Herbstimpressionen Bamberger Bienengarten 2026

Astern – ob Rau- oder Herbstastern – sind heuer unsere Stars im Bamberger Bienengarten. Ein Paradies für unsere Bienen! Da braucht’s nicht viele Worte … aber seht selbst!

Bienen an Herbstaster, lila

Biene an Herbstaster / Rauaster, weiß

Herbstastern am Pumpbrunnen im Bamberger Bienengarten
Herbstastern am Pumpbrunnen im Bamberger BienengartenBiene an Herbstaster, lilaBiene an Herbstaster, lila

Monatsbetrachtungen November 2026 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen

Biene an Herbstaster, lilaMomentan tragen unsere Bienen an warmen Tagen zur Mittagszeit noch vereinzelt Pollen ein. Beispielsweise blühen in den Gärten immer noch wunderschön die Herbstastern und Ringelblumen.

Die im Verfahren Teilen und Behandeln (TuB) erstellten Jungvölker gehen jetzt Ende Oktober, Anfang November weitgehend aus der Brut. Noch milde Spätherbsttage können durch den Einfluss polarer Kaltluftmassen in der ersten Novemberhälfte jedoch ein schnelles Ende finden. Mit sinkenden Temperaturen bilden die Bienen dann eine Wintertraube und mit den ersten Nachtfrösten stellen die Königinnen die Eilage ein.

Restentmilbung

Varroamilbe (Varroa destructor), von untenMit der Hauptentmilbung der Altvölker im August und der Jungvölker im September wurde der Varroabefall in den Bienenstöcken möglichst stark reduziert und so die Aufzucht gesunder Winterbienen ermöglicht.

Die Restentmilbung bildet den Abschluss der Varroabehandlung im Spätherbst beziehungsweise Frühwinter. Ziel ist es, im Wintervolk die Anzahl der Varroamilben auf ein minimales Niveau zu bringen. Je geringer nämlich der Varroabefall beim Start der Völker im Frühjahr sein wird, umso später wird im Laufe des nächsten Jahres eine kritische Belastung erreicht.

Irrglaube ist, dass stark mit Milben befallene Völker sich mit der Restentmilbung noch „retten“ lassen. Doch meist ist der Schaden bereits angerichtet. Solche Völker haben es schwierig, über den Winter zu kommen und vital bei ausreichender Volksstärke in den Frühling zu starten.

Verzicht auf Winterbehandlung – ja, aber …

In letzter Zeit wird im Rahmen des Zuchtprojekts „Varroaresistenz 2033“ intensiv über den Verzicht auf die Restentmilbung (Winterbehandlung) diskutiert. Der Grundgedanke ist nachvollziehbar, jedoch eignet sich das Vorgehen nicht pauschal für alle Betriebsweisen gleichermaßen.

Der Grundgedanke: „Selektion“

Der Grundgedanke beinhaltet eine gezielte Selektionsmethode: Ohne die Winterbehandlung lassen sich jene Völker, in denen sich die Varroamilbe besonders stark vermehrt, im folgenden (Früh-)Sommer leichter identifizieren und folglich von der Zucht ausschließen. Voraussetzung dafür ist allerdings eine engmaschige Kontrolle des Milbenbefalls, um rechtzeitig einzugreifen und Völkerverluste zu verhindern. Notwendig hierfür ist ein sehr konsequentes Sommerbehandlungskonzept wie etwa gezielte künstliche oder natürliche Brutpausen.

Dieser Ansatz ist das genaue Gegenteil der klassischen Strategie: Bei der traditionellen Restentmilbung im Winter wird versucht, mit einem möglichst milbenfreien Volk in das neue Jahr zu starten, um den Varroadruck bis nach der Honigernte im Sommer niedrig zu halten. Erst nach der Ernte kommen dann – ohne Gefahr für die Honigqualität – organische Säuren oder andere Medikamente zum Einsatz.

