Dank geht erneut an unsere Bienen für den wunderbaren Bamberger Lagenhonig, den es nur bei uns privat am Obstmarkt 10, in der Bienen-InfoWabe am Bienenweg 1 (Erba-Park) und in den Stiftsläden Bamberg, Hauptwachstraße und im Kloster Michelsberg zu kaufen gibt.Honigschleudertage mit Verarbeitung der Ernte vom Lagenstandort „Sternwarte", 27.07.2024 / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Bamberger Lagenhonig, Standort Sternwarte