Mein Fazit

Der Verzicht auf die Winterbehandlung ist ein vielversprechendes Werkzeug für Imker, die sich aktiv an der Varroatoleranz-Zucht beteiligen. Für die breite Masse der Wirtschaftsimker empfiehlt es sich jedoch nach wie vor, die bewährte Restentmilbung bei Brutfreiheit im Winter durchzuführen. Denn die Selektionsmethode ist – vor allem im Sommer zur Honigernte – um einiges aufwendiger und die Gefahr, dass Tiermedikamente im Honig landen, höher.

Träufelbehandlung

Die Restentmilbung erfolgt durch eine Oxalsäuredihydratlösung 3,5% mittels Träufelbehandlung. Deren Wirksamkeit ist wesentlich an zwei Voraussetzungen geknüpft: Erstens, das Bienenvolk soll brutfrei sein, und zweitens, das Bienenvolk soll eng sitzen.

Brutfreiheit

Völker Buger WiesenDie Oxalsäure wirkt nur bei direktem Kontakt auf die Varroamilbe. Sie dringt nicht in verdeckelte Brutzellen ein. Milben in den Zellen werden daher nicht erreicht, sondern nur diejenigen, die auf den Bienen sitzen. Folglich nutzt man zur Behandlung die brutfreie Zeit im Winter.

Die Regel ist, dass Königinnen während Kaltwetterperioden mit Nachtfrösten die Eilage einstellen. Die ersten Frostphasen bekommen wir in Bamberg (ca. 250 – 400 m ü. NHN) meist im November. Spätestens nach drei Wochen ist sodann jedes Bienlein geschlüpft – die Völker sind brutfrei. Für uns Imker ist das der Zeitpunkt, um nun genau das Thermometer und die Wetterprognosen zu beobachten.

Enger Bienensitz

Je kälter es ist, desto enger sitzen die Bienen in der Wintertraube und desto besser verteilen sie die geträufelte Oxalsäure untereinander. Deshalb warten wir zur Behandlung – Brutfreiheit vorausgesetzt (siehe oben) – einen Tag mit Temperaturen unter 0 °C ab. Meist ist dies im Dezember. Entsprechend werden wir in den nächsten Monatsbetrachtungen näher auf die Behandlung eingehen.

Achtung: Nur einmal behandeln

Für das Träufelverfahren gilt unbedingt, folgenden Merksatz zu beachten: „Zweimal ist einmal zu viel“. Denn eine zweite Behandlung schwächt die Völker zu sehr.

Varroabekämpfung durch Oxalsäurebehandlung mittels Sublimation ("Verdampfen") / Reinhold Burger, Bienen-leben-in-Bamberg.de am 29.11.2023Oxalsäure sublimieren / verdampfen

Als Alternative zur Träufelbehandlung setzen wir bevorzugt das Verfahren der Sublimierung ein. Dabei wird die Oxalsäure als Pulver (Feststoff) direkt in Dampf umgewandelt. Umgangssprachlich spricht man hier oft vom „Verdampfen“, Das ist physikalisch nicht ganz korrekt, denn nur Flüssigkeiten können verdampfen, nicht jedoch Feststoffe.

Damit die Behandlung optimal wirkt, muss das Bienenvolk brutfrei sein – genau wie bei der Träufelbehandlung.

Die Vorteile

  • Bessere Verträglichkeit, daher Mehrfachanwendung möglich. Warum genau das so ist, ist noch nicht bekannt. (Die Zulassung von Varroxal sieht nur eine zweimalige Behandlung vor!)
  • Flexibles Wetterfenster: Im Gegensatz zur Träufelbehandlung kann die Sublimierung bereits bei herbstlichen Temperaturen um die 10 °C durchgeführt werden.

Wichtiger Hinweis zum Anwenderschutz

Beim Arbeiten mit Oxalsäuredampf ist der (Eigen-)Schutz sehr wichtig. Bitte unbedingt einen geeigneten Atemschutz tragen (Schutzstufe FFP3)!

Mäusegitter

MäusegitterSofern noch nicht Ende Oktober geschehen, ist spätestens jetzt der Zeitpunkt, das Mäusegitter anzubringen. Falls das Flugloch zum Schutz vor Räuberei oder Wespen eingeengt ist, wird es gänzlich geöffnet.

Mäusegitter

Bewährt haben sich Gitter mit einer Maschenweite von 8 mm. Im Handel werden auch Gitter mit einer Maschenweite von 6,3 mm angeboten. Damit geht man sicher, dass keine Spitzmäuse in die Bienenstöcke eindringen können. Die Bienen haben allerdings einige Mühe, durch diese engen Maschen hindurch zu krabbeln. Außerdem bleiben die Pollenhöschen daran hängen. Darum bevorzugen wir die größere Maschenbreite und hatten bislang auch das Glück, dass unsere hiesigen Spitzmäuse in der „Genussregion Bamberg“ offenbar eine kräftigere Bauchmitte besitzen 😉.

Termine


Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerNovember/Dezember 2026 (auf Zuruf)
Imkerkurs für Anfänger,
12. Modul „Restentmilbung, Winterbehandlung“

3 Wochen nach Kälteeinbruch (=Brutfreiheit). Wir benachrichtigen entsprechend.


Logo eurobeeFr., 06.11.2026 bis So., 8.11.2026
eurobee, Messe Friedrichshafen

 

 


Logo FKBB e. V.Sa., 14.11.2026 – FKBB-Vorstandssitzung 2026-5

Wann? 16.00 – 17.30 Uhr
Was?
siehe Einladung
Wo? Caritas-Pflegezentrum St. Otto, Ottostraße 10
->🅿️ Parken direkt vor dem Eingang im Hof aus Richtung Hainstraße. (Barrierefrei).
Für wen? Vorstand Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V., FKBB und angemeldete bzw. geladene Gäste.


Logo FKBB e. V.Sa., 14.11.2026, Mitgliederversammlung FKBB e. V.
Wann? 18.00 – 20.30 Uhr
Wo?
Caritas-Pflegezentrum St. Otto, Ottostraße 10
-> 🅿️ Parken direkt vor dem Eingang im Hof aus Richtung Hainstraße. (Barrierefrei).
Was? Mitglieder wie Gäste sind zum Rückblick und zur Vorschau zur Arbeit des Förderkreises in Sachen Bambergs Bienenwelt herzlich eingeladen. Ein kleiner Flohmarkt mit hochwertigen Weihnachtsobjekten läuft parallel dazu. Der Erlös geht an den Verein. Detaillierte TOPs in kommender Einladung für Mitglieder.
Für wen?
Mitglieder des Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB) und Gäste sind herzlich willkommen! BITTE ANMELDEN wegen Verköstigung!

Alles weitere dazu siehe unter Aktivitäten und Termine.

Planungstreffen im Rathaus zur Veranstaltung „Licht bewusst!“ 2027

Planungstreffen zur Veranstaltung "Licht bewusst" 2027

v. l.: Reinhold Burger und Ilona Munique (Vorstand FKBB), 2. Bürgermeister Jonas Glüsenkamp (Stadt Bamberg), Sebastian Zink (Umweltreferent Erzdiözese Bamberg)

Lichtverschmutzung im Bamberger Fokus: Bürgermeister Jonas Glüsenkamp, Umweltreferent Sebastian Zink von der Erzdiözese Bamberg (EB) und der Vorstand des Förderkreises Bienenleben Bamberg e. V.  (FKBB) nahmen sich im Neuen Rathaus eine halbe Stunde Zeit, um die für den Earth-Hour-Tag (20.03.2027) geplante Veranstaltung „Licht bewusst“ durchzusprechen.

Was ist geplant?

Zum Thema „Lichtimmission / Lichtverschmutzung“¹ laden die Veranstalter (FKBB und EB) unter der Schirmherrschaft von Jonas Glüsenkamp zu Podiumsgesprächen mit führenden Vertretern aus der Wirtschaft ein. Deren Beiträge sind eingebettet zwischen zwei Fachvorträgen und werden ergänzt durch Fragen aus dem Publikum; dazwischen sorgt eine Pause mit Fingerfood für den weiteren Austausch. 

Wir erwarten interessante Details zur derzeitigen Situation an den Standorten der hiesigen Wirtschaft und Industrie sowie zu Plänen und Perspektiven in Sachen „visuelle Nachtschonung“, die Mensch und Tier für ihre Gesundheit brauchen.

Besonders Insekten trifft das „Licht ins Dunkel bringen“ an der falschen Stelle. Sie verausgaben sich beim Flug um eine Lichtquelle bis zur Erschöpfung und ernten statt Nahrung schlimmstenfalls ihren viel zu frühen Tod.

Pech auch für jene, die auf Insekten angewiesen sind: nachtblühende Pflanzen, hungrige Fledermäuse und zahlreiche Vogelarten, deren Nahrungsgrundlage durch den Insektenrückgang gefährdet wird.

Details folgen im November, sobald unsere Einladungsliste fürs Plenum abgeschlossen ist. Merkt euch schon einmal vor:

  • Zeit: Sa., 20.03.2027, 18-20.30 Uhr (Earth Hour)
  • Ort: Bamberg, Festsaal im Bistumshaus St. Otto

¹Lichtimmission bezeichnet die Einwirkung von Licht auf Mensch und Umwelt, Lichtverschmutzung vor allem die großräumige Aufhellung des Nachthimmels.

René Paetow und die Biodiversität Bamberg im Porträt

René Paetow Heuer interviewte ich den Gartenpädagogen René Paetow von der BIBa, Biodiversität Bamberg, für das BlattGrün-Magazin, Heft 4. Hier die Kurzfassung des Artikels von S. 6: René Paetow will Stadt und Land verbinden. Natur- und Gartenpädagoge mit Mission.

René Paetow in seinem Büro im HainRené Paetow setzt sich in Bamberg dafür ein, Biodiversität nicht als abstraktes Thema, sondern als gemeinsame Aufgabe im Alltag zu verstehen. Der Natur- und Gartenpädagoge leitet das Projekt BiBA – Biodiversität Bamberg im Bildungsbüro der Stadt und gestaltet außerdem den jährlichen „Tag der Umwelt“ mit.

BiBA ist Teil des städtischen Projekts „Städtische Wälder und Parks in Bamberg – Biodiversität und Klimaanpassung im urbanen Raum“. Ziel ist es, Lebensräume für typische und teils seltene Tier- und Pflanzenarten zu erhalten, aufzuwerten oder neu zu schaffen. Zugleich sollen Menschen für Natur- und Umweltschutz begeistert und aktiv beteiligt werden.

Besonders wichtig sind Paetow Lernorte, an denen Kinder und Jugendliche Natur unmittelbar erfahren können. Schulgärten zeigen, wie Pflanzen wachsen, welche Lebensräume Tiere benötigen und wie ökologische Zusammenhänge funktionieren. Auch beim Wildbienen-Monitoring können junge Menschen beobachten, Daten auswerten und so einen praktischen Zugang zu Wissenschaft und Naturschutz gewinnen.

Mit René Paetow Wildbienen erkunden

Der „Tag der Umwelt“ bringt Menschen, Initiativen, Vereine und Einrichtungen aus Stadt und Region zusammen. Mitmachangebote, Führungen und Gespräche machen Nachhaltigkeit konkret erlebbar. Für René Paetow erfüllt sich dabei ein zentrales Anliegen: Stadt und Land miteinander zu verbinden.

Ansprache von René Paetow am Tag der Umwelt 2024

Saisonabschlussfeier; Gewinner des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis, BBU25Für sein langjähriges Engagement wurde Paetow 2025 mit dem Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis (Silber, 2025) ausgezeichnet. Die Auszeichnung versteht er vor allem als Anerkennung kontinuierlicher Umweltbildungsarbeit. Sein Wunsch für Bamberg: eine Stadt, in der Verwaltung, Schulen, Vereine und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam handeln und Artenvielfalt selbstverständlich mitdenken.


Zum Volltext unter:
René Paetow will Stadt und Land verbinden. Natur- und Gartenpädagoge mit Mission. BlattGrün [Magazin], 2026, H. 4, S. 6.
Heft: https://blattgruen-verlag.de/wp-content/uploads/blattgruen-03-2026-screen.pdf.zip

Herbstaktionen im Bienengarten und zu Erntedank

Da ich in Nürnberg zu tun hatte, fanden die Herbstaktionen in Bamberg ohne mich statt. Thomas Scholz hat mich prima ersetzt und Reinhold den ganzen Tag beim Heckenschnitt im Bienengarten super unterstützt.

Zwei Tage später verkaufte mein Schatz unseren leckeren Bamberger Lagenhonig zum Erntedankfest auf dem Weltacker in der Südflur. Für die Kinder stand eine Lernbeute mit Fotorähmchen bereit, so dass die Interessierten einen Blick in eine Bienenwohnung werfen konnten. Plüschbiene Wolfi gab zu allen Fragen geduldig Auskunft. (Da ich nicht dabei war, gibt’s leider keine Fotos davon.)

Bambergs Bürgermeisterin Eva Jutzler besuchte den Stand von Bienenleben-in-Bamberg.de anlässliche Erntedank auf dem WeltackerWeiter geht’s morgen mit dem Winterdichtmachen der Bienen-InfoWabe. Heuer nur im Schnellverfahren, also ohne die Bücher groß zu putzen. Es wird nur eben mal gestaubwedelt und dann ab damit in 13 wasserdichte Boxen. Nach 14 Tagen außer Haus brennt bei mir der Kittel …

Trotz Saisonende gibt’s mit uns weitere Termine. Der nächste ist am 13.10.2026 ab 19 Uhr beim Imkerverein Haßfurt-Zeil e. V.. Wir halten einen Vortrag zum Thema „Klimawandel und seine Bedeutung für die Imkerei“. Kommt doch ebenfalls vorbei (Ort: Gastätte Drei Linden Knetzgau, Hauptstraße 28) – oder erfahrt die Kurzversion hier im Blog.

Monatsbetrachtungen Oktober 2026 zu Bienen und Imkerei

Aus persönlichen Gründen fallen die Monatsbetrachtungen für den Oktober 2026 aus. Ersatzweise verweise ich auf die Monatsbetrachtungen vom letzten Jahr:

Monatsbetrachtungen Oktober 2025

Einladung Erntedankfest auf dem Weltacker 2026

Einladung Erntedank Weltacker 2026Herzliche Einladung zum Erntedankfest auf dem Weltacker (Am Sendelbach, 96050 Bamberg) am So., 04.10.2026, 14:00 bis 17:00 Uhr. Geboten wird ein buntes Programm – von Weltacker-Führungen über Kinderaktionen bis hin zu regionalen Köstlichkeiten. Das erwartet euch an unserem Stand:

  • Bamberger Lagenhonig: Goldschatz, geerntet an verschiedenen Standorten in unserer Domstadt. Jeder Honig spiegelt die Flora seiner jeweiligen Bamberger Lage wider!
  • Wissen rund um Bienen und ihren Lebensraum: Erfahrt, wie Bienen leben, warum eine artenreiche Umwelt für Wild- und Honigbienen überlebenswichtig ist und wie ihr euren eigenen Garten oder Balkon bienenfreundlich gestalten könnt.
  • Einblicke in die Imkerei: Wir beantworten eure Fragen zur Imkerei, zur Honigentstehung und zum Schutz unserer heimischen Bestäuber.

Kommt vorbei, genießt die festliche Atmosphäre auf dem Weltacker und wir freuen uns auf viele anregende Gespräche mit euch!

Bamberger Lagenhonig, Standort Sternwarte

 

Verleihung Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026 zur Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe

Ein ereignisreiches Bienenjahr neigt sich dem Ende zu: Am vergangenen Sonntag, den 20. September 2026, öffnete unsere Bienen-InfoWabe (BIWa) für diese Saison zum letzten Mal ihre Türen. Im Rahmen der Sonntagsöffnung durften wir auch in diesem Jahr feierlich den Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis verleihen. Musikalisch beschwingt umrahmt wurde die Preisverleihung vom Duo „Little Radio“, Lisanne Bendig und Jürgen Punzet.

Outdoor: Herbstlicher Auftakt

Bei zwar bewölktem Himmel, aber noch milden Temperaturen, versammelten sich die Preisträger*innen und Gäste im herbstlichen Bienengarten. Ein gemeinsamer Rundgang bot die perfekte Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und auf den anstehenden Festakt einzustimmen. Auch der anschließende Sektempfang ließ sich noch wunderbar unter freiem Himmel genießen.

Indoor: Preisverleihung mit Musikbegleitung

Da die Wetterprognose im Laufe des Nachmittags immer unsicherer wurde, ging es für die Preisverleihung hinein in die mit Preistisch und Fähnchen festlich  geschmückte und musikalisch bereicherte Bienen-InfoWabe.

In herzlicher Runde wurden die diesjährigen Preisträger*innen für ihren inspirierenden Einsatz ausgezeichnet. Die Laudationes hielt Ilona Munique; die Preisvergaben wurden von den Mitgliedern des Vorstands – Gabriele Loskarn, Nikolaus Hofmann und Yaneth Klein vorgenommen.

In unserem vorherigen Blockbeitrag stellten wir alle Preisträger*innen mit Urkunden und Foto groß heraus. Für was sie jeweils den Preis erhielten, das erfahrt ihr aus dem Text in den jeweiligen Urkunden. Hier noch ein paar weitere Fotos.

  • Der erste Platz in „Honiggold“ ging an Carsten Joneitis, Bürgermeister in Oberhaid. Begleitet wurde er von einer der Gärtner*innen der Kommune, Julia Bierbaum.
  • Zweimal vergab die Jury, also der Vorstand des FKBB, den 2. Platz, die „Silberlinde“. Diese erhielt der Bürgerverein Bamberg-Ost e. V., vertreten durch den Vorsitzenden Jochen Kellner mit der zweiten Schatzmeisterin Simone Schmierer an seiner Seite.
  • Ebenfalls die Silberlinde erhielt die Heidelsteigschule (Grund-/Mittelschule), vertreten durch den Referendar Maurice Kalweit.
  • Den Anerkennungspreis bekam mit nur einem Punkt Rückstand und damit denkbar knapp die Sozialstiftung Bamberg, vertreten durch Christian Werner, der sich vor Ort mit Gattin Anita Ruppenstein-Werner darüber freute.

Wir gratulieren sehr herzlich und danken für alles Geleistete in Sachen „Lebensraum Bienen und Insekten“!

Die Saison ist nun zu Ende, wir schmücken ab und verstauen in Kürze unsere Siebensachen in wasserfeste Boxen – und wir freuen uns auf den Ostersonntag 2027, wenn wir euch hoffentlich wieder begrüßen dürfen!

Sponsoren-Dank

Seit vielen Jahren schon dürfen wir als Privatinitiative auch im Namen des FKBB herzlichen Dank sagen unseren treuen Sponsoren Lecker-Bäcker Loskarn, heuer erstmals das Nachfolgerteam Anna Reißner-Loskarn und Jan Evers, sowie den vomFass-Bamberg-Hallstadt-Damen Cathrin Beyer und Silvia Müller!

Logo Lecker-Bäcker Thomas LoskarnLogo "Vom Fass" Bamberg

So., 20.09.26 – BIWa-Sonntagsöffnung und Saisonabschlussfeier mit Vergabe Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026

Logo "Alle Themen" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Logo BBU, Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis (FKBB e. V.)Wann? So., 20.09.26 | 14.00 – 18.00 Uhr

Wann und was?

  • 14.00 Uhr  |  Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur
  • 15.30 Uhr  |  Sektempfang mit Kaffee & Gebäck und mit musikalischer Begleitung durch das Duo „Little Radio“ (Lisanne Bendig und Jürgen Punzet mit Zupfinstrumenten und Gesang)
  • 16.30 Uhr  |  Verleihung Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026 (BBU)
    1. Preis („Honiggold“), 2. Preis („Silberlinde“), Anerkennungspreis(e)
    Hier die Nominierten.
  • 17.30 Uhr | Musikalischer Ausklang
  • ca. 18.00 Uhr | Ende

Für wen ist der BBU-Preis gedacht? Für alle, die sich in besonderer Weise für die Bamberger Bienenwelt einsetzen, in den Kategorien Bienen, Honig, Imkerei und Trachtpflanzen. Weitere Informationen zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis
Veranstalter? Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB) in Kooperation mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de (BLIB)
Kosten?
Keine, über Spenden freuen wir uns
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

Monatsbetrachtungen September 2026 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen

In manchen Gegenden blühen noch umfangreiche Bestände des Großen und des Drüsigen bzw. Indischen Springkrauts (Impatiens glanulifera)¹. Letzteres, wie auch das Kleine Springkraut, ein Neophyt und sollte entfernt werden. Auch Goldruten werden von den Bienen ob des ergiebigen Nektar- und Pollengehalts sehr begehrt. Doch auch hier gilt: Die heimische Gewöhnliche Goldrute stehen lassen, den Neophyt „Kanadisches Springkraut“ entfernen.

Ebenfalls begehrt sind die kugeligen doldenförmigen Blüten des Efeus, der noch bis weit in den Oktober hinein blühen kann.

Spätsommerpflege der Jungvölker

In den Monatsbetrachtungen zum August berichteten wir über den Beginn der Spätsommerpflege bei den Altvölkern. Jetzt im September sind die Jungvölker an der Reihe, also die im Laufe des Sommers gebildeten Ableger. Sie weisen eine andere Volksentwicklung auf als die Altvölker, denn die Brut der Altvölker verringert sich ab der Sommersonnwende, während die Brutentwicklung der Ableger ab der Sonnwende erst richtig Fahrt aufnimmt. Das berücksichtigen wir bei der Pflege.

Rückschau der Pflege bis zum September

Ablegerpflege mit Milchsäurebehandlung gegen VarroamilbenbefallVier Wochen nach Bildung der Ableger, also nach erfolgreichem Schlupf und Hochzeitsflug, behandelten wir (April bis Juni) die Jungvölker gegen die Varroamilbe mittels Sprühen von Milchsäure – oder alternativ mit Oxalsäurelösung.

Entsprechend der Volksentwicklung wurden die Ableger sukzessive mit Mittelwandrähmchen erweitert und, wenn erforderlich, nur mit kleinen Futterportionen gefüttert². Große Futtergaben würden den Platz zum Brüten nehmen. Entgegen anderslautender Empfehlungen erfolgte keine frühe Behandlung mit Ameisensäure bereits im Juli und August, denn das würde die umfangreiche Brut der Jungvölker nur schädigen.

Pflege in der ersten Septemberhälfte

Windel mit Varooenabfall und WachsrestenZu Beginn des Septembers prüfen wir den Varroabefall mittels Gemülldiagnose. Fallen mehr als 5 Milben pro Tag, führen wir sofort eine Behandlung mit Ameisensäure durch.  Dosierungsempfehlung siehe Aumeier³: 70 ml der 60-prozentigen Ameisensäure sollen in 3 Tagen verdunsten.

Fallen weniger als 5 Milben, füttern wir vor einer Varroabehandlung zunächst das noch fehlende Winterfutter auf. Insgesamt benötigen die Jungvölker 15 kg Winterfutter (Achtung: Wirtschaftsvölker benötigen 20 kg!). Die Menge gilt für eine Überwinterung auf einer Zarge Zander mit 10 Rähmchen. Die Gabe von 1 kg trockenem Reinzucker im Mischungsverhältnis 3:2 von Zucker zu Wasser entspricht ungefähr 1 kg Futter in der Wabe. Die Fütterung erfolgt in 2 bis 4 Portionen via einer aufgesetzten Leerzarge und Futtereimer.

Pflege in der zweiten Septemberhälfte

Theorie der Varroabehandlung, hier zur AmeisensäurebehandlungErst in der zweiten Septemberhälfte wird der Großteil der Jungvölker mit Ameisensäure behandelt. Dosierungsempfehlung s. Aumeier³: 70 ml der 60-prozentigen Ameisensäure sollen in 3 Tagen verdunsten. Das sind alle Ableger, die in der ersten Septemberhälfte weniger als 5 Milben Varroafall pro Tag aufwiesen. Nach der Aufütterung ist jetzt die Brut durch einen Futterkranz vor der Ameisensäure geschützt.

Imker-Anfängerkurs, Modul 11, Einfüttern / BLIB-Imkerkurs für Anfänger / Bienen-leben-in-Bamberg.deAnschließend wird eventuell noch benötigtes restliches Futter gegeben, bis die Völker ihr Sollgewicht von 15 Kg Futter haben. Kontrollieren kann man das mit einer Kofferwaage: Völker in der Hohenheimer Einfachbeute aus Weymouthskiefernholz, eine Zarge mit 10 Waben und Blechdeckel wiegen dann ungefähr 28 kg. Da man eher nicht die Möglichkeit hat, die gesamte Beute anzuheben, um den Wert festzustellen, heben wir die Beute nur auf der Rückseite mit der Kofferwage an. Dann sollte die Waage also die Hälfte, nämlich ungefähr 14 kg anzeigen.

Altwaben einschmelzen

Im September gibt es schon kühlere Tage ohne Bienenflug. Um der Wachsmotte zuvorzukommen, könnten jetzt bereits die Altwaben aus der Wabenhygiene einschmelzen. Bei wärmeren Tagen empfiehlt sich das nicht. Denn wir würden bei diesem Vorgang im Freien von zahlreichen Bienen umschwärmt. Sie können den ausdünstenden Honigresteduft meilenweit riechen.

Monitoring Asiatische Hornisse / Vespa Velutina

Im September wird das Monitoring der Asiatischen Hornisse mittels Dochttöpfen fortgesetzt. Siehe dazu unseren Blogbeitrag: Asiatische Hornisse: Aufruf zum 3. Monitoring im September.

Termine

Logo "Alle Themen" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Logo BBU – Bienenstadt-Bamberg-UmweltpreisSo., 20.09.26 – BIWa-Sonntagsöffnung und Saisonabschlussfeier mit Vergabe Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026

Wann?

  • 14.00 Uhr | Offenes Haus für alle …
  • 15.30 Uhr | Sektempfang mit Kaffee & Gebäck mit musikalischer Begleitung durch das Duo „Little Radio“ (Lisanne Bendig und Jürgen Punzet mit Zupfinstrumenten und Gesang)
  • 16.30 Uhr | Verleihung „Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026 (BBU)“
  • 17.30 Uhr Musikalischer Ausklang
  • ca. 18.00 Uhr Ende

Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

Weitere Details siehe auf der Seite Aktivitäten und Termine.


¹Indisches Springkraut. In: NABU Bochum. https://www.nabu-bochum.de/2018/06/01/indisches-springkraut/

²mit einer dünnen Zuckerlösung (Mischungsverhältnis 1:1 von Zucker zu Wasser)

³Pia Aumeier: Ameisensäure sicher einsetzen mit Sachverstand. Tipps & Tricks. Bienenzucht 08/2023. S. 350.